Pitaut.
einigen Bildnissen von ihm hatte, nicht entspre,chen; dann wieder: Er hätte sich in seiner Kunstauszeichnen können, wenn er sich mehr damit be-schäftigt hätte. Von diesem Laliclaus dem jüngernführt das erwähnte Verzeichniß meines sei. Va-ters mehrere Bildnisse nach P. Gobert, Fontai«nes, Largilliere, N. Mignard, F. de Troy undNerry an, die von 1(195—1719. datirt sind. Selt-sam erscheinen in diesem Verzeichnisse zwey: DesDominicaners d'Albizzj, nach Halls (1717.), undder Franc. Margerilhe de Joncoux, ohne Namendes Malers (1718.) welche mit A. sc.
signirt sind, und doch fast unmöglich Jacob, demVater Niclaus des ältern, zugehören können.
* piraur ( ). Wer ist wohl dieser, der,
nach einem Jntelligenzblatt in Meusel's Ar-chiv I. 2. nebst andern niederländischen Künstlern,Bildnisse nach van der Werf für Larrey's : Rl-5 toirs cl'^NAletsrrs k°ol. liottsrcl. 697. gestochenhabe? Wir denken: Niclaus pirau der jüngere.
pith 0 u ( ). Von einem uns sonst unbe-
kannten Künstler dieses Namens werden irgendwo» angezeigt: tes Lkrenneg comicfues, ä l'usa ^s«lös rieurs, Lsrricaturss. 12. Bl.
piti ( ). So heißt bey ponz eil, Maler
aus Saiamanca, der zu Madrid ein Zögling vonL. Giordano wurde, und sich, nach der Rückkehrdesselben, in Alt-Kastiiien niederließ, wo er ganzim Styl seines Meisters arbeitete. Die Haupt-werke von ihm befinden sich in der Cathedrale vonValadolid, und in der Capelle des Marchese deCartalvo in Saiamanca. Jiorillo IV. Z24.
* pitocchi, s. pirrocchi.
pir 0 i 11 e ( ). Nach einem uns soiist ganz
unbekannten Künstler dieses Namens hat M- deMarne: 8 al 1 e clu ksstin st än 6sl clang I'IIoteläs kouilloa pour la Lsts, c>ue les /lmbasga-äeurz ä'b)8psFns äonnerent a l'occa8ion äs lansissancs äu vaupkin en 1700. gestochen.
pirre ( ). So heißt ein Kupferstecher,
der um 1760. zu Paris , neben Andern«, nach I.B. Oudry gearbeitet hat.
* pirri (Peter da), s. Pietist.
* pitr 0«« ( ), der Baumeister. Derselbe
hieß Robert. Einige gute Notizzen von ihm giebtMoreri. Er war geb. zu Maates 1884. hattekeinen andern Lehrer, als sich selbst, und (welchschönes Lob!) zeigte sich nicht früher öffentlich,bis er glaubte, seinem Vaterland ausgezeichneteDienste leisten zu können. Dieses that er danneben so geschickt als uneigennützig. Ein geschick-ter Geometer, großer Mechaniker, und in allenTheilen der Civil-Architektur wohl bewandert lei-tete er nun in 1716. u. ff. Jahren, unter Gabriel,die Baute der Brücke zu Blois , und ward beydiesem Anlaß Erfinder der Oeintres retroussss.In 1721. wurde er zum Ingenieur von Bourges ,und 17Z1. zum Gcneralinipcktor aller Brücken undWege des Königreichs erkiest. In 1708. erhielter einen Ruf nach England, den er aber ausschlug.Seine größte Arbeit war indessen, von 1748. an,die Anlegung des Platzes Ludwig X V. Seine dabey,neben seinen übrigen zahllosen Berufsgeschafren,angewandten Bemühungen entkräfteten ihn sosehr, daß er bald nach Vollendung derselben inden ersten Tagen von 176». Todes verblich. Erhinterließ, nebst seiner Wittwe fünf Söhne, undeine Tochter, die an den Ingenieur Tardy verhey-rathet war. Nach Moreri war es 1756. daß die-ser seine vornehmsten Werke in go— 5 o. Kupferta-feln ans Licht gab.
pirsala, vielleicht pizzala ( ). So
hieß ein italienischer Miniaturmaler. der in Eng-land gearbeitet, und dort 1769- verstorben war.LioriUo V. 6»8.
