Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1073
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P e t r e c i n i.

Reminiscenzen der Carracci dar. Dieses Bild hatt«er zu Rom gemalt, und dasselbe gefiel dann zu Siena so gut, das; er Bestellungen über Bestellungen er-hielt, und besonders mit seinen hübschen Engeichengefiel, die er überall anzubringen suchte. Auch inStaffcleygcmalden war er sehr angenehm, wie z.B- in vicr Jahrszeiten in der Villa Chigi zu Volti.In seine Schule ging, neben Andern,, Bourgig-non, ehe er nach Rom kam; daher sich mehrereBilder von diesem zu Sieua, wie z. B. bey demdortige» gelehrte» Decau Giovanelli fanden. Lanzi1 . 5 Z 8üg. wo seine Dlükhczeit um 16Z0. gesetztwird- Etwas verschieden von diesem Schriftstel-ler heißt es bey Fiorillo I. ssi/,. Petra;;, habesich nie von den Grundsätzen seines Lehrers Vannientfernt.

* perrecini ( ). Am End dieses Art.

Im Lcx i.Von den ersten geprägten (größer,,)Medaillons sind ohne Zweifel diejenigen, welcheDarin um l6/,o. in Frankreich verfertigte". Vonseinem Medaillon auf Borso d'Este , heißt es inBeytragen ;ur Geschichte der Schaumün;en,an der Spitze der Jen. A- L. A. i8ro.Mangewahre an dem Bildnisse die löblichen Eigenschaf-ten eines sanften gemüthlichen Ausdruckes, zarteFormen, und vielen, besonders auf das Gesichtgewandten Fleiß, der sich auch bis auf die lockig-ten Haare erstrecke. Der Revers dann sey ohneFeinheit, gleichsam nur ein Entwurf; und über-haupt, Alles wohl erwogen, glaube man diesemKünstler nicht Unrecht zu thun, wenn man ihn zwarfür einen tüchtigen Meister halte, der aber wederPesti »och Pisano, seinen Zeitgenossen, den Vor-zug streitig machen könne".

Porree ( ). So heißt bey Breirkopf

Geschichte d. Schtechekitnst, herausgegebenvon ^ocl) S. (,2. ein Gchreibemeister des XVIl.Jahrh, zu Paris , bekannt durch seine, bey demKunsthändler Nick. Langlois verlegte Schristcn-bücher.

* perresus oder perri (Joh. u. Martin).Unger glaubt, Johann, den er zugleich einenberühmten Buchdrucker nennt, habe nach A.-rer's Zeichnung in Holz geschnitten. Von Mar-tin dann kennt man die Schlacht Constantinsnach Raphael und Jul. Pipi, wovon er aber viel-leicht auch bloß der Verleger war. Dieselbe istkurz und einzig mit: Mark. /'stre/r-L AntwerplNbezeichnet. 6auste/l/ur Hei necke tJachrich-

ten II. /, 77 .

Petri ( 2 .). So heißt irgendwo, ohne Wei-teres, ein Maler, nach welchem W. I. van Delft gestochen habe.

* oder Petrus (Jacob), der zu Er­ furt arbeitete, s. unten den Art. Petrus .

(Jsaac Jacob), stieg in königl. Preus-sischen Diensten bis auf den Grad eines Oberstenbeym Ingenieur-Corps In 17^8 gab er Zeich-nungen zu den sämmtlichen Gebäuden des Jnvalirdenhauses in Berlin , die der altere Bouniannausführte. Verschiedene Kriegskarten von Sach­ sen und Franken, die er i/hbi. entwarf, machtenihn sehr. berühmt. Er starb zu Freywalde 177O.70. I. alt. tzJicolai. Erst jünasthzn noch wurdeunter he», Karlen, die man im Generalkricgsdepotzu Paris ve.rkqust, eine solche von ihm, welcheden Fcldzug des Prinzen Heinrich von Preussen inFranken (1769.) auf 8. Bl. darstellt, um rs. fl.(,8. kr. auögeboten.

* - (Peter Anton). Setze zu diesem Art.

im Lcx. die Citation: csmrcie/lüu.

oder pierri (Peter Anton). Von ei-nem andern Kupferstecher dieses Namens kennenwir einzig: Die fünf von Alexander VUI. cano-nisirtcn Heiligen, ohne Namen des Malers.

perrich, s. pert rieh.

