izg'/ Ruggieri.
in Fresco, die b«) längerer Lebensdauer einen dervorzüglichsten Künstler an ihm verhoffen ließen.Als Zeichner (Gandellim sagt wohl irrig alsStecher) hat er auch für die: 6alleria6iu8tinianagearbeitet. S. oben auch Domenic Ruggieri.
* Ruggieri (Roaer de). In seinem Vater-lande malte er wenig. /.auL» ll. 2. 44 - Nach Pri-maticcio's Tode wurde, unter Carl IX. die Aufsichtüber die Arbeiten zu Fontainebleau , die bisher vonItalienern besorgt wurden, zwischen unserm Künst-ler und zweyen Franzosen, Toussaint du Breuilund Johann Bullant, der das Architektonischeübernahm, getheilt. Fiorillo III. 119.
Rughesi (Fausins). Nach Milizia (Lü.ters. II. 145. im Leben von M. Lunghi) war dieFarads der Chiesa Nuova zu Rom , zwar vonRughesi, aber nach der Zeichnung von Lunghi,ausgeführt.
Ruh! (I. Christian, auch bloß Christian), schonunter der vormaligen Regierung zu Kassel Hofbild-hauer und Lehrer an der Kunstakademie daselbst;dort geb. 1764, und noch dort lebend 1810. Der-selbe lernte die Kunst bey Aug. Naht, und erhieltschon frühe 1780—84. mehrmals die AkademischenPreise. Im I. 1787. reiste er, auf Kosten desLandgrafen nach Paris , wo er, unter Anführungdes Bildhauers und Direktors Pajou ein Jahrblieb, und sodann nach Italien gieng, wo er sichzwey und ein halbes Jahr immer mehr in der Kunstvervollkommnete, wozu vielleicht die Bekanntschaftmit Böthe und Moriz, welche er dort machte, nichtwenig beytrug, so wie er schon für sich selbst mitregem Geist und großem Eifer Alles aufzufassenwußte, was ihm einst Nutzen versprach. Unterseinen Arbeiten in Rom nennt die Schrift Lvinkel-mann u. s. Jahrhundert S. 355 . die etwas überhalb lebensgroße Figur eines verwundeten Achilles,glatt und fleißig ausgearbeitet, und woran die Kunstüberhaupt ungefehr dxx damalige,, py„ Dannckerund Scheffauer gleich zu achten sey. Nach seinerRückkehr ins Vaterland wurden ihm die sämtlichenBildhaucrarbciten auf Wilhelmshöhe anvertraut.Auch hier zeigte er seine ungemeine Gewandtheit,und reich schaffende Fantasie. Von ihm sind näm-lich jene gothischen Ausschmückungen der roman-tischen Kapelle der Löwenburg; „und" (heißt esirgendwo), „ wenn Manches dabey ins Spielendeund Kleinliche fällt, so ist dies nicht seine Schuld".Zu seinen übrigen vorzüglichsten Arbeiten gehören:Die den Hessen bey Frankfurt im I. 1792., danndem Generallieutenant von Knyphausen, dem kur-ländischen Baron von Hahn, der FinanzräthinOhnesorgen, und der Gattin des Kaufmanns Gund-iüA errichieie Denkmäler. Ein andres früheres,des Major Münzens, eines Preussischen Offiziers,demselben (1798.) von dessen Freunde, dem Land-rathe von Meyseburg zu Riebt im Niederhessischengestiftet, wird in der Allg. Lunstzeit. (1802.)S. 6/,—66. (wo der Künstler irrig Rühl heißt)sehr anziehend beschrieben. Eine Frucht seines Auf-enthalts in Rom war dann, neben Ändern,, auch seineSchrift: läeen xur Verrlerunx, kür Xüngtlekunä Üsnävverker »U3 <leu -Lntihen ^e8ammslt,die in 1804. mit 12. von ihm selbst leicht geetztenBlättern in II. Folio erschienen waren. Ebenfallsschon zu Rom , und auch nachwerts mehrere Jahrebeschäftigte ihn die Lieblings-Jdee, in einem Theilseiner Nebenstunden Zeichnungen nach Ossianin FlaMann-Karschenschem Geiste zu entwerfen.Hieraus entstand sein bekanntes Werk: OnrmrrOeclichte im IImri38e, welches wieder von ihmselbst, meist sehr rein geetzt, in drey Heften zu-sammen 40. Bl. nebst Erklärung von Heinse (Quer-Fol. St. Petersburg, Penig und Leipzig 1800—7.bey Dienemann) ans Licht trat, 12. Thlr. kostete,und überhaupt großen Beyfall für Erfindung,Darstellung und Ausdruck fand. Nur Weniges,namentlich bisweilen ein angemessneres Kostümwurde darin vermißt, und dann freylich auch einigeFehler gegen die Richtigkeit des Verhältnisses ge-
