Rosi.
* Rost (Johann). 240. sagt kurz
von ihm, daß er den Caspar Falgani nachgeahmthabe.
Rosier (Johan), ein Gießer. S. «Quingel-berger (Johann Christian) in den künftigen Zu-sätzen.
* Rosignoli (Jacob). Sein Lehrer ist unbe-kannt. Meist arbeitete er in Piemont, und wardortiger Hofmaler. Auf seinem Epitaphium (1604.)in St. Thomas zu Turin wird er: guibusounquenaturso amoenitstibus exprimenllis sä omni§e-nam incrustationum vetustatem (d. h. minderwelsch zu reden: in Grotesken) vortreflich genannt,und ahmte er hierin Pierin del Daga nach.
I. 20Z. li. 2. 347 .
R 0 sinus (Johann). Ein in 1607. schlecht inHolz geschnittenes Bildniß des Wittenberger-Pro-fessors Friedrich Taubmann (8°.), trägt einzig dieBezeichnung: Aoa-rner /?o5i««r (ist vielleicht auch:zu lesen) üepin^eb. Witteb. M-r.
* Rosi» oder Rossi» (Angelus), von Flo-renz . /.a»ri I. 267—68. s. v. i?o§5i nennt ihn,nach Orlando , einen guten Ornamentmaler, undvermuthet, baß er in Bologna siudirt habe. '
* Roslin (Alexander >, st. 6c>. I. alt 179Z.
Um 176b. wetteiferte er mit Grenze, um in einemgroßen Gemälde die Familie des vortreflichen Her-zogs von Rochefoucault darzustellen, welches,nach dem Urtheil von N)areler und dem Marquisde Marigny den Preis erhielt, von den Parisernhingegen spöttisch, der Steifheit der Figuren we-gen , le )SU öes quillt so KoL/i» genannt wurde,und auch von Diderot (blssais, p. 272 — 78.),wir fürchten nicht ohne Grund, höchst lächerlichgemacht wird, wobey wareler selber den bitternSeitenhieb erhalt, daß er dort: „Unser Dilet-tante" heißt, „der von der Malcrey alle das ver-siehe, was er davon gedichtet habe". Auch nachAndrer Urtheil indessen waren die Köpfe diesesBildniß- und Converiationmalers meist kalt undleblos, und hatte derselbe seinen Ruf vornehmlichder Kunst in Nehendingen, schönen Gewändern,Spitzen und Brodirungen zu danken. Seine Köpfewaren ohne das mindeste Gefühl gemalt, meistschlecht gezeichnet, bloß mit Weiß und Roth kolo-rirt, flach, und bald immer ohne Wirkung.da«/t ike dermal» p. 289. Fiorillo III. Z 4 i.In 1772. wurde Roslin von seinem Könige mitdem damals neu errichteten Wasa-Orden beehrt.Auch war er Mitglied der Akademie von St. Pe-tersburg , und lebte noch 1780. zu Baris, damalsals Akademischer Rath. Bernouilli IV. iZo.,wo er Roeßlin heißt. In Deutschland be-
sitzt, unsers Wissens, einzig die Gallerte zu Wien von ihm das Bildniß Gustavs III. mit der weißenBinde, die er 1772. an dem Tage seiner - schicksals-vollen Staatöveränderung trug. In der Eremi-tage zu St. Petersburg dann sieht man von ihmdreye, welche Calhariua II., den Großfürsten Paulund die Großfürstin, im höchsten Brillantenglanzevorstellen, .fiorillo K. S. II. 6i. wo er Roeslingenannt wird. Gestochen nach ihm kennt manmehrere Bildnisse von Berwic (C. Linnaeu6),'L.Boßc , S. Carmona (Boucher's), I. Daullö, l'Em-pcreur, P. E. Moitte (des Abt Chauvelins), u. s. f.
»Rosmaesler, s. Roßmaeßler im Lex.und in gegenwärtigen Zusätzen.
R 0 sman 11 ( ). Diesen Namen liest man
auf 6. uns unbekannten Blattern.
Rosmüller (G ). Ein solcher gab um > 8 o 5 .Unterricht in der Baukunst, in der Zeichenschulezu Arnhcm.
