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R e g n a u d i >1.
* Regiiaudin (Thomas). Ludwig XlV.sandle ihn nach Rvm mit einem Jahrgehalte vonZooo. Livr. Die Arbeit dieses Künstlers war plumpund mamttirt. Er hatte alle Fehler seines Lehrrcrs Anguyer gefaßt, ohne dessen Gutes anzu-nehmen. Sein Beßtes waren , nach le BrunsZeichnung, die dre» Nymphen im Apollobade zuVersailles , von welchem die mittlere dem Gölte —den Haarputz zurechtmacht, und die beyden an-dern Vasen mit — Essenzen hallen. Das klebrigean diesem schönen Grupp von sieben Figuren istvon Girardon. Eine Beschreibung und Abbil-dung davon im Umrisse s. in Lands»,'« Annal .VIII. 74. In der Akademie sieht man von ihm St.Joh. Baptist, an einen Felsen gelehnt,mil dem Rohr-stabkreuz in der einen Hand, und die andere auf einLamm gelegt. Dem St- Catberinenspithal schenkte er(i/n/,.) die Statüe dieser Heiligen im — Prinzes-singewand. II. 171—72. Noch
nennt eines unserer Verzeichnisse von ihm dieje-nigen der Ceres und der Gelegenheit; dies, sowie das bereits im Lcx. bemerkte, in den Gärtenzu Versailles , und gestochen in dem elenden Werkevon S Thomassin; die Statüe des Herbstes dannauch von Edeiink.
Regn aulr Dela lande (F. L.), ein unsbisher ganz unbekannter Maler und Kupferstecher,gab in 1810. einen ganz vortrestichen: OataloAucrnisonne ä'obzcts st'^rts äu Lsdinet <le ker,IVl. 6c Hilvestrs etc. Hlntenan be-
findet sich ein Verzeichniß von nicht minder als —2gi. ähnlichen Katalogen, die derselbe von 1782.bis 1810. verfaßt harte!
— — (Genevieve) > gtb. Naugis, Gattindes unten folgenden rJiclaus /ranz Regnaulr,geb. zu Paris 1746. Zcichncrin und Srecherin inFarben, welche, mit vieler Einsicht, eine MengeBlatter nach ihren eigenen und ihres MannesZeichnungen geliefert hatt Darunter die beydenbeträchtlichen ÄZerke: Ha klot-nichus, mise L laPortes stc tout Ic monäe (Zoo. Bl. wie Basan^cl. sec. sagt, von ihr selbst nach der Natur ge-zeichnet) avec äcs Notes iristructives sur lesproprietes, les vertus etc. cle ces plantes. 2 Vol.pol. Paris 774—781, (18. N. Louisdor); und:I.es monstres, ou les ecarts äe la nature,ouvra^e czui renserme toutes les monstruo -sites gue la nature proäuit, soit «lsns l'especebumaine, svit parmis les ^uallrupecles, lesbipecles etc. in kolorirken Blattern , dies gemein-schaftlich von ihr und ihrem Gatten (Fol. Paris772.). Jedes Heft zu 10. Platten kostete i 5 . Livr.auf Unterschrift. Rost VIII. Zog—5. Im ^lma-nack äes llsaux-^rts von 180Z. erscheint sieunter den damals zu Paris lebenden Künstlernnicht mehr. Sollten wir uns irren, oder daszuletzt genannte Werk ist in neuern Tagen voneinem ehrlichen Deutschländer, den wir nicht nen-nen wollen, wacker geplündert worden. S. auchden gleich folgenden Art. von Lsticlaus /ranz.
