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Ferdinand Vll.
entsagung für erzwungen. Ferdinand VII. hatte Napoleon seine Thronbesteigungbekanntgemacht und um eine Prinzessin angehalten; zugleich aber durch die Be-kanntmachung der Aktenstücke über die Begebenheiten im Escorial sich von derBeschuldigung seines Vaters zu reinigen gesucht. Napoleon empsing die Abge-sandten sehr kalt: „Karl IV. sei sein Bundesgenosse und Freund, er könne daherFerdinand V II. nicht anerkennen". Doch ließ er dem Prin,en von Asturien mel-den, daß er sich auf der Reise nach Spanien befinde, und lud ihn ein, ihm entge-genzukommen, um mündlich diese Angelegenheiten zu ordnen. Nun reiste F.,in Begleitung des Herzogs von Infantadv, des Skaatssecrctairs Cevallos, desKanonicuS Escoiquiz und Andrer, am 10. April ab. In allen Städten ausseiner Reise umringte das Volk den Wagen und bat ihn, das Reich nicht zu ver-lassen. Nahe an der Grenze erhielt er ein Schreiben Napoleons aus Bayonne vom 16. April, worin dieser ihm erklärte, daß er ihn nur dann als König vonSpanien anerkennen werde, wenn seines Vaters Abdankung freiwillig sei. AufSavary's Betheuerung, daß der Kaiser ihn bestimmt als König anerkennen werde,setzte F. seine Reise fort und kam am 20. April zu Bayonne an, wo ihnNapoleon mit Auszeichnung empfing. Als aber der alte König hier seine Ab-dankung für nichtig erklärt und des Prinzen Entsagung auf die Krone, welcheF. nur in Madrid und vor den „versammelten Cortes" seinem Vater zurück-geben wollte, am 1. Mai verworfen hatte, so mußte der Prinz, nach demAuftritte am 5. Mai, wo ihn sein erzürnter Vater und die erbitterte Mutter, inGegenwart Napoleons , der Infamen, Godoy'S und des Ministers Eevallos, wieeinen Verbrecher niit den heftigsten Vorwürfen überschütteten und mit einer ge-richtlichen Verurtheilung als Thronräuber bedrohten, unbedingt der Krone Spa-niens entsagen. Doch hatte er vorher der von ihm in Madrid unter des In-famen D. Antonio Vorsitz errichteten obersten Regierungsjunta, als er gehört,daß der Großkerzog von Berg des Infamen Stelle eingenommen, mit uneinge-schränkter Vollmacht das Recht ertheilt, die Cortes zu berufen und Krieg mitFrankreich zu führen. Ferdinand erhielt als Apanage eine jährl. Rente von600,000 Fr. für sich und seine Nachkommen aus dem Kronschatze von Frankreich ,sowie die PKask und Parks von Navarra als Eigenthum für sich und seme Erben.Er bezog hierauf mit seinem Bruder D. Carlos, seinem Dheim D. Antonio, demKanonicuS Escoiguiz, dem Herzog von Sän Carlos und dem Secretair Macanazdas Schloß Valem ay (eine Besitzung des Fürsten Tallevrand), wo er so strengbewacht wurde, daß der Plan des englischen Ministeriums 1810, ihn von dort zuentführen, fehlschlug. Dasselbe hakte einen gewissen Baron Kolly an ihn abge-schickt, welcher aber verhaftet wurde. Ein Spion mußte dessen Rolle spielen;doch der Prinz ging nicht in die Falle. Um sich den Schein zu geben, als verab-scheue er das beabsichtigte Unternehmen, machte er (freilich zu einer Zeit, wo Allesschon entdeckt war) eine Anzeige davon und drückte zugleich den Wunsch aus,von Napoleon adoptirt zu werden. Erst am Ende 1813 bot Napoleon , um seinenRücken zu sichern, F. die Wiederherstellung auf seinen Thron an, und dieser wil-ligte in den am 11. Dec. zu Valcmay von dem Herzog von Van Carlos und demGrafen La For.lt unterzeichneten Vertrag, durch welchen F. Spaniens Inter-esse von der Sache Europas trennte. Die Cortes verweigerten daher die Be-stätigung. F. verließ Dalemav am 3. März 1814; den 19. kam er inPerpignan an, und den 23. in Figuieras, wohin ihn der Marschall Suchetbegleitete. F. wurde mit den rührendsten Bezeigungen von Liebe und Treuevon seinen Unterthanen empfangen. In Gerona schrieb er an die Tortes: „Ge-neral Copons hat mir das Schreiben der Regentschaft zugestellt. Ich werde Euchvon Allem unterrichten. Unterdessen versichere ich die Regentschaft, daß ich nichtsso sehr wünsche, als ihr Beweise meiner Zufriedenheit zu geben". Allein geleitet