Rostier (Georg), der in gegenwärtigen Zu-sätzen unter dem Art. B. Grolock erscheint, heißtanderwärts, vielleicht richtiger, Roeßner.
Rosselli. rz49
Rospinger (Ludwig), ein Maler von Mün-chen , verfertigte 1786. mehrere Frescogemälde imneuen Schlosse zu Lanbshut. Lipowsky, nachMeidinger G. 117.
* Roß, s. Roos.
Rossati (Ferrante), ein Gantkatalog will,daß nach einem solchen ein Folioblatl, David mitGoliaths Haupte, bezeichn^: Vloc. 6111 / vxc.vorhanden sey.
Roßberg (Christian Gottlob ), wiedmete sichvon Jugend auf der Mathematik, Schreib- undZeichenkunst, und erlernte auch (da er der Rekru-tirung wegen im siebenjährigen Kriege Sachsen verließ) in Hamburg das Kupferstechen zu seinemVergnügen. Da er sich 1764. vergeblich Hoff-nung gemacht hatte, bey dem Jngenieurcorps tnDresden Dienste zu erhalten, so weihte Roßbergsich ganz der Feder. Seine ausgezeichnet schöneHandschrift verursachte 1769 daß man ihn alsGeheim-Kanzellist (wozu nachgehends das Prädikatals Geheim - Registrator kam) bey der geheimenKanzelley zu Dresden anstellte. Die Frucht viel-jähriger Bemühung war seine: SystematischeAnweisung zum Schön» und Geschwind-schreiben, welche in Selbstverlag 1794. (ander*wärts heißt es vielleicht richtiger 1790. ff.) mitvielen Kupfertafeln qu. Fol. erschien. Llabegel. Dresden . — Durch mathematische Bestim-mungen soll er hiernächst die (etwas steife) soge-nannte sächsische Kanzelleyhand (wozu früher derunten folgende Schmorrberr den Grund legte) zuihrer hoäxsten Vollendung gebracht haben. Werdie Blätter jener Anweisung in Kupfer stach, istuns unbekannt. Uebrigens wurde Roßberg zuDöbeln in Sachse » (Rlabe sagt 174««. Saymann1748.), wo sein Vater Steuereinnehmer war, geb.und war 1810. zu Dresden »och am Leben.
— — (Georg). So heißt ein Maler, der inder Stadt Meißen, in Ch»*sachsen , um 1700. ein-heimisch war. Das jerzr lebende Meißen (Dresden 170Z. 12.) S. 42.
Rosschweil( ), ausMeckelnburg. Soheißt im: Almanach aus Korn von r8io. eindamals dort lebender Kupferstecher im historischenFache.
R 0 sse ( ). So heißt bey Fiorillo V. 829.
ein Englischer Künstler, der sich um 1801. nurmehrern andern vereinigte, um die Natur-Schön-heiten ihres Vaterlands zu schildern, und zu den-jenigen gehörte, von denen sich das Beßte erwar-ten ließ.
— — ( ). Und so bey Gandellini ein
uns sonst ganz unbekannter Künstler, welcher Pflan-zen gestochen habe.
Roßel ( de), ehemaligerSchiffskapitain, hatmit gutem Erfolg verschiedene der merkwürdigstenEreignisse des letzten Seekriegs im Großen, znmTheil auf Befehl der Regierung gemalt. Er lebtezu Paris 179?-
Rössel er, s. Rousseler.
* Rosselli (Cosmus). Derselbe war vonadelichem Herkommen, und soll, nach Einigen,ein Schüler des Laldovinctti gewesen seyn. Inseiner Vaterstadt Floren; ist Ocffentlichcs wenigmehr von ihm vorhanden; das Bedeutendste einal Fresco in St. Ambrosia, mit zahlreichen Figu-ren, wo die Köpfe viel Kraft, Mannigfaltigkeitund Ausdruck haben. In der Sixtinischen Kapelle,wo er sogar die Lichter an den Blättern dcr Bäumemit Gold aufsetzte, ist noch sein Beßtes die Berg-predigt Christi (das Lex. nennt die Predigt am SeeLiberias ). Die Landschaft in diesem Bilde indes-