Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1394
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iZ 94 Rump.

durch anhaltendes Nachdenken so weit, daß er jetztdie ihm vorgelegten Zeichnungen mit ihren zartestenZügen auf das Holz übertragt, und der Nachhülfeder Farben in den Schattirungen, deren er sichanfangs bediente, nicht mehr bedarf. Jedes Stücksolcher Arbeit vertragt den feinern Hobel ohneSchaden. Ich sage daher nicht zu viel, wenn ichbehaupte, daß der Name Holzmosaik für Kunst-stücke dieser Art noch zu wenig ausdrücke, weil siean Lebhaftigkeit und Würkung jedes Mosaik über,treffen, von Ferne und in der Nähe das Aug deSKenners tauschen, und alle Spuren der Einlegungund Zusammensetzung (was bey andern Mosaikenunmöglich ist) auf das Künstlichste verbergen, undsie gleichsam durch die Schmelzung der Theile, undder sowohl natürlichen als geetzten Hölzer, in ein,ander, gänzlich wegwischen. Ein solches Meister-stück von ihm besitzt der Dohmherr von Beroldingen:Es ist ein alter Jager, der sitzend an einem schönenBaume ruht, die Flinte vor seinen Füßen, denHund neben ihm, u. s. f. Das Menschenaugkann keine schönere Farben sehn, noch die Phantasieein lebhafteres Kolorit sich vorstellen."

Rump (A.), ein Bildnißmaler, arbeitete um1680. zu Dresden. Nach ihm hat I. Sandrart das Bildniß des Sächsische» Hofpredigers I. A.Olearius gestochen.

* Rumpelt (Joh. Andreas). Derselbe warMartin Meytens Schüler.

Rumpf (Christoph Friedrich), ein gelehrterund berühmter Buchdrucker von Münden in West,phalen gebürtig; setzte sich zu Leipzig . Er wirdauch als ein künstlicher Maler beschrieben. Derselbest. 56 . I. alt.

Rumphius (P. A.). Das Bildniß des ge,lehrten Kaufmanns Georg Everhard Rumphius inFol. ist bezeichnet: stiius kecir

patrem. ). äe kater8e. k. käalma exe. Mo ehsenAerzrebildn. S. i16. Der unsrige muß um 1700.gelebt haben.

Rum Pier (Jesajas), zeichnete zu Joh.Freinsheims deutschem Tugendspiegel (Straß,bürg 16Z4. Fol.) einem sehr seltenen Werke, dasmit allegorischen Figuren und der Vorstellung derEroberung von Breisach ausgeführte, und vonP. Aubry gestochne, Titelkupfer.

Rumpp (I.). Ein Gantkatalog führt voneinem solchen (als Erfinder, oder als Stecher?)einige Folioblättcr mit Oefen und Vasen an.

* Rumstedt, s. Romstaedt.

Runcimaun (A.). Nach einem solchen unssonst ganz unbekannten Maler hat F. Legat eineAndromeda schön gestochen, laustet.

Rundeel (Philipp Christoph Lampe Freyherrvon), s. Lampe in den künftigen Zusätzen.

* Rundr (Johann), geb. zu Hamburg gegen

End des XVII. Jahrhunderts. Derselbe gieng,um die Kunst unter G. Lairesse zu studiren, nachHolland , und kam nach dessen Tode (1711.) in seineVaterstadt zurück. Er war ein braver Geschichts,und Bildnißmaler, dessen Manier indessen wenigvon derjenigen seines Lehrmeisters hat. Er zeichnetesehr fehlerhaft, und nach sonderbaren Formen; seinemännlichen und weiblichen Köpfe sind wie Familien-bildnisse, und sehen sich fast alle gleich. SeinKolorit ist sehr einfach und fällt ins Braune; derFarbenauftrag ist leicht und dünne. Die meistenseiner Arbeiten finden sich in Hamburg ; sein Beßtesindessen ist eine Verklärung in der Kirche zu Wands-beck, mit Figuren von kolossalischer Größe; einBild, in welchem er seine gewöhnlichen Fehler mitGlück zu vermeiden gesucht hat. Dieser Künstlerstarb in sehr traurigen Umständen im Hospital zuHamburg . 8. 38 —äg.

Ohne Zweifel ist es derselbe Runde, von welchemsich zwey Frauenzimmerköpfe, auf Leinwand ge-malt, in der Gallerie zu Salzthalum befanden.

