Posidoniu s.
behauptete. Von ihm waren die Cafe de' Pro-jetti zu Narni und Vitcrbo. Dann gab er dieZeichnung zu einer neuen Kathedrale zu Neapel .Sehr bizarr war sein Geschmack in mehrern von ihmerfundenen Grabmälern; wie z. B. des Kardin. Carsraccioli zu Aversa , des Kardinals Jmperiali zuSt. Augustin, und der Prinzessin Chigj in Ma-donna del Popolo , beyde zu Rom Eben so inseinen Catafalquen; wie in denen für Benedikt XI V.für den König Jacob Ili. vom Hause Stuart bei-den Aposteln, und für den König Carl Emanuelvon Savojen im Sudario. Eben so in seinenPruukfa<;aden bey den Wahlen etlicher Cardinäle;und endlich am Allermeisten bey seinen Feuerwer-ken , weiche er viele Jahre als Baumeister desHauses Colonna für das bekannte Zelterfest leitete.In demselben Geiste zierte er den Hauptaltar inder Aller Seelen Kirche, als wenn es ein Tempeldes Bacchus wäre, so daß die deutsche Zungederselben (i Oeputati l'süescki?) nichts mehrvon ihm hören wollten. Mit alle dem wurde erzum Architekt von St. Peter und Ritter vom gol-denen Sporn erklärt, hatte aber in dieser Eigen-schaft einzig den Anlaß, die Qm'rinalkapelle zuzieren. Don seiner Zeichnung waren dann fernerdie Jnstitutskirche und Kloster zu Sinigaglia unddie Villa des Abtes Farsetti zu Sala (wie konntedieser, der seine Säle mit Abgüssen nach den An-tike» gefüllt hatte, in der Wahl seines Baumeistersso irre gehn?). Doch den Entwurf, seinen Pal-las! zu Venedig in eine Akademie zu verwandeln,wollt' er dem ausschweifenden Kopf nicht anver-trauen. Ganz leidentlich noch modernisirte er denPallast Colonna und die Kirche St. Catherina vonSiena in der Jnlierstraße zu Rom . Indessen warund blieb sein Hauptcharakler, alle neuern archi-tektonischen Mißbräuche zu fördern, 10 daß manihn kurz, mit allen seinen Talenten, keinen gutenBaumeister nennen kann. MÄL/n Lll. ter?. II.071—72. Feuerwerke »ach ihm hat I. Vasi ge-stochen. Auch von ihm selbst kennt man einigesmit einer leichten Nadel Geatztes, wie ; B- eineVignette nach der Zeichnung von Ph. Barigioni,auf dem Titelblatt einer seltenen auf den TodKönig Augusts von Pohlen, in der Druckereydes Vatikans r/Zä. Fvl. erschienenen Gedächtniß-schrift.
posidonius oder possidonius nenntFächer einen Baumeister und Ingenieur, welchereV 1 L. /, 3 Z. lebte, und führt dabey an, daß mannicht bestimmt wisse, ob er der possidonius Rdo-dius sey, der einen Traktat von der Kriegskunstgeschrieben habe.
* posis, der griechische Bildformer, arbei-tete in Thon. M. Varro kannte ihn.
Posse ( ). So wird irgendwo ein Maler
genannt, nach welchem Joh. Gottfried ein gutesBlatt: Diana u. Endymion in Kupfer geschabt habe.
posselt ( ). So heißt im Tüb. Mor-
geirbl. 1807. S. 676. der damalige Vorstehereiner der beyden Abtheilungen der Malerakademiezu Prag ; ob selbst ausübender Künstler, ist unsunbekannt.
possenbover (Peter). So wird auch derumen vorkommende pecer puschenhofer genannt.
* possenri (Benedikt) war nach Lanzi II.2. if>2. ein Schüler von Ludwig Carracci.
possidonius, s. oben posidonius.
* Post oder Poost (Franz), Zeichner Ku-pferstecher und Kupferätzer, geb. zu Hartem umal)2i. lernte die Anfangsgrnnde seiner Kunst beyJohann Post, einem Glasmaler; das Meiste aberdurch eigenen Fleiß. Rost VI. 1^7. nennt seineNadel geistreich, und führt, neben den schon imLex. genannten Ansichten aus Brasilien , noch be-sonders diejenige» vom Golfo Aller Heiligen inAmerika , vom Vorgebirge St. Augustin und von
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der Insel Thamaraca (alle von i 645 . dakirt) alsseine Hauptblätter, und zugleich als selten an.Der N)lnklsrsche Katalog heißt besonders daszweyte Seetreffen bey Capo blanco Lin sehr geist-volles Blakt.
