Band 
Zweyter Theil [2].
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Piola.

der Cakalog von winkler als von ihm selbsts ehrgut geetzt, mit dem Grabstichel vollendet, und mit0. ?. li. oder 0 . k. k. k. bezeichnet, an: DreySoldaten, deren einer einem nackten Menschenden Degen durch den Leib jagt (i6/jo.); Jesus ,mit Dornen gekrönt, und das Brustbild eineslangbärtigen Greisen.

l)iola (Dominicus), der Jüngere, des gleichfolgenden Joh. Baptist'« Sohn, ebenfalls Ma,lcr, der letzte seines Geschlechts, starb für seineKunst zu frühe 1744. 26. I. alt. I.a»rr l. c. ZiZ.

* (Joh. Baptist), dessen im Lex. unterdem Art. seines Vaters Dominicus des Aelrernerwähnt wird, gleichfalls Maler, konnte kopiren,auch Etwas nach fremder Zeichnung selbst aus-führen; weiter aber nichts. Lmrrir I. c. Zi2.

(Pellegro), Bruder von Dominicusdem Aelrern. Der Styl dieses jung verstorbenenMalers (heißt es bey Lanzi l. c. Zu-12.) laßtsich nicht genau angeben; nur bemerkt man, daßer sich bey seinen Studien der beßten Muster be,fliß, das Unmuthigste vorzüglich suchte, und mitsolchem Fleiß und Geschmack arbeitete, daß mansich ordentlich in seine Bilder verliebte. Was erimmer angriff, schien schon das Werk eines geüb-ten Malers in der Gattung zu seyn. Eine H .Fa-milie von ihm, mit St. Johann, der dem kleinenChrist einen Schmetterling überreicht, wofür ersich zu fürchten scheint (Soprani hielt, dieß,albern genug! der Würde des Gegenstands nichtangemessen) befindet sich in der Galerie Brignolazu Genua ; Franceschini hielt es für einen del Garto,so wie Mengs seinen St. Eligius in der Gold-schmiedssirasse für einen L. Carracci . Indessenbesaß er einen ganz andern Ehrgeiz, als bloßerNachahmer zu seyn, und pflegte einmal zu sagen:Wie er in seinem Innern ein Schönes erschaue,das er wohl noch zu erreichen hoffe, wenn er dasLeben habe Er hatte es nicht; und wurde einigeLage, nachdem er jenes trefliche Wort gesprochen,von seinen Neidern auf grausame Art ermordet.Man findet ihn daher in den Sammlungen selten.

* (Peter Franz), Bruder von JohannGregor (der in diesen Zusätzen nicht erscheint).Derselbe hinterließ keinen andern Namen, als deneines der beßten Nachahmer von Cambiaso.

1 . c. Zu.

----- (Peter Paul, od. Paul Hieronymus>,Dominicus des Aelrern Sohn, geb. 1666. gest.1724. also (nicht wie das Lex. sagt, 70. sondernbloß) 58 . I. alt. Derselbe war einer der gebildet-sten und fleißigsten Maler der Genuesischen Schule;wahrhaft MaratteSchisch in seiner Methode; derAlles wohl überdachte, und gemächlich ausführte.Uebrigens befolgte er einen andern Styl, und schiensich nämlich die Carracci, welche er zu Rom fleis-sig studirte, zu seinen Mustern genommen zuha-ben. Spuren davon findet man, so wie über-haupt in seinen Werken, besonders in den schö-nen HH. Dominic und Jgnaz in der Kirche zuCarignan. Wenn ihn sein Vater der Langsamkeitbeschuldigte, so ließ er ihn reden, und befließ sichdafür, denselben in Manchem zu übertreffen: Inder Wahl, im Grandiosen, im Zarten und Wah-ren. Sehr lobt man z. B. seinen Parnaß, dener für H. Joh. Ph. Durazzo malte. Hätte er mehrin Oel gearbeitet, so würde er auch im Auslandebekannt seyn. /.an^i l. c. zzzzh.*)

* j)iombo (Sebastian del). Sein eigentlicherFamilienname (heißt es irgendwo) soll Luciani

») Die Filiation der piola wäre somit folgende:

