Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1075
JPEG-Download
 

Peh.

reu so meisterhaft aufgetragen, als es sonst nurbey einem Oelgemälde möglich ist Auch sah manvon ihm zur Abwechselung Landschaften in Oel und mit Wasserfarben auf Holz, welche letztere erdurch eine eigene Behandlung in Oelgemalde zuverwandeln (?) wußte. Um 1789. verließ dieserKünstler Hamburg , ging nach Holland und starbdaselbst. X'ü»st/e,»ac/r>icüten 8. 95 96.

pey (Johann), Bürger und Tischler zu Cos-wig im Anhaltischen; schnitzte in 1681. für die St.Catharincnkirche (auch St Nicolaikirche genannt)daselbst, eine neue Decke über die Kanzel. B eck-manns Anhaltische Historie III. S. 02.

( ), vermuthlich ein Nürnberger ,

malte auf Glas. Hagen' s Labinet. NR 638.

* peyay, s. Pezay.

penel (Ioh. Carl), ehemaliger CzaarischeeOber-Kriegscommiffar in Kurland , setzte sich unt172^. zu Jena , wo er seine erlernte Kunst desBildnißmalens übte. Er that zuvor viele Reisenin die meisten europäischen Länder, wo er durchBesuche bey den berühmtesten Künstlern zur Kennt-niß vieler geheimen Künste gelangte, die er durchden Druck bekannt machen wollte, wozu er einendankbaren Verleger suchte, aber wahrscheinlich kei-nen fand; denn dieß Buch ist nirgends zu fin-den. Msc.

petzler (kucas), ein Werkmeister, der i53/.in dem kursächsischen Städtchen Marienbcrg. woer einige Bauten verrichtete, genannt wird. L6ro-nicon Narlenher^ense von Georg Krebs. ,1/sc.

* petzold, s. pezolt, sowohl im Lex. alsin den gegenwärtigen Zusätzen.

* peuvir (M.) bey Gandellini, ist, wieschon das Lex. bemerkt, kein Anderer, als NX deLeeuw, der auch die Löwen- und Wolfsjagdnach Rubens , die er anführte, wirklich gesto-chen hat.

pey (Fortunak de). So hjeß ein Maler, nachwelchem B. und Ph. Kilian Bildnisse, letzterer die-jenigen des Goldarbeiters A. Wickert und eines B.Hohleisen gestochen hat.

pey er (Friedrich Wilhelm oder Johann), s.Beyer. D e Beyer heißt er nicht. Mensel II.

* (Ioh. Friedrich und Ioh. Jacob).Nach ihnen kennt man die Bildnisse des Schaff-Hauser-Bürgermeisters I. F. Wepfer von I. I.Hayd, des Theologen I. G Schalch von Ph Ki-lian, und des Bürgermeisters T- Holländers vonBerau, von I. v. Kraus gestochen und geschabt.

peyre (AntonFranz), der auch unter dem Na-men peyre, Sohn, erscheint, ohne Zweifel desNachstehenden Sohn. Seiner wird, unsers Wissens,zuerst um 1796. Erwähnung gethan, wo er das schoneFest des Ackerbaues angeordnet hatte. Seine sehr be-scheidene Critik der Wiederherstellung des TheatreFran«;ois, unter dem neuen Namen des Odeons,durch den Baumeister Leclerc veranstaltet, s. imlUeroure kran^ois 1797. 3Z. Im Hlmanack

6es Lesux-Hyts von i8nZ. dann erscheinen unterden damals zu Paris lebenden Architekten zweypeyre, ohne Taufnamen; der eine als Baumei-ster des Pallastes des Kurfürsten von Trier , undmit dem Epitheton: ülombre <lu Conseil tlezLätimes oivils, der andere als wirklicher Hrckl-tecte äes Uätirnes civils. Welcher aus ihnender Anroir Franz sey, ist uns unbekannt; wohlaber zuverläßig, daß es dieser letztere ist, derebenfalls in 1802: ins Nationalinstitut gelangte,und in demselben Jahre auch die Vice-Präsiden-tenstclle bey der Klasse der Schönen Künste desAthenäums zu Paris bekleidete; dann in i8«.j.dem erstgedachten Institut seinen Entwurf einesÄaiserl. Pallastes (den die Xouvelles llesIV. /,3. der ganzen Majestät der Nation und ihresOberhaupts würdig nennen) , dann denjenigen

