Rovers.
Julius Cesar über. Er war einer von den ersten,welcher der Manier dieser Beyden anhieng, standaber durch das Pfuschen bey seiner Arbeit weitunter ihnen. An unbändigem Feuer besaß er Ueber-fluß. Bisweilen indessen wußte er solches zu mas-sigen, wie z. B. in seinem wohlüberdachten Abend-mal bey Sr. Angela zu Mailand . Joh. Baptistund noch ein anderer seiner Bruder, von EinigenLNarcus genannt (den auch das Lex. zu kennenscheint), halfen ihm bey seiner Arbeit in Kirchenund Palläste», und waren , gleich ihm, geistreiche,aber inkorrekte Künstler. Bilder von ihnen in FrescoundOel, Geschichtliches, Schlachten, Landschaf-ten und Prospekte findet man bald in allen Win-keln zu Mailand . /m»Lr ll. 462—HZ. Von Job.Lst?aurus will Malpö, der denselben Joh. Mo-ritz nenuk, einige kleine Eyarbeiten (Landschaften,mit Figuren und Thieren stafflet, Schlachtenstückeu. s. f.) kennen, welche mit lVI. st. fec. auch mit
N. Ü. k. bezeichnet und von 1604. datirt seyen.Hinwieder finden sich in: Xuove Inversion! rteLallt, opera äi t?erare TVeg-'i, cietto r'/
(pol. Nilan. ap. 6lrol. Lorllone 1604.) Blätter,von Leo Palavicini nach ihm gestochen.
Rovere (Markus), s. denvorhergehndenArt.'
— — (Richard). Eben so.
Rouer (Ferdinand). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler, nach welchem A. Clouetdas Bildniß des Kardinals Cesar's d'Etrees gesto-chen habe.
* Rovezzano (Benedikt da). Unter denausländischen Bildhauern, welche Heinrich VI !k.in England beschäftigte, verdient dieser zuvörderstgenannt zu werden. Für diesen König verfertigt«er Mannigfaltiges in Erzt und Marmor. SeinWichtigstes indessen war das Grabmal des Monar-chen, freylich nach einem Entwürfe Baccio Ban-dinelii's. Bey Manchem war A. Cavallari seinGehülfe. Fioristo V. 212—10.
Rouge ( le), Königl. Französischer Inge-nieur und Geograpke, verfertigte eine Beschreibungdes Konigl. Schlosses Monceaux mit 14. Kupfer-tafeln, die 17Ü1. zu Paris in Folio gedruckt ist.Ferner tragen seine Namen: 8ie§es er Latslllcs,j)our servir s l'klistoirs ües läuerres 1741.5 Z. Bl. Dann: Ein Atlas von den Französischen Sceküffrn (Paris 767.) mit 5 o. Bl. in 4 °-— Atlasporcarik lles IVlilitsiros (ib. 728.), 2. Bände inqu. Fol. — le parkait Aiüe sie Lamp av. 55 .plancbes (Paris 1760. 8°.) nur einige BlätterText. — Lscueil ües Lortlsications, korts etPorts ä« mer äe Lrance en Wille llouce (ib.1764. 8°.) — Dnvirons <le Paris clresses surles carces topo^rapliiques clu 8 r. Loussel, 6 e1a Vij;ne, er clu 8r. /e /ücmAS Ingenieurs 6eo-Lrapkes < ib. ckeL /e Kou§e), gr. Fol. u. s. f.Vermuthlich auch Er radirlc die Ritterstatüe Lud-wig XV. die 17HZ. am Ende des Gartens derLhuilleries aufgerichtet wurde, samt dem Platzeund umliegender Gegend, u. a. Aehnliches. ^c.
— — — So heißt auch im Almanach
tles Leaux-Arts 180Z. ei» damals zu Paris leben-der Kupferetzer; wahrscheinlich derselbe, welcherspäterhin an Mellings Vo^axe piccorcscjue üeLonscantinople mitarbeitete.
— — — Und so Ebendaselbst ein dama,
liger Gemalde-Handlcr zu Paris (s. v. Drrv!/).
Rouger (Georg), gebürtig von Paris , Schü-ler von David, erhielt 1802. von dem National«institut zu Paris den zweyten Preis in der Malcrey.Die Aufgabe war: Aeneas , der seinen Vateraus dem brennenden Troja trägt. Späterhin dann(1802 ) das erste Acccßik in der Specialschuleder Schönen Künste, selbst damals erst 20. I. alt,A'mw. stes ll. Z82. /enist. xnü/.
