irz6 Reinwald.
gen. Die Arbeit an denselben wird irgendwo„sehr pünktlich" genannt.
Reinwald (I. A.), Maler des X VIII. Jahrh,nach welchem Sysang das Bildniß des JuristenI. F. Seyffart, zu Halle in Sachsen , in Kupfergestochen hat.
— — ( ) wird irgendwo als Ausfertiget
einer, vermuthlich 179.. erschienenen militairi-scheu Karte: Kriegsschauplatz der Deutschen undFranzosen zwischen dem Rhein und der Mosel ,5 . Bl. (Pr. 9. Rchthlr. 4 - Gr.), genannt.
Reis (Carl Joh. Georg), s. Reuß.
— — (Massimo Paolino dos). So heißtim: Almanach aus Rom kür 1810. ohne Wei-teres, ein damals dort lebender portugiesischerKünstler, unter der Rubrik der Geschichts, undBildnißmaler.
— — ( ) So heißt bey westenrieder
S. 4 « 7 . ganz ohne Weiteres, ein Maler ausBayern .
* Reisach er (I. und P.). Heinecke III.lös. nennt dreye dieses Geschlechts unter den Form-schneidern, welche Papillon neu entdeckt habe.
Reischooe ( ). So heißt irgendwo ein
englischer Künstler, der das Treppengewölb dasLandpallastes Wilton gemalt habe.
Reisen (Christian). So heißt in Ferry'sde Sr. Constanr: l^onstres er les ^n^lois einnorwegischer Pettschaftstecher in England, derseine Kunst auf eine sehr hohe Stuffe gebracht habe.
Reisend (Franz), Kupferstecher, von demman das Bildniß Pabst Pius VI. ohne einen an-dern Namen als den seinigen kennt.
Reiser (Joseph), ein Maler zu Allmanns hausen , im bayerschen Landgerichte Wolfraths-hausen, um 1786. Lipowsky (der von ihm einPaar Bildnisse besitzt).
Reisewitz (Freyherrvon), s.obenRarerzin.
Reisiger (Joh. Friedrich) und Joachim Lu-cas, ersterer als Maurer, letzterer als Zimmermei-sier, erbauten von 1670—70. die Dorfkirche zu Ber-gen , unweit Hoyerswerda . I. G. / rentzel' sChron. von Hoyerswerda (Leipzig u. Bautzen 1744. 8°) S. 194.
Reiß (Hans Christian). In dem geschriebe-nen Katalog, der in der sächsischen Geschichteeinzigen ehmaligen von Ponikau'ischen, jetzt derUniversität Wittenberg zuständigen Bibliothek, wel-cher die sowohl in Kupferstich als in Handzeichnun-gen vorhandenen Abbildungen von Solennitäten,Freuden - und Trauergeprangen der sächsischen Höfeenthält, lesen wir (S. 68.): „Fürst!. WeimarischeReitbahn und die auf selbiger sich zur Zeit befin-denden Pferde — nach der Natur und nach demLeben gezeichnet und gemalt von Hans ChristianReiß von Reisenbcrg" (im Altenbcrgischen) „ 1706.22. Blätter, Fol. obl. in einem besondern Karton."Vor Gesicht sind uns jedoch dieselben nicht gekommen.
— — s. auch Reuß.
Reiße issen ( ) . Dr. zu Straßburg .
Derselbe (heißt es im Tüb. Morgenbl. r8o8.S. 960.) legte in einer Sitzung der Freyen Ge-sellschaft der Wissenschaften, Künste, u. s. f.daselbst, in gedachtem Jahre, die geognostischeBeschreibung des dortigen Departements vor, undentwarf dazu selbst eine genaue Karte, worin er dieGebirgsartcn, nach ihrer Lage und Richtung, mitkonventionellen Farben illuminirt, die Erzgangeu. a. lokale Minen mit denjenigen Zeichen bemerkte,den das Memorial Lopographique des Kriegsde-pct den Offizieren des Geniekorps für dergleichenvorschreibt.
Reisser (F.). Das Derlagsverzeichniß von
Reiß.
Artaria zu Wien führt, von ihm gestochen, ein«topographische Karte von Friaul rc. (1. st. 20. kr.)an. Anderwerts nennt man ihn, vielleicht rich-tiger, als einen Landkartenzeichncr unserer Tagezu Wien , und bemerkt von seinen Arbeiten: Böh men , Steiermark , Kärnthen und Krain , Venedig rc.
