n6r Prehmke.
Anfange der Reformation begab er sich, der Re,ligion wegen, nach Augsburg , setzte sich abernachher im Herzogthum Würtemberg zu Tübingen .Derselbe blühere in der ersten Hälfte des XVI.Jahrh. I. Seife rr's Stammtafeln gelehrt.Leute H. Thi. Stammtaf. seiner Familie Oen. I.
prebmke (D. G.). Nach einem uns sonstganz unbekannten Künstler dieses Namens hatC Fritsch (r?Z 5 .) wir wissen nicht welch ein Bildsuiß gestochen.
preisel, s. presse!.
preiß (Christian). Ein solcher ward in 1606.zum Kurfürst!. Sächs. Münzwardein ernannt. Der-selbe war auch Kurfürst!, geheimer Probirer, desobersächssschen Krasses Münzsekretair, lebte zuDresden und starb um 1610. Hirsch D- M.A- III. 272. u. 4 o 4 - Dettel's Historie vonEybensteck. S. 60.
* — — (Joh. Philipp). Die etwas undeut-liche Wortfügung am Schlüsse dieses Art. im Lep.will so viel sagen: „Dieser Künstler, der in Ita-lien Proben seiner Geschicklichkeit gab, ist wahr-scheinlich der nämliche preist, der mit seinenSöhnen zu Würzburg u. s f. arbeitete".
— — s. auch preuß.
preißler ( Anna Felicitas), jüngere Tochterdes unten folgenden Joh. Just. preißlers , lerntebey ihm zeichnen und Kupfer stechen. Dieselbeward an Zwinger , ihres Vaters Schüler undDirektor der Zeichnungsschule zu Nürnberg ver-mählt. Meufet R. L. gedenkt ihrer
nicht mehr unter den Lebenden.
— — (Anna Maria), der obigen ältereSchwester, lernte das Edelsteinschneiden bey ihrerMutter, verfertigte einige feine Arbeiten und wardan den Buchhändler Stein zu Nürnberg vermählt.Auch ihrer gedenkt Merisel I. c. nicht mehr. Nurso viel wissen wir, daß beyde ihren in 17/1- ver-storbenen Vater überlebten.
* — — (Barbara Helena), Joh. DanielsTochter, unter dessen Art. sie im Lex. erscheint,mehr unter dem Namen ihres ersten Ehemanns,Lang, bekannt, war Malerin, Kupferstechers,und verfertigte viele künstliche Sachen aus Wachs,Elfenbein und Alabaster. Daneben war sie Dich-terin in deutscher und französischer Sprache, auswelcher letzter» sie Mehreres in ihre Mutterspracheübersetzte. Als solche trug sie den OrdensnamenErone. Späterhin heuraihete sie den Bildniß-maler I. w. Oeding, und starb zu Braunschweig zwischen 1761. u. 64. Tüh. Morgenbl. 2807.S. 1016 u. Mrc.
* — — (Daniel), der älteste uns näher be-kannte Künstler dieses Geschlechts. Doch wissenwir, daß auch schon seine Voreltern, die sich je-derzeit in Böhmen befanden, das Glasmalenüblen, und man bereits Proben ihrer Kunst, von1470 datirt, kennt. Was unsern Daniel betrift,so nennt das Magaz. der Sachs- Geschichte
IV. /zgZ. denselben von Dresden gebürtig, undbemerkt dann weiter: Er habe schon in seinemZwölften den Unterricht des damaligen Dresdner -Hofmalers Schieblings mit vielem Vortheil genos-sen, und sey in ibbo. aufReisen gegangen. Zu Nürn-berg setzte er sich in 1662. Die Galerie zu Wien besitzt von ihm ein kleines: Lasset die Kinder zumir kommen Ein Vcrzeichniß meines sel. Vatersführt ein zwanzig Bildnisse Heller und dunkler Män-ner an, welche Hainzelman, B. und P. Kilian,
V. D- Preißler, Joachim und (vornehmlich) Ja-cob von Sandrart nach ihm gestochen haben.
_ (Georg Martin), des unten fol-genden Joh. Daniels zweyter Sohn, der imLex. unter dessen Namen erscheint, geb. und gest.zu Nürnberg Die Blätter, welche er in dasWerk über die Dresdner -Antiken lieferte, sind
Preißler.
