n^6 Prvrarchus.
*prorarchus. So heißt Bracci cpab.97.) den Namen des im Lex angeführten altenSteinschneiders plorarchus auf seinem Cupido,der auf dem Löwen sitzt und die Lcyer spielt. Da-gegen nennt ihn A.Maffei, welcher in den: 6iuntenlledemlnecieU'^Aostmi 1 *. III. X<-.i2. denselbenabbildet, ebenfalls plorarchus. Aus der Aehnlich-keit der Arbeit sollte man schließen, daß derselbeein Mitschüler von Lryphon, dem berühmten Künst-ler derHochzeit von Psyche und Cupido, gewesen sey.
Prorin ( ). So heißt ein Künstler, der
im Almanach äs Paris i8oZ. unter den damalszu Paris lebenden Bühne-Decorationsmalern er-scheint.
* Prorogen es. Schon, als sein Rufgrös-ser war, malte er von Zeit zu Zeit, sehr beschei-den, Gegenstände, welche ihn und Andere anseine ursprüngliche Dürftigkeit erinnerten (kleineSchiffchen?). Seine harte und nüchterne Lebens-weise behielt er immer bey. Während den siebenJahren, da er an seinem berühmten Jalyssus ar-beitete, nährte er sich mit Bohnen im Wasser ge-feuchtet , welche ihm zugleich Hunger und Durststillen sollten. Auf diesem Bilde (erzählt plinius,albern oder unrichtig genug) habe er vier LagenFarbe über einander aufgetragen, um es gegenZeit und Alter zu schützen, so daß, wenn die obersteLage untergegangen wäre, die folgende zum Vor-schein käme; dann Anderes — wo möglich nochUngereimteres — wie ihm die Darstellung vornSchaum des keuchenden Jagdhundes durch Zufallgelungen wäre. RVco»ret. Noch nennt man vonihm: Paralus, den Erfinder der Schiffe mit dreyRudern; eine Nausicaa nach der Odyssee; einenSatyr in der Ruhe; Cydippus, Tlepolemus, dentragischen Dichter Philiscus, einen Fechter, denKönig Antigonns, das Bild der Mutter des Ari-stoteles , einen Pan, einen Alexander und mehrereGegenstände aus dem Leben dieses letzter». Allenseinen Werken gab er eine äußerste Vollendung,und man weißt, daß Apelles ihm vorwaf, er könneniemals aufhören. „Aus alle diesem" (heißt esbey p)areler) „möchte man schließen, daß derStyl dieses Künstlers sehr rein, aber etwas kalt,schüchtern und! mühsam war; was wohl, daherrühren mochte, daß er keinen guten Lehrer hatte,Alles selbst suchen mußte, und nur erst späth das-jenige , was eigentliche Kunst zu nennen ist, inAusübung bringen konnte". Lonk. äe /-oute-rar.Dieser erzählt uns noch, nebst den bekannten,auch im Lex. enthaltenen Anekdoten, wie edelmü-thig Apelles den prorogenes zuerst in Ruf ge-bracht; dann, wie jener, beym Anblick seines Ja-lyssus vor Bewunderung nicht reden konnte; wiespäterhin eben dieses Bild die Stadt Rhodus vomUntergang rettete; was er dem Könige Demetriusbey dieser Gelegenheit für eine schmeichelhafte Ant-wort gab, u. s. f. plinius will im Kaiser! Pal-laste zu Rom , kurz vor dem Brand desselben,jenes Gemäld, worin er mit Apelles wetteiferte,freylich aber in solchem Zustande gesehen haben,daß man nur noch die Umrisse erkennen mochte.Und endlich sagt dieser Schriftsteller irgendwo,daß p. auch in plastischer Kunst gearbeitet habe.
prorosierv (Iwan), ein russischer bilden-der Künstler, in welcher Gattung ist uns unbe-kannt, Mitglied der Akademie zu St. Petersburg ,wurde bey der Exhibition dieser Akademie 1794.zum Professor ernannt. Fiorillo K. S. II. 71.
prou (Jacob), der Bildhauer. Eine Vasemit einem Kindergrupp nach ihm sieht man inS. Thomassins elendem Werke N°. 208t
* — — — — der Kupferstecher, geb. zuParis um 1609. Basan (L-l. seo.) sagt: ZuTroyes rösj. Rost VII. 198. will auch 12. Land-schaften und Prospekte in gr qu. Folio nach sei-ner eigenen Erfindung kennen. Derjenigen nachBourdon sind 5 — 6 .; und Füßii II- 38 i. führt eineverstoßene Hagar an, die er, nach P. F Mola,
Prudhomme.
unter seines Lehrers, S-Bourdon's, Leitung ge-stochen habe.
