Band 
Zweyter Theil [2].
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1101
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Pinso n.

sche Wachspräparate zu verfertigen, zwar nur mit-telmäßig gearbeitet haben, wmkelhausen. Inermeldtem Jahr wurde er als Lehrer bey der neuenkaiserl. Universität angestellt.

pinsori (Mademoiselle), vielleicht des ObigenSchwester oder Tochter, wird im Almanach llesLeaux-Hrts von i8l)Z. unter den damals zu Pa-ris lebenden Bildnißmalern genannt.

pinssen (Cornel.). Von einem Kupferste-cher dieses Namens kennt man die Säule, welch«auf dem St. Antoniusplatze zu Rom i 5 go. imNamen und zu Ehren König Heinrich l V. in Frank-reich , aufgerichtet wurde.

* plnssro (Sebastian), geb. zu Paris 1721.Schüler von Cars. Derselbe vernachläßigte seinTalent, und ging unter die Schauspieler in denHaag Auch kennt man von ihm nur für Gdieuvre'sSammlung eine Menge Bildnisse (wohl meist Co-pien), von welchen ein Verzeichniß meines seligenVaters 55 . anführt.

* pinrellr (Baccio). Von seinen Bautennennt Milizr» (. tsrr:. I. 176.), neben Mariadel Popolo, einen Pallast in Borgs Vecchio fürden Cardinal della Rovere, als ein seiner Feitgeschätztes Werk; dann die Entmische Capelle,den H. Geists-Spithal in Sassia, die gewaltigeSixtinischc Brücke, die Kirche Sr. Pietro in Vin-cola, und die St. Sixtskirche; endlich auch dieSk. Franziscskirche und Kloster zu Assist.

prnto ( ), Ritter. So nennt Baretts,

ohne Weiteres, einen berühmten Kriegs - und Ei-vil-Baumeister in königl. Spanischen Diensten.

pinror de las Pastoras, s. Llorenre(Bern . Germ).

* pintoricchso od. pinturicchro (Ber-nardin). vasari " (heißt es bey Lanzi 1.36667.)«rühmt ihn nicht nach Gebühr. Die Zeichnungseines Meisters Vannucci hat er freylich nicht;und die goldnen Fransen an den Kleidern behielter mehr bey, als es sich für sein Jahrhundert ge-ziemte. Aber in seinen Staffirungen von Bautenist er prächtig, lebhaft in den Mienen, und äus-serst natürlich in Allem. Mit Raphael stand erauf sehr vertrauten Fuß, wurde, obgleich weitälter als Sanzio, so gut als sein Schüler, maltegemeinschaftlich mit ihm zu Siena , und wettei-ferte in einigen seiner Figuren mit dessen Grazie.So z. B. in einem kleinen Johann Baptist beySt. Lorenzo a Francescani di Spello, welchesViele für Raphaels eigene Arbeit hielten. Auchin Grotesken und Perspektiven war er sehr geschickt,und der erste, der, in den Hintergründen seiner alFresco's, Ansichten der vornehmsten italiänischenStädte anbrachte. Noch behielt er den altern Ge-brauch bey (der in der Mäiländischen Schule nochbis auf Gaudenzio fortdauerte), seinen GemäldeGipszierathen, wie Bogen u. dgl. aufzukleben.Zu Rom sind seine bedeutendsten Werke theils imVatikan , theils in Araceli; sein Besseres (dessenvasari nur keine Erwähnung thut) in der Sacra-mentskapelle des Domes von Spello : Die Ver-kündigung , die Geburt, und (vorzüglich) Christusunter den Lehrern; vollends sein Beßtes aber diezehn Bilder aus dem Leben Pius II. in der präch-tigen Doms - Sakristei) zu Siena , und noch eineiiftes ausser derselben: Die Krönung Pius III. der diese Arbeit befohlen hatte". Kurz, aber nichtso Vortheilhaft, wie Lanzi, urtheilt von Bernar-din die Schrift: winkelmann u. s. Jahrhun-dert S- 212. wie folgt: «pinruricchlo, der soviel in Rom gearbeitet, ist mit Gunst unsrerFreunde, die an seinen Werken Gefallen finden,ein sehr mittelmäßiger Maler; gar sehr, nicht bloßvon seinem Lehrer Perugino , sondern auch vonvielen noch ältern Künstlern, und am meisten vonseinen Zeitgenossen übertreffen worden, und in derThat nichts weiter als ein schlechter Pcaktikanteder damaligen Zeit". Gestochen, nach einer Zeich-

P.iol'a. nor

nung von ihm, haben der Graf von Caylus undN. >e Sueur, in ihrer bekannten Manier, eineKreuzerfindung, das einzige Blatt, das wir nachihm in Winklers Catalvg finden.

pintz (Crasmus Wolfgang), ein Wappen-schneider in allerhand Metalle und Steine; arbei-tete um 1760. zu Nürnberg ; daß er aber Mcdail-len-Stempel soll geschnitten haben, wird in derSammlung berühmter Medailleurs 290.verneinet.

