Petit.
,740 ) der in Kreidenmanier Mehrere- nach Bauecver u. a. gearbeitet hab«.
* perlt (Ludwig), erscheint im Almanach ässLeaux-Arts i 8 c> 3 . unter den damals ;u Paris le-benden Kupferstechern , als Herausgeber der Blät-ter zu de Lignp's klistoire äs la VI« äs ,js8U8ekrlst, und ist nicht unwahrscheinlich derjenigeSohn von Eg. Jacob, dessen bey Basan Lä. sec.unter dem Art. dieses letzter» Erwähnung geschieht,und der dort Jacob Ludwig, geb. 1760. Schü-ler von Ponce heißt, der Verschiedenes nach Wat-teau». a. damalssr/sg.) vornehmlich Vignetten ge-stochen habe. Ohne Zweifel auch der nämliche,von welchem in den Xouvelles äe8 Art8 1 . 365 .ein punktirtes Blatt: le Retour, äeäis aux 6ue»risrs krsn^ois, nach seiner eignen Zeichnung,(ä 12. kr.) schon 1801. erscheint. In die erwähnteHi8toire äs je8us Lbrlst zeichnete und etzte erselbst mehrere Blätter, wie z. B. die Verklärungnach Raphael , und das Abendmal nach da Vinci,die dann gewöhnlich von Andern mit dem Grab-stichel vollendet wurden. Dieses Werk schloß sich1804. in 26. Heften (76. Bl.) welches, nebst demTexte, 12b. Fr. kostete. Ob unser Künstler nochderselbe Petit sey, der in 1809. für das L.XV.Heft des Musee Francais zwey tanzende Nym-phen von van der Werft nach Guilliers Zeichnunggestochen, und ferner der, welcher die Entdeckungs-reise des Herrn F. Peron's nach den Ländern desSüdpols mitgemacht, und, nebst H. le Sueur, dieZeichnungen zu der Beschreibung dieser Reise ver-fertigt hatte, ist uns unbekannt. (S Tüb. Mor-gend!. ,807. Int. Bl. S. 85 .). Doch müßen wiran Letzter,« zweifeln.
— — (Ludwig). So wird im Almanach äe8lleaux-Art8 180Z. ohne Weiteres, ein damals inParis lebender Bildnißmaler genannt, und vonObigem gleichen Namens durch seine Wohnungausdrücklich unterschieden.
— — (P-). So heißt in Heinecke's MNachricht. von Lünsil. S. ,2g. ganz ohne Wei-teres, ein Formschneiber zu Paris .
— — (P. TH-). Und so im ^Imanacb äesUeaux-^rts von i 8 « 3 . ein um diese Zeit in Paris lebender Landschafter.
— — ( ). Und so Ebendas. ein damals
dort lebender Architekt.
— — ( ). Einen solchen Namen, als Me-dailleur, findet man auf einer königl. spanischenSchaumüntze pon 1724. Sammt, berühmterMedailleurs d!°. 472.
— — s. auch pettit.
* per, tor (Cavalier C.A.), der Baumeister zuParma. Zu Paris gab er die Zeichnungen zu Aus-zierung der Capelle von Harcourt in der Cathe-dralkirche, von Marmor, auf antike Manier. DerKönig ertheilte ihm den St. Michaelsorden. In1769. sah man von ihm eine Beschreibung der andem Herzogl. Hofe zu Parma gehaltenen Feyer,lichtesten, mit vielen Kupferstichen Dahin gehö-ren ohne Zweifel die beyden nach seiner Erfindungund Zeichnung von I. Volpato sehr angenehm ge-stochenen Blätter: Veäuta äel koschettc» ä'Ar-caäia äalla Parts äs Uriiicipi und äalla parteäst 1'empic,. /fUL/e,- Neben ihm waren um,776. Professoren der Künstleracademie zu Parma :Der Abt peroni, Andreas du Bors, AntonBresciani, Joseph Baldrighi, Justus Manes-cardi, Simon Franz Rrwener, Benignus Bossi,Anton palmieri, Loren; Gujard, Peter Ferrari.Und Adjunkten: Doininicus passerini, Paul Fer-rari, Peter Barozz,, Cartaro Lalani und JosephSbarvati. ^c. E. auch den ff. Artikel.
