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treibt die Krämer aus dem Tempel, und ein Bkldniß.— Schleisheim sechse: Die Erbauung der Archeund dieSündfluth (zusammen auf vier Pendants);dann den Einzug der Thiere noch besonders, undeinen Jahrmarkt. — Gestochen nach ihm haben,neben dem schon im Lex. bemerkten schönen Blattevon Jackson: D. L. Rialto: Alexander III. der, ander Spitze seines Klerus, dem Doge die weiße Kerzereicht, nach dem Bild im großen Rathssaale zuVenedig ; Th. van Kessel und I. Troyen eine Auf-erstehung und Himmelfahrt für die Wienergalerie.
Noch nennt ein Derzeichniß meines sel. Vatersunter den Stechern nach den da Ponre-Bassano(aber ohne zu bemerken, nach welchen): C. Bloe-maert, I. Callot, I. Coelemans, D. Cuncgo,St. Fessard, C. Galle, C. Gregori (dieser dieBildnisse von Franz und Leander aus der Galeriezu Florenz ), L. Kilian, B. Lens, I. Maennl,C. Menarola, P. Monaco, P. A. Pazzi (dieserJacobs Bildniß aus der Galerie zu Florenz );Jsab. Peccina das oben mehr erwähnte Bild vonEt. Peter und Paul; Remondini, I. Suave,T. Viero, S. Vouillement, H. Winstanley undB. Zilotti, nebst etlichen Anonymen.
— — (Paul da), ein Bruder Antons, derim Lex. s.v. Gcajarko erscheint, war Ingenieur,und in dieser Eigenschaft 1672. von der HerrschaftVenedig nach Canea gesandt.
— (Stephanus da), nämlich von Eini-gen irrig so genannt, ist der Stephan da Lapo,des Lex. Lanzi spricht von ihm s. v. Ne/rmoRor-e-m'-ro, und ist derselbe ausdrücklich von obi-gem Johann da Sr. Stefano a Ponre zu un-terscheiden.
ponrianus (Michael). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler, nach welchem I. Val-dor gestochen habe.
vontigny ( ). Und so irgendwo ein
Künstler (der aber vielleicht kein anderer als deroben angeführte I. parigny seyn mag), mit des-sen Namen das Bildniß einer Catharina Hospi-taliere von St. Augustin bezeichnet ist.
p 0 nri 0 ( ). Und so ein Kupferstecher vonVenedig , von welchem man ein Bildniß des Male-tiusTypaldus nach S- Bombelli's Zeichnung kennt.
* Pontius od. du Pont (Paul). „Auchin seinen Bildnissen" (heißt es bey Rost V. 296.)»ist die Arbeit eben so abgewechselt, wie der Cha-rakter der Köpfe, die er darstellt. Wenn man diedrey von Rubens vorzüglich geschätzten Stecher,Dorstermann, Bolswerth und den unsrigen ver-gleichen wollte, so könnte man sagen: Daß Vor-dermann in seine Taillen mehr Zartheit und Ab-wechslung, Bolswerrh in die seinigen mehr Leich-tigkeit und Einsicht gebracht, Pontius aber keinemvon beyden, in Absicht auf Kraft und Wirkung,weichen durfte". Auch wareler drückt sich über un-sern Künstler so aus: Er sey einer von den (drey) Ste-chern, welche des großen Rubens Seele unter sichgetheilt zu haben scheinen. Bey Rost werden vonihm 34 - Bildnisse nach Vandyck, i l. nach Rubens ,4. nach Andern angeführt; dann von Geschicht-lichem 16. Bl. nach Rubens , ir. nach Verfehle,denen und 2. Allegorien nach seiner eigenen Zeich-nung, zusammen 78. Bl. Ei» Derzeichniß mei-nes sel. Vaters zählt bis auf 120. auf (darunter44 - nach Vandyck und 56 . nach Rubens ). Dieübrigen uns bekannten Meister, nach welchen ergestochen hat, sind: G- Aertsens, P. Avont, C.T- Borcht, P. Codden, G. Coques, G- de Crayer,A> Dieppenbeck, I. Jordaens , I. Hoeck, N.van der Horst, A. Hülle, I. Livens, F. Luyken,
F. de Nys, E. Quellinus, R. Sanzio^ G. Se-gers, T- Decelli, G. van Been, D. Velasquez,
G. van Beide und M. Woutier. Zu seinen vor-züglichsten Bildnissen zählt R^st 1 - 0. 297—202.diejenigen: Des Erzherzog Leopolds von Oe-streich nach Luyken; des Marquis Christoval vonCastel-Rodrigv, des Marquis Manuel de Moura
Ponz.
