Band 
Zweyter Theil [2].
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1175
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Prockart.

prockart oder Brockarr (Albert), einzu seiner Zeit berühmter Mechanikus und Orgel,baucr zu Dresden , gebürtig aus Fürth bey Nürn-berg. In I. Lehmannn's Einweihung derneuerbauren Orgel zu Dippoldiswalde (j°.Dresden S. Z. u. 5 .) wird seine Geschicklichkeitgelobt, mir welcher er dem Bildhauer die äußernVerzierungen an Schnitzarbeit u. s. f. angegebenhabe. Von seinen mechanischen, optischen u. a.Kunstwerken liest man etwas im Sachs Turio-sirärencabiner 172». S. 2 / 4 - Er starb in gedach-ter Stadt 1747. 27. I. alt. I. c. S. 240.

procofierv, s. Tapikew.

^ proconsole (da), ein Beyname vonAnton Rosselino, oder RosseUi?

procror ( ). So nennt Fiorilko V. 801.

und 3 Z. ohne Weiteres, einen in 1802. verstorbe-nen Landschaftsmaler, welcher viel geleistet habenwürde, wenn er langer gelebt hatte. Ohne Zwei-fel derselbe, den eine unserer Handschriften Tho-mas nennt, der schon 1782. den ersten Preiß,damals für das beßtc historische Gemälde von derAkademie zu London erhielt.

* profondavalle (Valerius), st. 1600.67. I. alt. Zu Mailand setzte er sich um dieMitte des XVI. Jahrh. Lanzi l.). u. II. 421.nennt ihn einen fruchtbaren Erfinder, und, nebenseiner Kunst in der Glasmalern), auch einen schö-nen Coloristen in Oel und Fresco, der viel fürden damaligen Hof zu Mailand arbeitete.

* prokoff (Ferdinand), der im Lex. unterdem Art. seines Bakers Johann p. erscheint. Vonihm sieht man zu Dreülau in der von Franz Lud-wig Kurfürsten von Mainz erbauten Kapelle desDoms die Bildhauerarbeit des Altars; es befin-den sich hieran mehrere religiöse Allegorien, wiez. B- das Alte und Neue Testament; auch Bas-reliefs. Eben so verfertigte er nach Erfindung desI- B. Fischers , Barons von Erlachcn , für dieSt. Elisabethskirche daselbst, das schone Monu-ment des Grafen von Wolff's. Beyde diese Sculp-turen hatte er in Wien gearbeitet., BundmannsKllegia in nummls (Breslau u. Leipzig 1708. 40.)S. 4 « 7 - u. 476.

Prokoppy (Philipp), ein in 1809. nochlebender Bildhauer zu Wien . Von ihm kannteman schon um 1789. neben Andern,, vier Bild-säulen zu Verzierung der Pfarrkirche zu Papa inUngarn , wovon zwey die Bildnisse des H. Ste-phan und des H. Ladislaus, die beyden andernaber anbetende Engel vorstellen. Merisel V!L L. Ob er nicht etwa zu der Familie Pro-koff des Lex. gehören mag?

Prometheus, wird von Lomazzo unter denalten Bilbformcrn angeführt.

promrer (I ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Striumetzmeister zu Wien um 1802.

* pronk (Cornelius), nicht Claudius (wieZZasan b'.ct. sec. hat). Von den Aussichten nie,dcrlandischer Städte, Dörfer u. s. f. nach seinenZeichnungen, kennt man eine Sammiung von5 uu. Bl. die in 5 . Theilen erschienen waren, anwelchen auch sein (geschickter) Schüler, Abra-ham de Haen als Zeichner, und Paul L>en-der als Stecher mitgearbeitet hatten. Bey wiuk-ler finden sich: Vier Ansichten und Fahnden hol-ländischer Kirchen, mit Figuren von I. C. Phi-lips. Anderes nach ihm gab Spilmann. Nachseinen Bildnissen endlich werden angeführt: Die-jenigen des Malers S. Eikelenberg und des Desid.Erasmus.

