Pezolt.
lebte er dort 1761. starb aber zu Dresden 1760.Magaz. Sachs. Gesch. I. 260. Haymann.Mc. Von seiner Arbeit s. zwey Caryatiden beymEingänge der Marmortreppe in dem Schlosse zuPotsdam , und eine von den vieren in den Eckenaus carrarischem Marmor. M. Oesterreich.
pezolt, pezoid oder peezold (Joh.Georg). So hieß ein Maler zu Dresden um 1728.Lebend. Bönig!. Dresden 1729.
— — (Lucas Friedrich). So hieß ei« Ma-ler zu Nürnberg , der uns einzig durch sein Bild-niß bekannt ist.
Pezzo (M. Paul), ein Edelsteinschneider zuVenedig im XVI. Jahrh, wird von GarzoniS. 58 . angeführt.
pfaar (Georg) und dessen Sohn. So heis-sen im Tübing. Morgenbl. 1808. S. 1102. dieunten vorkommenden Künstler pforr.
Pfad ( ). So wird im lles
Leaux ^rt8 i8»Zr ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Bildnißmaler genannt.
pfaff (Andreas), ein Kunstgießer zu Frank furt am Mayn, der sich durch seine Arbeit Ruhmerwarb und in 1754. dort verstorben war, wirdvon Hüsgen N. A. S. 3 Zs. angeführt.
Pfaffenbruch (Friedrich), ein Sohn desnachfolgenden Hans Pfaffenbruch, erhielt ibno.die Stelle eines sonderbaren (?) Münzwardcins, diesein Vater vorher bekleidet hatte. Hirfch deut-sches Münzarchiv lll. 162.
— — (Hans) war über dreyßig JahreKurfnrstlich-Trierscher sonderbarer Munzwardeingewesen, als er i 5 g 8 . nach dem Absterben desH. Kochs, um die hierdurch erledigte Stelle einesnicderrhcinischen Kreisgeneral-Münzwarbeins sichbewarb, welche er 1299 auch erhielt. In 1606.erscheint er wieder bey einer Gelegenheit. Hirschl. c. S. 118. igo. u. 280.
Pfaffendorf (Pelsche), s. Claus par-lrerer.
pfaffenhaeuser, s. pfeffenhauser.
pfaffinger ( ), ein Bildhauer, von
dem uns nichts Anderes bekannt ist, als daß der-selbe um 175». am Erzbischöfl. Hofe zu Salzburg gearbeitet habe.
pfaler (Bonifacius ) , ein Goldschmied zuSaalfeld , einer Stadt in den Herzoglich-Sächsi-schen Landen. Er war dort geboren und starb auchdaselbst; die Zeit seiner Existent läßt sich um denAnfang und die erste Hälfte des X VIl. Jahrh, setzen.Beschreibung und Chronik von Saalfeld bis1688. Fol. S. 3 , 4 -
— — oder pfoler, oder auch, ganz ver-schieden, plarer (Jacob Christoph Joh.), vonSaalfeld gebürtig, und Bruder des obigen Bom,facius, wurde schon 1618. als Gräfiich-Lippischerund 1619. zugleich als Fürstlich-Corveyscher Münz-meister verpflichtet. Nachwerts bekleidete er langedieselbe Stelle in Kur Köllnischen Diensten; daherman sein Wappen auf vielen Köllnischen Groschenfindet. Hirsch deutsch. Munzarchiv VIl. 4,2.und 47Z. und Beschreibung und Chronik vonGaalfeld S. 345 .
— — (Johann), auch ein Bruder von Bo nifacius , aus Saalfeld ; er hatte sich, wie Jacob,auf die Münzsachen gelegt. Beschreibung undChronik von Saalfeld S. 344 .
* Pfalz (Louise Hollandine , Prinzessin vonder). Nach Einiger Meinung lernte ihr Bruder,Prinz Ruperr (dessen in ihrem Art. Erwähnunggeschieht), die Schwarzkunst bey dem Obristlieu-tenant von Siegen.