von Castel-Rodrigo, die ungenannte spanische Damemit der Halskrause (die Mutter des letztem),alle drey nach Rubens , Pendants, und höchstselten, und endlich des Herzogs von Olivarez,Gaspar Gusmann's, nach einer Copie, welcheRubens nach Velasquez gemalt. Von Geschicht-lichem dann, nach Rubens : Das Hauptblatt desbethlehemitischen Kindermords in zwey Blättern(i 653 .); die Darstellung im Tempel (die gutenDrücke sind ohne Adresse 1628.); Christus amKreuze; die Backenschlagung (le Lkrist au coup<le poin§ 1621); den Streit des Geistes widerdas Fleisch (selten); St. Rochus (zugleich einMeisterstück des Malers 1626.) Auch /llßlk (l V.i 58 . 162 172. 180. u. 260.) nennt, neben demKindermord und dem (einzelnen) Christ am Kreuze:Eine Ausführung nach Golgatha, eine Himmel-fahrt Maria, und Tomyriö, welche Cyrus Kopfin ein Gefäß voll Blut tunken laßt, letztre zweyvorzügliche Blätter. Noch mehrere werden vondeFonrenai ausgezeichnet; wie z.B. die H. Jung-frau mit dem Kinde unter einer Laube, vor ihrmehrere Figuren, und unter diesen Rubens, alsKriegsmann mit einer Fahne. Dann nach Jor-baens: Die Flucht in Egypten (vor der AdressevonBlooteling), und das Fest der Könige (le kc>iboit). Nach Titian eine Grablegung, die auchLüßli III. 4z. nennt, u. s. f. Endlich zwey (sel-tene) Thesen nach seiner eigenen Zeichnung. Inder einen unten St. Franzisc, der drey Kugelntragt; in der andern: Streit zwischen Neptun undMinerva, wer Athen den Namen geben soll (i6Z6.).Laut. hauptsächlich den Gantkatalog von Minklers. v. vandyck und Rubens . Gemeinschaftlichmit w. Hollar gestochen hat ponrius auf zweyBlattern: Diana mit ihren Nymphen nach P.Avont.
ponto (F. Hieronymus), Ordensmann desdritten Ordens des H. Franziscus Seravhicus.Man findet von ihm in dem Sagen sehen Ea-biner N°. 296. und 297. zwey Gemälde von Kir-chenbegrabnissen,
ponroja (Johann de la), s. Juan.
* Pontons (Pablo, d. i. Paul). Die wich-tigsten Bilder von ihm, welche einige Merkwür-digkeiten aus dem Leben von St Peter de Noladarstellen, zieren den Kreuzgang des Klosters de laMerzed und die dazu gehörige Kirche. Nach Pa-lomino und ponz, setzt das Lex. seinen Tod in1666. Allein in der Bibliothek des erwähntenKlosters findet sich von ihm ein Bildniß mit 1668.datirt. Er malte auch in Gesellschaft des H. H.Es-pinosa zu St. Maria de Morella, und sieht mandort von ihm, neben Anderm, eine Geburt undeine Anbetung der Weisen, welche vorzüglich ge-rühmt werden. Fiorillo V. 292—94.
ponz (Don Anton). Dieser kenntnißreicheMann, dem die Wissenschaften und Künste i»Spanien viel zu danken haben, geb. 1722- zuBexix, erhielt eine gelehrte Erziehung, studirtein Segorve und Valenzia, und wurde zuletzt Dok-tor in Gandia . Aus Liebe zur Kunst dann ginger in die Schule des Don Ant. Richart, undhierauf (1746.) in die artistischen Institute zu Ma drid , wo er bereits gute Anlagen bewies. Als-dann reifte er (1761.) nach Rom , trieb dort dieAlterthumskunde mit Erfolg und kaufte sich eineschöne Bibliothek von artistischen Schriften. In1769. besuchte er, hauptsächlich des Herkulanumswegen, auch Neapel Nach seiner Rückkehr inSpanien beschäftigte er sich 5 . Jahre im Escurial,malte für die dortige Bibliothek die Bildnisse be-rühmter einheimischer Gelehrter, und copirte neben-bei) Manches nach großen Meistern. Als umdieselbe Zeit der Jesuiter-Orden aufg-hoven wurde,erhielt er den Auftrag, die Klöster desselben zubesuchen und die dort befindlichen für die Akade-mie von St- Fernando brauchbaren Malercyenaufzuzeichnen. Bey dieser Gelegenheit sammelteer eine Menge merkwürdiger statistischer, gelehr-