Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1186
JPEG-Download
 

nZ6 Quatrepomme.

genannten, Gefässe an, zu deren Behuf er eineReise nach Florenz machen wollte, so wie er frü-heren, durch die Revolution vertrieben, Holland und Deutschland besucht hatte und dort mit derdeutschen Litteratur bekannt worden war. Tüb.Morgenbl. 1807. S. 1208.

* (Quarrepomme (Jsabella). Papillon

kennt von dieser alten Formschneiderin das bloßeFrontispiz zu einer Art Kalender, der zum Titeltrug: kißures lle ssisons et «le mois, inven-tees et tslllees psr /rabea« tsil-

Iev8e ä'kistolre 1821.; unten eine ziemlich gutgeschnittene, aber gothisch gezeichnete Figur desJanus; in der einen Ecke ein auf ihren Namenanspielendes Logogryph. Malpe indessen willso gut als die Existenz dieser Künstlerin, in völ-ligen Zweifel ziehn.

* (Queborn, Clueboorn oder (Que-boren (Crispin van den), Zeichner, Kupferste-cher und Kupferatzer, geb. in Holland (a.k.inHaag)i 6 o 3 . oder 4. und wohnhaft in Haag (». K. Ant-werpen). Derselbe hat vornehmlich eine MengeBildnisse gestochen, welche wegen ihrer mannig-fachen Ausführung am meisten geschätzt sind. Ue-brigens sind seine Lebensumstände unbekannt, undman weiß bloß, daß er an dem Werke Lhibaut'sTheil nahm, welches unter dem Titel: ^csllemis«le l'Lpee 1628. zu Antwerpen erschien. RostV. 421- Von Historischem kennen wir von ihmeinzig eine geatzte und mit dem Grabstichel vol-lendete Geburt Christi, nach H. van Baien. VonBildnissen dann mehrere ohne Namen des Malers;andere nach Vandyck (des Cardinal Jnfanten vonSpanien , eine schöne Copie desjenigen von Pon-tius); nach W. de Geest, G. van Honthorst , P.PalamedeS, C Visscher dem Bildnißmaler, undS. de Vlieger (des Admiral Tromp's), die beyRost l. 0. wlnkler, Brandes, Malpe u. a w.verzeichnet sind.

LLueilar oder (Queylar ( ), ein fran-

zösischer Künstler der neuesten Zeit. Schon im Al-manach «le ?arls 180Z. wird er unter den dortlebenden Geschichtsmalern, und von ihm eine Da-nae, und Perseus ihr Sohn angeführt. Auf demdortigen Salon eben dieses Jahrs dann sah manvon ihm: Anakreon , von der Freude, der Musikund Liebe umringt; ein Bild in Lebensgröße, vonsehr guter Gruppirung und edelm Geschmacke. Da-gegen behaupteten Kenner, daß dieser Künstler imAusführen und Zeichnen noch weit zurück seye.

* O.etrolo ( ). Derselbe hieß Franz,

und war von Geburt ein Genueser.

* (Quellinus (Arthus), Vater und Sohn,Bildhauer und Baumeister. Der Vater muß schonzu Anfang des XVll. Jahrh, gearbeitet haben;und wenn man rechnet, daß er bey F. Quesnoy ge-lernt , und daß sein Sohn ihm bereits an derArbeit beym Amsterdamer-Rathhause helfen konnte,so muß er älter, als sein Vater Erasmus gewe-sen seyn. N. Biblisch, der schönen wissensch.XIX. 22g. Der Sohn war geb. zu St.Trüben und wohnte zu Antwerpen . Ebend. Nacheinem derselben hat F. Ertinger ein Blatt:Tixsiensia gestochen.

* (Erasmus). Basan (L«l. sec.)pfuscht von ihm: Geb. 1607. gest. r6g8 7» Halt!Eine Rezension in der A. Bibl. der schön. Wis-sensch. XIX. 2Z0. hält ihn für des ältern ArrhusBruderssohn. Derselbe war einige Jahre Pro-fessor der Philosophie. Durch den Umgang mitRubens als Gelehrter und als Mann von Geistverbunden, fand er den lebhaftesten Geschmack ander Kunst, verließ sein Katheder und ward derSchüler seines Freundes. Seine Fortschritte wa-ren riescnmaßig; er sah sich bald mit Arbeiten inder Geschichks - und Bildnißmalerey überhäuft.SeinerZeichnung" (heißt es bey wareler)fehltes nicht an Correktheit; die Compvsition macht

QueUinus.

