Ponee.
dessen auch das Lex. am Schlüsse des Art. Paulponee Erwähnung thut, Gatte der Vorgenann-ten, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Paris 1746. Schüler von Delauuay dem ältern, arbeitete,theils nach verschiedenen französischen Meistern,wie z. B. nach Bonnieu, Baudoin, und Frago-nard, theils nach eigner Zeichnung allerley Gat-tungsblatter im Geschmack der Nation seiner Zeit;dann mancherley artige Bücherverzierungen, wiezum Ariost nach Cochin, und zu Geßners Schrif-ten nach le Barbier. Rost VIII. 007. Daswichtigste dort von ihm Angeführte sind zweyBlätter: ?recis l» 6uerre Hmericslne, und?röcis 6u 1 * raste 8e ?»ix. nach eigner Zeich-nung. Ein Verzeichniß meines sel Vaters fügtnoch ein Paar andre nach S. Freudenberger,mehrere Bildnisse zu den: Illustres krsn^sis, nachder Zeichnung von Marillier, und wieder andrenach derjenigen eines Williams von allerley fran zösischen Waffenthaten, wahrscheinlich für irgendein uns unbekanntes historisches Werk, u. s. f.hinzu. In späthern Tagen erscheint er wiederim: Hlmanack <Ies ksaux - ^rts »8o3. unterden damals zu Paris lebenden Kupferstechern,als Herausgeber der Bäder des LituS u. a.ähnlicher Werke In den Xonvelles «les ^rtsvon 1801—4. tritt« er mehrmals auf, bald alsausübender Künstler, bald mit wohlgeschriebnenAufsätzen. So z. B- mit einem in der PhilotechrNischen Gesellschaft vorgelesenen «le I'instuencetle 1a peinture clier: les ariden» peuples, wel-cher l. c. I. 3/j5—358. beygerückt ist. Ebendas.II. 201-2. findet sich ein Verzeichniß mannigfal-tiger von ihm herausgegebener Werke; wie z B.die Bader der Livia, 26 Blätter zu einer Ueberse-tzung des Jlias, die Bibel von Sacy mit 3oo.Äl. in -Octavo ; die schon oben berührten Illu-stres kran ^ais in 2. Heften, und die Ereignissedes Amerikanischen Krieges in 16. Bl. Fernereine Sammlung der vornehmsten Ansichten vonSt. Domingo, und endlich 23. Dl. für einePrachtausgabe von Voltaire's Pücelle . Dannwar er auch Mitarbeiter an den Blättern zu Lig-ny's Histoire <le la vie <1e lesu Lbrisr. Haupt-sächlich aber sah man von ihm im Salon 1806.das sehr schöne Blatt der Schlacht bey Mären-go nach Carl Vernet (die geistreichen Figurenvon Bertaux gestochen); bey welchem Anlaß derstrenge ?lutarcke kranhais (p. 5l». ) von ihmurtheilt: »Hr. ponce ist ein zugleich geschickterund gelehrter Künstler, der solches in mehr alsEiner Gattung erwiesen hat". Fast zweifeln wirauch nicht, daß er immer der nämliche sey, dernoch in 1809. für's I^XXII. Heft des MuseeFran?ais eine H. Familie von Vouet nach Gian-ni's Zeichnung geliefert hat.
; * ponce (Paul), mit dem Beynamen Tre-bari. Sein Geburts- und Todesjahr sind beydeunbekannt; einzig weiß man, daß er um » 56 o.nach Frankreich gekommen sey, und dort theilsfür den Hof, theils für den berühmten CardinalGeorg d'Amboise, Minister und Freund Ludwig XII. gearbeitet habe. JnLandon's Anna! IX.37. und »» 5 . und XII. 119. findet man von ihmdie Grabmäler dieses Monarchen und seiner Ge-mahlin Anne von Bretagne , und dann ein Bas-relief: St. Georg, der mit einem Drachen strei-tet, beschrieben und abgebildet. Jene, im weißen,nun im Lauf von dritthalb Jahrhunderten blaß,gelb gewordenen Marmor, stellen in über lebens-großen Figuren die beyden königl. Todten — welchnaives Wagestück! — nicht nur wirklich todt,sondern ganz nackt, auf ihren Gräbern liegend,mit einer Wahrheit dar, welche bey jedem fühlen-den Beschauer Schauer ohne Eckel erregen muß.Zeichnung, Ausdruck und Arbeit sollen darangleich vortreflich seyn. Sein Grabmal Franz 1 l.dann schreiben Einige dem Germarn pilon zu.Eine Abbildung desselben findet man beyMiUrn La-nguste» nationales 1 '. I. xo. III. p. 65 . Das-jenige von Ludwig XII . (hier ist nämlich von dem
Pond. nzr
Ganzen, nicht bloß von der oben angeführtenBildsäule die Rede) nennt Alexander le Aoirin einem Aufsätze im franz. Moniteur (1809 X».3 o 5 .) zwar ebenfalls schön, bemerkt aber dennoch:Daß solches weder die Eleganz der arabischen,noch die Reinheit der wieder auflebenden Bau,kunst der Griechen und Römer erreiche, welchedie französischen Architekten des XVI. Jahrhun-derts mit einander zu vereinigen versucht, unddadurch eine Art Zwittergattung erzeugt hatten.De /onrenay sagt, daß Bernini die StatüeCarls des Großen, von welcher auch das Lex.spricht, sehr bewundert habe. Das wäre!
