ro78 Pfann.
tesgelehrte» I. Saubert's, nach I. Mink, seine,oder des ältern Arbeit sey, ist uns unbekannt.
pfann ( ), Kupfetstecher zu Änsbach (?),
geb. zu Almeshof bey Nürnberg 1760. vielleichtein Sohn des Obigen, lernte anfangs den Buch-handel , widmete sich aber nachher der Kunst.Sein Bildniß, ohne Namen und Schrift, hatI. B. Berndt gezeichnet und gestochen 1782. 12°.Er lebte noch 1809. Meusel's rJ. R. L.
pfann«nschmid (August Ludwig) in Han nover , verfertigte um 1780. zwöiferley Sorten Tuschvon so viel verschiedenen Farben. Meusel'sMiscell. X. 249.
pfannenschmidr (Zacharias), ein Augs-burger-Goldschmied; er wandte sich nach Däne mark , wo er 1696. zu tzoltzborn vorkömmt undum 1709 zu Kopenhagen starb. LerpZlger-An-naliste, Jahrgang 1755. S. 229.
— — ( ) ein Goldschmied zu Qued linburg
gegen das Ende des XVII. Jahrh , vor-züglich bekannt wegen seiner Erfindung des trocke-nen Weges, oder dem Verfahren Gold vom Sil-ber durch die Präcipitation zu scheiden. — SeinSohn, ein Arzt, erbte dieses Geheimnist, wel-ches mau zuerst viele Jahre zu Goslar allein mitgroßem Vortheile anwandte. Busch's Handb.der Erfindungen VII. i/jo.
*pfannenftiell od. pfannftill ( >,
hieß Johann. Derselbe war eines Fleischers Sohnzu Frankfurt am Mayn und hatte schöne Still-leben, und besonders meisterhafte Bildnisse gemalt,unter welchen man des in 1648. verstorbenen Schult-heißen Schwind vorzüglich rühmt. Nach ihm ge-stochen hat S. Furk eben dieses letztere, M. Kusseldasjenige des Frankfurter-Prators C. Bender, I.P. Thelott des Schöffen D. Stcinmeyer, P. Au-bry das schon im Lex. bemerkte. Hnsgen M A.S. i 56 .
— — (Ludwig), des Obigen Bruder oder
Sohn, ebenfalls Maler. Von ihm kennt man«in sehr schönes Bild, welches die Eitelkeit vor-stellt, und sich freylich weniger durch die Haupt-figur als durch die vortreflichen Beywerke aus-nahm. Gold, Silber, Perlen und Juweelen lagenzum Täuschen, und (sagt der ehrliche Hüsgeu l. c.127.) „zur Verführung" da. Den Namen schriebder Künstler — zwcymal darauf, nebst dem Da-tum 1660.
* pfany od. pfauny (Christoph Andreas).Man findet auch von seiner Arbeit in lVIasculiI0ncc,mii8 Loelituum. Er st. 1/72. 45 . I. alt.Mrc.
* — oder Pfany (Gottfried), arbei-tete zu Augsburg . Von ihm kennt man die Bild-nisse der HH. Olympiades und PaternuS, nachBaumgartner's Zeichnung, I. C- Schaur's nachG. Spitzel, und des Arztes I. M, Lancisi (eben vonAugsburg datirt) ohne Namen des Malers. Möh-sens Aerzrebildnisse S- 74. u.
Pfauw oder Pfau (Heinrich), Maler undKupferstecher von Winterthur , Kant . Zürich inder Schweiz , im XVII. Jahrh. Von ihm siehtman, ohne andern Namen als den seinigen, dieBildnisse des Gottesgelehrten Barth. Ahorn, unddes Schultheißen seiner Vaterstadt, ebenfalls Hein-rich pfaurv's (st. 1672): Ob etwa seines Vaters?Von ihm kennt man auch vortreflich gemalte Arbeitauf Kachelofen, A/rc.
— — — — ( ) noch ein zweyter lref-
licher Kachelofenmaler aus derselben Stadt, blü-he«, gleich Obigem, gegen das Ende des XVII.Jahrh, und war vielleicht ein Bruder desselben.Don ihrer schönen Arbeit findet man, neben An-dern!, in den Rathsstuben zu Zürch . M-c.
