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festen Theile der Thier-, und Pflanzenkdrper zusammengewebt sind. — Fibrös,faserig, was Fasern hat, oder faserig, was aus Fasern besteht.
Fichte (Johann Gottlieb), geb. zu Rammenau bei Bischofswcrda in derOberlausitz 1762, verdanktes, erste Erziehung der Unterstützung eines Hrn.v.Miltitz.Nachher erhielt er in Schulpforte eine classische Bildung und studirte zu Jena ,Leipzig und Wittenberg. Dann lebte er einige Jahre in der S chweiz (zu Zürich alsHauslehrer), wo erPestalozzi's Freund war, und in Preußen, wo er in Königsberg den Umgang Kant'S genoß. Sein „Versuch einerKritik aller Offenbarung"(Königsb.1792), der allgemeine Aufmerksamkeit erregte, verschaffte ihm 1793 den Ruffelsordenil. Pros der Philosophie nach Jena , und er war eine der ersten Zierden dieserUniversität während ihrer glänzendsten Zeit. Ohne seinen Namen erschienen 17932 Hefte von s. „Beitrag zurBerichtigung der Urtheile desPublicumö üb. die franz.Revolution" (13,7 S.). In Jena machte er u. d. N. der Wissenschaftslehreein philos. System bekannt, welches er früher auf dem Kant'fthen fortbaute, vonwelchem letztem er aber nachher sich immer weiter entfernte. Wegen eines in dasvon ihm herausgeg. „Philos. Journ." (Bd.8, H. 1) eingerückten Aufsatzes: „Überden Grund unsers Glaubens an eine göttliche Weltregierung", fiel er in den Ver-dacht einer irreligiösen Denkart, wodurch eine Untersuchung veranlaßt wurde, wel-che bei der aufgeklärten, milden weimarischen Regierung keine nachtheiligen Folgenfür ihn gehabt haben würde, wenn er nicbt mit Niederlegung s. Stelle gedroht hätte,die seine strenge Wahrheitsliebe ihm zur Pflicht machte, worauf er s. Entlassung er-hielt. Er fand eine freundliche Ausnahme im prcuß. Staate, lebte eine Zeit lang inBerlin, und ward im Sommer 1805 Pros. der Philosophie in Erlangen , mit derErlaubniß, den Winter in Berlin zuzubringen. Während deSsranz.-preuß.KriegSging er nach Königsberg , wo er eine kurze Zeit Vorlesungen hielt, kehrte aber nachhergestelltem Frieden nach Berlin zurück und ward 1809 bei der neu errichtetenUniversität als Profi der Philosophie angestellt. F, war ein Mann von großemScharfsinn und boher Beredkfamkeit in s. Vortrage. I» fi weniger wissenschaftl.Werken ist ein Muster deutscher Prosa aufgestellt. Seinen Einfluß auf die Geister-welt, den großen und gerade für die letzte Zeit der Selbstsucht so wohlthätigen An-stoß, den er ihr gab, bezeugen Tausende, und ihn wird erst die Nachwelt ganz unpar-teiisch beurtheilen. Sein Streben war immer auf das Ewige und Höchste gerichtet.Mit beispielloserKraft und Stärke des Geistes durcbdrang er die Tiefen des mensch-lichen Wissens und gründete ein neues System der Philosophie, welchem er jedochspäter nicht ganz treu geblieben ist, indem sein religiöser Sinn ihn in dem innerstenGemüthe (Ick) Gott finden ließ. Das frühere Princip desselben sollte der Satz sein:
----- ,1 oder Ich bin Ich. Das Ich ist das Absolute, das sich selbst setzt. DiesesIch soll ferner als ein reines Handeln gedacht werden, das aber, weil eS in gewisseunbegreifliche Schranken eingeschlossen ist, sich in seiner Thätigkeit gehemmt sieht,und nun vermöge dieses Anstoßes ei»Nicht-Jch setzt und es als eine objective Weltanschaut. Das Ich kann sich daher nicht selbst setzen, ohne zugleich sich selbst einNicht-Jch entgegenzusetzen, das aber eben darum ein bloßes Erzeugnis; des Ichs ist.DasFickte'sche System ist sonach ein strenger Idealismus, indem das Reale oderdas Wirkliche, was wir außer uns setzen, nach diesem System nur ein Geschöpf un-serer eignen innern Thätigkeit ist. Dasselbe Ich, welches sich ein Nicht-Jch entge-gensetzt, strebt aber auch notwendig nach einer sittlichen Ordnung der Dinge in dervon ihm selbst geschaffenen Welt. Diese moralische Weltordnung nannte sonst dieWissenschaftslehre Gott . Später stellte sie Gott als das Eine, was schlechthin durchsich selbst und lauter Leben ist, an die Spitze des Systems, und betrachtete die Weltals eine Äußerung des Wesens Gottes, als ei» Bild oder Schema desselben. Vgl.F.'S Schriften: „Über den Begriff der WissenschaftSlehre" (Jena 1791); „DieWissenschaftSlehre in ihrem allgemeinen Umrisse" (Berlin 1810), und die „Anwei-