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ernannte ihn zu einem der Direktoren der Akademie,und Ferdinand VI. bestätigte sein Diplom in 1722.worauf er ihn auch in 17h/. zum Kammermalermachte. Zugleich wurde er ein Mitglied auöwär-tiger Akademien, sogar der in Petersburg , undst. i/ 85 . Das Einzige, was man i» seinen Ar-beiten vermißt, ist (freylich kein Geringes!) har-monischer Farbenton und Wahl der Formen. Ausserden Werken, die er für Kirchen verfertigte, be-wahrt die Akademie von Sän Fernando Mancherleyvon ihm: Wie z. B. zwey allegorische Bilder mitden Figuren Philipp V. und Ferdinand VI. und eineJudith mit dem Haupt des Holofcrnes; dann dieBildnisse des Kupferstechers D. Juan BernaböPalomino, und des Sekretärs der Akademie DonIgnaz de Hermosilla. Fiorillo IV. 097—98.
Ruiz (Christobal). Von diesem spanischenKünstler ist uns nichts Anderes bekannt, als daßderselbe mit einer von denen war, welche i» 1661.die Immunität der Maler in Spanien mit solchemErfolge vertheidigten, daß dieselben von Abgaben,Zollen, Kriegsdiensten, u. s. f. besreyt wurden.JJorillo IV. 271.
— — (Ferdinand), ein spanischer Architektdes XVl. Jahrh., geb. zu Cordova, bekleidete dieStelle eines ersten Baumeisters der Kathedrale vonSevilla , wo, neben Andern,, Manches an demgroßen Thurme della Giralda genannt, seine Arbeitist. Die Geschichte dieses seltsamen Gebäudes,dessen Ursprung sich schon aus dem XI. Jahrh, ver-schreibt, erzählt uns MillZia (L<I. ters. I. 321 —22.). Die Spitze desselben war mit vier großenmetallenen und verguldeten Kugeln gekrönt, eineüber der andern gestellt, und so hellieuchtend, daßsie bey Sonnenschein auf acht Meilen weit erblicktwurden. In iZg8. litt dasselbe durch ein Erdbebennamhaften Schaden, der dann eben durch unsernKünstler um 1668. wieder ausgebessert, und dasGanze noch um ino. Fuße erhöhet wurde, was ihmgroßen Ruhm erwarb, und ebenfalls von Milizia(l. c.) näher erzählt wird. Gegenwärtig steht aufder Kuppel des Thurms, als — Windfahne eineeherne Statüe des Glaubens, woher denn ebendiese Baute den Namen: In dlralll-iskansteruols)tragen soll.
* — — (Johann), ein vortreflicher Spa-nischer Maler des XVI. Jahrhunderts, der vonJohann d'Arfe, seinem Zeitgenossen, vandobinogenannt wird, und, wie dieser versichert, unterallen Andalusischen Künstlern die erste Stelle ein-nahm. Liorillo IV. i 5 ).
* — — (Johann Salvador). So heißt
Ebendas. 297. ohne Weiteres, ein nicht unbe-riihmter Spanischer Künstler des XVII. Jahrhun-derts, Mitglied der Akademie von Sevilla . Obdieser, oder der vorhergehnde— oder auch Keinervon Beyden der Johann Rmz des Lex. sey, istuns ganz unbekannt.
— — (Martin). Und so l. 0. einer der vor-züglichsten Künstler, die sich i»i 5 i). beschäftigten,für den Kardinal Lisneros den Kirchenornat (derKathedrale von Toledo ?) zu sticken.
— — (Valentin), ein Spanischer Glasmalerdes XVI. Jahrhunderts, der, neben Andern«, dieFenstergemälde der Kathedrale von Burgos aus-besserte, wird I. c. 189. genannt.
Rukdeschel (Christoph Loren;), Marggräf-lich Brandenburg -Culmbachischer Münzmeistcr zuBayreuth um 1755.; st. 1768. SpiesBranden-burg. Müilzbelustlg. I. 090. I V. 3g2.
— — (Johann Loren;), der Vater von obigem«Christoph Ihorenz, bekleidete gleiche Stelle um1726. l. c. III. 23 ). und das Register der Münz-mcister im fünften Theile.