pirsch (Anton Gottlieb u. Johann Christian),vieüeichtGebrüdere; ersterer kommtschonrinigeJahre
Pittert. mz
früher vor, so auch: Heinrich Ludwig Langghut;Friedrich Gottlob Weinhold; Carl Heinrich Mar-schall, von Herrengosserstädt; Johann GieginundHilliger; Johann Caspar Wiedemann; Job.Carl Francke, und Wolfg. Christian Schwenkewurden von 1738. bis 1748. als (Bau-)Conduc-teurs bey dem chursächsischen Jngenieurskorps an,gestellt. Hof- u- Sraarskalender.
pirsch mann (Joseph). So heißt irgendwoein Geschichtsmaler von Trieste, der in 1784. ei-nen Preiß bey der KK. Akademie zu Wien erhal,ten habe.
p«rraluga Anton), Maler zu Genua , lerntebey I. Baptist Merano. Von ihm sah man einAltarblatt in der dortigen Kirche des H. Abts An,tvns. /(atti.
pirrer« (Felix). So heißt irgendwo ein unSsonst unbekannter Künstler (vielleicht des folgendenJoh. Marc Sohn), der nach P. A. Novell « einenEt. Anton von Padua gestochen hat.
* — — (Johann Marc). Neben Baron« soller noch einen zweyten bessern Lehrer gehabt haben,von dem er indessen ebenfalls nicht so viel Vortheil,als von seinem eignen Bestreben zog, etwas mehrals Gewöhnliches zu werden. Rost IV. 126. setztseinen Tod zu Venedig schon in 1767. wir glau-ben unrichtig an. Die Art dieses Künstlers zustechen, war ihm gaiiz eigen. Er arbeitete nicht,wie gewöhnlich, mit Strichen die sich in verschie-denen Richtungen kreutzen; eben so wenig stach er,wie Melan, mit einer einzigen Lage von Taillen,die sich nach dem Gegenstand richten, den sie aus-drücken sollen; sondern (wie es Wareier sehr an-schaulich beschreibt) er überzog seine Platten mitleichten perpendicularen oder diagonalen Strichen,die er alsdann durch kleine Drucker des Grabsti-chels mit einer Art verlängerter Punkten überarrtece, um den Contour sowohl, als Licht und Schat,ten seines Gegenstands zu bestimmen. Seine Blat,ter werden daher sehr geschätzt, und er hat in die-ser eigenen Manier (die aber späterhin, durchschlecht Nachahmer, um ihren Ruf gekommen),dergleichen geliefert, denen es weder an Wahrheitnoch an Ton .coulenr) gebricht. Etwas verschie-den von diesem Urtheil, heißt es in der Schrift:Winkelmann u. s. Jahrh. S 258 . „Pirrerrhat sich durch das Sonderbare seiner Behandlungs-weise , aus lauter geraden Linien bestehend, weiche,so wie sie stärker und schwacher sind, Schatten,Licht und Formen angeben, bekannt und gewisser-maßen berühmt gemacht. Seine Blätter schmei-cheln dem Auge, durch das Weiche, Verblasene,durch kräftige Schatten und sanfte Uebergangezum Licht; das Bestimmte über in der Zeichnungund Geist im Ausdruck läßt sich, wie es scheint,aus diesem Wege nicht leicht erzielen, pirreri hatwenig oder nichts nach Werken vorzüglicher alterMeister gearbeitet u. s. f." Stets mit seiner Kunstbeschäftigt, halle er Venedig niemals verlassen.Zu seinem Wichtigsten gehören, unter den Bild-nissen: Sein eigenes und Piazetta's, beyde nachdiesem letzter»; dann der Jsabella Fornari, alsAebtiffin gekleidet, die rechte yand auf derBrust, und ein Kruzifix in der Linken (besondersschön) nach Joh. Mens oder Mcus t?); diese,und noch mehr andre, welche Rost 1 . c. 1Z7—Z9.und die Catalogen von winkler und Brandesanführen, in natürlicher Gröge. Unter dem Ge-schichtlichen bemerken wir vornehmlich: St. Peteraus dem Gefängnisse befreyt, und die Marter vonSt. BartholomauS, beyde nach Ribera; die küs-sende Magdalcna, und St- Ealharina von Siena ,beyde nach Tiepolo (alle viere aus der Dresdner -Galerie); dann die sieben Sacramcnte, nach P.Lonahi, aus welchen sich vielleicyt sowohl dieVorzüge als die Nachtheile der eigenrhümlichenManier unsers Künstlers am Letzten beurtheilenlasse». Die übrigen uns bekannten Meister, nachdenen er gearbeitet hat, sind: Buonarvti (nach ihmCcccccr