Band 
Zweyter Theil [2].
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1391
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Rugendas .

den Russen verlorene Schlacht bey Zürich ; beydeeolorirt zu 12. fl. und schwarz oder braun zu Z. fl.Zo. kr. Eben so und um gleichen Preiß (1806.)die Schlachten von Elchingen und von Austerlitz ;und in demselben Jahr: Die Französ . Kais. Gardein vier Octavblättern. Zugleich beschäftigte er sichdamals mit einem Hefte von is. Bl. nach Hand,zeichnungen seines Großvaters, und mit einemandern ebenfalls von 12. Bl. nach desselben Genial,den, in Umrissen. Zu seinem Neuesten und Beßrendann gehören die Hauptseenen des BayerschenKriegstheaters von 1809. in Agualinta - Manier,welche die furchtbaren Auftritte bey Landshut, Eck»müh!, Abensberg und Regensburg meisterhaft dar,stellen: Diejenige bey Abensberg , nach der Skizzeeines Augenzeugen (des Königl. Bayerschen Obrist-lieutenants von Hofnaß) ein 2^ 6" breites und V7" hohes Blatt, welches schwarz 6. fl. colvr. 11. si.kostete. Lipowsky.

Rugendas ( ), ein, wie wir vermuthen vonobigen Georg Loren;, und Johann Franz oderJohann Loren;, verschiedener Künstler von Augs-burg , der aber, wie es scheint, ebenfalls in dieFußstapfen seines berühmtesten Geschlechtsvor-fahren Georg Ohllipp des alrern treten wollte,malte um ibou. eine Vorstellung des Tods desPrinzen Ludwigs von Preußen, und gedachte einandres großes Gemald von der Schlacht bey Jena zu lief-rn, wozu er auf dem Schlachtfelds selbersich von den Positionen beyder Armeen u. s. f. dennöthigen Unterricht ertheilen ließ. Oeffenrl.hiachr. *)

* kuger, oder Rugierk (Johann), Malervon Vicenza , st. plötzlich 1717. 5 o. I. alt.

S. unten Hieron. riuggieri.

* Rugger» oder Ruggieri (Anton Ma-ria). Lanzi II. Hdi. nennt denselben einen Mai»ländlichen Maler des XVIII. Jahrhunderts, derunzertrennlich mit Franz Bianchl , meist in Frescogemalt, wo sie Lohn, nebst Lod und Tadel getreu Miteinander getheilt, übrigens aber durch ihre Freund»schaft ei» besseres Beyspiel als durch ihre Kunsthinterlassen haben. Wir denken daher, daß dieserzwar wirtlich der Anton Maria des Lex. sey;bemerken aber dabey, daß letzirer unmöglich Schü-ler von Oktav Vannini gewesen seyn konnte, son-dern solches, Lanzi's gleich unten folgendenAnron ^uggieri, den Florentiner, berührenmuß.

*— (Guido). Von ihm kennt man Blattermit dem Grabstichel, nach Primaticcio's Gemäldenzu Fontainebleau , u. a. nach F. Raibolini. Nachdem erster» nenitc und beschreibt Füßil II. 85 — 86 .Alexander, in einem eifrigen Gespräche mit derAmazonen-Königin Tomyris , und ein seinem In-halt noch unerklärbares Blatt, das einen jungen,wahrscheinlich kranken oder verwundeten Mann vonzwey andern getragen, vor diesen eine Frau, undeinige auf Blasinstrumenten spielende Leute dar-stellt, Und übrigens sowohl durch schöne Anord-nung, als gute Zeichnung und naiven Ausdrucksehr interessant seyn soll. Gandelsini giebt Rug-gierl« Monogramm (verschlungenes 6. u. k.) an.Malpö noch ein zweytes (O. k. k.). Letztrer besaßebenfalls das oben bey Füßli angeführte Blatt,welches er: un komme mort, czu'on porte enterre rubrizirt, und ziemlich gut ausgeführt nennt.

Ruggian» ( ). Ein solcher wird im

Tü b. Morgenbl. 1809. S. 5 o 6 . bloß beyläufig,als ein Baumeister des X V lll. Jahrhunderts, undLehrmeister des dort noch lebenden geschickten Archi-tekten C- Paolutti genannt.

Ruggieri. izyl

Rugg > eri (Anton). Dieser nun, nicht obigerAnron Maria Ruggeri, war Schüler von OktavVannini, und hauptsächlich ein Perspektivmaler,der in Mitte des XVll Jahrh, zu Florenz blühete.Indessen sieht man von ihm in der dortigen KircheSt. Michele in Berteldi, gewöhnlich St. Cajetan genannt, auch das historische Bild eines St. An-dreas. LEi 1. 242. Nach ihm wahrscheinlichhat C. Bagnini eine allegorische Hieroglyphe aufdas Haus Medicis , die er gemeinschaftlich mitD. Burbarini gezeichnet hatte, und P. S. Bartolk(1670.) eine dem Kardinal Chigi zugeeignete Thesisgestochen.

