Plos.
Dieselbsn sind nach.- A. Averkainp, L. Backhuyssen, C- Dega, N. Berghem, A. Bloemart, I deDray, A. Drouwer, G. Durch, P. Coops, vanCoye»,I. van der Does, G- Douw, C. Düsart,A. vanDyck, G. van den Eckhout, I. Esselens, A.van Everbingen, G. Flink, H. Golzius, I. van Goyen , K-du Iardin, Jan Iosefszoon, I Lang-haus, L. van Leyden , ( 5 . van Mander , I. vander Meer, der junge, G. Mezu, F. van Mieris,der altere, C. Netscher , A. Ostade, G. Plinde,P. Rembrand, I. und P. Eaendram, I. Steen,G. Terburg, C. Troost, A. van der Beide, C. Vis-scher, Ph. Wouwcrnianils, Tb. Wyck, H Zaft-leven; also nach 46. Meistern, von welchen derWinklersch«: Katalog: Sechs spanisch gekleideteFiguren nach Averkainp; eine Landschaft nach vander Meer; das Innere eines Dauernhauses nachOstade , und das Innere einer gothischen Kirchenach P. Saendram — Rost aber, theils Eben-dieselben, theils den alten Botaniker nach Eckhout,und den Jungen im runden Huthe (Litus Ren»brandt genannt) nach Rcinbrandt, als vorzüglichnennen. Seine Blätter begleitete er mit Beschrei-bungen in holländischer Sprache auf Oclavbtät-tern. Heiiiecke's Viachr. II. 46.
plos (Johann) von Brügge wird von A. Dürer in seiner Ncisebeschreibung ein guter Ma-ler genannt.
* plorarchus, s. unten prorarchus.
plou ( ). So heißt im Almanach des
Leaux-Arts i 8 c>z. ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Baumeister.
plumer ( ) zeichnet und sticht das Bild-
nis des ersten Consuls Bonaparte (l8. Gr. beyVoß 1806?)
* plumier (F.). Derselbe hieß vielmehrttarl, von geringen Eltern geb. zu Marseille 16I6.In seinem Sechsrehuten kam er in das Klosterder Minimen zu Toulouse , wo er sich der mathe-matischen Wissenschaften befliß; wurde sodann nachNoni geschickt und erlernte daselbst das Malen,Bildhaucn, die Optik, Mechanik u. s. f., bekamhier auch seine Lust zur Botanik, die ihn zu seinenverschiedenen Reisen nach Amerika führte, undwodurch er sich nicht allein die Gnade des KönigsLudwig XIV . sondern auch die Achtung der Ge-lehrten erwarb. Er hielt sich nun zu Paris auf,starb aber, indem er eine vierte Reise nach Peruunternehmen wollte, in dem Kloster seines OrdensSt. Maria unweit Cadix (das L>>x. sagt zu Ba-ris) 58 . I. alt. In seinem Nachlasse fand manauch mehrere seiner naturhistorischen amerikanischen Zeichnungen von ihm selbst geätzt. Eben so drech-selte plumier sehr gut; diese Kunst hatte er theilsvon seinem Vater, theils in Rom erlernt, undgab ein eigenes Werk darüber (l'arr 6« tourner,Loi. Paris) mit Kupfern. Iücher und Grobmann.In der Bibliothek des botanischen Gartens zu Pa ris finden sich von ihm Abbildungen chinesischerFische, auf Velin gemalt.
— — ( ) So hieß auch ein Geschichts-
maler zu Lüttich (zu welcher Zeit ist uns unbekannt),von welchem man ein schönes Abcndmal in derSt. Calherinen-Kirche daselbst siehet.
plurarchus. So heißt bey von Murrein alter Edelsteinschneider, den er ausdrücklichvon dem plorarchus (oder vielmehr prorarchus)des Lex. unterscheidet, und von ihm eine mit seinemNamen bezeichnete Cleopatra anführt.
plurb (C), Maler und Kupferstecher, wiewir glauben gebürtig von Prag , lieferte im I. 1802.eine getreue Copie des bekannten Dürerschen Ori-ginalblattes : St. Hubertus mit den fünf Hunden.Von ihm ist auch der wohlgerathene Umriß desPferdes mit dem Stallmeister, welcher DürersBildniß selbst darstellt, der sich vor dem I. St.von Meusel's N. M> befindet, und wovon
Po. mg
das metallene Basrelief von Dürer in der Freyh.Sechterischen Sammlung zu Königingrätz zu sehenist. Noch kennt man von ihm Prospekte der StadtPrag .
