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milie, als Gefangene vor den römischen FeldherrnPaul Camillus gebracht, und von diesem bedauert(dieß eine bloße Skizze im Salon von 1801.). Fio-rillo lll. 5 i 5 —ij. u. a. Die drey ersten der zu-letzt genannten vier Bilder finden sich beschrieben,abgebildet und alle hochgelobt in Landon'sAnnal. IX. i/,Z. XV. 45 . u. 101. wo wir unsindessen bey dem letztern des Lachens kaum ent-halten konnten, das Zimmer der athenienstschenHetären, neben Anderm, mit der Therme einesFauns zu erblicken, dessen Unterleib von dem —Rauch eines anstehenden Kessels sehr sittsam —drappirt wird. Den Xouv. öeg ^rts IV. 89. und1Z2. zufolge wäre das Bild von Perseus , zu PaulAemil's Füßen, auch im Salon vom I. Xlll.(damals vielleicht ausgeführt) gestanden, und fin-det man (I. c.) Verse zum Preise desselben, so wiees auch Landon selbst eines der schönsten Werkeunsers Künstlers nennt. Für dieDidotsche Pracht-ausgabe von Racine (180.4.) zeichnete er das Blattzum Mithridates (l. c. 266.). — Gaulr de St-Germain in feinem Leben von N. Poußin S. 74 -u. ff. führt diesen Künstler als Besitzer von 61.bort enumerirten Handzeichnungen des erstem an ;und aus Obigem zu urtheilen vermuthen wir, daßdieser Besitz auf die Wahl seiner Kunstgattung kei-nen geringen Einfluß hatte. In den neuesten Ta-gen endlich sah man von ihm auf dem Salon zuParis 1808. den bey Ausierlitz tödtlich verwunde-ten General Valhubert, der seine Freunde beschulet,die ihn vor geendigter Schlacht aus dem Getüm-mel wegtragen wollen; eines der kleinern Bilderaus der Tags-Kriegsgeschichte, die, nach Auftragdes Kaisers, gefertigt wurden. Tübing. Mor-genbl. 1808. S. ii 5 .
Pepron ( ). So erscheint auch im tU-
manack lleg Ueaux-^rtz i 8 » 5 . ein damals zuParis lebender, von dem Obigen ausdrücklich un-terschiedener Künstler, unter der Rubrik der Blu-men- Ornaments- und Stilllebens-Maler.
peyronin (Abraham). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Kupferstecher.
Deptavin (Joh. Baptist), ein französischerMaler der neuesten Schule, gehört zu den Schü-lern von David, welche viel versprechen. Seinberühmtestes (schon im TUmanack 605 He-tUX--^rts von 1805. genanntes) Werk ist eine (im Sa-lon 1800. ausgestellte) Bestalln, die mit ihremKinde lebendig begraben wird. Das Ganze hatetwas Schauerliches; aber auch Manches, dasdem Künstler Ehre macht. In einem unterirdi-schen Gewölbe umschlingt die Mutter mit ihrenArmen die Frucht ihrer Liebe, und zugleich dieUrsache ihrer schrecklichen Strafe. Die Neben-dinge sind höchst einfach: Ein Lager, ein Wasser-krug und eine Lampe. Ein Lictor steigt die Leiterhinauf, um das Gewölb auf immer zu verschließen.Fiorillo III. 471—72. Eine andere Beschreibungund Abbildung dieses Gemäldes im Umrisse s. inLandon's Annal. I. 178-81. durch welcheman wirklich von dem Werthe desselben einen hohenBegriff erhält. Bloß an der Beleuchtung hattenKenner Einiges zu rügen gefunden. Bey einemPreißconcurse 1801. scheint ebenfalls Landon(Xouvell. äes -Vrts I. 27—28 ) zu glauben, daßunser Künstler mit diesem treulichen Bilde nichtin gehörige Betrachtung gezogen worden. Vielleichtwar solches die Ursache, daß er davon noch indemselben Jahr ein selbst gearbeitetes Blatt inKupfer gab. Auf einen folgenden Salon gaber dann die sieben dem Minokaurus überliefertenAthenienserinnen, in Lebensgröße, was, wie esscheint (wohl hauptsächlich des abscheulichen Ge-genstandes wegen) nicht den Beyfall, wie seineVestale fand, so wie man auch daran eine stren-gere Zeichnung und belebtere, zugleich aber inden Drapperien harmonischere Färbung vermißte.Eine ausführliche Kritik darüber s. in den Xouv.<je 8 /grts II. 57—Zg. Im Salon vom I. XIII.endlich sah man von ihm: Ein außerordentliches
Pezolt.
