R u c ck.
* Ruecker, s. w. < 5 . Rucke--.
Rueckle (Hans), wurde im Jahr -6-9. als-Münzmeister der Burg Frievberg verpflichtet,pirsch deutsch . Münzarch. VII. 468. Viel-leicht ist er Eine Person mit dem obgenanntenHans Ruecke.
Rücknee (K), ein deutscher Kupferstecher,lieferte im I. -8»Z. ein Blatt, welches die StadtKreuznach vorstellt, nach der Zeichnung von G.Drühl.
Rückwärts (Cornelius), s. unten Ryquart.
Rueda (Gabriel), ein Spanischer Maler desXVII. Jahrhunderts, dessen Perspektivstücke Lobverdienen sollen. F-orillo IV. 221.
Ruediger (Carl Friedrich), Schrift- uudFormschneider für Buchdruckereyen, und Bildhauerin Formen für Conditoreyen, geb zu Friedrichstadtbey Dresden -748., lernte bey seinem verstorbenenVater, dem nachfolgenden Tarl Friedrich > ,diese Kunst, in welcher er um -788. der einzigeKünstler in Dresden war. Seine Holzschnitte be-stehen iu Bildnissen, Vignetten, Wappen, Schrif-ten u. s. f. Besonders aber waren seine Conditorfor-men so beliebt, daß sie öfters ins Ausland, nach —Frankreich u. s. f. bestellt wurden. Am meisten aberseine Dekorationen in Papier mache, wovon man,nach der Zeichnung des OberbauamtszahlmeistersWeinlig, neben Andern in dem Hause des Pros.Lippert's rühmliche Beweise fand. Seine Devisensind ebenfalls einzig in ihrer Art; sie kommen derNatnr so nahe, daß man sie oft dafür selbst nimmt,und werden jährlich in großer Zahl, besonders nachDänemark, Schweden und Rußland versendet.Beller S. -39—40. Dieser Künstler (heißt esin einer unsrer Notitzen) mag todt seyn; denn derDresdner - Ad-eßkalender auf i8ro. nenntihn nicht; dagegen führt derselbe (S. 65 .) einenFormschneider Johann Friedrich R. vielleichteinen nachgelassenen Sohn an.
— — (Chr. Fr.), ein Formschneider zu Fried-richsstadt-Dresden, und Vater von obigem <sarlFriedrich. Zn dem Dresdner politisch. An-zeiger, Jahrg. 1758. Nr. V. zeigte er an, daßbey ihm »unterschiedene in Gips gegossene Basre-lief, gestochene, sowohl Figuren, Historien, alsLandschaften und mit Goldmetall fein bronhirl"um billigen Preis zu haben wären.
— — (Fr.). So heißt in: Dresden ,zur Kenntniß s. Häuser, ein Schrift- und Form-schneider daselbst. Ob derselbe vielleicht ein Sohnvon obigem Tarl Friedrich, oder gar nur EinePerson mit diesem ist, wissen wir nicht. Er sollnicht ungeschickt in seiner Kunst seyn; in der fran-zösischen Sprachlehre von I. A. Brüel (Dresden und Pirna -799. 8.) sieht man, als Tirelvignette,ein von ihm geschnittenes Brustbild des Diderot .
— — (I A.), Maler bey der Universität zuHalle in Sachsen , der dabey auch den Titel alsFürstl. Dessauischer Hofmaler trug; lebte in derersten Hälfte des X VII l. Jahrhunderts. Ein Bild-nis; Luthers (was er nach dem Wachsabgusse zeich-nete, vergleich nach dem Tode dieses Reformatorsvon ihm genommen wurde, und sich auf der Bib-liothek zur L. Frauen zu Halle befindet), und dasanatomische Theater zu Halle hat C. G- Liebe (erste-res 1706.) schlecht genug, nach ihm in Kupfer ge-bracht. Ucberdieß kennt man nach ihm mehrereBildnisse, meist dunkeler Männer von Bernigeroth,J.W. Bock, G.P. Busch, Sysang, C. A. Worlh-mann u. a.
— — (I. H ), war um 1720. als Maler beyder Universität zu Halle in Sachsen angestellt; ver-muthlich ist er ein Sohn von obigem J A- Ruedi-ger. Bernigeroth, Sysang -1. a. haben Bildnisse,und C. G- Liebe die Universitätsstatuta gedachterStadt, mit dem großen Jnnsiegel in kl. Fol. (zn
Ruel. rz87
dem zweyten Theile von Dreyhaupts Be-schreib desAr alkreises) nach ihm gestochen.