Heyrött« lols

eines Mönuments für die Ehrenlegiüil (dessen I. c.127. eben so rühmlich gedacht wird), und um die-selbe Zeit den Plan einer neuen Theorie der Per-fektiv vorlegte, um den Künstlern ihr Studiumzu erleichtern; der endlich in »8o6, als Mitgliedder Ehrenlegion und Architekt ihres Pallastes ge-nannnt wird, und in eben dieser Eigenschaft denAuftrag erhielt, das alte Schloß Ecouen in Standzu stellen, welches der Kaiser zur Erziehung derTöchter von Mitgliedern der Legion bestimmt hatte./Um//. p«ö/. In 1809. concurrirte er um denVorschlag zu einem Obeliske, der auf Pontneufzu stehen kommen sollte. (Wahrend dem Abdruckedieses Art. bemerken wir in Lands »»'s Annal.VI. 21.: Daß allerdings Anron Franz, Mit-glied des Nationalinstituts, derselbe sey, der schonum 178» die schöne Deckeiiverzierung im Audienz-saale des ehemaligen Kurfürstl. Pallastes zu Kob­ lenz erfunden, und selbst das Plafondgemälde,den Hauptzügen nach, entworfen hatte, so wiesolches nachwerts von Stieck aus Koblenz wirk-lich ausgeführt wurde. Eine Abbildung davonim Umrisse s. l. 0. und über unsern Künstler dasallgemeine Urtheil: Daß derselbe sowohl durchseine eigene Werke, als durch die Arbeiten seinerZöglinge, viel zu Wiederherstellung des guten Ge-schmackes in der Architektur beygetragen habeHiernächst lesen wir in den Xouv. stos -zrrs III.35960. die Reklamation eines dieser peyre (wirglauben aber nicht des Anton Franz) gegen den Al-manach des Beauy-Arts, in welchem seiner Ver-zierungsarbeiten im Museum der französischen Mo-numente (namentlich im Inrrsductionssaal, i» derKapelle des Grabmal Franz I. und in oen Sälendes X V. u. XVI. Jahrh.) keine Erwähnung geschehe.

* peyre ( ). Derselbe baute das Hotel

de Nivcrnois in der Straße von Tournon , und,in Gesellschaft von da N?ailli, das neue franzö-sische Schauspielhaus in der Nahe des Luxem­ burg Das im Lex. von ihm angeführte Werkführt zum Titel: Oeuvres ü'.^rekweoture, con-tenant clisiereus prozets ä'estisices publios etartloullers et plusieurs dätimeris construitS.ol. Paris 765. Er st. 1785. Meus Mlsc.XXVIII. 252.

j)eyron (P.), ein französischer Maler neuererZeit; doch schon Mitglied der ehemaligen Königl.Akademie, Schüler von la Greuee dem ältern.Im Almanaek stes Uesux-^rts von i8»Z. wirdvon seinen frühern Werken angeführt: Die Zeit,und Minerva welche den Helden die Palme derUnsterblichkeit reicht; der Tod des Sokrates, undein Plafond im Saale der Antiken. Bey FiorilloIII. heißt er:Ein braver Künstler, der sich zu-gleich mit David als Pensionnair zu Rom auf-hielt, wahrend Vien das dortige Direktorat führte.Er malt zwar nur Staffelengcmälde; aber sein(oben erwähnter) Sokrates (dieß in lebensgroßen.Figuren), den man in dem Pallaste des Corpslegislatif bewundert, ist ein Meisterstück, nicht nurin Hinsicht der Zeichnung, sondern auch der Com-posikion Lande»», der davon Annal. lV. §5-eine Abbildung im Umrisse giebt, setzt noch hinzu:Auch des pathetischen Ausdrucks, der Wahrheitund Mannigfaltigkeit der Stellungen, des gutenGeschmacks in den Gewändern und der Kraft desColorits wegen"). Dieß Bild hat er selbst, nebst an-dern eigenen Erfindlmgen, in Kupfer geliefert " Eineandere schöne Arbeit von ihm: Ces jeunes ^riiö-nionnes rirsnt au sort. hat Est. Beisson gesto-chen. Einem Belisar desselben hingegen (der Zug,wie ein Römer seinen Kindern befiehlt, sich vordem Manne niederzuwerfen, der das Reich vonden Hunnen befreyte) fehlt es an Ausdruck, des-sen auch der Gegenstand für den Pinsel kaum fähigwar. Endlich nennt man noch von ihm: EineAlceste, einen Tod des Seneka (wodurch er sichseiner Zeit das Pcnsionnak zu Rom erworben),Sokrates , der den Alcibiades seinen Buhlerinnenentreißt (diesesnur in halb lebensgroßen Figuren),lind endlich: Den König Perseus mit seiner Fa»Xxxxxx 2