Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1081
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Pfenninger.

vona und der Rheinbrücke im Medelserthal, wie-der von Hegi, nach L. Heß, ertheilt wird.

pfenninger ( ). So heißt irgendwo

im ersten Bande der vaterländischen Blätterfür den cdestreichlschen Baiserstaat 4 ". Wien 808. ohne Weiteres, ein lebender Maler zu Pesth .

* Pfiffer (Ludwig) starb zu Luzern 1802.

pfister (I. G-)undHeinr Ehr. Loerrje wa-ren 1768. Kurfürst!. Hofbaumeister zu Celle . Braun-schrv. Lüneb. Hofkalender.

pfitzner (Martin), Nettester der Zimmer-meister , und Märker; ferner Joh. Gottfried Adam,Obermeister der Maurer, und Rüst Alle-j. Raths-werkmeister zu Meißen , arbeiteten 1784 an demBrückenbaue zu Meißen unter <t. G ReußensDirektion. Rur^efaßte Geschichte der - Elb-brücke zu Meisten 4° und das jetzt lebendeMeißen (das. ohne Jahrzahl) in Rücksicht aufpfitzners und Adams Vornamen.

pflickner (Daniel), s. plickner.

Pflug (Christian) gab 1728 eine Nachricht,wie man Bauten aufführen solle, daß durch dieFlammen nicht zwey Häuser auf einmal verzehrtwerden könnten. Fabrici Histor. der Gelehr-samkeit I. 220. Ob er selbst ausübender Bau-meister war, ist uns unbekannt.

oder pflueg (Christoph), war umiK8o. als Fürstl. Anhaltischer Münstmeister an-gestellt. Hirsch deutsch. Münzarch. V. 116.

(Georg), der altere und jüngere. S.den gleich folgenden Art.

( von). Die im Lex. angeführtesaubere Abbildung von Dresden hatte er im XVII.Jahrh, unter Georg 1 . auf eine schwarze, zweyEllen hohe Tafel gemalt. Dieselbe befindet sichnoch gegenwärtig in der Rüstkammer. Vermuthlich ist er der Georg der altere (nach einer altenFamilienhandschrift geb. zu Auerbach i5b9), vonwelchem das Allgemeine historische Lex. sagt,daß er in allen Künsten erfahren gewesen sey,und der um gedachte Zeit lebte. Georg hattezu Altorf und in Italien studirt, war in der Che-mie sehr bewandert, und starb als Kammer - undBergrath zu Dresden 1621. Sein Bruder,Georgder füngere auf Posterstein (?), befand sich zugleicher Zeit mit dem ältern in Kursächsischen Dien-sten als Hausmarschall und Oberlandbaumeisterzu Dresden , und st. >642. 58 . I. alt. Hof-Lriegs- und Civileear des Hauses Sachsen(von Zirschken) Görlitz 1754. l. Thl. S. 20.und

( ) ein in 1809. noch lebender Hof-

Kupferschmied zu Weimar , geb. zu Jena , undberühmt in der getriebenen vergoldeten künstlichenKupferarbeit, besonders an Oefen und Tbeema,schinen, die auch im Auslande gesucht und ge,schätzt werden.

Pfluger od. pflueg er (Conrad), Werk-meister zu Görlitz , endigte 97 nebst den Meisternu. Laubanisch und B. Bohrer, die Kirche St.Petrus und Paulus daselbst. <L- G. Funck'sBeschreib, obgedachrer Rirchen (Görlitz 4° )S. li. u. iv.

(Joh. Georg Philipp ), Maler zu Leip­ zig , der um 1740. bis 1769. vorkömmt, in wel-chem letztem Jahre er, 60. I. alt, dort verstorbenist. Derselbe war Oberältester in der zu Leipzig bestehnden Malerinnung. Flor. Leipz. Leipz.Adreßkal. und Leipz. Allerley 1769. S- 80.

