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Vierter Band. F bis G.
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Fielding

starben gegen 100,000 M. Mit dem Eintritt der kühlern Jahreszeit liest sie hierallmälig nach, ergriff dagegen aber Malaga und andre Gegenden, die sie verwüstete,bis die verringerte Bevölkerung ihr ein Ziel setzte. Sie war indeß nur auf kurzeZeit gewichen und kehrte 1801 mit so verwüstender Gewalt wieder, daß sie inwenigen Monaten ein Drittel der Bevölkerung von Malaga wegraffte und sichauf der ganzen Küste des Mittelmeers verbreitete. Man bemerkte damals, daßsie auf schwächliche Personen minder einwirkte als auf starke, daß dem weiblichenGeschlecht eine ungleich geringere Gefahr drohte, und alte Frauen ganz verschontblieben, auch daß Niemand zum zweiten Mal davon angefallen ward. Seitdem istdiese Krankheit öfter in spanischen und portugiesischen Häfen von Amerika aus ver-breitet worden; doch befällt sie nicht leicht Bewohner höherer Stockwerke und istam tödlichsten in der Nähe faulender Sumpfluft. 1821 kam das gelbe Fieber bisin die nördl. Häfen von Catalonien, in Nordamerika bis Boston . 1828 brach es inGibraltar aus. Es wird nicht leicht sich weiter nördlich verbreiten, außer etwa in denheißen Monaten und in den Häfen, die wegen sumpfiger Plätze in der Nähe einean Stickluft schwere Atmosphäre besitzen. Schlechte, ungesunde Schiffsprovisio-nen, als Hauptnahrung der Matrosen, greifen die Gesundheit der Seeleute an,und sie sind nach geschwächter Gesundheit dem gelben Fieber ausgesetzter als sonst.S. Bally's Schrift: „I>u lvjstins »I'Amöi igucnu I ,1 liävre jaune" (Paris 1814),und die „Medicin. Geschichte des gelben Fiebers in Catalonien 1821, von Bally,Frarwois und Parisot; a. d. Franz, von Liman" (Berlin 1824).

Fielding (Henry), ein in der Gattung des Familienromans berühmterenglischer Dichter, geb. am 22. April 1107 zu Sharpham-Park in der GrafschaftSomerset , stammte aus einem edlen, dem herzogl. Hause Kingston verwandtenGeschlechte, und war dadurch auch mit der berühmten Marie Worthlev Monkaguebefreundet. Sein Vater, englischer General, hatte eine zahlreiche Familie, undder Aufwand, den diese einem Manne kostete, dem überdies leichtsinnige Sorglosig-keit eigen war, scheint die erste Ursache gewesen zu sein, daß F. früh in jene un-gewisse Lage geworfen ward, womit er fast während seines ganzen Lebens zukämpfen hatte. Er empfing den ersten Unterricht von einem Geistlichen, NamensOliver, welchen er in dem Pfarrer Trulliber, in seinem Romane „Joseph An-drews", geschildert hat. Dann kam er auf die Schule zu Eton, wo jene Neigungzu classischer Gelehrsamkeit in ihm geweckt wurde, deren Spuren man in allenseinen Schriften findet. Zum RechkSgelehrten bestimmt, ging er nach Leyden,wo er sich mit Eifer seiner Wissenschaft gewidmet haben soll. Die Unterstützungaus der Heimath aber blieb bald aus, und F. sah sich in seinem 20. Jahregenöthigt, nach London zurückzukebren. Der lebenslustige Jüngling, der bei einerwohlgefälligen Gestalt eine ungewöhnlich rüstige Körperkraft besaß, überließ sichnun unbesonnen allen Lockungen zu Zerstreuungen und Ausschweifungen, und seinVater war nicht im Stande, ihn hinreichend zu unterstützen. F. mußte dieHülfsmittel, die er bei seiner Lebensweise immer dringender brauchte, in seiner Fe-der suche». Er hatte, wie er zu sagen pflegte, keine andre Wahl, als ein Lohn-schreiber oder ein Lohnkutscher zu werden. Anfänglich schrieb er für die Bühne,die zu jener Zeit, wo Tongreve, Farguhar und Vanbrugh ibre GeisteSgaben ihrwidmeten, in hohem Ansehen stand. Seine beiden ersten Stücke: „I.ove >» ne-veeal und „Ilio 'lenipie Dean", fanden eine Zeit lang Beisall. Lust-

spiele und Possen gingen nun rasch nach einander über die Breter, und von 1727bis 1735 wurden deren 18 aufgeführt; doch ist von seinen dramatischen Arbeiten,deren man überhaupt 28 zählt, heutiges Tages nur noch das burleske Trauerspiel:„Däumchen" („l'Iinni 41,uml>"), unddie beiden Possen: „Der falsche Arzr"(„'I'l>ollloclr. Ilncloi ") und „Das ränkevolle Kammermädchen" (,,'I'lio intl i^uili^ obam-dormuiü") bekannt. Alle diese Schauspiele warf er mit sorgloser Eile zusammen,