Roub ( ), Bildhauer zu Berlin . Auf der
dortigen Kunstausstellung von » 8 o', sah mr» von
Rouk. rz6§
ihm eine ähnliche Büste der Königin, doch ohnedie Anmuth des Urbilds, und ein Relief, das denruhenden Comus vorstellt, und von Kennern mehrgerühmt wurde. Deffenrl. fJachr.
* Rs ubier (Ludwig). Derselbe war vonDijon gebürtig, und arbeitete vermuthlich schonum i 65 o. zu Rom . Die dortigen Springbrunnengab er gemeinschaftlich mit G. B. Falda, undG. F. Venlurini. Dann den Obelisk Pamphili von zweyen Seiten u. s. f.
Roubo ( ), Schreinermeister zu Paris ,
machte sich um 1770. durch einige Schriften be-kannt, als: l'Art üu IVlenuisier; l'Art üu äle-nuisier blbenisrs; l'Art llu 'preilla^cur; l'Art«lc la Lonstruckion cles Vkieatres et cles äla-ckincs tlieatralss. A)Lc.
* Roviale oder Ruviale (Franz), wegen
der glücklichen Nachahmung seines zweyten Mei-sters il polydorrno genannt, starb nach Lanzi I.5 g 8 .s. v. um i 55 c>. Zugleich mitpolpdoro
arbeitete er für die Orsini verschiedene Geschichtendieser berühmten Familie; und nach der Abreise
. des erster» führte er nicht wenige Werke auch fürX sich selbst zu Monte Oliveko u. a. w. aus. Die-selben sind aber größtentheils zugrundgegangen,wie solches zu Rom auch dem Meisten 00» Eal-dara begegnet ist. Uebrigens glaubt -Lanzi (obmit Grund?), daß dieser Roviale oder Ruvialenicht mit demjenigen, ebenfalls aus Spanien ge-bürtigen Maler gleichen Namens zu verwechselnsey, der ein Schüler Salviati'S und Gehülfe desvasarr bey den Arbeiten i» der Kanzellerie gewe-sen sey, und dort, nach dem Urtheil dieses letzter»,sich erst zum guten Praktiker gebildet habe Sol-ches geschah unter Paul l V. wo hingegen Ooly-dorino bereits Meister in seiner Kunst seyn mußte.Palomino dann gedenkt überall keines Künstlersdieses Namens, so daß wohl keiner der beyde»Genannten nach Spanien zurückgekehrt seyn muß.
Rovigo ( ). So nennt Lanzi I. 468.
einen unS bisher ganz unbekannten Maler vonUrbino , der dort um i 5 öo. in einer Majolica-Zabrikemit Ruhm geardeiict habe.
*Rouillemonr (S.). So wird nämlichbey Heinecke (r^achr. II. Z74.) nach dem Ka,talog von Goße, ein Blakt: Die Segnung Abra-hams nach Raphael, bezeichnet.
Rovira (Hypolito y Brocandel), geb. zu Da-lenzia ivgZ. und gest. 17h). Derselbe bildete sichunter einem unbekannten Meister zu einem bravenMaler und Kupferstecher, und lernte die Aufangs«gründe der Kunst in der Akademie des EvaristsMunnoz. Um sich noch mehr zu vervollkommnen,reis te er nach Italien, wo er in Rom mit einemunglaublichen Eifer arbeitete, uns, neben Andeiin,die ganze Farncstsche Gallerie des Ö. CarracciGrauin Grau kopirte. Allein durch solch übertriebenenFleiß schwächte er seine Augen und zuletzt leinenGeist so sehr, daß er nach seiner Rückkehr von*Rom oft nicht wußte, was er that; so daß er z. B.ein Bildniß meisterhaft anlegte, im Blödsinn aberAlles wieder auslöschte, und das Ganze verdarb,was ihm, neben Andern, mit dein Prinzen Lud-wig >. Sohn Philipp I V. begegnete. Er ließ sichhierauf in Valenzia nieder, wo man an vielenKirchcngemaldcn die Spuren seiner Zerrüttungwahrnimmt. Da diese immer mehr überhand-nahm, brachte man ihn endlich in ein Hospital,wo er starb. LionUo lV. 40/- AIs Kupferste-cher wissen wir von ihm einzig ein Titelblatt zuVelasco's: llluseo pittorlco (1715.) zu nennen.6a»ste//i»i.
Rouk oder Rouke (Will.). So nennt Bnsän (Lä. sec.) irgend einen (um 1789. jung ge-nannten) Englischen Stecher in Punklirmanier,Schüler von Burke. Ohne Zweifel derselbe Rouke,von dem wir auch anderwärts lesen, daß er ingedachter Manier nach Rambeig gestochen habe.