Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1052
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ioZ2 Penn. -

* pettn oder penne (Barkholomö), s.Lu-cas penni in den gegenwärtigen Zusätzen.

penna (Diego und Franz) heißen bey Fio-rillo IV. 275. ohne Weiteres/ zwey geschicktespanische (Früchte- und Blumen-?) Maler gegenEnd des XVII. Jahrh. Im Register heißt Franz,wohl aus Versehen/ Simon.

(Johann), wahrscheinlich Johannpesna. Die Landschaften nach Guercino , derendas Lex. gedenkt, erschienen nach GandeUin«1755. was aber offenbar i 655 . heißen soll.

penna (Joh. Baptista), ein spanischer Ma-ler, Zögling des M. A. Houasse, als dieser inMadrid war; einer der ersten Künstler seiner Na-tion , die auf Kosten der Regierung nach Rom geschickt wurden. Nach seiner Rückkehr beehrteihn Philipp V. mit der Würde eines Kammer-malers; auch erhielt er eine Stelle bey der Aka-demie. Die bedeutendsten Arbeiten von ihm be-finden sich zu Madrid und Cordua; sie zeugenaber mehr von seiner technischen Fertigkeit als vonseinem guten Geschmacke. Er st. iM. FiorilloI V. 090.

(Philipp della). So heißt bey Milizia(L6. terr:. II. 256 . 8. V. kllippo L)r»c/re2) ein spa-nischer Baumeister, der den Entwurf dieses letz-ter» von dem berühmten Pantheon in der KircheSt. Franzisc zu Gnadalcxara wirklich ausge-führt habe.

( ) So hieß auch ein in dem letz-

ten Viertheile des XVlll. Jahrh, zu Rom ansäs-siger Künstler, von welchem wir in der Schrift:Winkelmann u. s. Jahrh. S. 356 . lesen: »Der-selbe war, nach Canova, damals der bekanntesteseiner dortigen Kunstgenüssen. Von ihm sah maneine große Statüe Pius VI. für die Sakristey zuSt. Peter, wie auch zwey ungefähr lebensgroßeFiguren, Paris und Helena, in den obern Zim-mern der Villa Borghese . Die erstere wurde vomPublikum nicht günstig aufgenommen, und ge-wahrt wirklich keine Befriedigung; die beydenandern sind zwar schlanke Gestalten; sie zeichnensich indessen weder durch bedeutende Handlungoder Charakter, noch durch Schönheit der For-men so aus, daß sie dem Meister großes Lob ver-schaffen könnten. Im: Almanach aus Korn kür1810. erscheint dieser Künstler nicht mehr. Ober der nämliche penna in Rom sey, der imTübing. Morgenbl. 1809. S. 007. Augustinbeißt, dort aber bloß beyläufig als Lehrer einesandern Künstlers (und zwar eines Kupferstechers)erscheint, ist uns unbekannt.

* s. auch pena.

pennachi (Hieronymus ), der ältere. S.den gleich folgenden Art.

s. eben diesen Art.

der jüngere, den man

(heißt es bey Fiorillo V. 198.) nicht mit dem ältern,aus der Familie Aviano (den wir nicht kennen),einem geschickten Maler des XV. Jahrh? verwech-seln muß. Geb. i/M. zu Treviso , lernte er dieAnfangsgründe der Kunst von seinem Vater, glei-chen Namens (somit einem dritten Hieronymus ),und von Giorgione ; nach Ridolfi (I. 214.) aber,von Titian, und reiste endlich nach Rom , woer seine Studien unter Raphael vollendete, dessenStyl er mit Giorgione's Anmuth zu vereinigenwußte. Alsdann ließ er sich in seinem Vaterlandenieder und malte theils dort, theils zu Venedig ,wo von ihm die Bilder an der Fa^ade des Pal-lastes Odvni bewundert wurden. In 1028. ginger nach Trento , zierte dort den Pallast des PrinzenKardinals, und hierauf nach Bologna , wo manEiniges von ihm in der Kirche Er. Pekroniusantrift. Seine Hauptwerke aber werden in derKirche der Malthcser-Commende zu Faenza gewie-

Penni.

