Band 
Zweyter Theil [2].
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1124
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H24 Poehm.

der Könige; dann ein Blatt mit Ruinen und zer-streuten Blumen, auf dem Vordergrund zwey Rei-sende. Indes wird anderswo, das erste derselben(ein schönes Blatt) Perelle zugeschrieben. Ausden neuesten Tagen kennt man nach ihm: I.e Lainund la llronektte im Heft V. der Nenales plt-roresque (1802.) von Bacler Dalbe.

* Poehm (Martin). Von diesem wenig be-kannten Kupferstecher nennt der Katalog von Bran-des eine kleine Leda mit Herkules als Kind, derzwey Schlangen zerreißt, ohne Namen des Ma-lers, von 1577. datirt.

Poepelmann od. Poeppelmann (CarlFriedrich von), geb. zu Dresden , der mittelsteder drey Söhne des nachfolgenden Marrh. Da-niels, diente von Jugend auf beym Ingenieur-corps, wurde 17-jo. Oberst, unter König Augustserstem Vikariate in den Adelstand erhoben , undnach Naumanns Tode 1742. Accisbaudirekter,auch zugleich Direktor über die Königl. Gebäudein Warschau . Er lebte die meiste Zeit in Pohlen,und st. 17ha. in einem Alter von etlichen 5 c». Jah-ren;» Warschau , wo er prächtig begraben wurde,nachdem er 1747- noch zum Generalmajor ernanntworden war. Von ihm ist die Baute des Zwin-gers zu Dresden . Heinecke's zJachr. I. 91.Sachs.Hof- undRriegsstaat (vonZirschke)(Görlitz 1754. u. 56 . 2 Theile) II. 34 ». Haymann.Nach letzkerm (S. 386 .) leitete er auch das Kupfer-werk, welches Nie. Zucchi von dem bekannten gros-sen Lustlager mit vielem Aufwand gestochen hatte.

(Joh- Adolph), Königlich-polnisch-und Kurfürstlich-Sächsischer Hofmaler zu Dres­ den , wird 1728. und auch noch nach dem sieben-jährigen Kriege angeführt. Hof- und Saarskal.Derselbe war vielleicht einer der drey Söhne desnachsolgenden Marrh. Daniels des alrern..

(Joh- David), Kurfürstlich-SächsischerHof- und Staffirmaler zu Dresden , geb. daselbst1781. widmete sich zuerst der Kunst unter OesersLeitung, so wie nachher bey Palko (nicht Balko,wie es bey Rollern heißt) zu Prag . Damalsmalte er vorzüglich Bildnisse in Del und Pastel.Seit 1752 erhielt er den Charakter als Hofmaler,mit Gehalt. Er ist (hieß es noch bey Mensel II.also um 1789.) gegenwärtig in Dresden als einerder geschicktesten Vergolder, Staffirmaler und De-korateurs bekannt, und setzt nur selten sein Bildniß-malen fort. Dann nennt ihn Haymann auchTheatermaler, und sagt von ihm «.1809.), daß ervor einigen Jahren gestorben sey.

(Joh. Friedrich) , vielleicht ebenfallseiner der drey oben erwähnten Söhne von Marrh.Daniel dem alrern, wird 1728. und fort, alsJngenieurcapitain und Architekt beym Dresdner -Bauwesen angegeben. Hof- und Sraarskal.

(Match. Daniel) der ältere Die Be-

merkung des Lex. daß derselbe, und der ebendaselbstunter Rlengel bemerkte Baumeister Eine Personsey, ist zwar richtig; allein Poepelmann wargar nicht Kupferstecher, und der Abriß des Zwin-gers zu Dresden ist nicht von ihm, sondern nachseiner Zeichnung von Joh. Georg Schmidt gesto-chen, und soll, wie U)eimarr in seiner Säch-sischen Litteraturgeschichte bemerkt, ein seltenes Werkseyn, das noch vor wenigen Jahren in der Wal-therschen Buchhandlung zu Dresden für 10. Thlr.zum Kauf ausgeboten wurde. Eben so kennt mannach ihm (lnv. et sei. Premier Hr -

ckitect.) das Königssteiner große Faß von Lor.Zucchi. Als Oberbaumeister nun erbaute er zuDresden -711. den prächtigen Zwinger, wovoner 1729. die angeführte Vorstellung herausgab;dirigirte die Neustädter-Jnterimskirche, baute amJapanischen Palais, und führte von 1727-81.mit einem Aufwinde von 54,000. Thalern dieschöne Elbbrücke durch Erhöhung der Pfeiler, Er-weiterung der Gänge rc. in dem Zustand, worin siejetzt zu sehen ist, auf. Ferner hat er den Schloß -