Piombz»

gewesen seyn. Derselbe ließ sein frühestes Lieb-lingsstudium , die Musik, liegen, um sich der Ma-lerei , unter Johann Bellin, zu widmen. Seinemzweyten Meister Giorgione näherte er sich mehr,als sonst keiner von dessen Schülern, in Farben-ton und Schmelz. Sein Bild in St. Johann Chry-sostomus zu Venedig , wurde der Arbeit des erstemgleichgeachtet; mochte er immerhin in der Erfin-dung einen Gehülfen haben, da man weiß, daßer eben von Natur hierin wenig Fertigkeit besaß,bey großen Zusammensetzungen langsam und unent-schlossen zu Werke ging, leicht versprach, ungerndaran ging, und noch minder gern es zum Ziel führte.Daher sieht man wenig Altarblätter von ihm, wieseine Geburt der H. Jungfrau bey St. Augustinzu Perugia , oder wie seine Geißelung bey denObservantinern zu Viterbo , das beßle Kunstwerkin dieser Stadt; desto mehr Staffeleigemalde,Bildnisse besonders, die ihm wenig Mühe mach-ten; auch wird man selten schönere Hände, rosen-farbnere Fleischtinten, und launenhaftere Bey-werk« sehen, als bey ihm. An der Drapperie ei-nes Bildnisses von P. Aretin brachte er sechs ver-schiedene Töne von schwarzen Stoffen, Sammt,Atlas, u. s. w. an. Nach Rom wurde er vonAugustin Chigi eingeladen, wo er für einen der er-sten Coloristen »einer Zeit gehalten wurde, und indieser Rücksicht selbst mit Peruzzi und Raphael wett-eiferte , wie man solches an seinem (jetzt durchschlechte Restauration verdorbnen) Polyphem ineinem Zimmer der Farnesina bemerken konnte.Dagegen merkte er hier wohl, daß seine Zeichnungebe» nicht sehr lobsnswerth war, und verbessertesie, fiel aber dabey bisweilen ins Harte. Beyeinigen seiner Arbeiten wurde er von Michael An-gela unterstützt; so z. B. in seiner Pieta bey denschon genannten Conventualcn zu Viterbo ; bey derAuferweckung von Lazarus , u. a. in St. Pictroin Montorio zu Rom . Will man vasari glau-ben, so geschah dies, um Eanzio wehe zu thun,und wurde er nach dessen Tod, ebenfalls durchBuonaroti's Gunst, vollends allen Andern, selbstPipi, vorgezogen. Späterhin dann eulzweyte ersich freylich wieder mit seinem so leicht Feuer fan-genden Beschützer, und vertauschte hierauf dieMalerei mit der Dichtkunst. Auch heißt es beyMateler (8. v. L'eba-tie» cie ^e»i§e):Beschränktdurch den Florentiner (welcher durchaus einen Zeich-ner aus ihm machen wollte), verlor dcr Venetianerjene Freyheit, welche (auch- dem Coloristen so noth-wendig ist, und fiel in eine kalte und gezierte Ma-nier". In der von ihm erfundenen Weise, in Oelauf Stein zu malen, sieht man von ihm noch eben-falls eine Geisselung in St Pietro in Montorio,die aber eben so sehr nachgedunkelt hat, als hin-gegen seine dortigen al Fresco's wohl erhaltensind. Selbst Stafeleygemälde von ihm kannte manin eben dieser Manier, die eine Zeit lang sehrbeliebt war, aber, der Schwierigkeit des Trans-portes solcher Bilder wegen, bald um ihren Rufkam. Noch heut zu Tage werden dergleichen inden Museen aufbewahrt, und von Halbkennerngar für Ueberreste des Alterthums gehalten. /.««LrII. 61bZ. und I. 128 4^9 4^2. Fiorillo II.92-96. Nach letzterm wären Piombo's vorzüg-lichste Arbeiten in Rom ein Deckenstück in der VillaMedicis, Einiges in Maria del Popolo; undvor Allem die schon erwähnte Geisselung in St.Pietro in Moncorio (in der ersten Eapellc, wennman hineinkommt). Wiewohl" (fahrt dann Fio-rillo fort)Michael Angelo ihm für diese letztemdie Zeichnung gemacht haben, und, nach der Be-hauptung Einiger, sie sogar retouchirt haben soll,

1. Peter Franz (Fiorillo nennt ihn Joh. Franz)» nnd Johann Gregor, Gebrüder. Die ältesten Künstlervieles Geschlechts. Die folgenden stammen, so viel wir ivijsen, weder von dem Einen noch von dem Andern ab.

2. pellegro und Dominicus der Aeltere, Gebrüder. (Fiorillo II. 905. nennt ihren uns unbekannten VaterPaul Baptist, nnd einen dritten Bruder von ihnen, den wir gleichfalls nicht kennen, Johann Andreas.

5. Anton Maria (wohl Fiorillo's Andreas Maria), Peter Paul, oder Paul Hieronpmus, und Joh. Bap-tist, Svane Dvmenicus des Aelrern.

4. Dominicus, der Jüngere, Johann Baptist'S Sohn.