n 48 Pottma.
Portier (Mademoiselle). So heißt ,'m KI-manacsi 6es Lesux-^rts » 8 o 5 . ohne Weiteres,eine damals in Paris lebende Bildnißmalerin.
* Porrma, f. porma.
* porrschild, Borrschild.
PoruyI ( ). So nennt der Katalog von
Brandes unter der holländischen Schule einenuns sonst ganz unbekannten Künstler, von, odernach welchem er ein kleines Blatt in Octavformanführt, das einen Bauer mit dem Bierglas inder Hand darstellt.
poublon (L. A. B.). So hieß ein Kupfer,stecherstichhändler zu Antwerpen , bey welchem um1801. auch eine prächtige Gemäldesammlung ;umVerkauf ausgeboten wurde. x«b/.
poucke (Carl van), ein Bildhauer von Gent ,ward in i8aZ. zum correspondirenden Mitgliededes Nationalinstituts zu Paris erkiest. Von ihmsah man in dem nämlichen Jahre bey einer zuAntwerpen , in Gegenwart des ersten Cousuls ver,anstalteten Industrie, und Kunstausstellung, rechtsund links der großen Treppe zwey Statuen, wel,che die Hoffnung und die Religion vorstellten.Meusel's Arch. 1 .2. iKZ. Späterhin (1809)nennen ihn öffentliche Blätter einen der wackerstenholländischen Bildhauer und eifrigen Befördererder Künste in seinem Geburtslande.
poriger ( ), ein englischer, oder wenig,
stens in England lebender Baumeister des XVIl.Jahrhunderts, dessen Hauptwerk, Montague-House,heut zu Tage das brittische Museum, in »678. vol,lendet wurde. Fiorillo V- 477 -
* pougin de St. Aubin ( ). Der,
selbe malte auch in Pastel. In 1774. setzte er dasBildnig einer Schauspielerin in Gestalt der Mel,pomene in der Akademie zur Schau aus. Dernatürliche Ausdruck, die Schönheit der Stoffe,das vortrefliche Eolorit und zumal die Lebhaftig,keit des — Nackten erhielten allgemeinen Beyfall.I. Tardieu, Chaucher, I. B- Michel, Jngouf,Moitte u. a. haben nach ihm gestochen, ^c.
* poulerier (Joh. Baptist). Nach ihm ha,
den: B. Picard (das Büste vom?), Abt Faul,trier , S. Thomassin in seinem bekannten elendenWerke eine Ceres, eine Dido, eine Kindergruppe undeine Vase mit Lilien gestochen. Noch findet sichin einem unserer Verzeichnisse: Louis XIV. 8rstue./(. inv. xravo avec Lüwa/ier par
A. 2. /bn/rtler.
poullain ( ). So heißt bey Gaulr de
St. Germain (trois 8iöcles 6e Is pemture enfrance p. 5 , 8 .), ohne Weiteres, ein Kunstlieb-haber des XVIll. Jahrhunderts, welcher eine Ge,mäldesammlung besaß.
* poulleau ( ), Stecher mit der Nadel
und dem Grabstichel. Derselbe hieß F. R G.,geb. zu Paris 1749. Neben Anderm arbeitete erfür die vortreflichen ^ntlguites kran^oises nachC. L- Clerisseau, der irgendwo sein Lehrmeisterheißt. Dann: Vue Interieure äe ls nouvellsLßlise se la lVlsäelaine 6e la Ville I'Lveguenach Contant d'Jdry, und: Plan et Vue se I»secoration, ölevee au Hieatre Itsllen a l'oc-cassion ses fetes se Is paix et se l'insu^u-ration se ls statue clu koi (176Z.) nach LouisErfindung. Ferner: Vue ä'un temple (ziemlichgut, heißt es bey Basan Ls. sec.) nach deMa-chy; endlich Zo. Bl. welche die Chirurgieschule juParis darstellen. Rost VIII. Z26. u. ^krc.
