io 84 Philemo»,.
pausanias nicht deuten konnte. An dem Fuß-gestell fanden sich, in erhobener Arbeit, mannig-faltige Vorstellungen, deren Zweck und Verbindungschwer genug zu begreifen sind. Noch nennt manvon ihm zahlreiches Anderes: Eine Venus Uraniain Marmor; einen zweyten Jupiter zu Elis; einendritten zu Megara , diesen gemeinschaftlich mitTheocosmus angefangen, aber von beyden unvol-lendet gelassen; eine zweyte Pallas zu Elis; einedritte (Minerva Area) zu Platea; zu Delphi eineMenge Götter und Helden. — Allerley Gutes undGemeines über ihn und seine Werke s. man beywareler und de /onrenai. Er hatte (warumnicht?) seine Feinde. Ein neidischer Künstler be-schuldigte ihn, daß er einen Theil des ihm für dasGewand der zuerst genannten Minerva überliefer-ten Goldes unterschlagen hatte. Da sich aber diesGewand abnehmen ließ, war die Falschheit dieserAnklage leicht zu beweisen. Nun wollte man esihm zum Verbrechen machen, daß er sein und desPerikles Bildniß auf dem Schild angebracht hätte.Er wurde deßwegen ins Gefängniß geworfen, undendigte sein Leben in demselben an einer Krank-heit; nach Andern an Gift. I.. V. Vl.
Noch andrer fabelhafter Varianten nicht zu geden-ken. Zu den Zeiten des plinius sah man nochzu Rom eine Venus in Marmor, welche man fürein Werk von phidias hielt. Daß er auch gemalthaben soll, ist minder bekannt: Zu Athen nämlichseinen Gönner Pericles , mit dem Beynamen Olym-pius, wie es einige Ausleger verstehen, oder viel-mehr den Jupiter Olympius, wie H. Heyne an-nimmt, dem es, wohl mit Grund, nicht glaublichist, daß man, um den Pericles zu nennen, sichjenes Beynamens bedient hätte, ohne etwas hin-zuzusetzen, welches ihn deutlicher bezeichnete.
* philemon. Murr führt von diesem al-ten Edelstcinschneider, bestimmter als das Lex. an:Theseus , den Minolaur vor sich liegend, beymEintritt ins Labyrinth, aus dem Wiener-Cabinct,F-accr Vol. ll. 'lab. gH. und den Faunskopf aufeiner alten Paste im Cabinet Strozzi zu Rom ;dann Herkules der den Löwen erdrosselt, und einenOchsenkopf.
* Philipp (D-). Von diesem holländischen
Kupferstecher führt der Catalog von Brandes (s. v./Miv ) ein schönes allegorisches Tittelblatt zu N).vanÄlphen's: osts kormulterboeck
(Lravenli. 668 .) an.
* — — (Johanna Dorothea), s. Sysang.
— — (M.). Nach einem uns sonst unbekann-ten Maler dieses Namens hat M. Küssel das Bild-niß Hans Koch's von Memmingen gestochen.
— —- ( ), ein Mäurermeisier, führte um,5i2. einen Theil der St. Annakirche zu Annaberg auf. Annab. Ehron. I. 19Z.
Philippe (Peter), s. Philips.
— — ( ). So heißt irgendwo ein Ku-pferstecher, der (wir wissen nicht zu welcher Zeit)dpectscle <le I'Ristoire stomsine in zwey Fol-gen gegeben hat. Ob diese Arbeit vielleicht demunten folgenden perer Philips zugehören möchte?
* — — ( ). So heißt auch im Almanach
6es Leaux-^rts 180Z. ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebenden Baumeister.
Philippeaup, s. Phelippeauy.
* Philippon, s. Phelippon.
Philipps ( ). So heißt in der
AUg. Runstz. 8°. S. 208. ein englischer Künst-ler, der um 1802. den Schutzengel nach MarieCosway gestochen habe, und mit nachstehe,wemJacobs Philips kaum mehr derselbe seyn kann.
Philippy t ). Und so ein Künstler,der im ^Imanack 6 es keaux- 4 rts i 8 » 3 . unterder Rubrik der damals dort lebenden Mobellirernund Stukkatoren erscheint.
P h i l i p so n.