Petrus. roJZ

* petri ni (Franz), der Baumeister, blühet«um das Ende des XV ll. Jahrhunderts.

' (Johann). So heißt im AlmanachSU8 störn für 181U. 8. 27L. ohne Weiteres eindamals dort lebender italienischer Kupferstecher.

* (Peter), der Baumeister, heißt auchpereoni, und perronius.

* (Pauft. Eines seiner beßren Blätterist C. Fonsaga'S Pyramide von St. Januar, welcheausser der kleinen Pforte des erzbischöfl.chen Pal-lastes zu Neapel steht, üanck/lini 111 . 407,

s. auch pierrini.

perris oder perrini (Peter de). Ein treftlicher Maler von Campo, einem Dörfchen in derveltlinischen Jurisdiktion Morbegno gebürtig woseine Anverwandten noch leben. Daher irrt <Hr-ländi, wenn er ihn für einen Römer halr. Wohlbegab er sich in seiner zartesten Jugendach Rom ,wo er sich in der Schule von Maratti übte, undes in der Kunst so weit brachte, daß ihm von denPäpsten und verschiedenen Fürsten wichtige Werkeju verfertigen aufgetragen wurde. Er starb zu An-fang des XVIII Jahrhunderts. Lehinann II.3 Zr. Füßli V. g2.

* s. auch pierrini.

perro. Pedro auch pelrro (I.), einKupferstecher, von dem man zwey schöne Blatter:Den Morgen und den Abend, nach W. Lavernerkennt. L'»a»l/cL wo er, wahrscheinlich am Richtig-sten, pelrro heißt).

* perroni und perronius (Peter), s.oben perrini.

( ), ein uns bisher unbekannter

toskanistber Maler neuerer Zeit, von dem es imTüb. Morgenbl. 1809 S 5 uiö. heißt:I I.i8oZ crfolgre der Tod des einzigen Meisters, denFloienz zu seiner Zeit gehabt hatte, nämlich desperroni. Derselbe war übrigens in der Kunstsehr mittelmäßig und zu dem Posten eines Direc-tors der Akademie nur durch Gunst des Ministersgelangt, der, gleich ihm, aus Pontremoli qcbür-tig war. Das eigene Studium hatte er jetzt fastgänzlich auf die Seite gelegt; und eben so wenigkümmerte ihn das, was seine Zöglinge machten.Alles lief auf leeres Geschwätz heraus, u >.d her-vorgebracht wurde nichts". Ein schöner Nekrolog!

perrow ( ), ein russischer Künstler, be-

fand sich um i 8 o 5 . in Siberien, um dortige An-sichten und Gegenden aufzunehmen.

perro;;i( ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Stuccawr, der in dem neuen Schloßezu Sanssoucy gearbeitet habe.

* perrucci (Franz''. Sonderbar, daß die-ses Künstlers weder Lan;i noch FioriUo keinerlei)Erwähnung thun. Nach ihm hat k. Mogalli dresieben Stifter des Servilen - Ordens gestochemIrgendwo finden wir auch (vielleicht aus Irrthum)daß er selbst eine H Familie nach Rubens in Kupfergebracht habe.

* Petrus oder perri (Jacob), ein Kupfer-stecher zu Augsburg , zu welcher Zeit ist uns unbe-kannt. Von ihm finden wir in einer uns mitge-theilten Notiz;: Ein Abendmal nach A. Diepe»-beck, eine Verkündigung nach Rotteiihamnicr, vierBlatter aus dem Lebe» Christi nach M de Vos,u. s. f. theils mittelmäßige, theils schlechte Arbci,ten. die er selbst verlegt habe. Nicht unwal-r-scheinlich ist es indessen ein zweyter Küu,rlcr die-ses Namens, dessen auch das Lcx. s. v perri ge-denkt, der zu Anfang des.XVIII. Jahrhundertszu Erfurt erscheint, und dessen Arbeit bisweilenetwas besser als die des Obigen ist. So ; B emgceytsr St. Hieronymtts auf einem kleinen Blait-chen; dann die Bildnisse der Fxan D. Sauerbrcp;

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