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schätzte Bilder: Ein Zimmer - Altärchen mit denbeyden Marien und Johannes, und ein anony-mes Mannsbildniß unter Lebensgröße, mit » 545 .datirt. Dann die Galerie zu München eine Ju-dith mit Holofernes Haupt, und Venus und Amor,beydes lebensgroße Brustbilder. Von letztermheißt es bey Männlich, es sey in einer aus Nach-ahmung entstandenen Manier gemalt; und vonpens, als Maler, überhaupt: Er habe zu Rom seinen Styl zwar vergrößert, aber die naive rich-tige Nachahmung seines Meisters (Naphaels) dabeyeingebüßt. Die Galerie zu Schleisheim: Tarquinund Lucretia , und den Tod dieser letztem; diejenigezu Salztahlum: Das Bildniß des Erasmus mitgefallenen Händen; nackende Kinder, die im Kreisetanzen, klein; David umarmt den geharnischtenJonathan, lebensgroßes Brustbild; St. Sebastianmit dem Pfeil in der Brust, ebenfalls Brustbild. —Hinwieder zeichnete sich pens, als Kupferstecher,durch die Schönheit seines Vortrags vor allen üb-rigen sogenannten Kleinen Meistern aus. Ob eswahr sey, daß Marc Anton unter mehrern Ar-beiten desselben sein, Raimundi's, Monogrammgesetzt, und mehrere seiner Blatter, als nachRaphaels Zeichnung gestochen, verkauft habe, ist —wenigstens zweifelhaft. Seine Stiche sind zahl-reich. Marterte besaß deren 220. welche da-mals indessen für 120. Livres verkauft wurden.Die meisten derselben sind nach seiner eignen Er-findung, kleine Biättchen, aber, in Absicht aufrichtige Zeichnung und gute Ausführung, wahreMeisterstücke. Zu seinen vorzüglichsten, und zu-gleich zu seinen größer» Blättern gehören: DieBildnisse des König Christierns von Dannemarku. s. f. und des Churfürsten Johann Friedrichsvon Sachsen (l)ei Üenestoio — noch schöner alsllei 6ratiri!) beyde in Fol. und selten. Nochseltener, und (was noch besser ist) ein Blatt dasman mit dein Schönsten von Marc Anton ver-gleichen darf: Eine im Sturm eingenommeneStadt, gewöhnlich die Eroberung von Carthagogenannt, nach Jul. Romanus, mit der seltsamenIahrszahl IVWXIXXXXiX. bezeichnet. FüßliI. 187—88. giebt davon eine ausführliche Beschrei-bung, und sagt neben Andern:: Daß man ausdemselben» sowohl die Stärke des Julius in derZeichnung, und den Reichthum seiner Ideen inRücksicht auf die Mannigfaltigkeit der menschlichenFormen und ihrer Wendungen, als auch seinegroße Kenntniß des altrömischen Kostüms' ganzvorzüglich bemerken könne. Rost I. »59—62. führt»v6. dieser Blatter, der N)inklersche Katalog »20.derselben, derjenige von Brandes fast eben soviele an. Besonders schätzt man, unter den klei-nern, 26. die das Leben und die Wunder Jesu ent-halten; andre — Raritätenkramer dann: TitusManlius , von seinem Vater bestraft; letztres des-wegen, weil darin (schrecklich zu hören!) eineSpezies Guillotine erscheint; einen Leichnam aufdem Schooße der Mutter, und Kinder, die miteinem Löwen spielen, beyde nach Raphael, daserste Copie nach M. Antonio, (nebst obigem nachPipi die zwey einzigen, uns bekannten nach an-dern Meistern). Neben der H. Geschichte scheintdie Römische sein Lieblingsgegenstand gewesen zuseyn. So weit war dieser Art. gediehen, alsDartsch's ?eintre 6raveur st'. VIII. zu unsernHanden kam, welcher vörderst bemerkt, daß penczdes Künstlers eigentlicher Name sey, wie er we-nigstens solchen selbst auf dem schon angeführtenBlatte der Eroberung von Carthago geschriebenhabe; da hingegen sein eigenes Bildniß, und dasseiner Frau, auf welchem er peins heißt, nichtseine eigene Arbeit sey. Alsdann bezeichnet er seinenKunstcharakter ebenfalls kurz so: Daß er den MarcAnton zum Täuschen nachgeahmt habe. Hierauffolgen vier Monogramme (Ph. Galle's, GerardsP. von Gröningen , und zweyer Anonymen), welchedem steinigen mehr und minder ähnlich seyen; undnun das Verzeichniß von 126. seiner Blätter, dieer allein für acht erkennt, und eben so auch man-nigfaltiger Copien derselben, mir einer Genauig-
Penzel.
