Preißler,
Prennet. ri6z
ihm von P. A. Kilian: Die Arche des Bundes/eine Verklärung / und Christus bey Nicodemus ;von G. Rugendas: Den Teich zu Bethesda undChristus mit Dornen gekrönt; von G. Seutter:Christus vor Herodes ; von I. G. Thelot: DieHeilung des Lahmen bey der schönen Pforte/ dieenthüllte Natur und die Buße u. s. f. Dgnn ver-schiedene Bildnisse von I. I. Hayd, G. M. undD. D. Preißler/ I. M. Seligmann u. s. f.
preißler (Joh. Martin), Königl. Dänischerwirklicher Justizrath u. s. f. auch Mitglied derKaiserl. Akademie zu Augsburg, geb. zu Nürn-berg (aber nicht »722. wie es bey Basan Dll. sec.heißt), lernte bey seinem Vater, bey seinem Bru-der u. s. f. und brachte es schon in seiner Vater-stadt so weit, daß man ihm, als er nach Paris kam, bald die größten Stücke, besonders vonder Galerie zu Versailles zn graviren auftrug.Dort machte er sich Wille und Schmidt zu Freun-den. Nach einem Aufenthalte von 8. Jahren er-hielt er den Ruf nach Kopenhagen , wo er sehrVieles zu der daselbst gestifteten Akademie bey-trug und dort bis an seinen Tod (1794.) verblieb.Neben Andern, sind von ihm alle Bildnisse derKönige von Dänemark , nach Originalgemälden, inSchlegels Geschichte dieses Reichs 1769—77.80!.ausgenommen das erste (s.k. drey) derselben, von
O. H.deLode. Laur. Rost II. 66. Dort werdenvon ihm an ein Dutzend historische Blatter undeben so viele Bildnisse (jene Folge der Könige vonDänemark ungerechnet) angeführt. Unter den letz-tem nennen wir diejenigen von Luther nach Cra-nach (zu Cramers herrlicher Ode 1770.), von Gel-iert nach Graf, von Klopstock (1780.) nach Juel;dann von I. A. Cramer, F. G. Resewltz undB. Munter, diese drey ohne Namen des Malers,und auch deswegen bemerkenswerth, weil er diesel-ben Denkmale der Freundschaft nennt. Unter denhistorischen bemerken wir: Eine Kreuztragung nachCaliari, für die Dresdner -Galerie, auch von Fußt,III. i-jo. genannt; David und Abigael (sein er-stes, noch etwas flaches, aber immer wackeresBlatt), und Semiramis setzt ihres Gemahls Kroneauf ihr Haupt, beyde nach G. Reni; Jonas pre-digt zu Ninive , und die Madonna della Sedia(freylich gegen Morghen's und Müller's noch dürf-tig), nach Raphael (1784.), seine letzte ArbeitalsStecher (Andere nennen auch Loth mit seinen Töch-tern, das ebenfalls nach Raphael seyn soll). End-lich , als sehr selten, das allegorische Blatt aufdie Inokulation der Gräfin von Bernstorf , mitder schönen Unterschrift: ?rolncolumitste. ÜrimaInoculstionis usuni cxemplo suo llocuit. Dieübrigen Meister, nach denen er gestochen hat, sind:
P. Als, E. Bouchardon , C. le Brun, Cazcs,
Hoyer, Parrocel, I. M. Pierre, C. G. Wo,I. Ribera, H. Rigaud, Sailly, G- Segers,Lrevifani, C. Vanloo und I. S- Wahl. Dons.Mensel II. Mills Nürnberg. Gelehrren-Lep. und Nachricht von der preißIerischenRünstlerfamilie im Deutschen Museum1778. VIov. S. Gaiidelliiu
schreibt diesem Künstler Mehrcres zu, was seinemBruder Georg Martin gehört. Heillecke (Illösßönörsle p. 43. 64.) zählt ihn mit unter die Ste-cher der IVlarbres snticzues cis Dresse (>733.) undder drancle 6slerie se Versailles von le Brun,nach Masse's Zeichnung (1751.).
* — — (I). So nennt HeineckeNachr. I. 421.) sicher einen der übrigen Künstlerdieses Geschlechts, der nach M. Angelo die Sta-tue des Moses gestochen habe.
* preißler (Susanns Maria), geb. Dorschs. Dorsch.
