Pful.
nehmlich aber von Murr (Iouku. zur Kunstgesch.VIII. 17-19.) aus dem Silbermannschen Cabi-uet zu Straßburg , auf vier Schiefersteine in farbi-gem Wachs gefertigt: Die Veränderung des weib-lichen Körpers vom Zwanzigsten bis zum Fünf-zigsten, bann aber auch ein auf dem — Nacht-geschirr (o. der ehrlichen Deutschhcit!) sitzendesKind angeführt. Ihre Arbeiten bezeichnete fie ge-wöhnlich mit -Z. IVI. g. oder bl. ?.
Pful (Bartolomö). So heißt im Leipziger Adreßbuch, ein dortiger Maler von 1758—1720.In diesem letztern Jahr starb er als Oberaltestecder bis in die neuesten Zeiten noch existirendenMalerinnung zu Leipzig , 65 . I. alt. LeipzigerAllerlei 1755. S. 208.
Pfund (Christian Wilh.), geb. 1710. und alsOberstlieutenant des Jngenieurkorps zu Dresden 1770. gestorben. Er war ein guter Zeichner, nach des-sen Entwürfe die churfürstl. Menagerie in der Fried-richsstadt, so wie das Freymaurerstift gedachterStadt, auch die dortige Wachsbleiche und der Bie-nengarten gebaut wurden. Diese beyden letztern Bau-ten nebst der Menagerie, hat Holzmann nach ihm ge-stochen. Mag. d. sächs. Ges. V. 1^8. ^5c.
— — (Johann Gabriel), ferner Francois leBerr du Barr der jüngere; Johann Adolph undAegidius Gotthelf Franke; Johann GottfriedGrarverr; Daniel Wilhelm Geyer; Joh. Gott-lob Roediger; Johann Christoph Hofmann;Joh Heinrich RIaehr; Christian Gottlob Mild-uer; und Casnnir Bendin Bruchleder kommenim Jahre 1728. als (Bau )Conducteurs bey demchursächsrschen Jngenieurskorps vor. Hof- u.Sraarskalender. ^
pfundler (A.). Von einem solchen heißt esirgendwo, daß er 178Z. nach Bl. Hueber eine Karteder Vor - Arlbergischen Herrschaft gezeichnet (?)habe.
*phaeax, blühete um d. I. 5 oo. s. 6. Donihm sah' man mehrere Bauten in Sicilien, beson-ders zu Agrigent , wozu er die Menge von Ge-lon gefangener Carthaginenser gebrauchte, theilsum jene Stadt zu verschönern, vorzüglich aberzu den dortigen unterirdischen Kanälen, die vonihm ihren Namen erhielten. Unter den erstembefand sich vielleicht jener berühmte Jovis-Tempeldessen Diodor erwähnt, mit den wunderseltsamenSpulen, die von Aussen rund, von Innen vier-eckig! waren, 02' im Umfange, und Cannelurenhatten, in die sich ein Mann stellen konnte, vonwelchen noch einige zu Girgenti übrig gebliebensind. M'ir-ria Lll. terri. I. 33.
* pbarnax oder ph arnaces. Dieser alteEdelsteinschncider heißt bey Murr ein griechisch-hctruscifcher Künstler. Der Stein, von welchemim Lex. die Rede ist, befand sich im königlichenCabinet zu Neapel . Tracer 1 'ab. 9Z.
Pheiippeauxs ), ein französischer Ku-pferstecher, arbeitete um i 8 o 5 - an den Platten zudem Prachtwerke der: planlos cie la krsnce,clöcrites et peintes cl'aprös la nature par A'mmre
ä't. //i/airr. Ob er derselbe sey, der schon im^Imanact, «les peaux-^rts 180Z. unter der Ru-brik der damals dort lebenden Zeichner von man-nigfaltiger Gattung erscheint, ist uns unbekannt;und eben so, ob es dieser sey, der, den blouvel-los lies i8"2. 2^,9. zufolge, damals einenCurs der Perspektive für Maler eröffnet hatte.
phemel (Hans Ernst), ein Tischler zu Eilen-burg, einer chursachsischen Stadt, welcher 1696.für die Stadtkirche daselbst, einen schönen, mitkünstlicher Arbeit und Schnitzwerk wohlgezierten,neuen Kirchenstuhl, rechts der Sakristei verfer-tigte. — Ein andrer Tischler daselbst, MartinGurcke, arbeitete 1691. für dieselbe Kirche einenneuen Pfarrstuhl „von schöner künstlicher Arbeit;"so wie der Bildhauer Philipp Heyer (oder Hoyer)
Phidias. rogz
von Leipzig , » 58 ». den neuen Altar darin, für3 oo. fl. machte; dieser kam jedoch nach Vet. Zeitin die dasige Spithal-odec Gottesackerkirche. VollAugspurg lieferten auch 1687. für den Altar detStadtkirche Georg Paul Boybarr, und AndreasGablmger, zwey schöne silberne Leuchter. I.Simon Eilenburgische Ehronic» rc. (Leipzig 1696. g.) S. 90. ijZ. und ig6.