Rulick ( ). Nach der Zeichnung eines
solchen hat A. Dirkart das Bildnis; des MedizinersI. D. ü Karin (set. 2).) zu Prag in Kupfergebracht. Mochsen Aerzrebildn. S. 7>-
Nummer. iZgz
RuIiINann ( ), ein Künstler zu Dresdem
Von ihm sah man auf der dasige» Kunstausstellung,797. einige „gut und ähnlich" gezeichnete Bild-nisse; dann Herkules, der sich entschließt die Tugendzur Führen» zu nehme». Letzteres sollte große An-lagen zu einem Maler verrathen. - 17 §c.
Rulrer ( ). So soll ein englischer Kupfer-
stecher heißen; er habe, heißt es, zwey Blätter:I.lbertii et Vontentement, ohne Namen desZeichners in gestochen.
* Rumaldus oder Rumualdus. SeineKathedrale zu Rheims hielt man damals für dieprächtigste seiner Zeit, was wohl (sagt MiliziaLll. cerr. I. 110.) von ihrer güldenen Madonna,und übrigen Schätzen, nicht aber von ihrem archi-tektonischen Werthe wahr seyn mochte. Vollendetwurde sie, nach Einigen, erst um 87Z.
Rumberger (Ernst), s. Richter (Christoph)in gegenwärtigen Zusätzen.
Rumeau ( ), ein um 1810. zu Paris
wohnender französischer Maler, Schüler von Davidund Jsabey. Von ihm sah' man auf dem dortigenSalon dieses Jahrs ein Bild: Der blaue Bart.
Rumel (Johann Paul), geb. 177h. zu Mün-chen , bildete sich in dortiger Zeichnungsakademieund Gallerie zum Bildnißmaler, und machte Reisenin die ersten Städte Deutschlands , so wie endlichauch nach Frankreich . Alsdann ließ er sich zuMünchen nieder, wo er sehr glücklich getroffeneund gut gemalte Bildnisse in Miniatur verfertigte.Dort lebte er noch i8ic>. Lipoweky.
— — s. auch unten Rummel.
Rume 0 (Mercnrius). So heißt in Susinno'shandschriftlicher Nachricht von Künstlern aus Mes-sing ein von dort gebürtiger Geschichksmaler, vondem sich daselbst mehrere gute Arbeit befinde. SeineLebenszeit wird nicht genannt.
Rummel (Johann Abraham), war, um179b., als Kammerkoiidukteur in der Mark Bran-denburg angestellt, -k/rc.
— — s. auch oben Rumel.
Rummer (Michael), Meister in der Ein-legnngskunst in Hol; zu Handschuchshcim bey Hei-delberg, geb. daselbst 17)8. lernte seine Kunst sechsJahre lang bey dem berühmten Röntge» zu Neu-wied; reisete hierauf nach England, wo er dieselbeein Jahr lang beym Kabinetmacher Gen, in eigeneunabhängige Uebung brachte; fühlte allmahlig, undimmer lebhafter,, was ihm an Kunstgriffen undFertigkeit abging, und er doch nicht in Englandlernen konnte, reisete nach Ncuwied zurück, undhielt sich dort wieder ein Jahr lang auf. Alsdannbegab er sich, auf Anrachen und Kosten des FürstenPoninsky, mit mehrern Gesellen nach Polen , bliebein Jahr lang in Warschau , und arbeitete daselbsttheils für gedachten Fürsten , theils für den Kabinet-macher Nieman. In -777- kehrte er wieder nachHause, und übte sich weiter, besonders nach Hand-zeichnungen von Jannarius Zick in Koblenz . AufRöntgens Einladung zog er nun nochmals nachNeuwied , und half ihm ein volles Jahr an zweyvortrcstichen, berühmt gewordenen MeisterwerkenDas eine war ein kostbares Kabinet für die Königinvon Frankreich ; das andere zwey herrliche Holz-tapeten-Blatterfür den Prinzen Carl von Lothringen,welche Römische Geschichten (den Frieden derRömer mit den Sabinern, und Scipio Africanus und Allucius) darstellten. Seit der Zeit halt ersich wieder in Handschuchshcim auf, lebte nochdort 1809. »nd legte nach Handzeichnungen verschie-dener Künstler immerfort die feinsten Stücke ein.Mensel II. und A. L- Mehreres über sein«Ausbildung s. in einem Aufsätze des H. Kirchen-raths Mieg in Mensel's Miscell IV. (alsoschon 1780. geschrieben) S. )7— 5 ». wo es, nebenAndern!, heißt: r, Endlich brachte es RummerPppppppp 2