Ponce (Roque), ein spanischer Maler ausder zweyten Hälfte des XVII. Jahrhunderts,Schüler des Juan da la Corte zu Madrid , legtesich mit »«gemeinem Eifer auf das Studium derPerspektive, und brachte es darin sehr weit. Ertokirte mit Grazie, mußte aber, wenn er seineAnsichten mit Figuren ausstaffiren wollte, zu demPinsel des Ant. Castrejon seine Zuflucht nehmen;wiewohl Kenner diejenigen Bilder von ihm vor,ziehen, worin sich keine befinden. FlorrUo IV.33 o.
— — ( ), ein neuerer französischer
gleich großer Verehrer der Wissenschaften undschönen Künste, theilte dem Nationalinstitut zuParis r8o8. seine Bemerkungen über das Nackteund über das Kostüm in der Sculptur mit /-e«r//.Mb/. Ob er vielleicht denn doch am End mitobigem ldiclaus ponce, in einigen Beziehungenwenigstens, nicht Einer nnd derselbe seyn möchte?
poncel oder poncer (Franz), Bildhauervon Lyon , arbeitete um 1775. zu Rom . Mangedenkt unter seinen Werken einer Venus undeines Brustbildes Voltaire's , die ihm Ruhm er,warben.
ponchel (D.). Nach einem uns sonst unbe-kannten Künstler dieses Namens hat I l'Enfant»663 das Bildniß elftes Generals, umgeben mit16 Wappen der Städte der Familie Spinola ge,stachen.
— — s- Duponchel.
* ponchino <.Joh. Baptist»), mit dem Bey-nameu pozzaro, der im Lex. unter dem NamenLa;;acco oder Brazzacco erscheint, was ^anzrII. 93. beydes für irrig hält. Hier fügen wirnoch, nach letzterm bey, daß er um 1200. geborensey, und noch » 55 ». gearbeitet habe; daß sich inseinem Geburtsort Castelfranco noch einige Fresco-gemälde von ihm befinden; neben Andern» einEt. Ligorius, das schönste und von Fremdenbewundertste Gemäld in dieser Stadt, nach de-nen, welche dieselbe von Giorgione besitzet. Wennder p ssoronelli (Via^ki >n InFkisterra I. 66.)dieses Bild dem Paul Caliari zuschreibe, so seysolches ein Mißverstand; und vollends Unwahr-heit, daß die nackten Figuren darin von einemspäthern Künstler bekleidet worden So langponchmo (mit einer Tochter des Darius Daro-tari) verheyrathet war, arbeitete er auch zu Ve nedig und Vicenza ; als Wittwer dann begab ersich in den geistlichen Stand, und kümmerte sichwenig mehr um die Kunst.
* p 0 nd (Arthur), Maler und Kupferatzersowohl in Crayon als in getuschter Manier, gebin England um 1700. (s. k 1710.) und wohnhaftzu London , wenigstens seit 1720. Mit Knaptonfür alle Unternehmungen verbunden, welche sichauf die Künste bezogen, gaben sie zusammen einenBand berühmter Männer, von Houbraken, Vertueu. a. gestochen, und eine Folge von Blätternin Zeichnungsmanier, nach Handzeichnungen dergrößten italienischen und andrer Meister, worinnsich der Geschmack nnd Verstand der Original«durchgängig (.?) wieder findet. Rost IX. 36 .und ein Verzeichniß meines sel. Vaters nennendie Meister, wie folgt.- Nach Barbieri 7, Caldara
Eeeee«e 2