Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1364
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rz 64 RotkermonVt.

iüglichen Führer gewählt. Andremale dann habeer freylich den jungem Palina, und selbst Parme-san nachgeahmt, sich aber von dem schlechten Ge-schmack der deutschen Schule (sie 6-rllus!) nieganz entfernen können. Gestochen nach unsermKünstler haben: I. Beauvarlet, H. van der Borcht,Crcspy, D. Custos, A. Demmel, E. Haid, I. I.Said, I. D. Herz, I. D. Histz, W. Hollar, L.Kilian , W. Kilian, I. King, I. C. Kn'rger, B. Lens,I. Makham, I. B. Michel, C. dc Paas, E. Sa-deler, R. Eadeler, Wolfgang, G-Zinck, ein Ano-nymus (lVl. 1).) u. s. f. (überhaupt das Vorzüg-lichste L. Kilian und die Sadcler). Bey Wink-let und Brandes werde» besonders» aus der H.Geschichte: Eine Geburt, eine Taufe im Jordan,Christus am Kreuze, und eine Himmelfahrt der H.Jungfrau von dem erstem; dann eine Zurüstungzur Flucht nach Egypren, von I. Sadcler; eineMadonna, die das Kind Gott dem Vater in derGlorie darstellt, ihr gegenüber St. Anna auf denKnieen; eine H. Familie in einer Landschaft, und dieAuferweckung Lazari, alle drey von R. Sadcler —Aus weltlicher Geschichte hinwieder: Acteon in einenHirschen verwandelt, von Beauvarlet; eine Victo-ria, wieder von L. Kilian, und ein Bildniß A. Dü-rers von Ebendemselben, schöne Blätter genannt.

*Rorrermondt( ). In einem Kupfcr-stichverzeichnisse finden wir, unter der Englischen Schule geordnet, einen Kupferstecher dieses Na-mens, dem ei» Bildniß des Generalmajors Wil-liam Waller, 1642. in 4°. gestochen ( 0 . A. pmx.)zugeschrieben wird. Vermuthlich ist er Eine Personmit dem im Lex. genannten Rorerinans.

— — s. oben Rodermonr.

Rortier ( ), ein Niederländer, und, wieman sagt, berühmter Maler, der den Saal desFürst!. Lustschlosses Fürstenried, unweit München ,mit Jagden geziert hat. Relation von den Fe-stivitäten bey der Vermählung des Kurprin-zen von Bayern »EarlAlberr, übersetzt ausdem Französischen (Augsburg 1720. Fol.).

Rorrmann (Gottlob) aus Lauban in derLausitz , Landschaftsmaler oder Zeichner um 171/,.Mit diesem Jahre datirt führt man nämlich irgend-wo ein Heft von 96. gezeichneten Prospekten, meistsächsischer Gegenden, von seiner Hand an.

— — ( ) war im Jahre 1806. und noch

1809. UniversitatS-Zeichenmeister zu Heidelberg .Wildberg's Universitäten-Almanach aufi8t«. (Neustrelitz 8. S. iZg.).

* Rottmayr , s. Rorhmayer.

R 0 tzenig (Hans), s. oben Claus parliere.

* Roubillac (Ludwig Franz), gebürtig vonLyon . Derselbe war in England Rysbrak's ge-fährlicher Nebenbuhler, und wurde am Ende mehrals dieser beschäftigt. Durch seinen Gönner, SirEduard Walpole, erhielt er den Auftrag, einigeBüsten im Lrinity-College zu Dublin , und dasMonument des Generals John , Herzogs von Ar-gyle, für die Westminster-Abtcy zu verfertigen.Seine Hauptwerke waren indessen eine Statüe desTonkünstlers Händel (nicht in Westminster, wiedas Lex. sagt, sondern) in den Lustgärten vonVauxhall, die Denkmälter des Herzogs und derHerzogin von Montague in Northamptonshire ,eine Statüe Georg I. in dem Stadlhause zu Cam-bridge , und eine andere des Universität-Kanzlers,Carls Herzogs von Sommerset, ebendaselbst Einanderes Monument von ihm (der Mrs. Nightin-gale) iu der Westminster-Abtey soll dann freylichein lächerliches Produkt, obwohl auf hohe Wir-kung berechnet seyn. Ferner sah man von ihmeine Statüe des Sir Jsaak Newton in einerKapelle vom Lrinity-College, und ein Modell zueinem Denkmal für den General Wolfe. Eine sei-ner beßten Arbeiten endlich, die Walpole mitStillschweigen übergeht, ist eine Büste Carls l.rm Besitze des Eöq. Elwye zu Matson, in der

Rovere.

