Band 
Zweyter Theil [2].
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i2Z4 Reinhart,

etztes, freylich nicht sehr Bedeutendes, finden sichvon ihm ein Paar Blättchcn in den: -Umansckenaus Korn stir's 1810. u. 1811. In demjeni-von 1810. wird namentlich von ihm angeführt:Hypsipile mit Archemoros bey Theben, eine großeLandschaft, und: Der Sturm. In demjenigenvon 1811. vier Landschaften in Oel und mehrereZeichnungen. Von dem erstem dieser Runstalma-«räche, deren Herausgeber, nebstL. Sickler, ebenunser Reinhart ist, wird im Tüb. Morgenbl.180g. (Uebers. d. n. Litter. S. 94^-95.) ein sehrstrenges, aber leider! nur zu gerechtes Urtheil ge-fällt, das sich mit den Worten schließt:Möchtees H. Reinhart und den übrigen wackern deutschen Künstlern in Rom gefallen,uns,statt eines schimmern-den Taschenbuchs, eine Zeitschrift zu geben, worinivon dem Fortleben der dortigen Kunst, und vonden neu aufgefundenen Antiken daselbst, von Zeitzu Zeit einfache historische Berichte ertheilt wür-den, etwa von geistvollen Umrissen (?) begleitet:Dieß würde ihnen in Deutschland manchen Leserund manchen Dank zuwenden. Oder kann ihnenam Beyfall von Menschen liegen, die ihre Lust anvergoldeten Nußschalen haben?" Freylich ist eslustig genug zu hören, wie dann wieder in dernämlichen Zeitschrift 11810. S. 1804. u. 91.) vondem zweyten dieser Almanache, der an -Werth undUnwerth dem erstem völlig gleich kömmt, in ganzandern« Geiste gesprochen wird. (Einmal wirdReinhart dort aus Versehen Reichardt ge-nannt). Lieber vernehmen wir hingegen (Ebend.1807. S. 198.) das unserm Künstler so ganz ge-bührende Lob, daß er zu den Wenigen gehöre,die nach Claude Lorrain u. a. großen Landschafter»der ältern Zeit, mit dem rühmlichsten Erfolg ihreneigenen Weg betreten haben. Ganz jüngsthin(1811.) wurde derselbe von der Königlichen Aka-demie der Künste zu Berlin zu ihrem ordentlichenauswärtigen Mitglied erwählt. Noch finden wirin einer unserer handschriftlichen Quellen:Geetztvon ihm kennt man auch: 8tatue cie 1a VestaleDuscis <lans In Lollection Llectorsle ä Oresäestessinee et ßravee par 0. (U.) tol. Er ist auchderjenige: Kcinüart keo. 1/86. der ein Blatt ingr. 40. (der berüchtigte aus Meißen gebürtige Dok-tor der Rechte Carl Christian Richter, wegeneines ausgestellten Wechsels von zwey Juden atta-quirt) mit fröhlicher Laune und charakteristisch,jedoch ohne beygesetzte Erklärung, radirte. EinGantkatalog zeigt uns noch an, daß I. I. Wag-ner den Abschied des Müllers in sehr gr. Fol. ge-stochen habe. Dann nach seinen Zeichnungen habenG- L Crusius und Penzei mehrereOktavblätter zu demin Leipzig erschienen Briefwechsel der Familie desKinderfreundes geetzt; ferner Geyser die Espla-nade der Peters-Vorstadt zu Leipzig in gr. 4°.(dieses Blatt ist zweymal, das Eine von einemUngenannten, das Andere von Bergmiller zu Augs­ burg kopirt worden).

Reinhart( ). Von oder nach einem sol-chen, vielleicht auch von oder nach einem der obi-gen Reinharde (wohl am Wahrscheinlichsten nachdem Luzerncr, Joseph Reinhard ) kennt man einBildniß des Generals Ludwig Pfyffers von Luzern (dem wir das schöne Relief von der Schweiz zudanken haben), welches im Mechelschen Verlagezu Basel erschienen war.

* s. sowohl im Lex. als oben auch:Reinhard, und Reinhardt.

Reinheimer, auchRheinheimer (Joh.Georg), Kupferstecher und Kunsthändler (letztres,wie wir glauben, gemeinschaftlich mit Silberberg)zu Frankfurt am Mayn, schon um 1798. und noch1808. vermahlt mit der Tochter von Lh. Prestel,einer geschickten Bildniß- und Landschaftsmalerin.In erstgenannten« Jahr kündigte er bereits eine

R e i n h 0 l d.