*postod. Poost (Joh.), der im kex. vorüberge-hend im Art. von Lran ; erscheint, blühere, nachDallaway I. 107. schon 1O20. was aber freylichmit dem oben angeführten Geburtsjahre des Sohnsuicht bestehen kann.
p 0 star ( ), ein Bildhauer oder Steinmetz,von welchem das Kloster zu Reinhardsbruun, wodie Grafen und Landgrafen von Thüringen ihrErbbegräbniß hatten, um iZob. acht neue Grab-steine abgedachter Grafen und Landgrafen verfer-tigen ließ, nachdem die alten 1292. verbranntwaren. J-T-Adelung's Direktorium, oderVerzeichnis; der (Quellen der südsächsischesGeschichte (Meißen 1802.40.) Vorrede S. XVII.
poste ( ). So heißt im Tüb. Morgenbl.
1807. ein Professor der Malerey zu Wien , derum diese Zeit nebst dem Professor Jansche daselbstnach Bartvn's Zeichnung ein schönes Panoramavon Wien gemalt hatte, mit welchem letzterer, alsUnternehmer, auch >no Ausland ging. E. unt.postel.
postel (Carl Ludwig Düfresne de), geb. zuNantes und gest. zu Argentin 1711. 7b. I. alt,ein Gelehrter und Kunstdiletkante, der auch selbstgeätzt hat. So sah' man z. B. von ikm .ibgo.)die Zusammenkunft St. Nil s mit dem Kaiser Otho nach Dominiquin. cke Xt trois
diöcles p. 174. et 32 b. s. v. /hLte/ et Du/re§»e.
— — ( ) ein deutscher anspruchloser Land-
schaftsmaler neuerer Zeit, der sein Studium desColorits und der Perspektive bereits früher in Pa-noramen von Wien und Prag zu Lage gelegt hat,stiftete (1806.) eine Lehranstalt für sein Fach zu Prag .„Sein Charakter (heißt es irgendwo) „ist strenge,aber geichmackvolle Treu. Seine Ansichten ausdem Riesengebirge und dunkele Baumgruppen inEepiamanier sind von bewundernswürdiger Be-deutsamkeit, und zugleich Zartheit in der Ausfüh-rung". Um «807, hieß es von ihm in öffentliche» Nach-richten, er sollte die Stelle eines Theatermalers zuPrag erhalten. - Wohl derselbe mit obigem poste )
p 0 stbius (Johann). So heißt irgendwo einuns sonst unbekannter Kupferstecher, von welchembort ein Dildniß des Carl Utenhov ohne Namendes Malers angeführt wird.
* Postb umius. Dieser antike Baumeisterwar ein Freygelassener unter Kaiser Augustus ,und Lehrer des Coccejus Auctus. Dieß ist Alles,was man von ihm weiß; so wie überhaupt 47^lizia (ch.ü. rer2 1 .78.) bemerkt, daß die Geschichteder römischen Baukunst in gemeldtem Zeitraum sogut als unbekannt sey.
* Poe (Heinrich). Nach ihm hat Ion. Suy-derhoef das Bildniß des Admirals Mark. Trompund I. van der Velde dasjenige des Arztes B.Paludanus gestochen.
— — (Niclaus), eingeschickter Glasmalerzu Beauvais , blühete um 1240. Derselbe arbei-tete meist Grau in Grau. ie /^ic -7 I. L. 14.
porain ( ). So heißt ein französischer
Architekt, der um 1754. einige Häuser auf demPlatze Ludwig XV. außer de» Gärten der Tui-lerien gebaut habe. So z. B. gemeinschaftlichmit Gabriel, damaligem ersten Baumeister desKönigs, die mehr reiche als schöne Baute dersogenannten Colonnade des erwähnten Platzes (lo(lurüe-IVleuble), die sich in Landon's Amral.II. bi—62. beschrieben und abgebildet findet, undderen Fehler dort sehr gut aufgezahlt werden.
Potenzanus (Franz und Magnus). Vonoder nach dem letzter» kennt man ein großes Blatt,
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