— — od. (irrig) Renaud (Niclaus Franz,oder Franz Joh. Baptist«)*), ein französischerMalerneuerer Zeit, zu Paris , geb. 1749. „EinMann (heißt es bey /isriUs III. 497 - 99 -) »vonKopf und Geist und von schönen Studien, dieer sich (ohne andere Lehrer, sagt Basan Lst.sec.) wahrend seines siebenjährigen Aufenthaltsin Italien erworben hat. Seine Zeichnung istkorrekt und nach der Antike gebildet, sein Farben-auftrag lieblich, seine Komposition aber, wie einigeKunstrichter behaupten, etwas kalt. Unter die Mit-glieder der ehemaligen Akademie bereits 178Z. auf-genommen , überreichte er ihr ein Bild: Die Er-ziehung des jungen Achilles (wie Chiron ihn dasBogenspannen lehrt). Diesem Werke fehlt esweder an richtiger Zeichnung, gefälligem Kolorit,schönen und ausdruckvollen Köpfen, noch auch
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an Kraft in den Umrissen, die sich in den Armendes Peleiden vornehmlich äußert; aber das nochsehr gepriesene Ganze hat denn doch durchwegeinen gewissen Anstrich jener altern Tage, woauch ein Chiron und Achilles , von Rechtens we-gen , als Franzosen erscheinen mußten". (Anseiner Abbildung bey. Lands», scheint uns diesnicht zu erhellen). „In 1788. malte er eine großeAbnehmung voin Kreuz, damals für den Haupt-altar der Kirche zu Fontainebleau bestimmt, jetztim Museum zu Versailles . Auch dieses Bild be-sitzt wirklich^ viele Schönheiten: Richtige Zeich-nung , verständige Anordnung und gefällige Ruhe.(Nach Lands»,'s Abbildung im Umrisse scheint unssolches noch ganz im Geschmacke des Styls von Vier,zu seyn). Zum Salon dann von 179h. lieferte er beson-ders »nehrere Arbeiten: Zwey kleine Bilder: Jo undDanae; eine Hebe, die Jupiter den Nektar reicht;Rinald und Armida, von versteckten Kriegern be-lauscht; Venus und Mars, von den Grazien ent-waffnet, und: Die Freyheit oder der Tod! Dies,welches er auch ins Kleine wiederholt hat, gehörtder Nation. Nach Davids Beyspiel ließ dieserKünstler um 1799. seine Gemälde um einen be-stimmten Preiß sehen, und wurde deswegen, gleichjenem, mit Spott und Tadel, aber dafür (?) zu,gleich mit ansehnlichen Einkünften belohnt. Inseiner Werkstatt«: bewunderte man damals vor-züglich drey Bilder: Den Tod der Cleopatra (klei-nes Staffeleygemäld); Herkules, der die Alcestismit Gewalt aus der Unterwelt holt (9^ hoch und7^ breit), von welchem Bilde Einige fanden, daßder Herkules zu braun und die Alcestis zu — weiß-grün gehalten sey (Meusel's Arch. l. 2. 129.),und die drey Grazien (unter halber Lebensgröße).Bey dein erster» herrschte freylich eine gewisse Dis-harmonie in den Verzierungen; die Mobilien wa-ren zu reich und paßten nicht zu der einfachen Ar-chitektur". (Diese Critik finden wir, nach der Nach-bildung bey Lands»,, und zumal nach der Ge-schichte, nicht gegründet genug). »Bey den Gra-zien mußte er ein schönes Modell vor Augen ha-ben ; Ideale waren sie nicht. In dein Drittenwar die Figur des Herkules voll Kraft und Aus-druck, Alcestis aber ohne Leben". (Vieles durftesie denn doch in dem Augenblick nicht haben).»Von Seite der Komposition nannte man »ochein neueres Werk von ihm: Die Scene aus einerUeberschwemmung (Sündfluth), nicht sehr glück-lich, ungeachtet es lauten Beyfall fand und vonJngouf gestochen ward (in der That — soll mansagen gräßlich oder häßlich anznschaun? so vielauch Lands», davon Rühmens macht). Vollendsseine neuesten Arbeiten waren (um i8oZ.) der Toddes Priamus, Jphigenia i» Lauris und der Toddes General Desaix . Die Figuren dieses letzter»,in natürlicher Grüße, vereinigen sich zu einer sehrinteressanten Gruppe. Die Hauptfigur, tödtlichverwundet, stürzt voin Pferde, das von DesaipAdjutante, le Brun (des Konsuls Sohn) aufge-halten wird; ihnen zur Seite hält ein Mamnielukzwey Pferde; in der Ferne sieht man die Schlachtvon Marengo. Dies Bild, welches Regnaukrauf Befehl des gedachten Konsuls verfertigte, undwomit letzterer dem Kaiser ein Geschenk gemachthat, zeigt die ganze Meisterschaft unsers Künst-lers". (In 1806. wurde dasselbe in Gobelin ge-bracht). „Die Formen sind vortreflich, und derPinselstrich leicht und kühn". So weit /isrills.Von den mehrern dieser Werke giebt Lands»,(wie wir schon oben bey einzelnen aus denselbenbemerkt haben) in seinen Annalen die nähere Be-schreibung und Abbildung im Umrisse: Von Achill und Chiron, dem Tod der Cleopatra, und den Gra-zien (l. 8b. 266. 279.); von Herkules und Atteste(II. 24.); von der Scene aus der Ueberschwemmung(lll. 44 -); von der Kreuzabnehinung endlich (VI.».).Derselbe, ein Schüler unsers Künstlers, sprichtdurchgängig mit großer Achtung von diesen, seine»,
6 Ausdrücklich heißt es ss, und, wir glauben, doch irrig in öffentlichen Nachrichten seines eigenen Geburtslan-des; wie j. B. wo seiner Wahl »um Mitglied des Nationalinstikuts Erwähnung geschiehet. Denn von einemandern Regnault neuerer Zeit haben wir sonst nirgends eine unjweydeutige Spur gesunden. S. auch untenIoh. Dnpt. Renaud.