feinem durch Nachdenken gemäßigten Genie Ehr«;die Ausführung ist fest, sein Helldunkel von einerschönen Harmonie; die Farbe glänzend, lebhaft,und der Schule würdig, worin er sich gebildethatte. Er hatte die Perspektiv gut inne und zierteseine Bilder durch Architektur und Landschaft. Erwollte alle Zweige seiner Kunst kennen, und fand,daß es einem Maler Schande machte, zu frem-den Händen seine Zuflucht zu nehmen". Von ihmbesitzen in Deutschland : Die Galerie zu Dresden zwey kleine Bilder auf Kupfer, Vermählung derH. Jungfrau und Krönung der H. Catharina durchdas Kind; diejenige zu München : Venus aufeinem Delphin, mit Tritonen, Nereiden undLiebesgöttern umgeben. (Männlich sagt vonCLuellmus: Seine Zeichnung ist etwas zierlicherals diejenige seines Lehrers Rubens , hat aberden Geist und das Leben nicht, welcher diesenseinen Figuren zu geben wußte); Sanssoucy, eineMaria mit dem Kinde (wie Oesterreich sagt,in Rubens Geschmack und von sehr schönem Ef-fekt); Schleisheim: Cäsar bestätigt der Cleopatradas Königreich Egypten . Von ihm, als Kupfer-stecher, kennt man: Das stehende Jesuskind,das der Schlange den Kopf zertrittet (sehr selten);die Anbetung der Hirten (dieß ohne Namen, undungewiß); eben so einen St. Nicolas de Tolendo,nach ihm von P. Spierinkx gezeichnet, ohne Na-men des Etzers. Dann eine artige Landschaft miteinem Kinder- und jungen Satyrentanze (sehr sel-ten); bloß von ihm gezeichnet und von M. Bo-reckens gestochen: Christus an der Säule, nach Ru­ bens ; Simson tödtet den Löwen, nach Ebendem-selben ; wieder ein anderes Blatt nach diesem:Maria und das Kind, das sich auf eine Wiegestützt, einzig mit L. exc. bezeichnet.

Rost Vl. 45. ^c. Hinwieder haben an die 9».Bl. nach ihm gestochen: Nämlich Bildnisse (meistniederländische Künstler): R Collin, P Jode (desKünstlers), C. Lauwerts, P. Neefs, P. Pontius,H. QueUinus, A. Doet. Geschichtliches: S. aBolSwerts eine Communion von Et. Rosa (schön),und ein Abendmal; M. Borrekens, P. Dannoot(100. Bl. Embleme des Don Savreda Fuxardo),S. van der Does, C. Galle einen Christus, dersein Kreuz hältund die vier Büßer empfängt (schön);W Hollar, van Hoye, P. Jode der jüngere, E.Lauwerts, I. de Neefs, H. Quellinus, W. Dail-lant und L- Zucchi. Uns Unbekanntes: P. Darrt,H Valk, Vorstermann. Ein Ungenanter: EineMadonna mit dem Kind in den Armen; und eben-falls ein solcher die Enthauptung St. Johann desTäufers (beydes schöne Blatter). Das Histori-sche durchaus geistlichen Jnnhalts, ausgenommenDiana und Actäon , von W. Vaillant, und einallegorisches Blatt zu Ehren der Herrenchon MourasCortereal. Die beßte uns bekannte Litteratur desvon und nach unserm Erasmus Gestochenen findetsich im NUnklersche Gantkatalog.

* (QueUinus (Hubert), des ältern ArrhusBruder, der im Lex. unter dem Art. desselbenerscheint, Kupferstecher und Kupferetzer, geb. zuAntwerpen um 1V08. Der Stich dieses Künst-lers hat einige Aehnlichkeit mit Soutmanns. Eretzte zuerst seine Platten, und beendigte sie dannmit dem Grabstichel mit vieler Kraft und Net-tigkeit. Seine Blätter nach seinem Bruder Är-thus bezeichnete er bisweilen bloß mit - 4 . 0.inv. Seine eignen Erfindungen mit k. H. t).). Von ihm kennt man, neben Anderm, dasDildniß seines Bruders; dann Philipp IV. (i 665 ); beyde ohne andern Namen als den sei-nigen. Die Stiche nach seines Bruders Arbeitam Rathhause zu Amsterdam enthalten 3 o. (a. l>.48 .) trefliche Blätter, welche zuerst i 65 ö.1668.in zwey Theilen, und vereinigt mit den Grund-und Aufrissen der Baute in drey Theilen i 6 t >5 undendlich mit französischem Texte, ebenfalls zugleichmit dem Gebäude, in 109 Bl. unter dem Tuet: ^r-cliitecture, peinture et 8culpture äe la Naigonä« Ville ä'^muterstam, 6r. kol. Hmsterä. 719