Band 
Zweyter Theil [2].
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1386
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iz86 Rudolph.

Rudolph (Heinrich), ein Hofkunstdrechslerzu Hannover in 1800.

— (Johann Gottlob), ein Kunst- undLustgartner zu Dresden , wo er 1789. 40. I. altstarb. Dresdner politisch. Anzeiger, Jahrg.1789. Nr. 9.

— — s. auch Rudolf und Rudolphi.

Rudolphi (Andreas), Kammerdiener und —Baumeister Herzog Ernst I. von Eotha, auch ersterBibliothekar der von diesem Fürsten angelegtenBibliothek um 1647. bis ungefähr , 665 . Derselbewar von Magdeburg gebürtig und ein Sohn desfolgenden Michael R., der ihn studiren und so-dann reisen ließ. Anfangs diente Andreas (unterder schwedischen Armee) dem Herzoge Wilhelm vonWeimar , als Ingenieur; nahm aber i 635 . seinenAbschied und trat in die Dienste des gedachten Her-zogs von Gocha. Der Bau des großen Residenz-schlosses zum Friedenstein zu Gotha , wurde vonihm 1643. angefangen und nach einigen Jahrenvollendet. In 1862. versah er auch Gotha mitneuen Festungswerken. R -?ucko/püi Ootkatliplomstica Lc. (Franks, und Leipz. Fol. 5 Thle.)IV II. p. 16t. 166. Andreas starb zu Gocha1680. 78. alt. <k. Melrzers erneuerteEbronik v. Schneeberg (das. 1716.) S. 640. —Galerri' s Gesch. d. Herzogrh. Gotha , Th. II-S. 258. u. 62.

— — (I G-). Derselbe hat zu dem Werke:blonumentg ?s8erborn6N8ls die Prospekte ge-zeichnet, welche (wenigstens in der von uns liegen-den spätern Ausgabe: Nürnberg 1713. 4°) vonA. C. Fleischmann sehr mittelmäßig in Kupfer ge-stochen sind.

— — (Michael), ein guter Mathematiker,geb. zu Niederschlemm, einem Dorfe in dem chur -sachsischen Erzgebirge. Die Stadt Magdeburg nahm ihn als Baumeister in Bestallung. Er führtehier 1625. nebst seinem abgedachten Sohn Andreas,die neuen Festungswerke auf. Michael starb zuMagdeburg 10. Monate vor der bekannten Ein-äscherung 16Z1. Melczers erneuerte «thronikv. Schneeberg S. 640.

Rudolpbus (Ludwig), Kupferstecher, Kunst-und Musikalienhändler, auch Notenstecher zu Al-tona. Don ihm kennt man: Modekupfer, undAnsichten Hamburgischer Gegenden zu dem in sei-nem Verlag i 8 o 5 . und 1806. in 4 °. erschienenenModejournal, lebte noch zu Alton« 1809. Meu-sel N. R. L.

Rudorf (August Göttlich), geb. zu Dresden 1768. Zuerst war derselbe verpflichteter Feldmesserdes Rathes zu Dresden , wurde aber sodann alsKönigl. Condukteur bey derForstvermeffungsanstaltangestellt, und lebte in dieser Eigenschaft nochi8n. zu Dresden . 8. 263. und 462.

Nicht 1797. wie letztrcr sagt, sondern 1799. er-schien seine bekannte Abhandlung vom ökonomi-schen Feldmessen, mit 17. Kupfertafeln.

— — ( ). So heißt auch schon bey Men-

sel I. (1778.) ein geschickter Zeichner und Organistzu Buttstadt im Weimarischen. In 1789. (Men-sel ll.) wird gefragt: Ob er noch lebe. In 1809.(N. K. L.) befindet er sich wieder wirklich unter denLebenden.

Rue (I. B. de la), irgendwo lesen wir, daßein solcher ein Werk unter dem Titel: 1 'raits 8sla Loupe äes PIsrres (Paris 1728. c. I>§.) gab.Vielleicht ist er mit dem folgenden la Rue, Mit-glied der Pariser-Akademie der Baukunst, EinePerson.