römisches Opfer. „Dieses Bild" (heißt es I. c.IV- 101.) „war wieder nach den nämlichen Grund-sätzen, wie seine Vestale, ausgeführt. Man be-merkte darin eine gewisses?) Stärke der Zeichnung;aber die Schatten fand man durchgehends zuschwarz. Eine so übertriebene Manier muß mitgroßer Geschicklichkeit behandelt" (muß überallnicht gebraucht) „werden, wenn man nicht derAffectation sich zu nähern scheinen will." Undkurz, uns will es scheinen, daß H peyravm(von dem wir seit 1804. nichts Weiteres vernom-men), wo nicht in seiner Kunst, doch in Lan-daus Meinung von derselben merklich verloren habe.
Oezau (Johann), ein Maler zu Leipzig . Inder Oberhofgerichtsstube des dortigen Rathhausesbefindet sich sein Meisterstück (das Aufnahms-stück in der zu Leipzig bestehnden Malerinnung),ein Gemälde aus dem Leben Christi mit derJahrzahl 1670. X. Ktexne»- Inscrigt. Hips.x. Z22.
* pezay oder pezee (Anton). Nach ihmhaben P. Drevet das Bildniß der Herzogin vonErcqui, Cl. Duflos diejenigen Peters, und PaulsKardinals de Gondy (1697.) und L> Moreau Carlsde Gondy, Marquis de la Tour, gestochen.
Oezolr (Andreas), ein Bildhauer aus derKucsächs. Stadt Echneeberg gebürtig. Derselbewandte sich nach Ungarn, wo er sich zu Schemnitz aufgehalten zu haben scheint. Aber (wird 1716.gesagt) die letzten Unruhen und die Türkengefahrführten ihn seiner Vaterstadt wieder zu. Vonseinen hier nun verfertigten Arbeiten nennt mandas 168Z. auf dem Gottesacker beym Hospitaleaufgestellte steinerne Kruzifix; auch werden dievon ihm geschnitzten Rahmen der in der Raths -oder Gerichtsstube daselbst hängenden Gemälde dersächsischen Kurfürsten als kunstreich angepriesen.Christ. Melrzers erneuerte Stadt- undBergchronikvon Schneeberg (daselbst 1716.4°.)S. i 35 . i 58 . 658 .
— — Dezold oder perzold (Daniel),geb. zu Görlitz . Um 171a. wo er daselbst vor,kömmt, wird er Kandidat der Rechte und der Ma-thematik genannt. Der von ihm verfertigte „ sehrnette Grund- und Abriß des H. Grabes"genann-ter Stadt ist in Kupfer gestochen bey F. I Arebsens 1717. erschienenen Beschreibung desselben zufinden. Auch in S Grosser« LausitzischenMerkwürdigkeiten (Leipzig und Dautzen 1714.Fol. vergleiche dessen Th. III. S i 5 . rc.) sieht mannach ihm eine von I. G. Mentzeln gestocheneAnsicht von Görlitz , in Folio.
— — (Hans), Goldschmied und Mitglieddes Kleinen Raths zu Nürnberg , st. 16Z2. 81. 1 .alt. Derselbe ist uns übrigens einzig durch seinBildniß bekannt.
— — (Johann) zu Schemnitz in Ungarn ge-boren, und ein Sohn des obigen Andreas, mitdem er auch nach Schneeberg ging, wo er 1716.noch lebte. In der großen Pfarrkirche letztererStadt ist die Bildhauerarbeit an dem 1712. ge-bauten schönen freyen Chöre, der Kanzel gegen-über, in der Mitte der Emporkirche, von ihm.L- Rleinert malte dieses Chor aus. Vorzüglichwar aber Johann durch seine Arbeiten aus El-fenbein berühmt. So hatte er, unter Andern,zu einer schönen Kunst- und Schaustufe, die 1716.in dem Besitze eines gewissen Schreibers daselbstwar, viele Bergleute in ihren Beschäftigungen,den auferstandenen Heiland, die heiligen Weiberdie zum Grabe wallen u. a. m. sehr schön ausElfenbein geschnitten. C. Melrzers erneuerteChronik von Gchneeberg. S. 99. 6öS 894.
* — — (Johann Christoph oder Joh.
Christian). Wir halten letztern für den richtigernNamen. P. Permoser, Schlüter in Berlin , undDonner zu Wien , waren seine Lehrmeister. AlsProfessor an der Kunstakademie zu Kopenhagen