* poulli ( ). So heißt bey piganiol
ein Geschichtsmaler zu Paris , der vielleicht keinAnderer als Vkiclaus de poilly, oder auch derMiniaturmaler Paulp des Lv. ist.
poulsen, s. paulsen.
pouncey ( ). SonenutBasan(L6.sec.)
einen uns sonst ganz unbekannten Stecher zn Lon,don, der in ,777. Landschaften nach Swanenfeldtund Zuccarrlli geliefert habe, und aber wahrschein,
sich kein Anderer als der nachfolgende pouncpist, den dieser Pfuscher (wohl verstanden unmit-telbar darauf) ebenfalls anführt.
pouncy (B. I. oder B. T.), «in ausgezeich-neter englischer Kupferstecher, Schüler von Wovl-let. Von ihm kannte man um 1780. (a. k. 88.)eine, gemeinschaftlich mit W. Byrne und T. Mid-land , nach I. Farington's Zeichnung gestocheneSammlung von Ansichten der Seen von Cumber-land und Westmoreland; dann, gemeinschaftlichmit Woollet, einen Morgen nach H. Schwane-velt, und für sich allein: vnlasinz; c»k Lütterund Olssolution ok Lütter nach I Kitchingham'sZeichnung. Derselbe st. 1799. Baur . Mrc.
pourcelly ( ). So heißt ein Künstler,
der im Almanach äes Deaux-^rts i8oZ. unterden damals zu Paris lebenden Zeichnern von man,cherley Gegenständen erscheint.
pourvoyeur (Elisabeth und ... ). Soheißen zwey Künstlerinnen, Maler oder Kupfer,stechor, unter deren einer Namen man, neben An,derm, das Bildniß des Tonkünstlers Carl Nob-let's kennt.
poussin (Claudius), ein Bildhauer aus Lo-tharingen, wird von dem Abt von Marolles(lVlemoires III. soh) unter diejenigen Künstler ge-zählt, die um iBo. zu Paris gearbeitet haben.Andere Nachrichten von ihm haben wir sonst nir-gends gefunden.
* — — (Niclaus). Derselbe stammte auseinem adelichen Geschlechte von Soisson. Manmuß in der eigentlichen Kunstgeschichte lesen, wieauch für diesen «dein Mann frühe Widerwärtigekeit die ächte Schule seiner Große war. Seineerste öffentliche Arbeit von Bedeutung, noch eheer in Italien ging, sollen sechs Bilder seyn, dieer 1620. für die Jesuitenschüler zu Lyon malte,welche die Wunder von St. Ignatz und St. FranzLavier zum Gegenstand hatten, und, da solche zuVerherrlichung einer Festfeyer dienten, freylich in,ner acht Tagen fertig seyn mußten. Bald nachhermachte er in Paris die Bekanntschaft des DichtersMarini, dem er kurz darauf nach Rom folgte,nachdem er vorher den Tod der H. Jungfrau (einDotivgemalde der Goldschmiede zu Paris ) für diedortige Kathedrale vollendet hatte, welches Bel,lori zu den beßten Arbeiten in seiner ersten Ma,nier zahlt. In Rom fand er jetzt Marini wie-der , an dessen Zuneigung für ihn vielleicht auchdie Eitelkeit Theil hatte , da Poussin Lust daranfand, Manches aus seinem Adonis zu zeichnen,und der ihn nunmehr dem Cardinal Barberini(recht im Styl seines bethlehemitischen Kinder-mords) mit den Worten empftchl: Veserete unßiovane, clie a la kuris sei äiavolo. Alleinauch hier mußte er noch geraume Zeit mit Nothund Dürftigkeit kämpfen. Sein Styl, der sichder alten römischen Schule bereits mehr näherte,als der damals sinkende neuere Geschmack es ver-tragen mochte, gefiel anfangs nur wenig, so daßbisweilen Copien nach ihm — theurer als die Ur,bilder bezahlt wurden. Zwey seiner Schlachtensollen ihm 7. Scudi, ein Prophet von großerSchönheit 8. Livr. Tournois, und das berühmteBild seiner gestraften Philister, welche nachwertsvon dem Herzoge von Richelieu für louo. Thalergekauft wurden, damals 60. gegolten haben. „Aber"(heißt es bey Gaule de St. Germane in demLeben unsers Künstlers S. 11 —1 5 . vortreflich),„das war nun einmal das Schicksal dieses gros-sen Mannes: Seine aufrichtige Bescheidenheit unddie Einfachheit seiner Sitten, indem sie einSwei-len seine glänzenden Eigenschaften in Schattensetzten, erwarben ihm zwar langsam, aber dochendlich die volle Gerechtigkeit, die man ihm schul-dig war. Mit seinem kaltblütigen und etwas rück,haltenden Charakter, der ihn jede Leidenschaft desmeistern ließ, ordnete er seinen Ehrgeitz nach denUmstanden und fand in seinem starken Geiste die