* (Johann Georg). Ein Verzeichnißmeines sei. Vaters führt von ihm an die 5 o. Blät-ter an; darunter fast die Hälfte Heiligenbilder,nach I. W. Baumgartner's Erfindung (einige ge-meinschaftlich mit I. Waxmuth gestochen danndie Bildnisse des Kupferstechers I A. Pfeffel nachdes Marees, und des Malers I. D. Prcißlernach I. M- Schuster Ferners: (lallus und (ler-marnis, nach der Zeichnung von P. Decker. End-lich das Augsburger - Rathhaus in 17. Blätternnach S. Kleiner, und i 5 . Ansichten des SchlossesKönigstein, nach der Natur i.von ihm selbst?) ge-zeichnet.

(Philipp Gottfried), vielleicht des obi-ge» Erasmu« wolfgang, vielleicht auch desnachfolgenden Joh. Georg psny Sohn, wirdvon Merisel II. ganz ohne Weiteres, als einum 1789. zu Wien lebender Kupferstecher ange-führt. Basan (Ccl. sec.) dann nennt von ihm:Die Facade der Galerie zu Düsseldorf von 1776.datirt.

* plnus (Cornelius). Derselbe malte in demTempel der Ehre und Lugend, welchen Vespasianwieder aufbauen ließ. ÜÄ-E I.. XXXV, e..io.

* pro (Angelus Gabriel). Nach ihm hat L.Quadri den Carafalq des Marchese A. F. Montigestochen.

* prola (Anton Maria), folgte in seiner Ju-gend dem Styl seines gleich folgenden Vaters Do-minicus des Aelreru, (unter dessen Namen er imLex. erscheint) mit vielem Ruhm. Späterhin nahmer einen andern Beruf an. L-mLr II. 2 212.

* (Dominicus', derAeltere, Bruder

des unten folgenden pellegro, geb. -628 st. 75.I. alt. Nach Lanzi war I. D. Cappellini seinzweyter Lehrer. (Ob er hier nicht mit pellegroprola verwechselt wird?). Mehreres arbeitete ergemeinschaftlich mit Val. Castelli, und folgte ei-nige Zeit dessen Manier; späterhin Casijglione'sseiner; endlich schuf er sich vollends einen eignenStyl, der sich jedoch in Etwas dem von Cortona näherte. In seiner Arbeit fand man zu wenigContraste, dafür aber Mannigfaltigkeit der For-men, welche dabey meist ideal, und nicht ohneSchönheit sind. Minder studirt war bey ihm dasHelldunkel; die Zeichnung zog etwas auf's Runde;in Ausspendung der Farben, in Leichtigkeit undFertigkeit, gliech er Cortona . Wie Flamingo hatteer ein vorzügliches Talent für Kinder.Figuren; die-selben brachte er daher bald überall an, um seinenBildern (Frisen besonders) Anmuth und Munter-keit zu geben. Don dieser lieblichen Weise, wieman solche häufig an seinen Werken in Genua findet, wandte er sich indessen, so oft er wollte,zu einer ernstem; so zu Carignan, in seinem Wun-der von St- Peter bey der schönen Pforte, woArchitektur. Nacktes, und Regungen, sehr überlegtsind, und das Ganze von einer Wirkung ist, diemit einem Guercino, der ihm zur Seite steht, zuwetteifern scheint. Von seinem gewohnten Styldann wich er zuweilen ab, wie z. B. in einer Ruhein Egypten, al Giesu (zu Genua ?). Gestochennach ihm kennen wir bloß das Titelblatt zu So-pranes Leben der Genueser-Maler, und ein Bildnißdes Jesuiten H. Durezzo von G Tasnjere; dannein andres des Cardinals Durati, und ein Paarschöne anonyme Philoiöphen-Köpfe, alle drey vonTestana. i. c. Zis-lZ. Illrc. Noch führ»