und der I. E. M. Varport, mehrere Fürsten ,Theologen, Mediciner (I. Ph. Eysel's, Christoph Helwig's , u. s f.), alle ohne (uns bekannte) Na-men des Malers. Dieser letztre Petrus ist wohlübrigens kein andrer, als derjenige Jacob perri,der die Elephanten-Abbildungen su G. perrivon Harrenfelß LlepKantoFraplil» curiosa 4°-Lriorä 7i5. (etwa Eine S. 3 t). ausgenommen),jämmerlich gestochen hat. Auf dem Blatt zu S-127. stellt der Künstler den Kampf des Elephantenmit dem — Drachen vor, so wie ihn der Autordem Plinius treuherzig nacherzählt, und deswegennicht minder den Titel L>. (I-e»pc>I<liv2e) 0. (6»-rolinse) (blaturss) Luriosorum trägt, so
wie auch einer seiner Bewunderer ihn also ansingt:
Mein petri ruhet nicht: sein Geist ist so entbrannt,
Daß Er stch auch gemacht au stärksten Elephant.
Rümpfft Mvmus Naß' und Maul, es leugen doch die
Werke
Von seiner SinnemKrafft und seines Geiste- Stärke.
Petrus (Romanus). In der Westminster-Ab-tey zu London befindet sich, aus den Zeiten Hein-rich IH. ein zierliches, mit großer Kunst ausge-führtes Grabmal Eduard des Bekenners Es hatdie Gestalt eines Altars, ist mit gefärbtem, hieund da auch mit weissem Glase muflvisch bekleidet,und wird von mannigfaltigen Säulen getragen.Die Inschrift war mit gelben Steinen oder Glas-fluß ausgelegt, und lautete:
>nno dlilleno Osmini cuin xepUisxsnoLt bis csnteno cum completo guani äenoläoc opus est sackum, quoä äuxit in sctnin
äkoma»», civix , lioino, csuxLm noxcere xi vixHex kuit llenricux. xLncri prsexentix amicux.
Dermal sind nur noch folgende Buchstaben übrig r
. . uxit in sckumRomaiinx clvix, lio.
Vielfältig nun wurde in ältern und neuern Tagenüber den Künstler gestritten, der den Namen: Pe-trus Roinsnus geführt habe. verrue war dererste, der in demselben den Römischen Mosaik-maler, perer Eavallltn finden wollte, und näm-lich gaubt, daß Abt Richard de Ware, der nachRom reiste, um sich von Pabst Urban l V. einweihenzulassen, dort das in 1266. errichtete Grabmal derMärtyrer Simplicius und Faustina gesehen, unddann auf den Gedanken gekommen sey, ein ähn-liches dem H. Eduard zu wiedmen; daß er hier-auf den geschicktesten Musivarbeiter und viele Ma-terialien mit sich nach England genommen, undnach dem Muster jenes Grabmals ein ähnlicheszu Stande gebracht habe; und dieser Musioarbei-ter soll dann eben Eavallini gewesen seyn. AuchWalpole schien dieser Hypothese beyzupflichten,die sich aber hinreichend widerlegt, wenn andersvasari's Angabe richtig ist, der des letztgenann-ten Künstlers Tod in 1Z64. und sein Alter auf85 . Jahre setzt. Immerhin mag unser PetrusRomanus von Richard de Ware nach Eng-land geführt worden, und ein Zögling von Taffioder Giotto gewelen seyn. Von ihm, oder einemseiner Schüler dann mag auch der schöne musivi-sche Boden seyn, den man noch jetzt vor dem Haupt-altar der Westminster-Kirche bewundert, und wozugemeldter Abt (st >283 ) die Steine ebenfalls vonRom gebracht, wie solches dessen Grabschrift aus-drücklich bezeuget:
-lbbsx kicuräux äs XVsrL, gui requiexcllläic, porUlk litpiäsx, ^uox Inc portLvlt 2b urbe.
Und eben diesem italienischen Urheber des GrabmalsEduards werden auch die Malereyen zugeschrieben,die man an der Decke über dem neuen MausoläumSeberts Königs der Sachsen sieht, und ohneZweifel ebenfalls unter der Regierung HeinrichIII. ausgeführt, jetzt aber kaum mehr zuerkennensind Sie enthalten die HH Johannes und Pe trus , und die Könige Sebert und St. Edward.Aus dem Munde dieser Personen gehen Zettel her-vor, aufweiche Frage und Antwort geschrieben sind.FloriUo V. 107—10.
