Band 
Zweyter Theil [2].
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noo

P i n e t.

angegeben. Ob auch hier von obiger Antoniadie Rede sey, ist uns unbekannt.

pinet oder Oinor ( ). So heißt ein

französischer Kupferstecher, der um i/Zo. zu Paris arbeitete, und von dem man, neben Anderm, zweyBildnisse, des Bischofs L. Abelly, und des soge-nannten Großen Thomas, des Zahnausreis-fers, beyde ohne Namen des Malers, kennt.

pingeling (G C-). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher, der um i? 5 o.zu Hamburg arbeitete. Von ihm kennt man, nebenAnderm, das Bildniß Joh. Friedr. von Flemming.

(T. A.), vielleicht des Obigen Sohn.Von ihm kennt man eine mit 178Z. datirte An-sicht der Stadt Flensburg.

pingeron ( ), ein Mechaniker. Von

eines solchen und Anderer früheren Versuchen imSteindrucke s. Lsmus IN den: lVlem. äe I'Inst.National. lütter, et IZeaux-Hrts 1 *. III.). Ineinem, im Mercurede France (25. März. 1786.)abgedruckten Briefe sagt er:Ich bin seit mehr alsZc>. I. im Besitz einer Methode, nach welcher manGeschriebenes binnen sehr kurzer Zeit ganz außer-ordentlich vervielfältigen kann. Allein der Miß-brauch, den man davon machen könnte, hat michabgehalten, dieselbe bekannt zu machen. Der ge-ringe körperliche Umfang des Apparats, und dieStille mit welcher man arbeiten kann, würdenviel dazu beytragen, die Wachsamkeit derer zuhintergehen, denen die Sorge für gute Ordnungobliegt."

Dingnonl oder pignon« (Cajetan). Soheißt irgendwo, ohne Weiteres, ein Maler, vonwelchem ein Bild auf dem Observatorium außer-halb Bologna zu sehen sey.

* pingo (F. oder T.), ein englischer Medail-leur, dessen Namen man auf englischen Schau-münzen von I. 1745. findet. Wohl Ebenderselbeverfertigte 1764. die Krönungsmedaille auf Sta«nislaus Augustus, König inPolen. Mrr. S. auchim Lex. Perigo.

( ) Von einem Kupferstecher die-

ses Namens kennt man das Bildniß Olivier's leFevre d'Ormesson (i 665 .) nach A. Massen, unddas Grabmal Jacob ll. von England (1701.).

pingue ( ). Dessen bloßen Namen nennt

Gandellim unter seinen Stechern, ohne das Ge-ringste von ihm anzuführen.

Pins (Carl). So heißt irgendwo, ganz ohneBestimmung von Ort und Zeit, ein Zierathenmaler.

(J-). Von einem uns sonst unbe-

kannten Künstler dieses Namens finden sich, frey-lich wenig sagende Stiche in: Im-

psrat. liomun. Numr8mnt. (Lc»I. Uilano 700.).

* (Paul), von Lucca , blühete kurzeZeit nach den Carracci . Lanzi (II. 474 -) kenntvon ihm eine Geschichte der Rahab in St. Ma-ria della Campagna zu Piacenza , mit schlanken,meisterhaft toccirten Figuren und sehr schöner Ar-chitektur, und bemerkt dann (im Register), daßsolcher von Neuern (auch vom Lex.) mit einemandern

* einem Venezianer verwech-selt werde, der l 548 . den OisloAo tlella pitturaans Licht gab, und i 565 . bey St. Franzisc vonPadua (zu Venedig ?) ein Bild in einem Styl ge-malt habe, der noch etwas von Bellini an sich trage.

p, nkerr 1 ( ). So heißt bey Mensel II.ganz ohne Weiteres, ein Theatral-Architektur-maler zu Mannheim um. 1789.

