Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1132
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nzr Ponsredi.

i, Cambiafi i, Campagnola i, A. und H. Car-racci » 4 , Courtois i, Garofalo r, Gelee 3 , Gri«maldi », Mantegna r, Maratti 9 (Köpfe desPapstes, etlicher Kardinäle, Jesuiten u. s. f.),Mazzuoli 7, Pannini 2, Pipi (?), Polydoro 1,Poußin 1, Rembrandt 1, Romanelli 1, Rosa 1,Sanzio 2. Nach Hemecke (Illee Generale p.107.) würde das ganze Werk 92. Bl. enthalten,darunter 68. von pond. Eben so kennt man vonihm eine sehr unterhaltende Folge von 25 Carika-turen, die fich bey Rost !. c. 37. namentlich an-gegeben finden: Nach Barbieri, Carracci , la Ja-ge ( 5 .), Ghezzi(io), Maratti, Mola, Tuscher,Watteau , und eines mit der Unterschrift: Vinumnon saoies bonum bibenäc». l.. V.

t«r k. Außerdem hat er, meist im Ge,schmücke von Rembrandt , verschiedene Bildnissegestochen; wie z. B- sein eignes, Lh. Bentley's,Bolinbroke's, Dr. Meads, Pope's (nach I. Ri-chardson dem jüngern), Seb. Resta's, des Anti-quars Sabbatinis und des Barons von Stosch.Endlich kennt man auch nach ihm B.: DieBildnisse von Mr. Wolffington von I. M. Ardellgeschabt (schön und selten); dann der Prinzessin-nen Georgs II. Louisen's und Marien's von I.Faber, und des Lords Anson von C. Grignon.Oonk. örainste§. GandelllN» spricht von einerFolge von 9. Bl- nach Cl. Gelee, von ihm.Heinecke bJachr. ll. Lrg. nennt von ihm nachzwey Studien von Raphael: Die Frau, welchezwey Kruge trägt (1724.), ein meisterhaftesBlatt, aus der Sammlung des Dr. Mead, undspielende Kinder, aus derjenigen von Richardson.

* ponsredi oder ponfreni (JohannBaptist). Derselbe arbeitete in päpstlichen Dien-sten.

panheim er (Kilian), Kupferstecher, lerntezu Wien , bey Fr. Brand, erhielt schon 1784. einenPreis bey der dortigen Akademie, und lebte nochdaselbst 1798. Von ihm kennt man z. B eineFolge von 8 Bl. geetzter Landschaften nach ver-schiedenen Meistern, im Verlage des dasigen Jn-dustriecomptoirs, und etliche gefärbte Blätter zuSpalarts Versuch über das Costum.

Penney( ). So heißt ein uns sonst

unbekannter Kupferstecher, der, gemeinschaftlichmit Woollet, die Jagd des Caledonischen Ebers,nach R Wilson und Mortimer, geliefert hat.(Die Figuren find von letzterm, so wie wahr-scheinlich auch der Stich derselben von dem uns-rigcn).

* p 0 n 0 el von vianen ( ). So heißt

in Mensels Archiv (I 2. i 55 .) ein Künstler,nach welchem Joseph Bürde, Kupferstecher derKunstakademie zu Prag , zwey kleine Landschaftenju Aquatinta geetzt habe. Ob es etwa der Cor-nelius von Dianen des Lex. seyn dürfte?

* Pont (du), der Bildhauer, war um 1760.(nicht 1660. wie das Lex. durch Druckfehler sagt)Professor seiner Kunst zu Paris . ^c.

' *ponraut (Sebastian de Beaulieu), s.Beaulieu.

* ponee (Anton, Conte genannt, del). BeyMilizia heißt derselbe Johann, und wird dortsein Geburtsjahr in i 5 i^, sein Tod in 1^97. ge-setzt. Alsdann werden seine verschiedenen Bautenangeführt, und »eben Andern» bemerkt: Daß er,nach einem Brande im herzog!. Pallaste zu Vene­ dig , 1677. verschiedene Theile desselben, gegenPalladio's Meynung, welcher alle Reparatur fürvergebens hielt, wieder in so trcflichen Standgestellt, daß dieser Pattast heut zu Tage schönund stark erscheint. Indeß war bekanntlich derTriumph seiner Kunst die Brücke von Rialto,bey welcher sein einfacher und minder kostbarerEntwurf denjenigen von Palladio und Scamozzi vorgezogen wurde. Auch diese Baute, welcheMiliziä sehr gut beschreibt, ward lange als zu

Ponte.

