Band 
Zweyter Theil [2].
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rros

Rainaldi.

Ramberg.

derssohns, erscheint, war Baumeister und Feld-messer , auch zugleich in der Naturlehre und denRechten erfahren. Dieser setzte sich zu Mailand ,und diente der dortigen Regierung als Architektund Oberingenieur, cie Fontena,,.

Rainaldi ( ). Nach der Zeichnung eines

uns sonst unbekannten Künstlers dieses Namens(wenn es nicht einen der obigen oder der übrigenim Lex. enthaltenen Rainaldi betrift) hat Testanadas Bildniß des Kardinals Virginius Ursinusgestochen. *)

Rainhaimer, s. Reinhaimec.

* Rainieri (Franz Maria), genannt Gcr-vanoglia. Derselbe war ein Schüler von I. Canti;er übertraf seinen Meister in der Zeichnung, imKolorit hingegen erreichte er ihn nicht. Larurr 11 .262.

* Rake (?.). Die Blätter dieses wohl pseu-sonymen Künstlers zu Voltaire's Pücelle findetman wenigstens meist der Duodez-Ausgabe von1762. beygehcfket.

Ralinson (Richard). Den Namen einessolchen, als Zeichners, findet man in Dugdale'sillonasticon Hn§Iicanum.

* Ram (Johann von), geb. um 1680. Der-selbe dürste seine Kunst in der Schule von Romainde Hooghe gelernt haben; seine Arbeiten zeugen voneiner freyen, geschickten, und wirklich correkternund besser zusammenhängenden Nadel, als dieje-nige von de Hooghe war. Von ihm kennt manmehrere Blätter, die mit R. oder de st. be-zeichnet sind. Dann mit seinem ganzen Namendiejenigen, welche sich m dem 'kkestrum stede-montii etc. (2 Vol. kol. 1725.) befinden LRalpeführt 7. Ansichten aus diesem Werke namentlichan. Als Kunstverleger fand man bey ihm z. B.die Bildnisse von Johann III. von Polen, Herm.SLitsius, Her» Sibersma, und dem jungen Priesmit seinem Hunde nach H. Golzius Zeichnung;die übrigen ohne wettern Namen als de» seinigrn.

* Rama (Camillus). Lanzi II. 189. nenntihn, unterm I. 1622. nebst Andern, einen Nach-ahmer von Palma , will aber wenig Rühmens vonihm machen.

Ramaeye (Johann). So heißt bey M e u -sei M'scell. XV. ein Maler von Lüktich,-er einen überaus zarten Pinsel gehabt und ver-schiedene Bilder hinterlassen habe, von denen manglaute, Rubens allein wäre im Stande gewesen,solche zu vollenden. Seine eigentliche Blüthezeitwird nicht genannt.

Ramani ( ) So soll, vielleicht irrig,

der Name eines Malers seyn, nach welchem Pi-tau 1668. ein Bildniß von Voisin (Lonseill. d'bttat,krevot des Usrcbsnds de stsris) in Kupfer ge-bracht habe.

Ramazzani (Hercules), ein Maler, ge-bürtig von Rocca-Contrada in der March Ancona ;nach den: ^ntickita kicene (g. p. I§8.) einSchüler von P. Perugino, und auf einige Zeltauch von Raphael . Von ihm nennt man einemit seinem Namen und dem I. i 588 . bezeichneteBeschneidung zu Castel Planio, und rühmt daranein schönes Colorit, eine fremde Zeichnung (pel-lerina?), und eine Manier, die sich Barocci's näherte. »Ich selbst" (heißt es bey Lanzi I. Z72.)»habe dieses Bild nicht gesehn, wohl aber einanderes, bey St. Franzisc in Matelica , eben-falls von einem Ramazzani von Rocca-Lon-

trade, wahrscheinlich demselben, und mit i5/Z.datirt. Dieses letztere stellt die unbefleckte Em-pfangniß, nach einer Idee vasari's vor: Näm-lich Adam u. a. Altväter, als Sclaven der Sündean den Baum der Erkenntniß vom Guten und Bö-sen gefesselt, und unter ihnen die einzige H. Jung,frau von dieser Strafe frey (wie sich das Alleszusammenreimt?); übrigens ein größeres, besserkolorirreS und ausdruckvolleres Werk, als Vasari seines; aber daran keine Spur von Perugino , des-sen Schüler ein noch um 1H7Z. (oder gar i 588 .)lebender Maler auch kaum seyn konnte, wohl etwaeines au.? dessen Schule.

