Band 
Zweyter Theil [2].
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1350
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iZzo Rosselli.

sen soll von dem nachfolgenden pexer Rössel!«,genannt del Cosnno, seinem Schüler seyn. /.a»srl. bfi—67. Fiorillo I. 282. 8. V. Cosimo.

Rössel!« (Herkules). So wird bey Grlandi,ganz ohne Weiteres, ein Maler genannt.

* — — (Matthäus). Einige nennen ihnirrig Matthias Rosellr, und setzen seinen Todin »6t>». Noch mehr.als von Pagani und Passig-nano war er ein Schüler der Antiken, nach welchener zu Florenz und Rom fleißig zeichnete. So wurdeer ein guter Maler, der sich an keine Sekte hieng,würdig, daß der Herzog von Modena ihn an sehnen Hof berief, und Cosmus II. von Florenz ihn inseine Dienste nahm. Uebrigens hatte er in derausübenden Kunst noch viele Seinesgleichen; sehrwenige hingegen in dem wahrhaft väterlichen Ge-müthe, das Dmnrilian so hoch an einem Lehrerpreist; in jenem Talente, Schüler zu bilden, inseiner leichten, von allem Eigennutz und Eifersuchtentfernten Art sich mitzutheilen, und besonders inseiner Gabe, die Anlagen eines Jeden zu kennen,und ihn auf der ihm angemessenen Bahn zum Zielzu leiten; daher auch seine Schule, fast wie dieCarraccische, so mancherley Styl als Zöglinge aus-weisen konnte. Sein eigener sanfter Charakterdann war nicht geschaffen, neue und geräuschvolleKompositionen zu bilden, noch solche mit anhal-tendem Feuer auszuführen. Vielmehr bestand seinVerdienst in der Korrektheit, in Nachahmung einer,nicht allemal erlesenen Natur, in einer ruhigenHarmonie des Ganzen, mit einer gewissen Tinkturvon Schwermukh, die aber noch neben frohern undkräftiger gefärbten Bildern ihr Gefälliges hat.Große Charaktere gelangen ihm vorzüglich; so fin-det man z. B. in Gallerien von ihm einige Apostel-köpfe, die fo Caraccescisch sind daß Liebhaberdabey mit Erstaunen verweilen. Nicht selten wett-eiferte er mit Cigoli, wie z. B. in seiner Geburtbey St. Cajetan , das man für sei» Beßtes halt,oder in der Kreuzigung bey St Andrea Allerheili-gen, beyde zu Florenz '. Auch seine al Fresco'swerden allgemein bewundert, da solche sich nunseit bald zwey Jahrhunderten noch ganz helle undfrisch erhalten haben. Im Kloster dclla Nunziatazu Florenz z. D. finden sich dergleichen Luncttenvon ihm, deren eine (die den Pabst Alexander IV.darstellt, wie er den Servitenorden bestätigt) selbstein Passignano und Corkona für etwas sehr Be-deutendes hielten. Ein Deckenstück von ihm in derVilla Poggio Jmperiale wurde vollends so hochgeschätzt, daß, bey einer dortigen Bauveräude-rung in 1773. man seine Arbeit für würdig hielt,durch die ganz besondre Kunst des BaumeistersN. C. Paoletki in ein andres Zimmer gebracht zuwerden. I. 219. Schon im ehemaligen

Königl. Französ. Kabinette sah man von ihm:David mit Goliaths Haupt und Schwerdte, undden Triumph der Judith, beyde angenehm com-ponirt, mit graziösen Köpfen, und von einem Ko-lorite, welches, ohne wahr zu seyn, sehr harmo-nisch sey. So urtheilte Lepicie davon, welcherüberhaupt von unserm Künstler ungefähr die näm-liche Charakteristik, wie Lan;i giebt. Gestochennach ihm zu Florenz , kennt letztrer von einem dortUngenannten die oben erwähnte Kreuzigung. Wirdann überdieß: Einen Gegenstand aus der Ge-schichte des Großherzog Ferdinand l. von I. Callot,Et. Andreas, vor seinem Kreuze knieend, vonB. Erede, und jene Lunette alla Nunziata, die derRitter Gaburri zu Augsburg in einem großen Blattevon I. B. Probst ausführen ließ. Bey Wmklerheißt unser Künstler irrig Matthias Rossern.Im Art. des Lex. über ihn Z. 5. l. statt ausgear-beitete : unausgcarbeitete.

* — — (Peter), genannt di Costino.

