R o m a i, e l l i.
Herodias mit Johannis Haupt auf der Schüssel,lebensgroße Hachfigur. Als nach ihm gestochen,werden bey Füßli (l. c. 2^6— 5 r.) acht Blatter,nebst ihren Urbildern, beschrieben und beurtheilt;der Katalog von Brandes führt deren i^., derje-nige von winkler 20. ein Verzeichniß meines sel.Vaters vollends an die 5 o. von ff. Meister an: G.Audran, C. Bloemaert, Cl. Boizot, C. Cesio, G.Chateau, F. Chauveau. A. Clouet, Cl. Goyrand,F. Greuther, E. Guersault (a. tr. Guersant), V.Guigou, I. Haussart, C. de la Haye, C. Leders-dach, Cl. Melan, I. B. Michel, M. Natalis,I. B. Nolin, St. Picart, F. und N. Poilly, A.Pond, Cl. Randen, I. Raymond, P. W. Tom-kins, S. Valkee, G Ballet, I. C. le Vasseur,H. Vicenki, und etliche Anonyme. Darunter haltFüßli nur die von ihm angeführten für gute Blat-ter; nämlich: Aeneas , der den goldnen Zweigbricht, der ihn zu Pluto s Reich führen soll, undJasons Eroberung des goldnen Vließes (beydenach Zeichnungen), von Bloemaert ; Ruhe inEgYPlen, von Chateau; Moses schlägt Wasser> aus dein Felsen, von Haussart; die DarstellungMaria im Tempel, von Lederbach; Christus er-scheint dem St. Cajetan , von N. Poilly (dieß nennter meisterhaft); den Mannaregen von Raymond,und Moses aus dem Nil errettet, von 'Uallee.Diesen fügt dann der (im Loben weit freygebigere)Katalog von Brandes, als schön hinzu: Denam Opfern einer Frau verhinderten König, unddie in einem Gezeite sterbende Königin, beyde vonAudran; das Opfer des Elias und der Baalspro-pheten , und Tirscnia, des HarmonilluS Mutter,in einen Orangenbaum verwandelt, beyde vonBloemaert ; Angelika und Medor, von Guersant;Jupiter giebt seinem Vater Saturn das Reich zu-rück, von Natalis; eine allegorische These mit demBildniß des Kardinals Mazarin , von F. Poilly(dieß nennt er sehr schön); ebenfalls St. Cajetan (OonxreA. Olericor. regulär, b'urxlator) von Ran-don; die Poesie von Tomlins; Tankrcd und Her-minia, und die Erziehung des Amor, beyde vonle Vasseur. In neuesten Lagen endlich kennt mannach ihm: Venus und Adouis, nach einem Bildeim Museum Napoleon von P. Fontana, nach Gal-liers Zeichnung, für das XIAll. Heft des bekann-ten Prachtwerks gestochen. Nach dem einzigenBasan (Kil. sec.), also nach einem sehr zweydeu-ligcn Gewährsmann, soll auch Boma»>elii selbst,nach eigener Komposition, gcctzt haben. Nocheine artige Anekdote aus seinem Aufenthalte inFrankreich erzählt die Kunstgeschichte. Als er ei-nes Tags an einem Plafond malte, und mehrereDamen ihm zusahen, brachte er in seinem Werkedas Bild derjenigen aus ihnen an, welche er fürdie schönste hielt. Als die übrigen dieß an einemder folgenden Tage bemerkten, machten sie ihm bit-tere Vorwürfe darüber, die er bloß damit stillenkonnte, daß er ihnen versprach, sie Alle hineinzu-malen, und übrigens hinzusetzte: „Wie konntenSie, Mesdames, wohl verlangen, daß ich Siemit einer Einzigen Hand auf Einmal darstellenkönnte". Wie er das sprach, hatte er, doch ohnebedeutende Folgen, das Unglück vom Gerüst zufallen.
* Boman elli (Urban), Johann FranzensSohn, der im kex. unter dem Art. seines VateksErscheint. Arbeiten von ihm sieht man in denHauptkirchen zu Velletri und Viterbo ; in letztrertie Thaten des H. Laurentius, welche einen sehrgeschickten jungen Künstler verrathen, da nämlich
fein früher Tod bekannt ist.