Petty.
perschmann (Michel), Goldarbeiter undSchmelzmaler zu Frankfurt am Main ; verfertigteschöne Bildnisse in Armbänder. Er blühe« um1680. und hatte zwey Söhne die in gleicher Kunstauf Porzellan, neben Andern« sechs Ovibische Fa-beln malten, welche jedermann bewunderte. Inder Kunstkammer zu Cassel finden sich gerade ebenauch sechse dergleichen; ob solche aber gerade Ar-beit der unsrigen seyen, ist ungewiß. HüsgenN- A. s 38 - 3 g.
perschold, s. petzold.
perrer (Anton), ein wahrscheinlich noch jun-ger Künstler, gebürtig von Wien ; erhielt auf ei,ner ausserordentlichen Kunstausstellung daselbst1809. den aus einem Vermächtniß des KK. Beam-ten Joseph Reichel's (seines ganzen Vermögens!)gestifteten Preiß von fl. 800. mit einem Oelgemäde,das den todten Aristides vorstellt. DeffemlicheNachr.
pettit (Johann). So nennt der Catalog vonBrandes einen uns sonst unbekannten Stecher,der ein Bildniß des Prinzen Georgs von Wales,in punktirter Manier, ohne einen andern Namenals den seinigen, geliefert habe.
pettrich oder pstrich (Franz), ersteres istsein richtiger Name, seit 1795. Hofbildhauer zuDresden mit Gehalt, und seit 1800. Mitglied dor-tiger Akademie, geb. zu Trebnitz in Böhmen «770.Von Jugend auf war Sculptur sein Lieblingsge-schäft. Sein Vater, ein Tischlermeister, brachteihn nach Dresden , wo er sich unter der Leitungvon Casanova ausbildet«. Von ihm kennt man:Eine Allegorie, wie die Gottheit die Gerechtigkeitschützt; Theseus , der die Waffen seines Vatersunter einem Stein findet (1794.-; den Selbstmordvon Pyramus und Thisbe; bey den neuen Stal-len am neuen Reithause zu Dresden ein großesBasrelief, das ein Wettrennen auf einer Big»vorstellt; ein dem General von Christian, auf demNeustätter-Begräbnißplatze, nach des H von Rack-nitz Anordnung, in i 8 o 5 . errichtetes Denkmal mitallegorischen Basreliefs (von Seiffert gestochen,und vonBottiger beschrieben); ein Monument aufden Kriegsminister Zinzendorf; Modelle zu Sar-kophagen, wie j. B. eine sitzende Arlemisia, aufden Arm gestützt und in die Höhe blickend; eineschlafende junge Frau, mit einem Mohrenkopf (?)in der rechten Hand, und die linke aufs Hauptgelegt. MeuseltI.R.L.u. a. öffenrl. Nachr.Er lebte noch zu Dresden 1809. Seine Arbeitenauf den Salons zu Dresden i 8 o 5 . und 8. (zumTheil die schon genannten) s. in Meus. Arch.I. 4. 117. und II. 4. i 43 . In 1808. war es diefast lebensgroße Statüe in Marmor, welche einetrauernde Dame stehend und mit gesenktem Hauptdarstellt „Der Faltenwurf sowohl, als die Stel-lung" (heißt es dort) „ist im beßten Styl und mitangemessenem Ausdrucke gearbeitet". In i 8 o 5 .neben Andern«, ein Hautrelief: Tanzende Kinderum einen Kandelaber, was in Absicht auf Erfin-dung und fleisslge Ausarbeitung, besonders aberwegen wahrer Darstellung des zarten Kinderalterssehr gerühmt wurde. Von seiner Artemista wirdbemerkt, sie sey ganz nach antiker Art (?). Soeben bemerken wir, daß dieser Künstler in den ge-genwärtigen Supplementen schon einmal, unterBoerrerich erschienen, und eben diegleiche Mensch-lichkeit auch H. Mensel in seinem N. K. L. wie,Verfahren ist.
petty (R.), geb. zu London um 174». kamalö ein sehr geschickter Künstler nach Hamburg ,wo er sich lange Zeit aufhielt. Derselbe malte inWasserfarben Vögel, Früchte, vorzüglich aberBlumen in einer dreisten und kräftigen Manier.Sein Colorit war sehr natürlich und in den Blu-men Düfte täuschend (?); die Zeichnung derselbenricheis und wahr, und die Haltung ungemein an-genehm. Selten sah man Wasserfarben-Bilder mitder Freyheit behandelt, wie die seinigen; sie war