Reissig ( ) heißt in 180S. (wo man von
ihm, aus der Dresdner -Kunstausstellung, ein Dlu-menstück in Wasserfarben nach Arnhold sah) Schü-ler der Zeichenschule zu Meißen .
Reißmann (Fr. oder F. T. ) soll, irgendeiner Anzeige nach, herausgegeben haben: Anlei-tung zur Meßkunst, geometrischen Oerspek-riv- und Zeichenkunst, für angehnde Rünstlerund Handwerker, mit vielen Kupfern (Leipzig bey Meißen 1800. 8". Pr. 22. Gr). Wir glau-ben, es ist dieß dasjenige Werk was wir vor meh-rern Jahren durchblätterten, und was dem kursächrfischen General von Lind dedizirt war. Der Ver-fasser hatte in demselben mit dreister Stirne HeinrichLautensack's i 55 Z. zuerst erschienenes Werk vomWinkelmaaß und Richtscheit stark ausgeschriebenund ausgezeichnet.
Reistock (Christoph), Gießer, s. Reifstock.
Reiter oder Re irrer (Bartholomö, Mi-chael und Niclaus), alte Maler von München ,von welchen der erstere sich auch ZZarrlmee, derälteste dieses Zunamens in München nannte,und sich vorzüglich bekannt machte. Derselbe lerntebey Hans Ostendorfcr, Hofmaler in München ,machte sein Probestück 1H99. und st. 1622. Vonihm kennt man ungefähr 8. von ihm selbst geetzteBlätter, wovon einige mit seinem Namen (ilsrlkol.Reiter, Monackus), andere mit feinem Mono,gramm (6 R) bezeichnet, und, wie z. B. ein my-thologisches Blatt von 1610. und ein HieronymuSim Gebet von 1612. datirt find; da denn das er-wähnte klonaclius eine unserer Notitzen zu demIrrthum verleitete, ihn einen Mönch zu nennen. —Michael dann lernte die Malerkunsi bey SigmundHebenstreit in München , zeigte sein Probestück beyder Zunft in »692. vor, und st. 1629. — piicolausendlich lernte bey Augustin Vogle, Maler zu Mün chen (einem gebornen Salzburger ), welcher letzterein 1616. verstorben ist. von Rretz Mrc. BeyLipowsky erscheinen, aus eben der Quelle, 12.Blätter von Barrholomö namentlich verzeichnet:Ein Ecce Homo mit: 6artk. Reiter, fse. lVlongcki!1612. signirt; eine H. Familie mit Sr. Franzund St. Hieronymus , mit dem erwähnten Mono-gramm, eine Kopie nach Palma ; ein St. Hiero nymus mit dem Strahkenschein (wahrscheinlichobiger von 1612.); jenes mythologische Blatt:Landschaft, mit Venus und einem Satyr, untereinem Baume sitzend, neben ihnen Cnpido, gleichdem Ecce Homo signirt von 1610.; und endlichacht kleine Oktavblatter, auf allen ein nacktesKind in verschiedenen Stellungen, alle mit demMonogramm 6K. Seinen mehrgedachten St. Hieronymus in Betrachtung nennt der Katalogvon Minkier ein schön geetztes seltenes Blatteines Künstlers, der verdiene, besser bekannt zu seyn.
Reitz oder Reyz, auch Reigen (Bern-hard), Goldschmied und Bürger zu Heidelberg ,welcher 1689. zum kurpfalzischen Münzwardeinverpflichtet wurde. Hirsch deutsch. Münzar-chiv VII. 261. 26Z.
— — (E.), Kupferstecher, welcher, nebstandern, an dem von E. Brenner herausgegebe-nen: Thesaurus i^ummorum 8uec>-(IotIncoruurvetustus (8tockkolni. 1691. 4"-) arbeitete.
— — (Heinrich). Boebler giebt CV. XXII.p. 242.) den Abriß von einem schonen Medaillonauf Kaiser Carl V. auf welchem die BuchstabenH. R. 1637. stehen; daher man vermuthet, diesermöchte eben ein Heinrich Reitz, und nicht un-wahrscheinlich des im Ley. genannte» Vater gewe-sen seyn. S. auch unten: Heinrich Ritz.