Poggini.

und Gartenbau zu Pretzsch und zu Elsterwerda ge-leitet; 1722. das Moritzburger -Schloß und Gar-ten, nebst Stallgebäuden, Alpen , Teichen undFasanerien neu angelegt; 1725. das große König-steiner-Faß nach seiner Angabe bauen lassen, und17Z0. die ganze Festivität des großen Lustlagerszu Ziethain, nebst der Einrichtung der Gebäudebesorgt. Dieser ausgezeichnete Mann st. 1756.als königl. Geheimekämmerer und Oberland-Bau-meister, in einem Alter von 74. Jahren zu Dres­ den und wurde mit21. Wagen prächtig begraben.Haymann. Er hatte drey Söhne. Ein zwey-ter jüngerer Match. Daniel Poepelmann gleichesNamens kömmt von 1751. an, als erster Conducteurbeym Bauwesen, bis ins XIX. Jahrhundert, vor.Derselbe st. 1808. und liegt auf dem Annenkirchhofezu Dresden begraben. Nicht unwahrscheinlich wardieser letztere ein Bruder des Hofmalers JohannDavids, da nämlich zu bemerken ist, daß eigent-lich diese beyden (Joh. David und Match.Daniel der jüngere) sich allein Püppelmann, dieübrigen dieses Geschlechts hingegen Popelmanngeschrieben. Maga;. der Sachs. Gesch. I. i 54 - Gächs. Rur. Rad. 1706. S. ivZ. und Hof-und Sraarskal. Haymann.

Poepelmann oder Poepppelmann(Matth . Daniel) der jüngere, s. den Schlußdes vorhergehnden Art.

* poerbus, s. porbus.

* poerson (Carl Franz). Zum Direktor derfranzösischen Akademie zu Rom wurde er in 1704.erwählt. Fiorillo III. 248. Nach ihm habenauch S. Bernard und Langlois uns Unbekanntes(wahrscheinlich Bildnisse) gestochen. P. Drevetdasjenige von Ludwig XIV . Ebenfalls in Dre-vets Verlage erschien nach ihm, ohne Namen desStechers, die Leiter Jacobs. Gaulr de S>.Germain in: '?rois diöcles 6e >a Ueinture enTrance S. 171. und 75. verwechselt ihn wun-dersam mit seinem Vater.

poeschel, auch poschel (Marx), s.-fchel.

Po er sch oder psey sch ( ) hieß wahr-

scheinlich Joh. Gottfried, ein Bildhauer zu Wit-tenbcrg, wo er 1728. bey Begehung einer Feyer-lichkeit erwähnt wird; so wie auch Joh. pererEmmerr als Rathswerkmeister daselbst zugleichvorkömmt. rell's das frolockende Wirrenberg(1728. 4 °-) S. 16. und 36 . In Erell's storirrendem wirrenberg erscheint poersch nicht mehrunter den Lebenden.

Poggi (Anton), ein italienischer Maler, vondem uns aber nichts weiter bekannt ist, als daßer in England gearbeitet und I. Hall (1786.) nachihm das Bildniß des Gouverneurs von Gibraltar ,R. Boyd, I. Watson aber dasjenige eines Obrist -licutenants Biddulphs, geliefert habe. Inzwi-schen ist dieser poggi wahrscheinlich derselbe,der sich 1787. in Berlin , und damals im Besitzzweyer berühmter Gemälde von Trumbull: DesAngriffs aufDunkershill und der Belagerung vonQuebeck befand, von welchen er späterhin (1790 )das erstere zu London durch Miller in Kupfer brin-gen zu lassen Willens war. Meusel's Mus.I. 91. wo er Maler und Kunstverleger heißt, undN. Mus. 119.

(Joh. Maria), ein sehr geschickterSchlosser, von Faenza gebürtig, war in seiner Ar-beit so vortreflich, daß ihn der Großherzog vonToskana in seiner Werkstätte besuchte und ihmein Jahrgeld verordnete. Er war auch Mitgliedder Künstlcrakademie zu Florenz und Bologna .Alsdann trat er als Laybruder in den Seroiten-orden und starb zu Florenz 1780. 63 . I. alt. il^c.

* Poggini (Joh. Paul), dessen im Lex. indem Art. von Dominicus p. Erwähnung ge-schieht. Nach Madrid ging er mit P. Leoni, und