Pfan n. 1077
* Pfandzelt od. pfanzelt (Lucas Con-rad). Letzteres ist wohl der richtigere Name.Einige setzen seine Geburt in Liefland . Nach Peters,bürg ging er mit Groot. Derselbe besaß eine vor-zügliche Geschicklichkeit, alte Gemälde auszubes-sern , und sogar von einem Grund auf den andernzu tragen. So z. B. ein großes von Albr. Dü,rer, von Holz auf eine Kupfertafel. (Es steht imSaal der Akademie der Künste zu St. Peters burg ). Er selbst war im Besitze einer schönenGemälde- und Kupferstichsammlung, mit welchener zum Theil Gewerbe trieb. Er lebte noch 1788.Bernouilli V. 29. u. ff. Fiorillo (B. S-II. 49.).
— — ( ) vermuthlich der Vater des
Obigen; er arbeitete für die Kirche des Städt-chens Albeck 1734. das Bildniß Luthers neben derKanzel; die Abbildung des Glaubens; die Abbil-dung der allgemeinen Liebe Gottes, und die Ge-schichte vom Sündenfalle, in vier guten Gemälden.— Noch folgen zugleich hier mehrere Ulmische Künst-ler. Andreas Adam, Stadtwerkmeister zu Ulm ,kömmt 1786. vor. — Die Gebrüder Martin undLeonhard BuchmiUer oder Buchmüller führtenvon 1617. bis 162 r. die H. Dreyfaltigkeitskirchezu Ulm auf. Martin verfertigte auch 1618. fürgenannte Kirche die Kanzel, zwar nur von yolz,aber vortreflich gearbeitet; ein Engel trägt diesf;zu oberst steht Moses mit der Gesetztafel, undunter ihm Christus, auf den zur Seile stehndenJohannes zeigend; seinen Namen hak er darandurch M. B. 1V18. ausgedrückt Leonhardbaute ferner 1648- die Roßinühlen. — ChristianDauner, Schulmeister zu Bernstadt , schnitztemit vieler Kunst 1769. einen hölzernen Altarleuch-ter, den man in der Sakristei) der Dorskirche da-selbst steht; 1786. lebte er noch. — Georg PeierGehring war 1786. Etadtwerkmeister zu Ulm —Matthäus Gruß, Schreiner und Schulmeisterzu yofstett-Emerbuch, verfertigte brav mit eingeleg-ter Arbeit die Kanzel, den Tausdeckel und dasSingpult für die Dorfkirche gedachten Orts; erst. 1784. — Johann Michael AeUer, Baumeisterzu Schwäbisch-Gemünd baute 1771. die Dorfkirchezu Türkheim so schön auf, daß in der ganzen Ge-gend keine schönere zu finden ist. — Michael Lnollzu Geißlingen, wo er 1786 als Bürgermeistervorkömmt, verfertigte die ganze Reihe der Kaiseraus dem Hause Oesterreich halb erhaben in Elfen-bein nach WachSabdrücken; durch Erbschaft sinddiese nach Nürnberg gekommen. — Joh. ChristophLaueerbach war der Stadt Ulm Ingenieur undArchitekt; er st. 1744- — Ludwig, ein Form-schneider zu Ulm vor Erfindung der Druckerey,schnitt, wie Koster zu Hartem, die Wörter in Holz;er druckte das Buch: Versuchung des Teufelsim Geloben (Alle sonst obengenannte Oertcr lie-gen unweit Ulm ). Hard Ulm nebst GebierS- 4 - 56 - 66. 67. lös. 226. 284. 53 o. 609. 600.627. 671.
*pfann (Joh.), der Aeltere dieses Namens.Don ihm kennt man drey Blätter nach Alrargcrmälden von M. Herr i» der Spithalkircbe zuNürnberg (eines der Teich zu Bclheüda, mit >627.darirt), und 17. andere nach Emblemen in denbeyden Sälen desselben Spithals, nach dem näm-lichen Künstler. Dann ein Paar Bildnisse, da-von eines der Elis. Schlüsselfelserin, geb. Mau«lin, nach G. Strauch, noch von 1669. datirt;so daß der Mann (wenn anders die Data des Lex.ihre Richtigkeit haben) hundertjährig müßte gewor-den seyn. Andere nennen auch Bildnisse nach eige-ner Zeichnung von ihm. Endlich hat derselbe auchmehrere Schriftenwerke der berühmten Schreibemeirsier Neudörffer zu Nürnberg in Kupfer gebracht.
* — — — — der Jüngere, der im Lex.unter dein Art. des Obigen erscheint. Don ihm führtein Verzeichnis' meines sei. Vaters an die 2«. Bild-nisse, meist von Aerzten und Apothekern, ohneNamen des Malers, an. Ob dasjenige des Eot,