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* Bomaners ), hieß Anton, bey Mensel!.II. A. E-, geb. zu Paris 17/ch. (Basan b)s. ?ec. sagtirrig 1728.), Schüler von Wille, arbeitete einige Zeit(um i?8b.) zu Basel bey von Mechel; Mehreres fürdie Gallerie des Palais Royal , für's Kabinet le Brun,für /reudenbergers Dloeurs et Ontumss ünXVllI.8Iöc:le; für dieDablesux pittoro^ues
In Baisse (dort, nichts sagende Bildnisse); über -hauptnach den verschiedensten Meistern, das Kleinste
Nomaninü. - rZzt
und Größte. Von Bildnissen z. B. des Churfür-sten Carl Theodors von Bayern , nach Battoni;des Malers Grimouy, nach ihm selbst; den FreundRembrandts , nach diesem (zwey schöne Blatter);Ant. Court's de Gebelin, nach Mad. kinot; desErzbischofs von Paris , Christ, von Beaumonk,nach Duhamel, von diesem aus dem Gedächtnißgemalt (ob der fromme Prälat nicht sitzen wollte'?);des Schauspielers Preville, nach Romanels eignerZeichnung; Litians, nach ihm selbst; andre nachDupuis, Forville, Restout, le Lcllier n. s. f.Dann Von Geschichtlichem: la Vierte zu l'gnic-r,nach Allegri; St. Roch, nach A. Carracci ; Su-sann« und die Alten, nach k. Carracci ; die Erzie-hung des Kindes Jesus , nach F. Mazzuoli; Ma-donna lehrt das Kind lesen, nach Schidone. Dannwieder: Adonis Tod, nach Kupctzky; Diana imBade, nach Metay (dieß gemeinschaftlich mitVieil); Salmacis und der Hermaphrodit, nach P.de Maiteis; den Eabinerinnen - Raub, nach I.Calviati; den Tod der Lucretia, nach A. del Sarto;die vier Alter, nach Valentin. Endlich von Gat,tungsstüoken: Die holländische Köchin, nachDouw; das Gefängniß und den Gefangenen, nachLoutherbourg; die wachsame Köchin, nach Sche-nau; den Flammischen Tanz, nach van Mol (dießgemeinschaftlich mit Guttenberg); den Kupferaus-rufer und den Bänkelsänger, nach Seekatz; dieBadende, nach C. Danloo (dieß gemeinschaftlichmit Vieil 1784.), sehr schön. Noch manch .Ande-res unter diesen Blättern recht gut; meist abernicht von ihm selbst, sondern gewöhnlich von Bau-doin, Dorcl, Jourdain und Wierx (?) gezeichnet.Im ^lmsnack öe Uesox - Art« von r8oZ. erscheint unser Künstler nicht mehr unter den — ver-steht sich zu Paris lebenden, wenn nicht etwa einunten folgender Bomoner Einer und derselbe mitihm seyn soll. Indessen finden sich von einemA. Bomaner gestochen im XX. XXXI. und I. 1 X.Hefte des Musee Napoleon (also noch 1808.) dreyBlätter; nämlich die Statüe einer Urania nachJngreß Zeichnung, wovon es freylich irgendwoheißt, sie sey hart, und die Drappcrie schlecht an-gedeutet; dann Venus und Amor von Zeusiris,nach Gianni's, und nach Dübois: Das Still-schweigen von le Drun, dieß gemeinschaftlich mitLignon gestochen. Endlich war auch auf dem Salonvon 1810. ein Blgtt, wieder von diesen beyden er,sichtlich: Amor, der das Bildniß von Psyche be-trachtet , nach Meynicr.
Bomaney (Daniel Carl). Diesen Namen,als Zeichner, findet man unter einer, für M-Ho-zeck, von Ph. Kilian gestochenen Disputations-Thesis.
Boman'i (Gotthard), von Reggio , ein Malerdes XVII. Jahrhunderts, scheint in Venedig stu-dirt zu haben, wo er sich offenbar au den Stylvon Caliari und Tiutorett hielt, welches letzter auseinem Bilde von ihm erhellet, das die Geheimnissedes Rosenkranzes darstellt, und in der dortigenKirche von St. Doyimikus ersichtlich ist. /an-st il.270. Fiorrllo II. 620. Ti'raboschr erzählt: Fran-cesco Galerni habe diesem Künstler seine neueAusgabe Von Armeninr's: Voll I>recetti stellakütura (b'aenra 1678.) gewicdmet.
* Bomayiizo vd. Bomanr(Hieronymus ),starb in hohem Alter vor > 566 . Derselbe cheißt esbey Lanzi I>. luo-^ioi.) war ei» starker Neben-buhler von Bonvicini, den er jedoch nach Oasarinicht, wohl aber nach Bidolfi's Urtheil erreichthätte. Immerhin glauben wir, daß er mehr Genieund einen freyern Pinsel besessen als jener, in Ge-schmack und Fleiß hingegen demselben weichenmußte, da wir nämlich Bilder von ihm gesehen,welche ganz von der Faust weggemalt zu seyn schit-nen. Immerhin aber erscheint er sehr oft als (ingroßer Meister in Altarbläktcrn sowohl als in an-dern geschichtlichen, oft sehr bizarren Darstellun-gen; und zwar dieses nichl bloß in Breccla, >00-dern auch in Verona , wo er z. B. in St. Georg