noch unter den übrigen Stichen die beßten. Inder Akademie zu Nürnberg gab er öffentlichenUnterricht. Rost II. 64. Ein Vcrzeichniß meinessel. Vaters führt von ihm über 40. Bl. an. Vonhistorischen: Eine Madonna della Scudella undLoth mit seinen Töchtern (ein schönes Blatt), beydenach Raphael. (Der Plafond der Jesuiten -Kirchezu Antwerpen nach Rubens von Joh. Justin wirdirgendwo irrig ihm zugeschrieben). Alle übrigen sindBildnisse; mehrere f.d. Museum Florentinum; anderenach P.Decker, A.Graf(Gellerts),J L.Hirschmann,Kupetzky,Schilbach,J. M. Schuster, meist dunkeleHerren und Frauen von Nürnberg (worunter indes-sen der Katalog v. Winkler achte als schöne Blätternennt). Ein recht gutes, des Baron Ph. vonStosch, nach einer Büste von Bouchardon , liegtvor uns. Hinwieder hat auch M. Rösler nachihm das Dildniß des Pros. G. I. Apinus gesto-chen. Heinecke (Isee ^önersle p. 61, u. 64 -)nennt ihn noch unter den Stechern des: stöcuissl«los Narbres antigues se Dresse (1700.), undder: kitture sei dalone Imyeriale se Dlrenr«(i/Bi-).
preißler (Gottlob Friedrich). So heißt derDresdner -Hofkalender von 177». den dama-ligen dortigen Haupr-Zeughausmaler.
— — (tz.). Einen solchen nennt Heinecke(Isöe Generale p. 64) wahrscheinlich durch Irr-thum , unter den Stechern der: Msrdres antiquesse Dresse (17ZZ.), noch neben den GebrüdernGeorg Martin und Joh. Martin den Preißlern.
— (Joh. Daniel), Daniels Sohn,ward, einige Monate nach seines Vaters Tod,1666. geb. und lernte das Zeichnen bey seinemStiefvater, Heinrich Popp, der aber auch fürihn allzufrühzeitig starb. Er selbst starb zu Nürn-berg . Gestochen und geschabt nach ihm kennt maneinige Bildnisse meist wenig berühmter Männer;dann die vier Tagszeitcn von I. B. Probst (schöneBlätter) und St. Paul heilt die Kranken vonTheivt.
— — — —, ein jüngerer dieses
Namens, wahrscheinlich gebürtig von Prag , gabdaselbst 1790. ein verzeichniß Böhmischer In-fekten. Erstes Hundert mir 2. illum. Rupf.die er selbst (mittelmäßig) gezeichnet und gesto-chen hatte.
— — (Joh- Göttlich oder Georg), ein wür-diger Sohn und Schüler des unten folgendenJoh. Martins, geb. zu Nürnberg 1720.. Der,selbe hielt sich verschiedene Jahre zu Paris auf,und vervollkommnete sich unter Wille. Dort stacher das schöne Blatt: Jcarus nach Vien, welchesihm 1787. eine Stelle in der französischen Maler-akademie erwarb. Im I. 1796. lebte er in Ko-penhagen als Professor der dortigen Malerakade-mie. Rost ll. 69. Von ihm kennt man ferner:Da keveuse nach I. Zick, und das Bildniß Hein-rich Gerners, eines 1787. verstorbenen, um diedänische Flotte sehr verdienten Seeoffiziers, nachI. Juel (1790.). Dieser, so viel wir wissen, letzteSprößling des Künsilergeschlechts der preißler,lebte noch 1809. wahrscheinlich zu Kopenhagen .A. D- Bibl. cxill. 4-4. Maus. N. R. L.
— — (Joh. Gottlob). So heißt in Dr es,den zur Renntmß f. Häuser 179S. ein dama,liger dortiger Staffirmaler.
* — — (Joh. Justin), der älteste Sohn vonJoh. Daniel, Maler und Kuvferatzer. Zu Flo-renz ließ der Baron Stosch durch ihn eine Mengeseiner Gemmen nach den Originalen zeichnen Erstarb zu Nürnberg . Seine wichtigsten Blättersind: 5 o. der schönsten Statuen in Rom nachBouchardons Zeichnung (wirklico bisher das Beßre,was wir von dieser Art kennen), und 20. Bl. nachRubens Plafond in der Jesuitenkirche zu Antwer-pen . Rost II. 64. Hinwieder kennt man nach