Rambach (Friedrich Eberhard , geb. zu Qued­ linburg 1767. seit -794. Professor der Alterthums-kunde bey der Akademie der bildenden Künste undmechanischen Wissenschaften zu Berlin , und seiti8oZ. Professor der Kammeralwissenschaften zuDorpat , zeichnete zu seiner: visserrnrio de Mi-lsko ejusgue Loloniis (Hulis 8sxorum 1790. H°.)eigenhändig eine, von Pingeling gestochene, Karte.Von seinen herausgegebenen Schriften bemerkenwir: Einige Gedanken über den Ö)errb undzJulzen der Alrerrhumskunde für den bilden-den Künstler (Berlin 179/,. 8°). Dann: Abrißeiner Mythologie für Künstler, zu Vorlesun-gen (2. Bände ebendas. 8°. 1796-97.); endlich(im Berlinischen Archiv der Zeit und ihresGeschmacks Novemb. 179b.): Berrachrungenüber die neuesten Begebenheiten in Rück-sicht auf die schonen Bunste, besonders überdas Schicksal Italiens .

" Rambaldi (Carl). Lanzi II. 2. 181.nennt ihn einen Nachahmer der beyden Diani,der aber auch von I. H. Donesi gebraucht wurde,ungeachtet dieser von Viani's Schule in Cigna-ni's übergieng, und spricht dann von seinen Halb-figuren in den beßtcn Gallerien zu Bologna , wiees scheint, mit Ruhm.

Ramberg (Heinrich oder Joh. Heinrich),Geschichts- und Gattungsmaler, auch Eher mitder Nadel und in Aquatinta-Manier, geb. zuHannover 176Z., mit ausgezeichneten Anlagen fürdie Kunst. Sehr jung gieng er nach London ,und stuvirte dort unter keinem Geringern als Rey-nvld's, wodurch er in kurzer Zeit eine solche Pra-xis erlangte, daß er jeden Gegenstand, den mannur wünschen mochte, aus dem Kopf zeichnenkonnte". So heißt es kurz in Huber's Rarralog von winkler Weit ausführlicher dannin Meusel's rJ. R L. (aus Mangourir's:

en Hunnovre, und übersetzt in der Zeit.f. d. elegante Welt i 8<>5 N°. 120.) wie folgt:»In seinem siebenten Jahr und in der Pensioneines ausgewanderten Franzosen, in die ihn seinVater, Kurfürst!. Hannoverischer Hofrath, gethanhatte, äußerte sich zuerst seine glückliche Anlagezum Zeichnen. Man lockte sie noch mehr hervordurch einige Musterblatter, die er fleißig zeichnete,ohne jedoch sklavisch zu kopieren. Er ahmte wohldie Manier des Meisters nach; aber sein Genie,kräftiger als seine Hand, trieb ihn stets, etwasOriginelles, bald einzelne Figuren, bald zusam-mengesetzte Gegenstände zu versuchen. Es wur-den ihm Kupfer von le Prince in getuschter Ma-nier und eine Sammlung Zeichnungen von la Fagevorgelegt. Er machte sich die Manier beyder Mei-ster zu eigen und verschmolz sie in eine einzige.Bald darauf unterrichtete ihn sei» Vater in derPerspektive und nahm Uebungen in der Oelma-lerey mit ihm vor. Es war genug, dem jungenR. ein schönes Gemälde zu beschreiben, um ihn

*) Die Flliatiou der theils hier, theils im Ler. enthaltenen Künstler Rainaldi ist folgende:r. Adrian.

-. Hiersnymus, Ich. Baptist und ptslomau», dessen Söhne,z. Carl, des Hieronymus Sohn.

4. Dominions, des Joh. Baptist« Sohn.

5- Domitius und Joh. llcs, des Ptolomäus Söhne.

In wie weit dann der Bildhauer Franz des Ler. zu ihnen gehöre, und ferner, ob sie Nachkommen deraltern Baumeister, Peter ptncenz und Julius Danti (Rain-ildi genannt) seyn dürften, ist n»S beydesunbekannt.