Ruediger, s. auch Ried-ger.
Ruedl (Herr von). Von demselben heißt esim Tüb. Morgenbl. 1807. S. 284. »H. vonRuedl, dessen Verdienste durch den Strom - undden Straßen - Atlaß bestimmt bezeichnet sind, sollnicht abgeneigt seyn, das ganze Königreich Bayern zu liefern; aber noch sollen ihm manche Berichti-gungen fehlen."
Ruedorfec (Franz), wahrscheinlich ein nochlebender Kunstdilettante zu München , besaß einBlatt, welches von Einigen für den ältesten Kurvferstich (freylich ohne Datum und Zeichen) gehal-ten wird, und eine Sybille darstellt, die demKaiser August Maria mit dem Kinde in den Wol-ken zeigt. Lipowsky.
Ruedrich, s. oben Riedrich.
* Rüest (Ruprecht), s. Rüst.
Rueger (CarlGottlob), Miniaturmaler, erstbey der Porcellanfabrik in Gera , hernach bey der-jenigen z» Volkstadt, einem Dorfe bey Rudolstadt .Geb. 17H1. zu Annaburg , eines Predigers Sohn,und nach dessen Tode Stiefsohn eines Apothekers,wiedmele sich Anfangs diesem letzten- Berufe,worin er bedeutende Fortschritte machte. Weil ihnaber der Eigennutz seines gedachten Stiefvatersau glücklichem Betreiben desselben hinderte, gienger zur Malerey. ohnehin seiner Lieblingsncigung,über, und verwandte seinen Verdienst in seinemerster-- Berufe, auf die Erlernung einiger zu die-sen zweyten erforderlichen Wissenschaften in Aenaund Leipzig . Außer seinen Arbeiten für erwähnteFabriken verfertigte er auch größre Kunstwerke; erradirte und stach in Kupfer, und zeichnete besondersschöne Landschaften nach der Natur. Auch alsSchriftsteller erwarb er sich Verdienste durch dieHerausgabe eines Taschenbuchs für Maler und
eichner -789. (zweyteAllst. -79- ), einen voll-
andigen Tursus der Zeichenkunst 1798. undden Zeichenmeister, erster Band, mit- 5 . Kuvftr-tafeln, 4". 1794-, das nur etwas zu weirläuftiggerathen seyn soll. Im Aug. 1799. starb er aufeiner kleinen Reise zu Camsdorf iu Thüringen.Baur . Seinen sehr rühmlichen Nekrolog vonE. Kämmerer, wovon Obiges der Auszug ist,s. lnMensel's b). M-'scell. XI. 375—76. XII.4 y 5 . Dann über seine Schriften das Nähere inEbendess. Gel Deutsch !. (Fünfte Aufl.) Th.VI. E. 477 - u. Th. X. S. 5 u 3 . Von seinem voll-ständigen Tursus hieß es in einem Subscriptions-plane, daß dazu die beßten Meister die Kupferstechen sollten. Eine siebente Lieferung dieses Wer-kes erschien noch 179b.
— — ( ). Einen solchen benenntFab r-'cHistorie der Gelehrsamkeit, 1 . Th. 969., nebstPaul Egel, als Schüler des Balrhas. Permosers,und mithin als Bildhauer. Llkc.
— — ( ), ein mit dem Obigen wohl nicht
zu verwechselnder Künstler, der, ein Schüler desdortigen Malers Gabels, in -796. bey der Por-cellan - Fabrike zu Gotha angestellt war, wo erLandschaften und Arabesken malte. Klebe'sGotha S. 219. Er lebte noch zu Gotha 1810.
Ruegg (Johann), ein Kupferstecher, einesPfarrherrn Sohn, nicht »»wahrscheinlich aus demSchweizenKanton Jürch gebürtig. Von ihm kenntman das Bildniß seines Vaters, dann desLuzerncr-Probstcs N. L. Peyer Jmhof, letztres mit -694.datirt, und beyde ohne Namen des Malers.
Rühl, s. Rubl-
Ruehlein (Ulrich), s. unten Ruelein.
* Ruel (JohannBaptist de). In Würzburg finde» sich von ihm mehrere schöne Altartafeln inden Augustiner- Karmeliter - und Franziskaner-