P r e st e l.
Tuschmanier, theils schwarz, theils farbig abge-druckt, ihre Blätter (Bildnisse, Landschaften undGeschichtliches) geliefert hat, sind: Allegri, A.Mörser, I. C. von Arpino , Barbieri, Becker,I. F. Beer, Berettini, Berghem, A- Bloemaert,H. Brosamer, P. Caldara, I. Cals, G- Cantaffi,P. von Caravaggio, I. Carrucci, A. Cuyp ,Dietrich, Ducros, Dürer, van Dyck, van Everrdingen, Giordano, Hobbema , Huber, I. vanHuysum, C. du Jardin, F. Kobell, I. Ligozzi,
A. Moretti, A. van der Neer, A. van Ostade ,Js. van Ostade, I P. Pannini, Pipi, J.J. Pren«»er, A. Rademacher, A. Radtl, C. Reinhardt,G. Reni, H. Roos, Ph. Roos, <8. Rosa, C.Ruthard, Ruysdael , Sanzio, T. Schneiers, M.Schoen, C. G- Schütz, F. Schütz, H. Schütz,
B. Spranger, D. Syder, Trcvisani, Vecelli, W.
van ve Beide, A. van der Venne, Verschaffest,Villinger, W. Vitringa, G. Wagner, Th. Wag-ner, E. Weinrotter, Wonwennanns, F. T. Wy-ser, T. Wyck, I. Wynants, H. Zagtleven, Zam-pieri (68. Meister). Von ganzen Werken dannarbeitete er von 1778 — 80. an einer Folge aus-erlesener Zeichnungen a. d. Praunischen Museumzu Nürnberg (48. Bl. Royalfol.) welche unterdem Titel: Dessins «je meilieurs l^eintres«j'ltalis, «j'/OlemnAne et «je sta^s- Das etc.»xxraves «j'apres les »rixzinaux «je meme gran-«jeur etc. erschien. Diese Blatter waren, nacheinem Theil der schon oben erwähnten Meister;dann ferner nach C. Amberger, B. Bigio, H.Bos, Buonaroti, P. Caliari, D. Calvart, A. Car-racci, L. Cranach, Dossi, H. Hofmann, H. vonCulmbach, A. Mantegna , Maturino, Ios. Maz-zoli, I. van Mecheln , Parmeggianv, Peruzzi vonSiena, da Pvnte, I. da Poinormo, Heck. Pro-caccini, D. Ricciarelli, I- Robusti, L. Sabbati-ni, E. Sadeler, Salviati, A. del Sarto, P. delDaga, G. Vasari , und M. Wohlgemuth. — Ebenso gab er in 1779. Dessins «les meilleurs Dein-tres «le Dszrs-Dss» cl'^Ilemaßne er «j'ltslie äuLabrnet «je 6. ^c/rmrät» a Dambour^(Zo. Bl. Royal - Fol. doch etwas kleiner als diePraunische Sammlung), nach Backhuysen, Berg-hem, F. Bostard, G. Douw, van Dyck, Elzhei-mer, Jordaens, Josepin, Netscher, Ostade , Pal-ms, Poelenbourg, Pouffin, Rembrandt, Rubens ,le Sueur, van der Velde, I. Vignali, de Vrins,Wouwermann u. a. — Endlich 1782. Dessins«les rneillenrs Dsintrss «je Da^s-Das, tires äes«jivers celebres Oadinets (j. B. des Prinzen deLlgne) «j'gpres les oritziliÄUX «je meme
^ranäeur ( 36 . Bl. Fol.) Diese Sammlung wirdgewöhnlich das Rleine Rabiner genannt, weildie Abdrücke auf Bogen nur halb so groß alsdie beyden vorhergehenden befestigt sind. — Nochfinden wir irgendwo von ihm angezeigt: DerKaiser Matthias ertheilt der Stadt Nürnberg die Investitur über einige Böhmische Lehen, nachP. Juvenel und I. Creuzfelder; und: Vüe oftke Dlaolc Deallmine ok Lumberlan-j. nachLoutherbourg. Conk. wo ebenfalls über
Zo. seiner Blatter sehr gut beschrieben und ge-würdigt sind. Und eben so in einem Aufsätzeder Bibl. d. red. und bild. Rünste III. 1.1 — 38. Zwey seiner bedeutendsten Blätter (Mor,gen und Abend) nach Ruysdael , aus dem Kabi-net der Grafen von Stadion zu Mainz , werdennach ihren großen Vorzügen sowohl, als (warumnicht?) nach einigen Gebrechen derselben, aus-führlich beschrieben und beurtheilt im: ^ourn. «j.brlll. Künste 8. 201—4. Ihr Preiß war fl. 22.In 180Z. gab auch das Industrie-Comptoir in Wien von ihm eine Landschaft mit Ruinen und Thier-gruppen, nach H. Roos (4 si. 3 o. kr.).
prestel (Maria Catherina), geborene Hoel-le, geb. zu Nürnberg , s. den gleich vorhergehen-den Art. ihres Mannes. Sie malte auch inPastell und Wasserfarbe.