* provenzale (Marcellus). Lanzi I. 5 / 6 .setzt seine Geburt erst in 1576. ebenfalls nachBaglioni, sein Todesjahr aber, gleich dem Lex. in16Z9 an. Zu seinen Arbeiten zählt man nament-lich auch die Restauration der Navicella von Giotto .Im Pallast Borghese soll sich von ihm ein Bild-niß Paul V. befinden, dessen Kopf allein aus zweyMillionen Stiften bestehe.
provenzali (Stephan), ein Künstler vonCento, Schüler von Bacbieri, st. 1716. und soll,einer handschriftlichen Notitz von Crespi zufolge,ziemlich schöne Schlachtenstücke gemalt haben.LunLr II. 2. 128.
* providoni (Franz). Sein Blatt nachGuercino (1601.) beschreibt Gandellini mit ge-wohnter Genauheit.
provis (Miß Anna Jemina). Zwar keineKünstlerin, aber immer genug nennenswerthe Per-son, wenn es nämlich wahr wäre, was um 1801.das Gerücht erzählte: Daß diese Engländerin ausder Verlassenschaft ihres Großvaters, eines Capi«tains Morley, das von ihm aus Italien gebrachteächte Coloritrecepl der alten venetianischen Malerbesessen und es mehrern der jetzt lebendenKünstlermitgetheilt hätte — was man aber, leider! ihrenWerken nicht ansieht. Fiorillo V. 607. nach(Hreikly Dunstes fies ^rts et IVlsnutactures»Lall. I.
Provisors (Jgnaz). So heißt ein Künstler,der die von dem Grafen von Hochbcrg zu Anfangdes X V 111 Jahrh, erbaute Kapelle der Kirche St.Vincent zu Breslau über und über vortrefiich mar-morirt hat; die Kuppel wurde von dem „berühm-ten Martin Gepnec, einem künstlichen Maleraus Prag " , gemalt. Rundmanns dilesis innummis p. 474 Provisors hatte auch schon frü-her, 1696. die Jesuitenkirche gedachter Stadt Bres lau samt den Allüren und der Kanzel durchauskünstlich marmorirt und vergoldet. Selbiger Zeitwurde der hohe Altar dieser Kirche von dem Je suiten Christoph Rausch vortrefiich gemalt. Wasdie übrige Malerey derselben anlangt, so vergleiche:I. F. Rorhinayer. Rundinann' s SchulenDeutschlands in Münzen S. i 47 «
provor (Johann), ein junger Baumeister,geb. zu Paris , Schüler von Percier , erhielt 1806.(damals 26. I alt) von dem Nationalinstituteden zweyten Preiß in seiner Kunst. Die Aufgabewar: Der Entwurf zu einem Pallasie für die Haupt-stelle der Ehrenlegion (also Paris ). x-M.
pruddle (Johann), ein englischer Glasma-ler des XV. Jahrhunderts, gebürtig von West-minster. Als Jsabella, die Wittwe des in 1409.verstorbenen Ritters Richard Bcauchamp's, Gra-fen von Worcest, dem Andenken desselben einprächtiges Denkmal erreichten l-eß, war es dieserKünstler, der die Fenster der Kapelle, worin esstand, mit Gemälden zieren mußte. Aus deindiesfälligen Contrakte bey LValpole sieht man,daß dabey mehr auf die Kostbarkeit der Materia-lien als auf die Schönheit der Ausführung gese-hen wurde. Es mußte das herrlichste Glas dazugenommen werden. Für jeden Fuß Glas erhielter 2. Sch und für das Ganze 91. Pf. 1. Sch.10. Den. Fiorillo V. 169-70.
prudh 0 mme ( ), ein Maler, von fran zösischen Eltern, geb. zu Berlin 1806. und in der dor-tigen Akademie erzogen. Ungeachtet er eine Zeit-lang in Italien studirt hatte, so folgte er dennochdem Kunstgeschmack seines ersten Lehrers, A. Pesne.In 1712. ging er nach England und erhielt dortviele Aufträge, Malereyen zu cvpieren und Zeich-nungen nach italienischen Meistern für Kupferste-cher zu verfertigen. Er hatte auch die Absicht,an einem Werke, das die merkwürdigsten Kunst-