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PLudl) om »ne.
schLtze in England in Kupfer darstellen sollte,Theil zu nehmen, starb aber an den Folgen seinerAusschweifungen 1/26. 4 ». I. alt (vergl. damit seinoben angegebenes Geburtsjahr), ^ierille V. 524.
prudheinme ( ) von Neuschatel, viel-
leicht des Obigen Sohn. In Kunstnachrichtenaus der Schweiz bey Mensel (ssi- Misc. V.
- 264) heißt er: Einer der größten Bildnißmalerseiner Zeit, und Schüler von Greuze , dessen vor-züglich lebhaftes (?) Colorit er ganz erreicht habe-„Seine Portraits sind unverbesserlich fein gear-beitet, von der treflichsten Wirkung, und sehr ähn-lich. Zu Genf und Lausanne malte er viele vor-nehme Fremde und Frauenzimmer, die alle wünsch-ten, ihn unter vorcheilhaften Antragen mit sichin sein Vaterland zu nehmen. Derselbe st. 1795.zu Ncuenstadt am Bielersee , an einem Schlagfluß,der ihn mitten auf dem See betraf und Folge einerIndigestion und Verkalkung war".
— — oder Orudhon ( ). So heißt
auch im Almanach äes Ueaux-Arts von t 8 oZ.ohne Weiteres, ein damals in Paris lebenderKupferstecher, wahrscheinlich derselbe, der gemein-schaftlich mit Bourgeois de la Richardiere in 1805.zwey artige Halbfiguren: fta kranyaise coguette,und la pensive Angloise nach I. P. Simon ge-stochen; und Ebenderselbe ist wohl derprudhemrne,der seither die neue Pariser -Umarbeitung von Lava-rcrs Physiognomik (Text von Z)r. Mereau de laSartbe) nach Zeichnungen von Vincentbesorgthat.Od dieser Künstler nicht etwa ein Nachkömmlingdes Obigen seyn möchte?
prudhen( ), ein französischer Künstlerder neuesten Zeit, gebürtig von Dijon (nicht Lyon ,wie es im Täb. Morgenbl. 1808. S. 11Z0. durchDruckfehler heißte, wird vorzüglich für den (heutigen)Maler der Grazie gehalten, und von Einigen garder Correggio der jetzigen französischen Schulegenannt. Ein Hauptwerk von ihm befindet sichim Hotel St. Julien (Straße Cerutti) zu Paris ,das dem H. von Lonois zugehört. Es besteht ausvier großen Figuren, welche den Reichthum, dieKunst, das Vergnügen und die Philosophie dar-stellen, die einen Saal zieren. Das Ganze istsehr dichterisch behandelt und durch bedeutungs-volle Basreliefs, welche die Farbe der Bronzenachahmen, in Verbindung gebracht; einzig be-dauert man, daß es auf Holz gemalt und somitallerley Zufallen ausgesetzt sey. Ueber den vierThüren sind die Tagszeiten abgebildet. Hiernächstbewahrt die Galerie der französischen Meister zuVersailles von ihm ein kostbares Bild: Die Weis-heit (Minerva ), welche die Wahrheit auf die Erdezurückbringt; das Colorit ist sehr schön, und wie-wohl man behauptet, daß er Alles aus der Phan-tasie malen soll, so sieht man dennoch, daß er dieNatur sehr genau studirt haben muß, da er sieso vollkommen darzustellen weiß. Auch im Museumder Antiken hat dieser Künstler einige Dcckenstücke*)gemalt, die seinem Talent Ehre machen. Ueber-haupt vereinigt er mit vieler Originalität gründ-liche Studien, die er sich durch seinen langen Auf-enthalt in Italien erworben; dennoch hat er mehrselbst gedacht als copirt, und sich dadurch zueinem freyen, heitern und selbstständtgen Künstlererhoben, der allerdings zu den ersten Männernder gegenwärtigen französischen Schule gehört.Hienächst führt T. C. Brunn jIeergaard (surla 8>tustic>n <les 6caux-Art8 en brsnce etc.
8°. ?sr>s 801.) von ihm eine große Zeichnungan, welche Bonaparte auf einem Triumphbogenzwischen dem Sieg und dem Frieden zum Gegen-stand hat. So bey Fierille V. 5 o(i—8. DerSalon von 1802. enthielt verschiedene gerühmteBildnisse von ihm. In i8c»Z. wurde er ;»m corre-spondirenden Mitglied des Natjonalinstituts erkiest.