*-( de la), der im kex. genannte Land-

schaften- und Figurenmaler, hieß L. und blüheteum die Mitte des XVIII. Jahrhunderts. Ob eretwa gar mit dem Bildhauer Ludwig Lelip EinePerson sey? Wir denken's doch kaum. Von un-serm L- nun führt der Winklersche Gantkatalog

Ruecke.

eine Folge von 5 . Bl. an, die zum Titel führen:Divers suzets militaires» Inventes st gravsspar D. I. * *, und Reuter-Scharüiützel darstellen.Dann eine andre Folge von 7. Bl. stehnder Figu-ren in antikem Geschmack und Costum, mit derChiffer unsers Künstlers, und F. Basan's als Ver-legers bezeichnet. Ferner nach ihm: Die großeComposition eines Bacchanals von — Amorinen,von B- Boffi; und besonders Mehreres von P. L.Parizeau (1770. u. 79 ) geetzt: Vörderst eine Folgevon 12. Bl. mit dem Titel. Dekerentes (sie.)Oompositions 8'sprös les Dessins 8e /VMe, welche antike Opfer u. dgl. enthalten; fer-ner: Is 1'riompks 8e la peinture (was auchCl. du Flos gestochen, und des Künstlers Bildnißeinbegreifen soll, und: I» 8culpture; endlich:Den «I'Dnf-ms, und : 8scriiice sux Oraces.Welch Allem noch eine andre unsrer Nötigen: EinKind von Desmarteaux, und (dieß apokryphisch)die Elemente und die Jahrszeiten von (?) Bouchechinzufügt. Gaule de Gt. Germain S. 3 no.nennt unsern Künstler Ludwig: „Key den Lieb-habern bekannt durch eine Menge Zeichnungen,bald mit der Feder, bald getuscht, bald a la San-guine oder colorirt, welche meist Pferde, Schlach-ten, Märsche, Wachthäuser, Soldatenbelustigun-gen u. dgl. zum Gegenstand haben."

Rue (la), in dem Almanach r«^-,I, Jahrg.1742., werden, nebst mehreren schon im Lex. ge-nannten , noch folgende als Baumeister und Mit-glieder der Königl. Akademie der Baukunst zu Paris mit dem Jahre der Aufnahme angeführt. In derersten Klasse: Bosfranc 1709.; de ssorre 171,.;de ctorre der Onkel 1724. (er hielt sich theils zuFontainebleau, theils zu Paris auf). — In derzweyten Klasse : de vignp 1723.; laRue 1728.(lebte zu Versailles ); de Lespöe 1728.; Lhevau-rer i 732 .; deLuzy 1734. war zu Vincennes ; Si-monner 1735.; Godet- 739 .; und!e Bon 1741.

-( de la), ein französischer Architekt die-ses Namens (wie wir glauben, neuerer Zeit),baute einen sehr schönen Schauspielsaal zu Alen^on(Orns). pr«ü/.

-— — Vater und Sohn, welche in

gegenwärtigen Zusätzen bereits unter dem Art. Jo-hann Beuselin erscheinen, heißen bey le hsöirS. 46— 47 - ohne Weiteres, Glasmaler aus derNormandie gebürtig, welche unter Heinrich II.Privilegien als solche erhalten hätten.

-(de la de l'Epinay). So heißt im Ver-lagskatalog von Joubert und Bance (1806.) einKupferstecher neuererZeit, der nach Jul.Romano dieFlucht von Dädalus und Jcarus aus Creta gelie-fert hat, welche zusammen schwarz 5 . Live/undgefärbt das Doppelte kosteten.

Rubens (F.). Welches Künstlers apokryphi-scher Name ist wohl dieser, von welchem sich einstin der Gallerte zu Salthalum ein kleines Bild voneinem Schlachtfelds befand, auf dessen Vorgrundviele Todte liegen?

Rüber (MagnusD ein Franziskaner-Laienbru-der zu Damberg, malte für seine dortige Ordens-kirche drey Altarblätter: Die H. III. Könige,Barbara und Sebastian; dann für die ehemaligeFranziskaner-Kirche zu Amberg : Peter von Äl-cantara und St. Barbara. Er starb zu Bamberg 1686. Lipowsky.

Ruecke (Hans), Böhmischer Münzmeister zuVörtte, wurde in 1617. von dem deutschen Reichegestraft, weil er seine Silbermnnze zu hoch ausge-bracht hatte. Hirsch deutsch. Münzarch. I V.90. S. auch unten Rueckle.

— — oder Ricke (Hermann), GoldschmiedVon Schwerin, der vielleicht im X VII. Jahrhundert

lebte. Inder: (surieusen Bunst-und Werk-

schule von I. L. (Nürnberg 1705. 4 > S- 236 )findet man ein zu den Goldschmiedskünsten gehöri-ges Recept von ihm, ohne Weiteres angeführt.