* Po (Jacob del). Sein Vater, Peter, warsein erster Lehrer. Gleich diesem war er in derTheorie der Kunst wohl begründet, worin sie beydeauf der Akademie zu Rom ihren Unterricht erhiel-ten ; und eben so ging er mit demselben nachNeapel . Hier zierte er, mehr als der Vater, eineMenge Säle und Galerien dortiger Großen mitseinen Frescoarbeiten. Dabey war er ein sehrgebildeter Mann, so daß seine Werke ordentlicheGedichte von unglaublicher Mannigfaltigkeit dar-stellten , mit welcher er ein Colorit verband, dasalle Augen bezauberte. In seinen Lichtwürfenund Reflexen war viel Eigenes und Seltsames.In Figuren und Kleidern wurde er, wie es denMachinisten meist zu gehen pflegte, manierirt undincorrekt. Lanzi I. 625—28. wo er am Eudeirrig (statt des Vaters) Schüler von Dominichinoheißt. Fiorillo III. r 55 . nennt ihn einen vortref-licheu s?) Zeichner und gelehrten Anatom.
— — (Joseph del), ein römischer Maler (obIacob's Sohn?), arbeitete um 1720. zu Wien ,wo er in des Prinzen Eugens Garkenpallast (jetztzur K. K. Bildergalerie gewidmet) drey Decken-stücke auf Leinwand gab. S- den vorberichrder Beschreibung der wienergalerie.
* — — (Peter del). Derselbe liegt in der Kir-che Giesu zu Neapel begraben. Von seinem Altar-blatt in St. Leo zu Rom sagt Lanzi I. 625. daßes ihm nicht so viel Ehre mache, wie seine Staf-feleybilder, welcbe er mit äußerstem Fleiß, wieMiniaturen, auszuarbeiten gewohnt war. Zweydergleichen besitzen die Herren dellaMissione: EineEnthauptung St. Johanns und eine KreuzigungSt. Peters, in seiner beßten Manier und mit sei-nem Namen bezeichnet. Uebrigens war er, mehrals Maler, als wie Kupferstecher bekannt. SeineBlä'ter sind meist geatzt und dann mit dem Grab-stichel vollendet. Die Zeichnung ist nicht immercorrekt, wie man es von einem Schüler von Zan»pieri erwarten sollte. Rost III. ZZ9—40. Unddoch wagte er sich an keine Geringern, als an die-sen seinen zweyten Lehrer; an Raphael, an dieCarracci und Poussln ; dann an S. Badalocchi, M.Cassa, Dom. Perugino , Pipi und Ribera. NachRaphael kennt man von ihm eine Geburt; nach H. Carracci : St. Johann in der Wüste; das cananäi-sche Weib; einen todten Christ aufdem Schooß seinerMutter (in St Francesco a Ripa zu Rom ); St. Hieronymus knieend, von dem Engel getröstet.Nach seinem Freunde Poussln: Eine Verkündigung(in Paris ); das Kind in der Krippe; Flucht nachEgypten; die Taufe Johannis; Christus »n Oel-garten; eine Abuehmung von. Kreuze; Christusals Gärtner; Madonna die einer Heiligen erscheint(von welcher ein Engel den Neid verjagt), undendlich (zweymal) Achilles von Ulyß erkannt. NachBadalocchi (nicht A. Carracci , wie man gewöhnlichdafürhält) Venus undCupido in Vulkans Schmiederuhend. Nach Cassa: Gt. Thomas theilt Allmosenaus (Gruppe in einer Nische). Nach Perugino eineH. Familie. Nach Pipi: Neptun auf dem Wagen,ein Occkcnstück (auch von Iüßli l. 191. genannt).Nach Ribera: Einen St. Hieronymus (zweymal».Nach Zampieri ebenfalls einen solchen; Maria aufdem Thron, unten St. Johann den Evangelistenund St. Petronius (dieß nach der Zeichnung vonF. Raspantino), ein Blatt, das auch Fützli II.3 o 5 . nennt; ferner die vier Kardinaltugensen ausSt. Carl» Catinari zu Rom Endlich (nun ganzAnderes) gemeinschaftlich mit G. Videmann ge-stochen: Den zu Rom 1666. gefeyerten Leichenzugder Königin Anna von Oestreich, nach Erfin-dung von E. Benedclti und Zeichnung von A. Ghe-rardi- )xost l. 0. 6a»är/ü'«i.
Freylich mit mehr als Einer Varians. MonsuBasan (Lcl. sec.) hat unsern Künstler L. V. Delpoaufjuführcn beliebt.