* pronri (Cäsar). Nach dem Ouista 6,klmlnl dort gebore». Daselbst, sowohl als zuRavenna , sieht man von ihm gerühmte Altarblat-ler und ziemlich wohl verstandene Arbeiten in Hell-dunkel, wozu besonders seine, schon im Lex. be,

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merkten, mit viel Leben und Grazie ausgedruck-ten Geschichten des H. Hieronymus gehöre» AuchPesaro hat von ihm in der Kirche seines Ordenseinen St. Thomas de Villa nuova, mit sehr schö-ner Architektur stafflet, und origineller gedacht,als es eben dieser Gegenstand von B. Gennari(auch einem Schüler von Guercino ) in der Kirchezu Cento ist. LanLi II. 129. Nach ihm führtder Wmklersche Katalog ein Wunder des St-Johanns a St. Facundo an, der ein Kind auseinem Brunn zieht, von I. Dabbe. Dort heißtes auch, p. sey in seinem Vaterland (Ravenna oder Rimini ?) gestorben.

pronri (D.)- So nennt der einzige Basan(Lei. 86c.) einen Kupferstecher (der, wenn er ievorhanden war, nicht der obige Fasar fegn kann),welcher eine artige Vignette für's Titelblatt derStatücn aus der Galerie Element«»«, S) gelie-fert habe.

Proper (Hans). Eines solchen wird, alsMünzgcsellen zu Deventer , um 1618. in Hirsch'sdeutschem Münzarch. Vll. 4^2. gedacht.

proselendi (Paul). So nennt der: Vl-Milnsct, aus liom kür ,8io. 8. 2(i7. einen da-mals dort lebenden Bildhauer, von dessen A»beitAmor und Psyche angeführt werden.

prossowsky (Joh. Chrysostomus). Nacheinem uns sonst unbekannten Künstler dieses Na-mens sott W. Hollar gestostochen haben.

* Prospero, s. Lresciario.

prostrarius, ein alter römischer Künstlerin der Musivarbeit. In neuern Zeiten wurde vondemselben zu Avenches i» der Schweiz ein mitseinem Namen und: I-Hr bezeichnetes musaischesPaviment entdeckt Brcirkopf's Gcsch. derSchreibet, herausgeg. vou ^och S. 1,4.

pror ( ), ein französischer Geschichte,iialcr

neuester Zeit, Schüler von David. Auf dem Sa-lon zu Paris ,80b. sah' man mit Znrereffe von ihm:Den Traum der Halcyone, ein Bild von 3hohen Figuren, das sich in Lands's Annal.XV. 12,-22. beschrieben und im Umrisse abge-bildet findet; wo tavon geurtheilt wird: Es ver-rathe ein sorgfältiges Studium der Natur; derTon sey gründlich, der Pinsel kräftig, aber Zeich-nung und Ausdruck zu wenig ieealüch. Dcrfran-zöfische plurarch S. 294-92. dann giebt dieserArbeit noch größeres Lob, nennt den Styl dersel-ben rein und streng, das Mondlicht so wahr alsmöglich dargestellt und mit Kunst ausgespendct;Drapperie und Beywcrke vortrcfiich; den Farben-ton melancholisch, wie es der Gegenstand erhei-sche, aber dabey harmoniös, und das Ganze miteben so viel Festigkeit als Fleiß vollendet; nur zuviel Härte in der Zeichnung und geringe Fehleran der Lage der Hauptfigur. Eben dieser Salonenthielt von ihn, die Zeichnung einer Leda nacheiner Antike, von welcher es Ebendas. heißt:Ein Künstler, der ein solches Malertalenr besitze,täusche sich selbst, wenn er solches darauf ver-wende, kalte geleckte Zeichnungen zu punktiren,welche minder von seiner Kunst als von seinerGeduld zeugen.

( ) der jüngere, ein französischer

Kupferstecher neuester Zeit, gab 1806. ein Bild-niß des Prinzen Al Berthiers von Neuschatel, inganzer Statur, nach Verlier, welches Zy. Fr.(avant 1 a lcttre bu. kr.) kostete. Ob er derselbepror sey, der auch ganz anderes Unbedeutende-res, wie z. B. k'lnstinct «le la IVIusiguo, und:II no «kansera jamais si üeureux, beyde nachMallet (2. Livr. jedes ; dann (1807), gemein-schaftlich mit D'ssarr, zwey andere ähnliche Blät-ter: l'/^mour kitic passcr Ie toms, und: leDems fält pssser l'/Vmour, und endlich 180g.)les /sn^es u I'l^lisc et lss ^mours ä luinaiscin,

wieder nach Mallet, geliefert hat, ist uns unbe-kannt. Doch zweifeln wir kaum daran.