Pkudhon. H77
Zu der Didotschen Prachtausgabe von Racinecomponirte er (1804.) das schöne Titelkupftr. Seitder Zeit scheint er seinen Aufenthalt in Paris ge-nommen zu haben. I» Land on's Annal . XIV.i 47 - findet sich eine Zeichnung von ihm nach derEpisode am Schlüsse des III. Gesangs von Ber-nards Art ö'-n'mer: Agis und Zellde, beschrie-ben und abgebildet, und wird solcher hauptsäch-lich der unbefangenen Bescheidenheit wegen gros-ses Lob ertheilt, womit eine so wollüstige Scenedargestellt sey; und eben so (i. c XVI. 55 .) aucheinem zweyten solchen erotischen Auftritte, nach demII. Gesang des erwähnten Gedichtes gezeichnet.»Grazie, Naivetät und Anmuth (üouceur) zeich-nen alle Compositioncn dieses Künstlers aus", heißtes dort. Hier hat das Mädchen übrigens einwahres Agnesen-Gesicht, und der Fall — vonBeyden dürfte kein schwieriger seyn; was unsAlles den großen Beyfall, den dieser Künstler er-halt, (auch sein wirkliches Verdienst beyseitegefttzt)ganz begreiflich macht. Eine Weile schien sein Pinselzu ruhen. Erst auf dem Salon von 1808. dann stellteer wieder zwey Bilder aus. Vörderst die Gerech-tigkeit und göttliche Rache, die das Laster (einenMörder) verfolgen. Dieses für den Criminal-Ge-richtssaal des Seine-Departements bestimmte Ge-mäld" (liest man nun wieder bey Landen: 8alon1808 62.) „von einer Originalität des Styls,des Colorits und des Effekts, die demselben einenRang unter den ausgezeichnetesten unserer Schuleanweist, ist die Frucht eines malerschen Genie,dessen Schwung sich von dem ersten Gedanken-wurfe bis zu dem letzten Pinselstrich immer mehrerhoben hat. Eben so edel als sinnig und aus-druckvoll, ist es nicht der erste Versuch dieses Künst-lers in der so schwierigen allegorischen Gattung,der man gewöhnlich Kälte Schulo giebt; prud'-hen wenigstens wußte seinen Gegenstand durchlebhafte Action und energisches Gefühl zu beleben.Man muß dieses Bild >clbst sehen, um von derSchönheit der Charaktere, von der Pracht desColorits, und überhaupt von der Magie und Gra-zie des Pinsels, die an Correggio erinnern, sicheinen Begriff zu machen". Aehnlichen Ruhm er-hält (l. c. (>Z.) Psyche, die von den Zcphyrcn abdem Felsen, worauf sie ausgesetzt war, zu AmorsWohnung getragen wird: „Von einer ganz andernGattung, als jenes, ist es darum nicht von ge-ringerm Werthe; ein ganz poetisches Produkt, vollgrazieuser Formen, von der zartesten und lieblich-sten Färbung, dem angenehmsten Ausdrucke undhöchst idealer malerscher Wirkung". Von beydendiesen Bildern giebt dann Landen die Abbildungim Umrisse und bemerkt von dem letztem: „Aberwelche noch so reine Nadel wird die allerliebstenContoure des Urbilds erreichen, die man für be-weglich halten sollte, weil sie ganz schwebend sindund in der Farbcnmasse sich zu verlieren schei-nen" ? — Conk. über beyde ein eben so rühmlichesUrtheil im Tüb. Mergenbl. I. c. wo noch vomerstem bemerkt wird, die Idee sey von Lhareau,brianr, und in der Ausführung glaube man Rem-brandt's Manier zu erblicken Die Physiognomiedes Mörders sey charakteristisch gemein (hier einVerdienst?-, aber dafür sein Opfer von edler,sanfter Miene. Irgendwo wird auch von ihm einschöner Plafond in dem Antikensaal seiner Vater-stadt Dijon angeführt. Nach ihm keimen wirbisher einzig ein kleines Blatt: la stibcrrö, wäh-rend der Revolution, zu Paris von Copia in ge-druckter Manier gestochen. In frühern Tagenzeichnete er auch für das Museum Napoleon ; sosür's allererste Heft die schöne Gärtnerin, »achRaphacl, von welcher dann P. Audoin den schö-nen Stich gab, der, nebst einigen andern, vondiesem Prachtwerk noch Mehreres, als das seitherGeleistete, hoffen ließ; dann für's XXIV. HeftMars und Venus, nach Pouffin, gest. von Blot.
n) I. B. eine Geniengruppe (Allegorie auf die schönen Künste, in Oel , aber dennoch als Deckenstück im Laokoons-Saale ). Landen'« Annas. l. 42. giebt davon eine Abbildung im Umristc, und nennt die Cvmpvsition des«selbe» eben so angenehm, als die Ausführung.
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