Runs ch e r.
er für den dasigen Kunsthändler Eder eine Reise»achLyrol, um die schönen Gegenden dieses Läud-chcnü zu zeichnen. Dieselben sollten in einer Folgevon 24. Bl., nebst Titelkupfer, erscheinen. Piringerhatte 180b. schon i). Platten in Aguatinta dazubeendet. Berruch Reife nach Wien II. m»
Wunscher, s. Lauscher (den Landschafts-Maler zu Koburg) in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Ruoppoli (Johann Baptist«). Er malteFrüchte, Trauben besonders, noch besser wie seinMeister, und all' klebriges nicht geringer. Ta»«»I. tiZZ.
Ruorre (Ludwig Carl), geb. zu Paris 1784.Schüler von le Mire, brachte mehrere Jahre inLondon bey Bartolozzi zu. Dort kannte man vonihm (1784.) ein Bildniß der Gräfin von Harcourt,als Bäuerin, in punktirtcr Manier. Um 1789.befand er sich wieder zu Paris . Eben so des Comrponisten N. Daleyrac, nach Cezarine deC****.Ohne Zweifel der nämliche, der noch 1802. dortwieder in obiger Manier (jetzt durch Mißbrauchmaniors angloise genannt) zwey Blatter : Cätiliaund Evelina (Kopfe, worin er die kalte Englische Regularität mit der lebhafter» Französischen Graziewie man zu reden pflegt vereinigen wollte) (schw.zu 6. Fr. beyde, gefärbt das doppelte); ferner einFrauenkopfstudium aus Poussins Urtheil Salomons,nach der Zeichnung von I. P. Simon, und (i8oZ.)einen ähnlichen nach Jul. Romanus, von Chatillongezeichnet (jedes zu i. Livr. 60. Cent.), dann nachLhemanns Zeichnung (1806.) das Bildniß des H.Furtado, Präsidenten des Judenkongresses (4. L.)gab, und der sich endlich auch unter den Stechernvon A. la Borde's lVlo8s'igue kj'Itallca befindet.Rost nennt ihn nicht. IVo»v. ll. 6Z. 126.
200. IIl. l8j.
Rupert (F.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher des XVlll. Jahrhun-derts, von welchem man, neben Auderm, einBildniß des Arztes Fried . Hofmauns, ohne andernNamen als den seinigen, kenne. Indessen ver-muthen wir, daß derselbe der nämliche sey mit
— — (I.), der, ebenfalls im vergangenenJahrhundert, schlechte Bildnisse zu Nürnberg , wiez. B. des Arztes I. (heißt es nunmehr) Hofmanngestochen habe.
— — (Johann). Von einem solchen, undmit dessen Namen und dem Datum 1726. bezeichnet,besaß H. Achill. Ryhiner zu Basel die getuschteZeichnung einer Frauensperson.
* - — oder Ruprecht (Johann Chri-stian). So hieß ein Maler geb. zu Nürnberg umibao. und daselbst gest. i 654 > Von ihm sieht manin der Kais. Gallerie zu Wien zwey Bilder: Einegetreue Nachahmung der Dürerschen Dreyfaltigkeit,und eine andre von dessen Martern der Christen,beyde wirklich (ehrlich) mit: ^6 imitstionemDürer! i 65 Z. u. bezeichnet. Dann 8. V. Rupertebenfalls eine schöne Kopie nach Dürer (ob viel-leicht eine der schon genannten?), und in der St.Sebaldskirche zu Nürnberg , über der Thüre beyder Anschreibetafel, eine Auferweckung Lazari.wlll's ^lürnb. Münzbel. Th- I- S. 199.
* — -» der Prinz. S. den Art. Pfalz imLex. und Robert in den gegenwärtigen Zusätzen.
— — ein Münzmeister der Stadt Erfurt in1266. Man verjagte ihn jedoch, vermuthlich weiler unrichtig ausprägte, einige Jahre später vondort. DomlNlkus Erfurt und das Erfur-tische Gebier I. 292.
— — s. auch Ruprecht im Lex. sowohl alsi» gegenwärtigen Zusätzen.