— — (Mamsell), ohne Zweifel Joh. Gottl.
Preli. n6§
Tochter, verfertigte in Oel ihuminirte Blatter,und lieferte, neben Anderm, in dieser Manierdreye, nach Ruysdael , van der Neer und A.Cuyp.
* l)resti (Fra Bonaventura). Aus einemTischler wurde derselbe ein Carthäuser, und woll-te nun auch den Baumeister und Ingenieur spie-len. Wirklich wußte er durch einige Reparatu-ren an der Nunziatur zu Neapel , bey dem dama-ligen Vizckönige Don Peter Anton d'Arragon sichso sehr in Gunst zu setzen, daß er ihm die Lei-tung von der Baute der Darsena (des innernHafens) anvertraut hatte, was er aber so unge-schickt anfing, daß ihm dieser Auftrag wieder ab-genommen, und dem erfahrenen F. A. Picchiattiaufgetragen wurde. iss/ÜLM (D«j. ter?.) ll. 266.im Leben dieses letzten,.
Orefton (Thomas). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein englischer Kupferstecherdes XVIll. Jahrhunderts.
* l)reei (GregoriiM, des Folgenden Bruderund erster Lehrer. Lanzi I. 627. nennt ihn selbstkurz; Einen mittelmäßigen Künstler.
* — — (Matthias), Kavalier zsalabresegenannt. GandeUinl erzählt recht gut seinetheils gelehrte, theils ritterliche Erziehung. Der-selbe, von der Neuheit des Styls von Guerci-no (von seiner St. Petronilla) angezogen, gingeigens nach Cento, um dessen Schüler zu wer-den, und blieb fünfzehn Jahre bey ihm Dannwaren aber überhaupt auch die Werke aller vor-züglichen Meister der italienischen und aller an-dern Schulen seine Lehrer, da er sogar bis nachSpanien, besonders aber nach Paris ging, umdie Werke der Vouek, le Drun und Mignard zubewundern, und zuletzt in die Niederlande , ummit Rubens Bekanntschaft zu machen*). Daherdas mannigfaltige Fremde und Seltene in seinenDarstellungen, zumal auch in seinen Gewändernund Verzierungen. Einige geben ihm auch Lan-franco zum Lehrer, in dessen Schule er vorzüglichden Geschmack an großen Maschinerien gewon-nen hatte. Bis in sein Sechs und Zwanzigsteshatte er nichts kolorirt, und sich begnügt, imZeichnen sich festzusetzen. In diesem Theile derKunst, nämlich nicht zwar eben im zarten, aberdesto mehr im muntern und kräftigen Charakter,war er ein (doch nicht immer correkter) Meister.Indessen rühmen Einige ganz besonders seineschönen und gut gezeichneten Hände und Köpfe.Sein Colorit dann war nicht eben anmuthig,aber von einem starken Wurfe der Farben, die ermeisterhaft unter einander zu vertreiben wußte;von einem Helldunkel, das seinen Gegenstandmächtig hervortreten ließ; überhaupt von einemaschgrauen und gerade für's Tragische ganz an-gemeßnen Ton; bisweilen (von Gnercino her) inden Schatten zu schwarz und hart. Da er seineigenthümliches Talent kannte, malte er am öfter-sten Jammerscenen von Marterlhum, Mordtha-ten, Pest, Reu nnd Leid u. d. gl. WeilschichtigeArbeiten in Fresko sieht man von ihm zu Mode-na (das Meisterstück seiner Kuppel der dortigenCarmeliterkirche), zu Neapel und in Malta .Minder glücklich war diejenige unter der— frey-lich von Zampieri gemalten Tribune in Andreadella Balle zu Rom (drey Geschichten diesesHeiligen), wo die Figuren nicht im gehörigenEbenmaaß mit ihrer Stelle, und etwas schwerfäl-lig erscheinen. Seiner Oelgemalde in Italien sind fast unzählige, da er sehr alt wurde, ringe«mein schnell arbeitete, und an keinen Ort kam,wo er nicht irgend ein Denkmal seiner Kunst ineiner Kirche, nnd noch öftrer in Galerien hinter-ließ; meistens historische Kniestücke, nach Gucr,cino's und Carravaggio's Weise. Dergleichensieht man die Menge zu Neapel, Ro n und Flo-renz, am Allermeisten aber zu Bologna ; so z. B.
„ach seinem Sinn gesunden haben!
keine Äunstgenosse»