* — — (Dominicus), Schüler von Dome-nichino. So nennt M Gestenreich einen Maler,der aber wahrscheinlich kein Anderer, als der untenfolgende Joh. Bapr. ist, von dem sich in derGallerie zu Sanssoucy eine Bathscba im Bade,Figuren natürlicher Größe, und ein Tarquin, derdie Lucrezia überfällt, befinden soll.

* — — (Ferdinand). Sein 8ruäio oder8celtn ä'-^rchltettura civile ist zu Floren; 1722.(nicht 24.) gedruckt, und begreift in drey Theilen80. Bl. darunter Vieles nach Michael Angelo's Zeichnungen, wie z. B.^die Thüren, Fenster,Treppen u. s. f. der Medicäischen Bibliothek, danndas Grabmal Loren; und Julians von Medicis,zwey Blätter mit b'. k. signirt, die man aucheinzeln kennt. Ueberhaupt aber enthält dieses Werkdie vornehmsten ältern und neuern Bauten vonFlorenz , nebst einem Grundrisse dieser Stadt.Lavset/mi.

* — — (Hercules), war Hercolino delGessi genannt. /.a»r» II. 2. 110.

—' — (HieronymuS), ein Maler von Vicenza ,dort geb. 1662. Derselbe war ein Schüler des C.Durmann von Amsterdam, der lange in Vicenza wohnte. Ruggier» hinwieder brachte seine meisteLebenszeit in Verona zu, wo er Geschichtliches,Landschaften und Schlachkenstücke hinterließ, dieso ziemlich den niederländischen Geschmack ver-rathen. Dort st. er 1717. II. 217. Utbri»

gens bemerken wir, daß das Lex. alle dieses vondem auch oben angeführten Johann Rugeri sagt;nur daß dabey ein fünfjähriger Unterschied ihrerLebensdauer erscheint.

* — — (Johann), der Baumeister von

Mailand . Nach einem I. Ruggieri, finden wirirgendwo, habe F. Derardi einen in 1766. zuFlorenz für Kaiser Frau; I. errichteten Cataphalegestochen, vermuthen aber, daß solches eher denobigen Ferdinand berühre.

— (Johann Baptist«), Batn'sti'ns delGessi genannt, ein Maler von seltenem Genie.Nach Lanzi wäre er zuerst ein Nachahmer vonDomenichino, und so gut als dessen Schüler ge-wesen. Dann gieng er mit Gessi nach Neapel , woer und L. Menini mit demselben eine große Be-stellung ausführen sollten. Dort bestanden diebeyden letztem das Ebentheuer, daß sie eines Tagsauf einer Galere, die sie beschauen wollten fortge»führt, und lange (nach Lanzi I. 6 i 5 . sollte manglauben, überall) nicht wieder aufgefunden wurden.Indessen sagt uns doch dieser selber an einer andernStelle (II. 2. 110.), daß er späterhin in St. Bar»baziano zu Bologna mit seinem letztgedachtenMeister gewetteifert, und ihn überwunden, undendlich sich zu Rom gesetzt habe, wo er in denArmen P. von Cortona, der ihn »»gemein schätzte,gestorben sey. Dort siehet man von ihm im Klosterbelle Minerva , im Pallaste Cenci, u. s. f. Arbeiten

") Daß si« i» unsern Notitzen von den jüngern Mitgliedern dieses berühmten Künstlergel-blechts sehr wahrscheinlichIrrthümer und Verwechselungen finden» haben wir theils der Uvvollständigkeik, theils der Widersprüche deröffentlichen und Privatguellen zu danke». So nennt ». B. eine unserer spätern Notitzen ausdrücklich von einemJod. llorenz R. ein um -770. geetztes Bildniß des Kurfürsten Friedrich Augusts von Sachsen , welches mitdessen: inv. 8c. et exc. -lux. Viuch bezeichnet ist; dann eine Vorstellung und Gespräch der sechs kriegführendenNationen (1756.) in Querfoi. und läßt uns übrigens ungewiß, ob hier von dem schon genannten Sohne GeorgPhilipp des jünuer», oder von demjenigen des Ieremia« Gottlob die Rede sev, von welchen letztrer wirkli»am Wahrtchrinlichsten I-h. ttorrnz hicß, »md auch der zweyte irgendwo I 1 L. genannt wird.

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