Ruphonus, auch Ruffoni und Ruf-fonus (I.), ein Kupferstecher aus der letztenHälfte des XVII. Jahrh, zu Venedig , lieferteBildnisse für Buchhändler, wie j. B. zu L. 7 'üe-
Rusca. iZ9§
rammt 6el re^no ä'Italia sotto , starbarl. 8^.Dann dasjenige des Pataviner-Arztes Alex. Alesxius, in 40. (vielleicht zu gedachtem Werke) ohneandern Namen als den seinigen; endlich Christusmit den Jüngern zu Emaus bey Tische, nach P.de Witte, (das nämliche, was auch E. Sadelergestochen hat).
Rupp ( ), ein Maler oder Zeichner, wel-
cher um 1780. zu Königsberg in Preussen lebte.Ekkard Handb. d. Hähern Lehranstalten inDeurschl. Th. H. S. 18Z.
Ruprecht (Bartholomaus). So heißt beyvon Sterken S- 402. ohne Weiteres, ein Kupfer-stecher zu Augsburg , der 1726. 5 i. Jahre alt ge-storben sey.
— — (Georg und Friederich), zwey Bau-meister zu Nürnberg , bauten iZ 55 . die dortigeMarienkirche, wozu der Bildhauer Sobald Gchon-hofer das mit der Anbetung der Weisen geziertePortal und den steinernen Gang verfertigte. Ebendiese vollendeten auch den gegenüber stehnden schönenBrunn» um welche» mehrere Statuen stehen, derspäterhin zweymal 04 ) 7 . u. i 54 i.) ausgebessert,und 1H87. mit einem künstlichen, von Paul Rühri(st. 1602.) gearbeiteten eisernen Gitter umgebenwurde. Lipowskp.
— (I. C. L.). So heißt ein Maler derin 1802. den Harz bereiste; die ganze Kunde vonihm s. Jahrbücher der Lauinannshäle (Qued,linburg 1809.) S. 68.
* — — (Marcus). Zu der Citation am Schlußedieses Art. Schwäbische Schriftsteller, setze,(Nördlingen 1771.)
* — — ( ). Auf der Fürstlichen Biblio-
thek zu Bernburg findet man, unter mehrern Hand-zeichnungen verschiedener Meister, auch dergleichenvon Einem dieses Namens. Ob von einem derRuprechte oder Ruperre des Lex. oder der ge-genwärtigen Zusätze ist uns unbekannt. I. L A.Rüst jetzt lebende Anhaltifche Schriftsteller(I. Th. Wittenberg u. Leipzig 1, 76. 8". S. 48 .)
* — — der Prinz. S. den Art. Pfalz imLex. und Robert sowohl, als gleich oben Ruperr,in den gegenwärtigen Zusätzen.
* — — überhaupt, f. auch Ruperr im Lex.sowohl als in gegenwärtigen Zusätzen.
* Rusca (Carl Franz), aus einer edeln Fa-milie, wurde frühzeitig, ganz wider seinen Willen,zu den Rechten bestimmt, besuchte inseinem Sieben-zehnten die Universität zu Turin , und erhielt dieDoktorwürde. Da ihn Amigoni in seiner Jugendin der Malerey unterrichtet hatte, so versuchte eres, die Bildnisse einiger Freunde (und besonderseiner Freundin) zu verfertigen, welche über alleErwartung schön ausfielen, und selbst die Auf-merksamkeit des Königes von Sardinien auf sichzogen. Er entschloß sich daher, alle gelehrten Ar-beiten aufzugeben und nach Venedig zu reisen, umsich im Kolorit durch ein fleißiges Studium derWerke von Titian und Paul Äcronese zu vervoll-kommnen. Von da gieng er durch die Schweiz (wo er vorzüglich zu Bern und Solothurn Probenseiner Geschicklichkeit ablegte) nach Kassel undHannover, wo ihn Georg ll. der eben seine deutschen Erbländer besuchte, ehrenvoll aufnahm, reichlichbeschäftigte, und mit einem Auftrage nach Berlin an Friedrich den Großen sandte, der ihn ebenfallsmit Auszeichnung cmpfieng und feine Bildnisseköniglich belohnte. Nachdem er sich noch eine kurzeZeit am Wolfenbüttelschen Hofe aufgehalten, unddort des verstorbenen Herzogen Brustbild so kennt-lich malte, » daß die vcrwittibtc Kurfürstin, da siees erblickte, sich der Thränen nicht^nlhalten konnte ',reiste er 1788. nach England, kehrte aber zuletztwieder nach Haust, und setzte sich zu Mailand , woer bekanntlich verstorben ist. Rusca war unstreitigein geschickter Künstler, der sich aber (fast) aus-