Pflugfelder (I. G.), Kupferstecher zuBremen , kündigte -809. in öffentlichen Blatternan, baß er das von dem Direktor Tischbein inHamburg für die Kirche St. Ansgari zu Bremen gefertigte Altarblatt, nach einem davon selbst ge-

Pforr, rog»

nommenen kleinern Gemälde in Kupfer stechenwolle, und hierauf Subskription suche.

pfoler, s. pfaler.

pforr (Joh. Georg), berühmter Thiermaler,geb. zu Upfen in Nieder-Hessen 1 / 45 . der Sohneines Pachters , dessen Wohlstand durch den sie,benjährigen Krieg zerrüttet ward. Der Jünglingließ sich daher zu Reichelsdorf als Zögling derBergbaukunde aufnehmen. Schon als Knabe hatt«er die Pferde lieb, und zeichnete sie ab. DieseUebung setzte er nunmehr in seinen Mußestunden,ohne alle weitere Anleitung, fort. Ein reisenderBergwerksgelehrter, und durch denselben der Kur«Hessische Minister von Weitz, entdeckten seine Ta-lente, und letzterer stellte ihn als Maler in derdortigen Porzellanfabrick an, wo er gute Diensteleistete. Da ihm indessen diese Art Arbeit wenigbehagen wollte, ging er »ach einigen Jahren wie-der zu seinen Eltern zurück. Als aber in 1777.die Malerakademie zu Cassel eröffnet wurde, wan,derce er, schon als zwey und dreyßig jährigerMann, wieder als Schüler dahin, erhielt beyder Ausstellung 1778. den ersten Preiß, und beyder folgenden wurde er als Mitglied aufgenom,men. In dem dortigen Galerieinspektor Lisch,bei» hatte er einen Freund, und in dessen Schwe,ster eine Geliebte gefunden, welcher er 1784. dieHand bot, nachdem er zuerst (seit 1781.) zu Frankfurt durch seine Kunst so viel gewonnen hatte, daßer auch seine dürftigen Eltern unterstützen konnte.Dort ließ er sich nunmehr vollends haushablichnieder und lebte daselbst sehr glückliche Tage, vonden Einen wegen seiner Kunst, von Andern we,gen seiner außerordentlichen Kenntniß der Pferde,und derzeitraubenden Bereitwilligkeit,Jedermannauch mit dieser zu dienen, vo» Allen aber wegenseinem westlichen Personalcharakter geschätzt undgeliebt als eine Brustkrankheit, die er sieb schonfrüher als Bergmann zugezogen hatte, und wo-ran er seither beständig leiden mußte ihn seinerliebenden Gattin, zwey unmündigen Söknen undseinen zahlreichen Freunden in 1789. durch denTod entriß. I» einem Nekrolog von ihm (Frey,müth. 1804. St. 9.' heißt es: »Er war vongroßer ehrwürdiger Gestalt Schon als Vierzigerglänzte ein silberweißes Haar schlicht um seineSchlafe. Ein Mann der Natur und Wahrheit;menschenfreundlich und dienstfertig im höchstenGrade; von eiserner Rechtschaffenheit, und zugleichmit fast weiblich zartem sittlichen Gefühl begabt;weder politisch noch kirchlich orthodox, dabey aberäußerst bescheiden und schonend im Urtheil überAndere. Des Vormittags arbeitete er von frühMorgens an; die Nachmittage widmete er seinerFamilie, seinen Freunden und seiner Lieblings,leidenschafk zum Reiten. Seine Bilder tragendann ganz das Gepräge seines Charakters: Wahr,heit und schöne Natur. Er ist der deutsche Wouwer,mannns, groß als Thiernialer, und zumal un,übertroffen in seiner Darstellung des Pferdes;die Anatomie desselben hatte er wissenschaftlichstudirt, und er kannte es kurz aus- und innwen-dig." Noch umständlicher lesen wir über seineKunst in einem Aufsätze in Mensels Archiv(I. 1. isi- u. ff), was folgt: »Seine Bilder,die er nie zu retouchiren pflegte, sondern nur leichtuntermalte, und dann gleich aus ühne, sind inwarmer lieblicher Färbung und mit einem kräf,tigen Pinsel gemalt. Er halte die Eigenheit, zuerstden Vorgrund, und die Ferne zuletzt zu malen. SeinVorbild war in allen Theilen die Wirklichkeit. Ergab die Gegenstände, wie er sie sah, nicht wieer solche von andern Meistern behandelt fand.Seine Pferde" (heißt es hier, und vertragt sichmit seinen Zergliederungskenntnissen sehr gut) sindmehr natürlich als anatomisch gelehrt gemalt. Mitbewundernswürdigem Fleiß und Reinlichkeit dannvollendete er seine Handzeichnungen, führte diesesehr gern in bunten Tuschen aus, und hakte dieKunst ganz studirt, solche Blatter mit einem an,muthigen Colorit zu überhauchen. In genauer

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