I. 67. nennt ihn s. v. tonMo, gleich seinem Mei-ster, von dem er den Namen trug, einen bessernKoloristen als Zeichner, wie aus einer Tafel alleJnnocentj zu Florenz , und aus seinem Perseus inder dortigen Gallerie zu ersehen sey. Noch an einer

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andern Stelle (l. c. ,55.) rühmt er seine Grotesken.S. auch oben den Art. von Cosmus Rosselli.

* Rössel lino (Bernhard), der im Lex. nurganz kurz im Art. seines Bruders und Schülers,des Bildhauers A G. Rossellino erscheint, standbey Niklaus V. in großer Achtung, der durch ihnverschiedene Tempel, öffentliche Plätze, Befesti-gungswerke u. s. f. in und außer Rom errichtenließ, von welchen MiliZia (b)<I. terr. I. 175—7(1)nähere Kunde giebt. Sein Hauptwerk indessensollte, nach den vereinten großen Idee» des erwähn-ten Padstes sowohl als des Künstlers, in einer zwey-ten Peterskirche und einem neuen Pabstlichen Pal-laste bestehen, die sie in Borgo zu errichten gedachten,und welche Alles übertreffen sollten, was man sichvon vereinter Pracht und Bequemlichkeit der Ge-bäude (in dem Pallaste hatten alle Kaiser und Kö-nige, wen» sie zusammen nach Rom gekommenwaren, mit ihren ganzen Gefolgen wohnen können),so wie von Anmuth und Zierde der Umgebungennur denken kann; was aber Alles durch den Toddes H. Vaters — wie ein Traum zerstob.

Rosser (Johann). So heißt bey Murr,Merkrvürdigk. (S. »x«.) ohne Weiteres ein Ma-ler zu Bamberg , von welchem in der dortigen Do-minikanerkirche das Altarblatt zum H. Rosenkranzersichtlich sey.

Rosset de Gr. Elende ( ), ein ge-

schickter französischer Bildhauer um 177h., wirdin Mensel'« Miscell. II. 6». genannt.

* Rosserri (Cesar), der im Lex am Schlüssedes Art. von Cesar Rossern von Perugia erscheint.Lairsr I. /,56. sagt: Man sehe denn doch mehreigene Werke von ihm, als solche, die er unterAufsicht Jos. Cesari's und für denselben gemalt,.fiorillo I. 170. spricht hingegen von ihm (unterdem irrigen Namen Rosselli) gerade das Gegen-theil.

* — — (Domiaicus). Nach Rost IV. »35.geb. zu Venedig um 1700. (was mildem Lex ganznicht stimmt, und wohl zuve.läßig irrig ist. Min-der, doch ebenfalls fehlerhaft, setzt Maloe seineGeburt um 1670. an). Nach Gandellini ward er,mit pabstlicher Auctorität schon 1699. von dem Bi-schöfe Barbarigo zum Ritter (ciella jlliiiri'a anrata)geschaffen, und bekleidete spätt-chin lange Zeit dieStelle eines Münzmeisters bey der Republik Vene-dig . Alsdann stand er zwölf Jahre in Dienstendes Churfürsten von der Pfalz . Sein TriumphAlexanders nach Laireße soll äußerst selten seyn, dader gedachte Churfürst die Platten habe vergoldenlassen. Irgendwo lesen wir (irrig), daß (die weitjüngern) Polanzani, Faucci und Pazzi dabey seineMitarbeiter waren. Noch nennt Rost von ihmaus der, erst nach seinem Tode (1720.) erschienenenSammlung von Eouisa mehrere Platter aus derVenetianischen Geschichte, nach Barbarella, Carl,Gabriel und Paul Caliari, und Fried. Zuccaro;dann ein Bildniß des Arztes T. Senacchio, nachS. Dombelii. Nach Heinecke (I-Iee ^önörslep. 93.) härte er wenigstens zu demjenigen Theilvon Loiilsa's: Deacro ist Venenia, welcheszum Titel führt: Istoria <st Alessanäro III.

alle Blatter, nach der Zeichnung von Z. Zannonigestochen. Ein Verzeichniß meines sei. Vatersendlich führt, nebst ein Paar Bildnissen nach C.Fiori und Uberti, noch von ihm an: ,Die soge-nannte (Venezianische ) Schlacht mit den Fäusten,und 35. Blätter biblischer Geschichten für die in1696. zu Venedig gedruckte Uebersetzung einer fran-zösischen lstistoire cle l'sneien et <Iu nouvesr»Des ament. Lonf.

- (Joh.Maurus und Johann Baptist),s. Rovere.

* — — (Johann Paul), lebte noch i568.Unter sei» Beßres zählt man eine Abnahme von»Kreuz, in St. Dalmazio zu Vvlterra. /.»»«»' I.