* Pfeffel (Joh. Andreas), Vater und Sohn,Kupferstecher und Kunstverleger. Ein Berzeichniß
Pfeifer.
meines sel. Vaters führt, nebst einer Menge Bild-nisse, die in ihrem Verlage, nach verschiedenenMeistern (ohne Zweifel mehrere von ihrer eigenenArbeit) erschienen waren, 34 - Landschaften nachI. L. Aberli, Prospekte von Nürnberg , Perspek-tive nach Galli-Bibiena u. s. f an. Was ihnenaber die meiste Ehre brachte, war unstreitig dieschon im Lex. bemerkte Unternehmung des schönenScheuchzerschen Bibelwerks. Der Sohn st. 1768.
Pfeffenhäuser od. Pfaffenb äuser,auch peffen Häuser (Jeremias) ward ini 665 . zum General-Münzwardein des schwäbischenKreises ernannt. Hirsch deutsch. Mnnzarch.
IV. 353 .
— — (Joh. Christoph) wurde zu gleicherStelle in 1694. zu Augsburg verpflichtet, undstarb um 1708. Hirsch l. c. V. 397. VI. 18 -
* Pfeffer (Joh. Caspar). Nach ihm hatSuyderhoef das Bildniß des GottesgelehrtenI Clauberger's gestochen.
— — ( ) So wird in einem Berliner-
Zeitungsblatt von 1809. ein dortiger Polizeyagentzugleich als Bildhauer genannt.
Pfefferkorn (Burkhard) zu Naumburg . Ini 586 . bey Absterben seiner Frau, nennt man ihnSteinschneider. Freylich kann hier eine lächerlicheVerwechselung statt finden; denn er kann eben so-wohl als Chirurg, als wie als Künstler, Stein-schneider gewesen seyn; da dieß aber nicht aus-zumachen ist, so mag diese kurze Anzeige hierPlatz finden. A/. önrZerL ^nnales Xumbur-^enses. M§c. kol« p. 365 .
pfeif, s Pfeiff.
Pfeifer oder Pfeiffer (Carl Hermann),Kupferstecher, geb. zu Wien um 1766. Schülervon Friedrich Brand, der schon in 1784 einenPreist bey der dortigen Akademie erhalten hatte,lebte noch dort 1801. Von ihm heißt es in /üßsli's Aunal (I- 67.) daß seine Arbeiten in punk-tirter Manier für Zierlichkeit und geschmackvoll«Ausführung den englischen an die Seite zu setzenseyen. Unter seine vorzüglichsten meist braun ab-gedruckten Blätter zählt Rost II. 585 . die Bild-nisse der Prinzessin von Lichienstein und der GräfinTherese von Kinsky, nach Grass,'; der Gräfin Se-verin Potoka, nach Jsabey; des Kaiser!. Wund-arztes Brambilla, nach Lampi, und des MalersFüger, nach ihm selbst; dann von Gattungsstückeneinen Knaben als Matrose, der in der einen Handeinen Schmetterling, in der andern ein Körbchenmit Kirschen hält, nach I. Wolf. S- auch denfolgenden Art. F. Pfeifer am Schlüsse.
— — (Carl Ludwig ', vielleicht ein Schülervon Joh. Ferd. Montbassault, wird, gleich die-sem, tm Leipz. Adreßkal. als Glaskünstler, vomsiebenjährigen Kriege an bis 1776. seinem vermuth-lichen Todesjahre, angeführt.
— — (F-), ein um 1809. noch lebenderKupferstecher zu Wien , der, nach Mensel R-L- A. mit obigem Carl Hermann nicht zuverwechseln ist. Von ihm kannte man (1800.) imFrauenholz. Verlage Wielands und Herders Bild-nisse nach Tischbein, Lavaters nach Oelenhainz,und des Oberhofpredigers Reinhart's zu Dres den nach Graf, von welchen besonders die dreyerstem in Mensel'« ArchivII. 5 158—59. (also1808.) neuerdings sehr gerühmt werden, und jedes3 . fi. 36 . kr. das letztere 2. fl. 24. kr. kostete.Noch bemerken wir, daß das Bildniß des Ober-hofpredigec Reinhart's anderwerts ausdrücklicheinem E Pfeifer zugeschrieben wird, einer- undanderseits, daß vollends zuverlässig obiger CarlH. Pfeifer 1797. das Bildniß des SchauspielersLange, als Albrecht in der Agnes Bernauerin,nach Jos. Wolf, ebenfalls für den Fraucnhol-zischen Verlag gestochen hat, so daß wir hierausfast eher wieder auf die Identität von C. H. und F.