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In einer unsrer erst jüngst noch erhaltenen Notitzenüber unsernKünstler lesen wir: „Nach ihm gestochenfinden wir in dem Anhange derOrientalischen Reise-beschreibung I. Andersen'« und v. Iversen's(S. 17. u. 18.) zwey eingedruckte Kupfer von A. deWinter; dann in dem Persianischen Baumgarten(wo sein Name theils Rondr, theils Rundr ge-schrieben ist) eine Anzahl dergleichen, nämlich einesvon Lemkiis, die andern von I. Wichmann. Ge-dachte beyde Bücher sind von A. Dlearius heraus-gegeben; wir haben jedoch nur eine spätere Auflageder gesammelten Werke dieses Schriftstellers, Ham-burg 1696. Fol. vor uns. Noch lieferte P. v. d-Berg ein Foliotitelkupfer mit Allegorie (/(onätäel.)zu Happelli ausländischer Schatzkammer (Ham-burg 1688. Fol.). Wir möchten immerhin denUnsrigen einen guten Künstler nennen; wenn auchgleich alle diese Blätter, Figur und Landschaft,durch Schuld der Stecher sehr mittelmäßig odervielmehr schlecht ausgefallen sind."

Runge (Adolph Friedrich). Ein solcher warum 1796. als Münzmeistcr bey der neuen Münzezu Berlin angestellt,

— — (Engelbrecht), Goldschmied zu Leipzig in der letzten Hälfte des X VII- Jahrhunderts. DiePersonalien irgend einer Leichenpredigt führen ihnan. Mrc.

— — (Philipp Otto), ein Maler zu Ham-burg, neuester Zeit. Auf dem Salon zu Dresden 1802. sah man von ihm eine sehr wohl gelungeneAllegorie (?), und 1806. sein eingesandtes Bildnißin Oel , Kniestück in sitzender Stellung , sehr ähn-lich und gut gehalten. Mensel's Arch. II. 1.9g. ^c. In der Einleitung zur Jen. L. Z. 1807.heißt dann derselbe einer der geistreichsten Künstlerunsers Zeitalters, der sich damals zu Wolgast auf-hielt; und werden dort von ihm vier große Blätterin überhöhtem Folio beurtheilt, welche zu demGeschlechte der Arabesken gehören, und aber etwasräthselhaften Sinnes seyn sollen. „Dieselben"(liest man dann weiter) »halten sich im Kreise derBlumen, Kinder und Frauen, und scheinen sichzunächst auf die vier Jahrszciten zu beziehen". Vonden weiblichen drappirten Figuren darin heißt esnichts Geringeres, als: „Daß solche ganz im Geistdes Correggio angegeben (?) seyen, lieblich, weiblichzart; so wie die Kinder in süßer Naivetät", u. s. f.Eben so wird die Komposition daran, und der leb-hafte, doch nie übertriebene Ausdruck der Affektengerühmt. Sie kosteten ic>. fl. In 1810. endlichgab derselbe (4°. 60. S. Hamburg bey Perthes):

karbenlcugel oäer Lonatruetion äes Verhält-IN88S3 aller IVliackungen äer korben» unä ikrervollatänäigen ^äünität, mir angehängtemVerbuch einer Ableitung äer Harmonie in äsn2 n 8 ammen 8 tellungen äer karben. t§el) 8 t einer^bkanälung über äie keäeutung äer korben inäer Uatur. von H. krof. //enrr'L HteFenL in läalls.Mit einem Kupfer und einer beygelegten Farben-tafel. Ein Werk, das alle Aufmerksamkeit ver-diente. Gött. Anz. 1810. NR 83 . Der Anhangvon H. Steffens dann (heißt es dort) habe es mitden jetzt so sehr beliebten höhern Ansichten zu thun,in die sich die Phantasie unsrer poetischen Physikerso gern verliere, wenn sie nicht beständig durch denZügel der Mathematik im Zaume gehalten wird.

Rungenhagen ( ), Zeichenmeister zu

Berlin um 1809. zu welcher Zeit er daselbst einesonntägliche Zeichenschule, für jedermann, zu er-richten suchte. ^c.

Runk ( ) , ein Kupferstecher um 1809. zu

Halle im Magdeburgischen. Er arbeitet schlechteBlatter die sich aufdieTagcsbegebenheiten beziehen,und die illuminirt ihre Abnehmer unter dem ge-meinen Volke suchen und finden.

— — ( ), ein Zeichner oder auch Maler

von Landschaften zu Wien . In 1801. unternahm