* Philips, Iacops Philipps, auchPhillips (Carl), Schwarzkunststecher, geb. inEngland um 172Ü. und blühend zu London um1770. Die bekanntesten Blatter dieses Künstlerssind die, welche er für die Sammlung von Boy-dell gestochen hat: Der Knabe mit der Taube,nach Fr.Mola ; eine H. Familie nach Parmeggiano,aus der Sammlung des Lords Trevor, welche auchFüßli (II. 94.) anführt; der studirende Philosoph,und die Frau welche die Henne rupft, nach Rem-brandt; Venus und Cupido, nach Salviati; Jsaacsegnet den Jacob, nach Spagnolett- Rost IX.2,2. und Brandes, der (die Hennenrupferin aus-genommen', alles schöne und sehr schone Blätternennt. Das Lex. glaubt irrig, daß dieser Künst-ler mit seinem Carl Philips Jacob; Eine Per-son sey.
* — — (Johann Caspar), Stecher mit derNadel und dem Grabstichel, gebürtig von Amster dam . Im Vvinklerschen Catalog erscheinen vonihm Arbeiten von 17Z6—1?63. Bildnisse dunkelerMänner, eines nach M. Wulfret, andre ohneandern Namen als den seinigen; dafür dann daseiner hellen Frau, der Königin Maria Theresia ,nach I. Wassenbergh und I. O N. Dann wie-der vier holländische Städte Tiel , Nymwegen,Bomel und Arnhcm) in Frisen-Form (dieß seineersten Blätter), und (sein letztes- die große Orgelin der Kirche St. Bavo zu Hartem, nach GerritToorenbnrg. Diesen fügt der Catalog von Bran-des ebenfalls ein Paar Bildnisse (darunter Lai-resse's, nach ihm selbst) und das schöne Titelblattbey , zu der Schrift: dleclerlimcls >V3tsr-Xooävan 8. 17/,0. en 174».
* -gewöhnlicher Philip pe(Peter),Zeich-
ner und Kupferstecher, geb. um und blühend zuHaag in 1660—64. Man weiß nichts von ihm, alsdaß er Bildnisse und Stücke i» jovialem Geschmackgestochen hat. In dieser Art ein (uns unbekanntes)nach van Venne. Dann Bildnisse, nach I. deBanc (den Prinz von Tarent , H C. de la Tre-mouille), I. de Bonne, I. Mytens und A. Ra-gueneau, (nach letzterm ein schönes des PrinzenWilh. Heinr. von Oranien); andre auch ohne wei-tem Namen als den seinigen (wie z B. des Rechts-gelehrten S-van Leeuwen zuLeyden); vornehmlichaber: Die Versammlung der HH. Generalstaatcnin Holland , und ein großes dortiges Staatsgast-mal (aus dem güldenen Zeitalter dieser Staaten!)beyde nach I. Toorevliet. Rost VI. 226. Mrc.
* — — ( ), der englische Bildnißmaler.
Nach ihm kennt man von I. Burford dasjenige desDr. Warburtons, und von I. Faber diejenigender Prinzessin Augusta von Wales, und Wilh.Drapers.
— — ( ), ein englischer Bildnißmaler,
neuester Zeit. Von ihm sah man 1802. dasjenigedes alten Lords Thurlow, und i8u6. das desPrinzen von Wales, das (s. Tüd. Morgenbl.1807. S. 356 .) alle übrigen an Kenntlichkeit über-treffen soll. „ Er führt" (heißt es von ihm beyFiorillo V. 792.) „den Pinsel mit Meisterhand,und gehört zu den Künstlern, die. ohne glänzenzu wollen, ihr Verdienst auf die Beobachtung derhöhern Erfordernisse der Kunst bauen".
— — oder Phillips ( ). So hießt auch
der Herausgeber eines sehr schönen englischen Mo-denromans (1802.), der aber vielleicht mit Obi-gem derselbe ist.
Philip so» (A ), Kupferstichhandler zu Ber lin , gab in 1868. das neun.e Heft seiner (wie esheißt) sehr beliebten colorirken Strick- und Tapis-serie - Muster von — antiken Figuren, Köpfen,Vasen, Arabesken, Frucht - und Dlumenst cken,u. s. f. (Quartform.), welche in 1809. zu Leipzig bey Fleischer dem jünger« neuerdings zum Kaufausgeboten wurden.