Reinhold»
benennt er sich der weltrveishölt Doktor undder schönen Lünste Magister, auch Mache,marikus und öffentlicher Lehrer der jIarur-Forschungswissenschafren an dem Gymna-sium zu Osnabrück . Die Blätter letzter»Werkes an Landschaften, Blumen, Köpfen, Figu-ren u. s. f. sind theils nach eigener Erfindung (soz. B. ein Katzenkonzcrt von Krieger radirt), theils(alle Musen mögen es ihm verzeihen!) nach Dü-rer, Raphael, Rembrandt kopirt; und sowohl vonihm selbst, als von (seinen Schülern, wie wirglauben) Hartmann, C. Frye, F. W. Schulze,I. C. Vogeier und Krieger geetzt. Alle diese Ar-beiten sind unter Einen Hut gebracht, wenn mansie kurzweg — abscheulich nennt. Eben so erin-nert der zusammengeschmierte Text an die vielenähnlichen Büchleins von weiland G. H. Wernerund den noch blühenden Professor prange. Ucber-haupt hat er zu allen seinen Werken (worunterdie Beschreibung eines von ihm, wie er sagt,erfundenen und von erfahrenen Personen für gutgeheißenen Erdmikrometers für Mathematiker undForstbediente, Osnabrück 1780. zweyte Auflageibid. 1780. mit zwey eigenhändig radirten Kupfernvermuthlich das Beßte seyn mag) gezeichnet undradirt. Noch lesen wir in einer Buchhändler-Anzeige schon von 1767. daß er zwey Plane derStadt Osnabrück herausgegeben habe; ferner eineLandkarte des Hochstisks Münster 177h. ; dannwieder anderswo heißt es, eine Karte von, StifteMünster und den Grundriß dieser Stadt. Auchekte er die Blätter zu dem von ihm herausgegebe-nen Wochenblatte: Minerva (Oönabr. 1777.8°.).Wir selbst kennen noch von ihm mehrere kleine,schlecht genug geetzre Landschaften, darunter aucheinen Prospekt des Rittergutes Munzig in Meis-ten bezeichnet: M'agistcr Phiiosophiä) L. ft. (li.)sei. oc tsa. Und endlich, nach eigener Zeichnung,das Bildniß des Apothekers I. F. Meyer zu ge-dachtem Osnabrück .
Reinh 0 ld (Gotthelf) erscheint auf der Dresd ner -Kunstausstellung von 1808. einzig mit einemKopfe in Kreide nach Oeser. Er war damals(vermuthlich erst angehnder) Schüler von ToScanizu Dresden .
— — (Joseph) studirte um 1787. in der Erz-verschneiderkunst bey der Akademie zu Wie». M e u,sel's Miscell. XXX. 363 . Neueres haben wirnichts von ihm vernommen.
— — (v. Kretzmann). Von ihm führt Ade-lungs Verzeichnis der Barren und topogra-phischen Llarrer der sächsischen Lande S. 26h.eine große, irgendwo aufbewahrte, ih«2. gezeich-nete Landkarte des Amtes Eisenberg im Altenbur-gischen an.
— — (M.C. L.), s-oben ChristianLudolphReinhold.
— — ( ) ein Kupferstecher neuester Feit
(ob irgend einer der obigen dieses Geschlechts). Dondiesem sah man auf dem Pariser-Salon 1810. ohneNamen des Malers, ein Blatt, welches die letz-ten Momente des Herzogs von Montebello darstellt.
— — ( ) So heißt auch in öffentlichenNachrichten ein Künstler in Prag , der eine Skizzevon Bergler der dortigen Thealcrkorline von mu-sterhafter Anordnung, für deren Ausführung manaber diesem letzter» keine Zeit gelassen habe, über,nommcn hatte: »Aber" (wird dann hinzugefügt),„man vergleiche sie mit Bergler's Skizze"!
Rein icke, s. Reinecke.