*phrdras, Sohn des Charmidas. Derselbehatte, neben den für seine Kunst nöthigen Wis-senschaften, überhaupt eine gelehrte Erziehung ge-nossen. Unter der Menge von Künstlern, derensich Perikles bediente, um das Volk von Athen auch durch diejenigen Genüsse zu fesseln, welchedie Talente gewähren, befand sich vorzüglichder unsrige. Seine großen Unternehmungen über-ließ er der Anordnung und Willkühr desselben un-gefähr so, wie zweitausend Jahre spater LudwigXI V. dem allmächtigen le Brun. Aus den schwan-kenden Nachrichten, welche uns Schriftsteller über-lieferten, denen die Künste fremde waren, scheintimmer so viel zu erhellen: Daß, wenn andre Bild-ner unter Phidias Zeitgenossen ihn wahricheinlichan Grazie, an Weichheit und schöner Ausführungübertrafen, keiner hingegen die Hoheit erreichthatte, welche der eigentliche Charakier seiner Werkewar. Unter diesen pries das ganze Alterthum umdie Wette vorzüglich seinen Jupiter zu Olympia.Er selbst sagte: Die Verse des Homer, die denKönig der Götter durch die Bewegung seiner Aug-braunen den Olymp erschütternd darstellen, hat-ten ihm die Idee zu diesem Meisterstücke gegeben.Nach Skrabo war der herrschende "estandtheildesselben von Elfenbein. Der 60^ hohe Gott saßauf einem Throne; und ungeachtet der Tempelselbst hoch und groß war, berührte sein Hauptdoch beynahe das Gewölbe; seine Krone war denFormen des Oelzweiges nachgebildet. In derRechten hielt er eine iegesgvttk» von Gold undElfenbein mit einem Diadem in der Hand; vonsolcher Stellung, als ob sie ihm dasselbe um dieSchläfe binden wollte; die Linke trug einen Scep-ter , der vom Schimmer aller Metalle glänzt.Auf dem Mantel von Gold sah' man Thiere undLilien gezeichnet. Der Thron war von Gold,Elfenbein und Ebenholz, durch Malerey und Sculp-tur, nach der Schilderung des pausanias, viel-leicht nur allzuverschwendensch verziert. Seinzweytes berühmtes, früheres Werk dann, dieStatüe der Pallas im Parthenon zu Athen , eben-falls von Gold und Elfenbein, stand aufrecht,29. Cubitus (Zsst Pariser-Maaß) hoch, und ihreBekleidung floß bis zu den Füßen herab EinSphynx verzierte ihr Casket; auf ihrem Drustpan-zer sah man den Kopf der Medusa. Sie hielteine Lanze; neben derselben lag der ErichlhonischeDrache. Der Schild lag zu ihren Füßen; aufder convexen Seite desselben sah man die Schlachtder Amazonen, auf der concaven diejenige derGötter mit den Riesen abgebildet. Selbst an denSohlen erblickte man den Streit der Lapithcn undCentauren. An dem Fußgestell war die Geburtder Pandora, in Gegenwart von zwanzig Gott-heiten dargestellt. Noch eine andere Minerva inErzt von seiner Hand war von so hohem Maaße,daß die Schiffer die Verzierung ihres Helmsund die Spitze ihrer Lanze schon von Suuiumaus erblicken mochten, pliinus verwechselt die-selbe mit der erstern, gegen das Zeugniß des paii-sanias, der diese noch mit eigenen Augen sah.Sein drittes merkwürdiges Werk, war das Bildder Nemesis in ihrem Tempel, bey Marathon.Die Perser hatten den Marmorblock hergebracht,und ihn zum Denkmal ihres Sieges bestimmt;nun diente er zur Verewigung ihres Falles. Indem Kranze, welcher die Schlafe dieser rächen-den Gottheit umgab, sah man Hirsche und kleineVictorien; jene bezeichneten ohne Zweite! die Eileder Persischen Flucht. I» ihrer Rechten hielt sieeine Phiole, auf'welcher Aech.opicr vorgestelltwaren; in der Linken einen Eschcnzweig, was auch<yyyyyy 2