keit, welche nichts zu wünschen übrig läßt. Donjenen 126. haben 29. Geschichten des alten, 40.Geschichten des neuen Testaments, 28. Profan-geschichie und Fabel, 25 . Allegorien, 3 . Orna-mente , und ». das Bildniß des Churfürsten Joh.Friedrichs von Sachsen zum Gegenstand. Darinsind wenige. Das älteste (eben die Eroberungvon Carthago) von »528. (?) mehrere von » 5 ^ 3 .und eines (die Frau mit der Harfe) von 1544.Von pencz Blättern nach andern Künstlern giebtBarrsch, neben dem mehrgenannten nach JuliusRomano, einzig eine Judith nach Buoiiarvti an.Auch die seltensten seiner Blätter werden sorgfäl-tig bemerkt. Nicht eben zu diesen, aber zu denlaunigtsten gehören die beyden, aus einer Erzählungvon Hlberrs d'E^r poetischer perle entlehnt:Virgil, von einer Römischen Courtisane, in einemKorb aufgehängt; wie er dann, durch Zauber-künste alles Feuer in Rom auslöscht, so daß dieBürger und Bürgerinnen nirgend anderswo alsan den geheimsten Theilen der Frevlerin — wiederanzünden können, und zwar (wohlverstanden), daßsich das Licht nicht an einer andern schon ent-flammten Kerze anbrennen läßt. Das Bildnißdes Königs Christierns, und die Blätter nach Ra-phael scheint Barrsch nicht anzuerkennen.
Penr (Johann van der). So nennt der Ka-talog von Salztahlum einen uns sonst ganz un-bekannten Künstler, von welchem sich dort einekleine auf Holz gemalte Verkündigung an die Hir-ten befinden soll. Die meisten schlafen noch; Ei-ner allein sieht mit Verwunderung in die Höhe,wo die Glorie der Engel erscheint. Umher befin-det sich vieles Vieh.
penrenr jeder (Joh. Martin), wird vonvon Sterken unter die neuern Baumeister derStadt Augsburg gezählt.
* penrher (Johann Friedrich). In dem,wegen der »^707. erfolgten Stiftung der Göttin-ger-Universität, von I. M- Geßner herausge-gebnen Werke: <le ^cssemia 6eor§ia Augusts,toi »»8. findet man eine nach seiner Erfindung undZeichnung, auf einem großen Folioblatte von ei-nem Unbekannten, in Kupfer gestochene Ehren-pforte.
penroma (Tankred von), ein Baumeister desXIII. Jahrhunderts. Don ihm ist der Stadtbrunnzu Aquila im jenseitigen Abruzzo , la Rivera ge-nannt, mit 99. Masken, alle verschieden, undwelche alle reichliches Wasser spendeten. An dem-selben liest man noch die bescheidene gereimteJnnschrift:
vrb» iiovs koiice novo, veceri Lumioe
Ksuäec
Hoc opu, exreßiuw, cernit -ä oinois tauliekdlon wirerir OPUI, mirsre slillrooo,,
t^uok Isvor el proiiiir» Xguil-s tecir ersc coloaoi.
X. 0. cvlcc».xii.
MsKi-ler Vst»s jecir
boc 0PU5.
(Lä. terr.) I. irF.
peny (Johanna), eine Kupferstecherin, arbei-tete um »770. zu Paris für daS Cabinet de Choi-seuil. Von ihr kennt man, neben Anderm, eineLandschaft mit Gebäuden, nach I. van derHeyden.
Penz oder peny (G ), ein Kupferstecher,von welchem man, neben Anderm, ein wabr-scheinlich um 1708. zu Amsterdam gefertigtes sehrmiktelmassiges Bildniß des Theologen Krumbhol;kennt. Dem Styl seiner Arbeit nach zu urtheilen,war er ein Deutscher.
penzek (CarlAugust). So heißt in: Dres-den , zur Kenntniß seiner Häuser, und inHasche'« Magaz. I. »79. ohne Weiteres, eindortiger Bildnißmaler in Pastel. Haymann weißebenfalls nicht anderes von ihm, und scheint ihndoch unter die Lebenden zu zählen.