sen. Nachdem er sich eine Zeitlang auch zu Genua bey dem Prinzen Doria aufgehalten, und dessenPallas!, gemeinschaftlich mit andern Künstlern,mit seiner Arbeit bereichert hatte, verließ er, wieman glaubt, aus Unmuth über seinen Nebenbuh-ler, P. del Vaga, diese Stadt, und schiffte sichnach England ein, wo ihn Heinrich VIII. zu sei-.nem Hofmaler ernannte. Hier erhielt er, vor-nehmlich mit meisterhaften Bildnissen, reichlicheBeschäftigung. Nachdem ihn der König endlichauch zu seinem Kriegsbaumeister gemacht hatte,begleitete er ihn in die Pikardie, zu der Belage-rung von Boulogne HU. wo er durch einen Ka-nonenschuß sein Leben verlor. Fiorillo V. 198 -99.aus den Quellen, wie es scheint vornehmlich auslÜemorie Irevi^isne sulle Operc ü!OiseZlio (Vene?. i 8 o 3 . Ho) 7. 117. N. zz.p. 9. 25 . etc. S. den gleich folgenden Art.

* pennachi (Peter Maria), wahrscheinlichmit dem Obigen Einer und derselbe, nach Zanerriwenigstens ebenfalls ein Trevisaner, der um 1520.bluhete. Lanzi II. 34. kennt von ihm, unge-fähr wie das Lex. zwey Plafonds in venetranirscheu Kirchen, von welchen er sagt, daß sie bessercolorirt als gezeichnet seyen. Fiorillo hienächst(II. 18.) zahlt diesen, ebenfalls perer Mariagenannten Künstler, wie es scheint, gleich demLex. unter die Schüler von Job. Bellino, diesich dem bessern neuern Geschmacke näherten.

* pennalosa (Johann de), geb. i 58 i. gest.1636 . harre eine richtige Zeichnung und ein reizen-des Colorit, wie man aus verschiedenen seinerWerke, vorzüglich aus einem Bilde der H. Bar-bara in der Kathedrale zu Cordova ersehen kann.Fiorillo IV. i 65 .

pennder (Jacob), Gräflich StollbergischerMünzmeister, wurde 1074. durch den Münzab-schied zu Regensburg , begangener Verschuldigun-gen im Münzwesen halber, begnadigt, nachdemer schon ins fünfte Jahr dieserwegen sich von sei-ner Heymath harte entfernt halten müßen. Hirsck>deutsches Münzarchiv II. 198.

(Peter) war um i 6 n 5 . Münzwardeinder Stadt Frankfurt am Main , scheint aber um1610. in die Dienste des oberrheinischen Kreisesgetreten zu seyn. Ebeudas. VII. Z57. 395 .

pennequin( ). So heißt in den Xon-velles lies z^rrs II. 82. ohne Weiteres, ein Ma-ler , von welchem sich auf dem Salon zu Paris vom I. X. Bildnisse befunden hatten.

* Penney oder penny (Eduard), dessenFiorillo nicht gedenkt, lebte noch 1784. Nachihm haben: I. Baldrey den raubsüchtigen Qua-cker und den menschenfreundlichen Arzt (punktirt);van Green den tugendhaften, durch die Anhäng-lichkeit und Sorgfalt der Seinigen getröstet, undden Lasterhaften durch die Dernachläßigung undVerachtung derselben bestraft; R. Houston denTod des General Wolfe's und den Marquis vonGrenby (reliovinß thc clistreks'ü 8olciler anäbis ksmily); Ebenderselbe, die Nouvellisten ineiner Schmiede versammelt (des Malers und Ste-chers Hauptblatt), von großem Ausdrucke, nachShakefpeare's König Johann; W. Pether dieEnthaltsamkeit des Ritters Bayard, den Eremitund den Alchymist; I. R. Smith Rosamund unddie Königin Leonore (alles Vorgenannte von Green,Houston , Pether und Smith in Schwarzkunst ge-schabt); W. Sedgwick den Scheintod einer Frau,und ihr Wiederaufleben; dann den Engländer Pe-armain, welcher der Wittwe Costar 'zu Chalons die ihr durch den Schuldenrichter genommene Kuhwieder giebt (punktirr) ; endlich I. Walker dievierte Scene des dritten Akts aus Shakefpeare'sCymbeline (ein sehr schönes Blair, geschabt) ge-liefert. Lr-Mrän (der alle obigen Blätter -wenig-stens schön heißt) und Rost spnrs.

* penni (Joh. Franz), genannt >l Faktors.