Nahe von Gloucester. Roubillac hatte auch Ta-lente für die Dichtkunst, und schrieb Satyreu infranzösischen Sprache. Ein unvollendetes Bild-niß von ihm in Oel , das er kaum vor seinem Todangefangen, wird von Walpole erwähnt. Viel-leicht trieb er auch die Stecheckunst, da man näm-lich einige Blätter nach Demoulin kennt, welcheEnten und einen Habicht mit seiner Beute darstel-len , die mit seinem Namen bezeichnet sind. Erst. (nicht 1761. sondern) 1782. Fiorillo V. 6>/.bis 618. „Seinen Werken" heißt es bey Dalla-rvay ll. rhh—27.) „gebricht es an Einfalt; allehaben ein französisches Air, selbst sein" (oben an-geführter) „Js. Newton nicht ausgenommen. SeineStatüe von Locke in Christ-Church zu Oxford dannist mit einer Drapperie beschwert, welche zwischenantikem und modernem Geschmack in charakterlo-ser Mitte schwebt. I. c. i 54 -

* Roubillac ( ). So nennt auch der

einzige Basan (stä. sec.) einen Kupferstecher, geb.zu Bayonne 1709. der viele Blatter in Crayonma-nier, darunter Landschaften, ein Zeichenbuch u. s.f.geliefert habe. Ob etwa in dieser, wohl znverrlaßig windschiefen Notitz von dem obigen Bild-hauer (s den Schluß des Art) die Rede seyndürfte? Fast zweifeln wir nicht daran, da wirauch in einem Gantkatalog 5 . Blätter weiblicheKöpfe, und Hühnerstücke, in Zeichnungsmanier(4°.) bunt abgedruckt und mit: Aonbr/iac er Oe-marteau so. bezeichnet, rubrizirt finden.

Roubo s ). Wir kennen ihn einzig auseinem Werke, was in dem Verlagskataloge desLeipziger-Jndustriecomptoirs von 1806. angeführtwird: Die Tischlerkunst in ihrem ganzen Um-fange, nach dem französischen Originale des H.Roubo, mit Zuziehung des einsichtsvollen undgeschickten Kunsttischlers I. Jacob perurschnikin Leipzig bearbeitet und mit Zusätzen und einemAnhange der neuesten Erfindungen versehen vomProfessorGeebaß. MitKnpf.in 4 °. Pr.Z.Rchthlr.

Roude od. Rudi (Franz) vonDijon,Schril-ler von Devosges allda, und von Cartelier, er,hielt 1809. damals 24. I. alt, den zweyten Preißin der Sculptur, für eine im Durchmesser hal-tende Figur en Bosse ronde, welche, der Aufgabegemäß, einen Manns auf den Ruinen von Car-thago darstellte.

* Roue ( dela), der Bildhauer, studirteunter Vandieres.

— — ( ) ein Bruder des Obigen, Feld-

schlachtenmaler und Mitglied dcr Königl. Akademie,lebte eine Zeitlang ganz unbekannt, und verließ dannplötzlich die Kunst und die Welt um 1780.

Rovere (Hieronymns), s. den Schluß desgleich folgenden Art.

* — — (Joh. Baprista), ein wenig bekann,

ter Maler von Turin . Von diesem, nicht vondem unten folgenden Bruder des Joh. Maurusist das Gemäld von dem das Lex. unter dem Art.dieser beyden letzter» spricht, das mit Aoan. Sap.ste Anere Naur. LUebst 1627. bezeichnet ist.Dasselbe befindet sich im Convente St Franzescozu Turin , und stellt den Tod auf eine ganz neueManier in einem Faden vor, der von dem FallAdams und Evas ausgeht, gesponnen, geknüpft,und — endlich abgeschnitten wird; Alles mit nochmanch andern seltsamen Einfällen, die freylichfür die Erfindung keinen Beyfall verdienen, übri-gens aber in der Ausführung ganz artig sind,und von nichts minder als verächtlicher Kunstzeugen. II. 2. 262. Auch ein Hierony-

mus Rovere wird in Rossis: 6uicla «st Norme»piemontesischer Hofmaler genannt.

* — — (Joh. Maurus und Joh. Baptist),Gebrüder, Fiamenghini, auch Rosserri genannt.Ersteres hießen sie von ihrem Vater Richard, deraus Flandern nach Welschland kam, und sich zuMailand niederließ. Joh. Maurus gieng vonder Manier des Camillus Procaccini zu der von