* Pins (Marc di), Marco di Siena ge-nannt. Von ihm heißt es bey Lanzi l. ZiZ. 60Z4.Sein Styl war von mehrern Manieren gemischt.Baldinucci macht ihn auch zum Schüler von Pe-

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ruzzi, und der p. della Valla bemerkt, daß seinglühendes Colorit demjenigen von Sodoma gleich-komme. Alle aber kommen darin überein, daß ersein Meistes in Rom geholt, wo er zuerst nachden Cartons von Ricciarelli gearbeitet, und,wenn wir Lonia^zo glauben wollen, selbst nochvon Bonaroti wäre unterrichtet worden; und inder That findet sich nicht leicht ein Florentiner,der diesem letzten, so gut gefolgt wäre, ohne sol-ches zu scheinen, und besonders ohne damit Pompzu machen. Sein ganzes Kunstbenehmen war zu-gleich leicht und groß, und immer voll Anstand.Lomazzo führt ihn, sowohl für Körperbildungals für richtige Abstuffung der Lichter (Luftper-spektiv), gleich einem da Vinci, Tintorett oderBarocci , als Muster an. In seinem Vaterlandsah man Nichts von ihm, etwas Weniges imPallast Francesconi ausgenommen; und in Rom nicht viel Mehreres, als eine Pieta in Araceli, undeinige Frescoarbeit in der Kirche del Gonfalone.Der eigentliche Schauplatz seiner Talente aber warNeapel . Dorthin kam er um i 56 o. wurde wohlaufgenommen und erhielt das dasige Bürgerrecht.Sein Charakter und verbindliches Wesen erwarbihm Jeden zum Freunde, und man achtete ihnfür ein Kunstlicht erster Größe, so daß er bald zuallen wichtigen Arbeiten sowohl in der Haupt-stadt als in den Provinzen gebraucht wurde. Injener wiederholte er mehrmals eine Abuehmungvom Kreuze, doch stets mit Veränderungen; dievorzüglichste, von 1677. datirt, stand bey St.Johann der Florentiner. Dann haben seine Be-schneidung in Giesu Vecchio (ein Tempel, dernach seiner Angabe erbaut worden), seine Anbe-tung der Weisen in St. Severin u a. Staffirun-gen mit Architektur, ganz des Künstlers würdig,welcher zugleich ein geschickter Baumeister, undselbst guter Schriftsteller in dieser letzter» Kunst(heißt es hier) war. Seinen Künstlercharakter imAllgemeinen betreffend, denken wir uns in der Be-hauptung nicht zu irren: Daß unter den Michelan-gelisten kein minder carrikatnrirter Zeichner und keinstärkerer Coloriste war. Freylich und warumnicht? war auch Er nicht immer sich selbst gleich;so z. D. in einer Geburt der H. Jungfrau beySt. Severino, wo er etwas in die Praktik seinerZeit fiel, welcher damals fast Keiner ganz entrin-nen mochte. Zu Neapel bildete er viele Schüler,u. s. f. Fiorillo II. 761. fertigt dann freylichunsern Künstler weit kürzer, alsMaler von eini-gem Verdienst" ab, und erzählt hierauf von ihmdesto ausführlicher: Wie er es übel genommen,daß vasari so wenig und lau von ihm gespro-chen, und sich daher entschlossen habe, ein Buchüber die neapolitanischen Maler ans Licht zu stel-len (dessen nun auch das Lex. gedenkt), wovonsich aber einige Bruchstücke bey Dominici (hin-ter der Vorrede des ersten Theils- erhalten hat-ten; so wie hinwieder der p. della valle (dersonst besonders weitläufkige Nachrichten in seinenI^ettore 8enesi III. p. 280. u. s. f. von Marcogiebt) es bedauert:Daß dessen Schrift von derBaukunst, gleich dem Phoenix, verborgen, und,trotz aller Bemühungen, nirgends mehr aufzufin-den sey". Als praktischer Baumeister endlich restau-rirte er die Kirche della Trinita di Palazzo zuNeapel . Sein vornehmstes dortiges Werk aberwar die Kirche und das Collegium del Giesu Vec-chio, eine große majestätische Baute, in welchergegenwärtig die Universität ihren Sitz hat. M/r-Lra. ter?. I. 29596. Dort wird, ganz an-ders als bey della Valle, sein architektonischesWerk als ein bekanntes (dickes) Buch angeführt.Gestochen nach ihm kennt der Karalog von wink-ler (s. V. rie Ke-ra) einen Besuch der H.Elisabeth und zwey Geburten (eine größere undeine kleinere), alle von C- Cort; von lctzterm diezweyte ohne Namen des Malers, die erste ohneNamen des Stechers.

pinson ( ), ein 1809. noch lebender Pous-

sirer in Paris , soll auch in der Kunst, anakomi-