schwach für ihren Zweck geachtet, und hat nundoch ihre Dauer seit zwey Jahrhunderten so sehrerwiesen, daß kein Theil an ihr nur um ein Haargewichen ist. Seine letzte Arbeit war ein Ge-fängniß, das in dieser Gattung, für Festigkeitund angemeßne Pracht nichts zu wünschen übrigließ, und mit dem herzoglichen Pallas! durch dieberühmte Seufzer-Brücke verbunden war. Voll-endet wurde solches durch del ponre's Neffen,Ant Conrino (s. oben dessen Art.). Er selbstlebte bis ins höchste Alter unter steter ruhmvollerArbeit mit seiner Familie in Armuth, so daßihn der Senat in seiner höchsten Noth unterstü-tzen mußte. Oonf. Temanza. Dieser letztre be-weist aus alten Registern, Anron habe schon vorErbauung seiner berühmten Brücke den Namenda ponre geführt. Ebenderselbe vermuthet dann,Anton Scarpignano möchte sein Lehrmeister ge-wesen seyn, welchem er in der Stelle eines Salz-baumeisters gefolgt sey. Zu seinen Bauten zählter auch das in dem Arsenal zu Venedig errichte-te 910' lange Gebäude, wo die Schifffeile ver-fertigt werden. Auch nach ihm wäre er 1697.(aber 88. I. alt), verstorben.

* ponte (Augustin). Von ihm steht manin der St. MakuS-Kirche zu Venedig , in demkleinen Gewölbe, fast über dem Altare des H.Markus, einen St. Antonius in Mosaik. Breir-kopf Gesch der Schreibet. S. 127.

* (Franz da), Bassano genannt, derältere, starb zu Bassano . Von ihm heißt es bey Lan-zi II. 42 »I» seiner Jugend hatte er die Humanio-ra und Philosophie ganz artig studirt, was ihm, alsdem Haupt einer neuen Schule, sehr gut zu stattenkam. An seinen Bildern bemerkt man gar wohl,welche die frühern und welche die späthern waren.Fleißig aber trocken in seinem St. Bartholomäusim Dome zu Bassano , pastoser i» andern in St.Giovanni daselbst, vollends aber in dem Pfinast,feste, welches er für das Dorf Oliero malte, wurdeer gleichsam ein Maler der neuern bessern Zeit. Dortbemerkt man eine studirte Composicio», ein schönes,mannigfaltiges und doch harmonisches Colorit, und,was mehr als alle dies werth war, einen schonenAusdruck der Affekten, der seinem geheimnißvollenGegenstand angemessen war".

* (Franz da), Bassano genannt, der

jüngere, Franz des alrern Enkel, und des nach-folgenden Jacobs ältester Sohn, starb nach Lanzi1 l. »20. 1^94. 43 . I alt. Der Vater zog unterseinen vier Söhnen diesen letzter» in Absicht auf Er-findung vor, so wie Leandern für Bildnisse; diebeyden übrigen, Johann Baptist und Hierony-mus, als die beßten Copisten seiner eigenen Werke.In einem gewissen Grad waren dieses jedoch alleviere, so daß viele ihrer Arbeiten, selbst von Mei-stern, für die seinigen gehalten wurden. Aber ebenso waren auch alle mehr und minder Erfinder. Denbeßten Beweis davon gab Franz in seinen Bildernaus der Venetianischen Geschichte im RathspallastejuVenedig. Der Vater stand ihm öfters mit seinemRathe bey, und man bemerkt überall dessen Btyl,nur vielleicht weil er sich (sagt Fiorillo sehr gut)zu sehr davon zu entfernen besorgte, bisweilen eiüwenig übertrieben; besonders in den Schatten.Hinwieder kennt man ebenfalls allerley Schönesvon ihm, wo er gerade minder kräftig erscheint, alsJacob, wie z. B. in seinem Paradies al Giesu zuRom , und in seinem St. Apollonius in St Afrazu Brescia , das man für eins der beßten Gemäldedieses Tempels hält. Wohl wäre er noch weiter ge-kommen; aber eine schwarze Melancholie machteihn Zeitund Denken verlieren, bis er endlich noch inblühenden Jahren auf die bekannte traurige Weisesein Leben verlor. II. 120. Von ihm besitzt

die kaiserl Galerie zu U)ien zwey lebensgroße Bil-der von St. Franzisc und St. Clara, als Ordens-stifter, und das ebenfalls lebensgroße Brustbildeines mit Weinblättern bekränzten Jünglings.Die Dresdner - Galerie: Jacobs Abschied von La-