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rüget, wenn z. B. Koma! und Galbsna — fast garkeine Stirn' und Oberkopf hatten. Eine ausführ-liche Beurtheilung der 12. ersten Blätter dieserSammlung s. in der Bibl. d. red. u. bild. RnnsteII. (2.) 288—92.). Und ein großes Lob derselbenim Tüb. Morgenbl. 1807. S. 908. ws es heißt:„Hohe Einfalt der Erfindung, edler Styl, undmit Grazie vermählte Kraft spricht aus jederVorstellung, wenn auch nicht jeder Abdruck (?)gleich belohnend für den Künstler ausgefallen ist.Eins der gelungensten ist gleich das erste: Der vomGeiste des ermordeten Kormaks verfolgte Kairbar.Ihm an der Seite steht Suthona auf der Jagd".Früherhin wurde die Hoffnung gemacht, hiessSammlung künftig auch noch in Farben abgedrucktzu erblicken. LI Deutscher Merkur 1804. St. II.S. i 5 o— 53 . Meusel's zJ. A.L. (wo, nebenseinen oben berührten Bildhauer-Arbeiten, nochmehrere angezeigt werden), u. a. Deffeml rOachr.In 1809. wurde dieser geschickte Künstler auch vondes neuen Königes Majest. zum Hofbildhauer miteinem Jahrgeld ernannt, und seine Büste diesesMonarchen (1810.) in Marmor nach Paris gesandt.
Ruhl (I. E ). Ein solcher (ob vielleicht Vaterdes Obigen?) zeichnete um 1726. mehrere Blättermit Epitaphien zu D. Schneiders Gräflich Erbachirschen Stammtafeln (Franks a. M. 1726. Fol.),welche von P. Fehr in Kupfer gebracht wurden.
— — (I. G.). „Ein Künstler dieses Namensim XVII. Jahrhundert malte" (heißt es bey L.v. LO.— nur sagt er nicht wo?) „große und vor-trefliche Landschaften, mit wilden Thieren, Vögeln,u. s. f. Das Kolorit ist, was man natürlichnennen kann."
— — (Leonhard). Nach einem uns sonst ganzunbekannten Maler dieses Namens wird irgendwodas Bildniß von Laurentius Lällus, ohne Namr::des Stechers angeführt.
— — ( ), ein Künstler zu Kassel , wir
wissen aber nicht in welcher Kunst, erscheint beyBeschreibung der dortigen Ausstellungen von 1780—84. in Mensels Miscell. XXIV. 348 - 53 .neben dem Bildhauer Carls?) Richt, der dort HerrRuhl der altere heißt. Anderes und Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen.
Ruhland (Gottlieb August), erscheint in 1786.als Bauamksschreiber zu Ulm . Wohl kein selbstbildender Künstler!
Ruicker (Wilhelm Christian). So heißt imKatalog von Brandes ein Kupferstecher, vonweichem dort, ohne andern als den seinigen,eine allegorische, 1753. zu Aschaffenburg disputirteThesis angeführt wird, welche den wunden, zuBoden liegenden Erlöser vorstellt, die Religion inThränen, und einen tröstenden Engel zu seiner Seite.
* Ruins (Caspar). Heinecke (tdachr. I.379.) nennt seine Schöpfung Adams sehr schlecht,und giebt dafür eine Beschreibung der erhabenenIdee des Urbildes, nach vasari.
* Rutscher ( ), Landschaftsmaler, geb.
zu Hamburg um 1600. Alles scheint derselbe leichtund mit großer Schnelligkeit hingeworfen zu haben;besonders ist sei» Baumschlag ihm ganz eigen. Auchhat er gut in Kupfer geetzt; weil man aber denNamen selten unter seinen Blattern findet, undseine Gemälde ebenfalls wenig bekannt sind, sowerden jene vielleicht oft für die Arbeit andererMeister genommen. Wahrscheinlich ist er auch inHamburg gestorben. Er war vielleicht Lehrmeistervon Nauinr. / 7 a»rüro^. - IVar/ri'ic/it.
S. 62—62.
Ruisseau, s. Duruisseau.
Ruiz (Don Anton Gonzalez), ein achtungs«würdiger spanischer Künstler, besuchte die Schuledes Houasse zu Madrid , und vervollkommnete sichin Paris, Rom n. a. Städten Italiens . Philipp V.