Sainmlung der merkwürdigsten Alterthümer, Rui-nen zerstörter Ritterburgen, unddurch Wildheitsich besonders auszeichnende Gegenden Deutsch­ lands ' an, welche er nach der Natur wollteaufnehmen und durch Prestel ausführen laste».Das Werk sollte Heftweise, jedesmal von 3. Vl.erscheinen, und einfarbig 6. fl., kolorirt aber 12. st.Rh. kosten. Ob solches jemals zu Stande gekom-men , ist uns unbekannt. Gestochen von ihm selbstkennt inan z. B. ein Pferdestück nach Pforr, inder Manier dieses letztem bearbeitet und illumi-nirt; Ansicht der Stadt Frankfurt ; Ansicht derStadt Regensburg ; der von den Neufranken ge-fangene Soldat; die mit Beute beladenen Solda »ten, und französische Husaren, alle fünfe nach A.Radtl; Ansicht der Stadt Maynz vor der Bela-gerung, nach Schneider; Ansicht von Caub , derFestung Pfalz und des Schlosses Gutenfels, nachSchütz dem Vetter. Dann Mehreres, ohne andernNamen als den seinigen; wie z. B. Ansicht vonWallmich am Rhein . Meusel's rst. K. L.Oonf. Bibl. f. R. u B- Rünfte III. 1. 52 - 58 .wo eben diese Blätter, nebst mehrern andern, inseinem Verlage von andern Künstlern gefertigt,mit ihren (zum Theil theuern) Preißen, und etwasunverständlich angezeigt werden *). In 1810. be-gleitete seine Gattin die würdige Frau Holweg-Bethmann auf einer Reise nach Frankreich undder Schweiz (nicht aber nach Italien , wie eineunserer Handschriften hinzusetzt).

Reinhold (Carl Friedrich Philipps So heißtin: Dresden zur Lennrniß seiner Häuser 1798.ein Scholar der dortigen Kunstakademie, wir glau-ben von Dresden selbst gebürtig, ohne Zweifel dernämliche, welcher in den: Deutschen Kunstblät-tern IIIIV. S. 22. Schüler von Schenaugenannt wird. Schon auf der dasigen Kunstaus-stellung 1799. sah inan von ihm Gemälde nachRuysdael, Derghem, Rosa, Rubens , Titian ,dann einen Frauenzimmerkopfnach Schenau, einigeBildnisse nach C. L Vogel, und ein anderes nachder Natur. Es hieß von ihm zu dieser Zeit, erarbeite ziemlich schnell, werde aber ein guter Künst-ler werden. Auf den Salon von 1800. dann gaber sein eigenes Bildniß in ganzer Statur, mit sei-ner Kunst beschäftigt, und dasjenige des Kurfürst!.Leibarztes Leonard!, beyde in Oel, von welchen esin gedachten Kunstblättern l. c. heißt: »DieserKünstler giebt viel Hoffnung, sowohl für das Por-trait, das sich mit Nachbildung des wirklicher«,als auch für die eigentliche Kunst, welche sich mitAufsuchung und Darstellung des Wahren" (selt-same Distiktion!) beschäftigt." Neueres und Wei-teres haben wir von ihm nichts vernommen. Wohlsicher aber ist er auch derjenige Reinhold, vondem unter den Handzeichnungen des ProfessorsA. G- Meißner (Leipzig 1811. S. 44 - N°. 517.)ein junges sitzendes, einen stehenden Knaben imArme haltendes Mädchen, auf blau Papier inSepia (in 4 °-) angeführt wird.

(Christian Ludolph), geb. zu Mauken«17Z7. wahrscheinlich eine Zeitlang bey dem Gym-nasium zu Münster , dann (sicher) als Mathematikusan demjenigen« zu Osnabrück angestellt. Derselbewar zugleich ein Kunstdilettante (gleich viel werth inRede und That). Vörderst schrieb er: Ueber dasStudium der Zeicheukunst und Malerey fürAnfänger (Göttingen und Golha 1770. 80 . mit45 . Kupf.) Plan über die Zeichenkunft undMalerey zuin öffentlichen vortrage dieser -Kunst eingerichtet,mit einigen 5u. Kupfern (Osna­ brück 1770.8°. Zweyte Aufl. Münster 1782.8".)System der zeichnenden Künste (Münster undOsnabr. 1784. ff mit Kupf ). In der zu diesemletztern gehörigen Zeichen- und Malerfchulemit 45 . Kupfern (Münster u. Osnabr. 178Ü. 8°)

Mau verzeihe uns solche Rügen; aber ohne Lachen kann man doch wahrlich kaum lesen, wenn es z. V. >. c. heißt:Ansicht von Wallmich 17 hoch und 25" breit -2. fl.", und, gleich darauf:Das gleiche, in gleicherGröße, 9. fl.", und endlich, nach mühsamem Aurückblättern nicht einmal deutlich merkt, sondern bloß zwei-felnd vermuthen muß, daß von Einem Maaße mehrerer verjüngter Prospekte auch hier die Rede fep.