* — — (Johann), lernte die Anfänge derZeichenkunst von seinem Vater, und wurde vondemselben zum Goldschmied bestimmt. Um sich nunin dieser Kunst recht zu vervollkommnen, lernte er
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auch das Emailliren, dem er sich nachher ausschließ-lich wiedmete. Nachdem er anfänglich zu Blois mit seinem Freunde Bordier als Uhrmacher beyHeinrich Toutin gearbeitet hatte (der sie zuerst imSchmelzmalen unterwies), machten sie eine Reisenach Italien , um die Laboratorien berühmter Che-misten kennen zu lernen, und von da nach Eng-land, wo sie mit dem Leibarzte Carl I., TheodorMayern, (a. h. Turquet, ihrem Landsmann, erstenLeibarzt schon bey Jacob I.) bekannt wurden, derihnen ganz uneigennützig mehrere Geheimnisse undKunstgriffe mittheilte, die Schmelzfarben noch weitlebhafter herauszubringen, als man es sonst zu Ve,nedig, Limoges u. s. f. zu thun verstand. Alsdannstellt« Mayer unsern periror dem Könige vor,der ihn zum Ritter ernannte, und ihm eine Woh-nung in Whitehall einräumte. Nun fing er an,mit unermüdetem Fleiß zu arbeiten, und nament-lich Copien nach Vandyck zu liefern, dessen Ur,bilder er aufs getreueste wieder zu geben wußte,und der ihn selbst bey mehrern Arbeiten soll ge-leitet haben. Zu seinem Schönsten in Englandgehört ein Bildniß der Gräfin von Southampton ,Rache! de Rouvigny, eben nach Vandyck (aus derGallerie des Lord Hardwike, und,nach Walpole, dasHöchste was die Emailmalerey je hervorgebrachthat), welches 9 A" in die Höhe, und 5 indie Breite hielt, mit 1642. datirt ist, und sich zuwalpole's Zeit im Cabinet des Herzogs von De-vonshire befand, der damals noch ein zweytes Bild-Bildniß von unserm Künstler (des Herzogs vonBuckingham), wahrscheinlich nach Honthorst, mit1640. datirt, und ein drittes eines jungen Krie-gers besaß, welches ebenfalls die größte Bewun-derung verdiente. Eben so bewahrte die Herzoginvon Portland in ihrem Cabinete einige von pe-riro's schätzbarsten Arbeiten; wie z B. die Bild-nisse Carls I-, seiner Gemahlin, und der durch Wal-lers Poesie bekannten Lady Norton, HofmeisterinderköniglichenKinder. Walpole selber dann einenKopf Carls I. bewaffnet, der ihm wahrscheinlichgesessen, weil dieß Bild mit keinem von Van-dycks Aehnlichkeit hat; Jacob II. als Herzog vonZ)ork; Hcuriette, Herzogin von Orleans, ein gros-ses prächtiges Stück; Anna von Oestreich, einkleines, aber reizendes Köpfchen; die Frau vonMontespan , und dann einige andre, welche aberin jenem zierlichen und weichen Styl ausgeführtsind, den er in der Folge in Frankreich annahm,und der bey weitem nicht die kräftigen Tinten hat,welche man in seinen frühern in England verfer-tigten Arbeiten bewundert Die gehäuften Unfälledes Königes quälten unsern Künstler so tief, daßer (wahrscheinlich bereits um 1642.) mit einemTheil der königlichen Familie nach Paris ging.Andre setzen diese Reise erst nach dem tragischenTode des Monarchen in 1649. Bordier blieblänger in England zurück, wo ihm das Parlamentden Auftrag gab, den Sieg des Generals Fairfaxund Cronwells über den Prinz Rupert (i 6 j 5 .) ineinem Emailgemälde darzustellen, welches zu einemGeschenk für den erstem bestimmt war. Auch diesKunstwerk (das einzige,welcheüBordierallein ver-fertigt hatte) kam in walpole's Hände, und be-steht in zwey runden 1 f-" breiten Pläklchen, diewahrscheinlich als Deckel und Boden einer Taschen-uhr gedient haben. In Frankreich erhielt periroebald den nämlichen, oder noch einen großem Ruf,als er sich in England erworben halte. In i 65 l.verheyrathete er sich, und lebte nun an die 34 -Jahrein steter, fürstlich belohnter Arbeit und demungetrübtesten Wohlstand, als in i 685 . die Wie-derrufung des Edikts von Nantes den achtzigjäh-rigen Künstler noch für seine Sicherheit besorgtmachte, so daß er sich die Erlaubniß erbat, in seinGeburtsland zurückzukehren. Statt der Bewilli-gung, wurde er auf Befehl des Königs, der ihnungern entließ, nach dem Fort l'Evesque gebracht,wo kein geringerer, als der große Bischof vonMeaux , einen vergeblichen Bekehrungsversuch mitihm vornahm, der ihm aus Verdruß ein heftigesFieber zuzog, worauf er endlich in Gnaden seine