* — — (Valentin Daniel). Derselbe stu-diere Anfangs auf der Universität Altorf. SeinenTod setzen Einige in 1768. Rost II. 70. und ein Ver-zeichnis meines sel. Vaters vornehmlich führen vonihm an die 5 o. Bildnisse »ach I C. Füßli, Jhle,Kupetzky (nach diesem allein ,7 ), F. Lippold,
I. Livens, P. G. Oeding (das allerliebste derGattin dieses Künstlers, Val. Daniels Schwester,Barb. Helena), D. Preißler, I. I. Preißler (dasseltene seiner Gattin Susanna Maria, Tochter desMedailleurs Dorsch ) und Scheffel. Von Geschicht-lichem dann: Die Flucht in Egypten, oder Madonnamit dem Kaninchen, nach Allegri, auch von Füßli
II. 62. genannt; den Apostel, der in Begeisterungschreibt, nach H. Carracci ; die junge Frau mitdem flachen Hut auf dem Kopfe (dasselbe, wasSchmidt unter dem Namen la Juive tiancee ge-stochen), nach Rembrandt ; die drey Grazien, nach S.Rosa; die reuende Magdalena, nach I. Schal-ken; Pan und Venus, nach van der Werf; An-deres nach Dietmar, H. Troppa u. s. f. Oonf.
*).
prelauf (Abraham), ein Münzmeister vonDresden, schlug um 1621. zu Zwickau , scheintaber nach der Zeit nach Dresden zurückgegangenzu seyn. Schmidt'« Zrvickauer-ChronikII. 481.
prelinger (Franz Michel und Joh. Ignatz),zween Künstler, von Deckendorf gebürtig, studir-ten um 1770. auf der Akademie zu München , il/rc.
premsler (Paul). So heißt im Sachs.Rur. Cab. 1748. S- 362. ein Bildhauer, ausVenedig gebürtig, Schüler des berühmten Welch.Barthel's des jüngern, mit welchem er 1670. ausItalien nach Dresden gekommen sey „Dort"(heißt es in einer unserer Handschriften) „blieber bey seinem Lehrmeister, und begleitete ihn 1672.mit thränenden Augen zu Grabe .
* prenner (Ant. Jos. von), ursprünglichaus Schweden gebürtig, und geb. zu Wien um1698. Nach Männls (s. dessen Art) Tode faßteer von Neuem den Entschluß, die kais. Galerieim Stiche herauszugeben, und verband sich zudieser Arbeit mit Altemonte, Slampart, I. A.Schmutzer u. a. Die Blatter erschienen alle inQuart, anfangs ohne alle Ordnung; nachher invier Theilen (zusammen 160. Stücke) unter demTitel: Vbestrun, artis pictorlse etc. Viennse728 — 33 . gesammelt, und mit geschmacklosenVerzierungen beladen, um ihnen — Folio-Größe zugeben. Uebrigens haben die Prennerschen Blat-ter dennoch ihr Verdienst, und es fehlt ihnenweder an richtiger Zeichnung, noch an geistvollemVertrag; sie find noch immer gesucht, und guteAbdrücke selten. Heinecke (Isöe ^önörale p.63 .) schätzt sie jedoch geringer als Maennl's.Mit Stainparr gab er dann noch ein zweytesWerk, das in 3 o. Blättern die Ordnung darstellt,in welcher die Gemälde u. a. Seltenheiten der KK.Akademie aufbewahrt sind, und welches zumschwülstigen Titel führt: prollromus seu prss-smbulare lumen reserrati yortcntosas ms§ni-stcontlse Vlieatri etc. k'ol. major. Vicnnae.735. Außer seiner Galerie hat prenner nocheinige Bildnisse gestochen, auch in Schwarzknnstgearbeitet. Von Geschichtlichem führt der Kata-log von Minkler einen St. Pepin I. und St.Begue, Halbfiguren, das Fleisch mit'Geschmack
-D Die Filiatio» unserer preißler ist somit folgende:
Daniel. 2. Johann Daniel, sein Sohn.
3 — 7 - Johann Justin, Georg Martin, Johann Martin nnd Valent. Daniel, Joh. DanielsSöhne, und Barbara Helena (vermählte Vedinn) seine Tochter.
8 —9. Anna Maria (vermählte Stein) und Anna Felicitas (vermählte Zwinger), Töchter von Joh. Justin.
1°. Johann Gottlieb oder Georg, Sohn Joh. Martin's.
il—12. Gottlob Friedrich und Joh. Gottlob dann, welche in >770. und - 798 . zn DreSden lebten,dürsten nicht unwahrscheinlich Vater und Sohn seyn. Ob sie aber, und wie? allenfalls zu der Nürn«berger-Familie gehören, ist unS unbekannt. Der H. preißler und I. preißler endlich, bey Hei-necke, sind gefabelt.
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