Reinorv, Reino und Reinoh (CarlChristian), (ersteres ist wohl dkr richtige Name),des nachfolgenden Christian's Sohn, geb zu Dres den 1724. Sein erster Lehrer war Sylvestrc. In,74z. gieng er nach Rom , studirte dort in derAkademie von Benefiali bis 17)9 und bildete sichzum Zeichner vorzüglich im historischen Fache. Zu-
Reinthaler. 1255
weilen führte er auch Bildnisse und historische Ge-mälde von eigener Erfindung in Oel aus, welchein Italien geblieben sind. In erwähntem Jahrwurde er, nebst andern Künstlern, „ach Dresden verschrieben, um für den ersten Band des bekann-ten Galleriewerks zu zeichnen. Bey seiner Rück-kehr trug er Anfangs, gleich seinem nachfolgen-den Vater, den Titel eines — Hoflaquirers.In 1788. dann wurde er als Professor bey derKurfürstl. Kunstakademie angestellt. Unter seinenBildern in Oel nennt man B. eine Magda-lena im Geschmacke des G- Reni. Er st. ,788.mit dem Titel eines Hofdessinateurs und Pagen-Zeichenmeisters, und hinterließ eine Sammlungvorlreflicher Originalzeichnungen und Gemälde ita-lienischer u. a. Meister, welche versteigert wurde.Mensel II.
* Reinorv, Reino und Reinoh ( ),
des Obigen Vater, hieß Christian, geb. zu Dresden ,und ebendaselbst, als Königl. Hofmaler, 6). I.alt gest. 17 ,9. Sachs. Rur. Lab. 1760. S. 7.u. s. f. Wohl sicher derselbe Reinorv, den dasLex. s. v. Reinoh anführt, und den auch das:Jetzt lebende Lönigl. Dresden ,1739.) König-lichen Hoslaquirer nennt.
— — (Wilhelmine ), Tochter des obigen CarlChristians, Zeichnern, und Landschafsmalerin inWasserfarben, geb. zu Dresden , lernte bey ihremVater. SchonaufdemDresdner-Salon (1800.) sahman von ihr die Zeichnung des Kopfs einer in Andachtversunkenen Beterin, voll Charakter; „wahrschein-lich" (heißt es in den Deutsch . Runstbl. l. (2.)3c>.) »eine wohlgelungene Kopie, aber wenigerfleißig ausgeführt, als man es sonst von ihr ge-wohnt war." „Indessen" (liest man dann beyMeusel R. L ) »kopirte sie nicht bloß, son-dern arbeitete auch nach eigener Erfindung; bey-des anfangs bloß zu ihrem Vergnügen; in derneuern Zeit hingegen scheint sie die Kunst zu ihremHauptgeschäft gemacht zu haben." Diese Künst,lerin lebte noch zu Dresden 1809.
* Reinsperger (Joh. Christoph). Der-selbe trug wirklich den Namen eines Malers undKupferstechers des Herzogen Carls von Lothrin gen . Von ihm, nach eigener Erfindung, kannteman z. B. die Bildnisse Kaiser Joseph II. unddes damaligen Großherzogs von Lvskana, PeterLeopolds; dann den englischen Bauer; von odernach ihm einen Adonis ; eine Kopie seines Lau-tenschlagers nach Ctrozzi, von W. Pohl u. s. f. —Einer unserer Freunde giebt zu diesem Art. nochfolgenden Zusatz: »Er schrieb sich auch: »<lo (k.)"Er soll auch nachfolgendes gestochen haben: Einerömische Bäuerin nach I L. Liokard in k>. Fol.;Büste eines Eremiten und einer Mannsperson dieeinen runde» Hut auf dem Kopfe hat, beyde nachGuercino , gr 4 ". in Bister abgedruckt; Gott derVater, Christus, Maria, die Evangelisten undApostel in einer Suite: VViuokler exc. Vionu»in gr. Fol. u. s. f.
Reinftorp (Heinrich) baute l-jsO- den Mittel-sten Theil des Chors der St. Gotrhardskirche inder Altstadt Brandenburg hIicolai.
Reinrhaler (Joh. Carl), vermuthlich zuErfurt geboren, ein Maler, der 1711 in die zuLeipzig bestchnde Malerinnung trat, aber in derletzten Hälfte des 172». Jahrzehnds abhandenkömmt. Er ist vielleicht derselbe, der als Hof-maler zu Weimar um 1787. lob. Thaler vor Ge-mälde , womit er den Beichtstuhl der Kirche zuOber-Weimar versehn hatte, erhielt. Srcul'sAnnal — §Ior.Leipz. uudwerren's Nachr.von Weimar >l. 3,7. Zu Rudolstadt sieht manin dem Fürstl. Kabinette von einem, und vermuih-lich diesem Reinrhaler, zwey Gemälde auf Lein-wand, jedes mit einem todten Hasen und einigenVögeln (der Grund wie weiches gehobeltes Hol;vorgestellt), »nd ein drittes Gemälde mit einerGruppe todter Vogel, die an einer Kalkwand hä>»